D. Seif (MdB, CDU, Euskirchen) befürwortet Brennelementelieferung nach Tihange

Neues aus dem Marionettentheater CDU

Detlef Seif (CDU), MdB für den Kreis Euskirchen, ist eine wahre Marionette und völlig unglaubwürdig: War er doch noch nach der Fukushima-Katastrophe gegen den Atomausstieg und zweifelte das Gelingen der Energiewende an.
Später sprang er dann – wenn auch sehr spät – auf den Tihange-Zug auf, sah ein, dass das AKW ein Risiko ist, das den Kreis Euskirchen direkt betrifft. Praktischerweise liegt das AKW Tihange aber in Belgien, lässt sich leichter kritisieren als die 8 AKWs die in Deutschland immer noch laufen. Aber gut für die Presse.
Später wagte er sogar Angriffe auf Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) weil diese die Brennelementelieferungen von Lingen nach Tihange genehmigte. Auch gut für die Presse.

Nun rudert er zurück.
Gegenüber dem KStA sagte er: „So paradox es klingt, die Unterbindung einer Lieferung deutscher Brennelemente würde zu einem viel höheren Unfallrisiko führen und damit unsere Region und die Menschen zusätzlich gefährden.“
Ein Gedankengang den mensch erst einmal verdauen und nachvollziehen muss. Resultat: Nicht möglich!

Dabei forderten im Landtag Anfang April alle Parteien den Stopp von Brennelemente-Lieferungen an die belgischen AKWs.
CDU und FDP forderten in einem weitergehenden Entschließungsantrag auch die Rücknahme der bestehenden Liefergenehmigungen.

Die AntiAtom-Inis begrüßten dies und forderten: Diese Aussagen gilt es jetzt von einer neuen Landesregierung nach der Wahl umzusetzen, zum Beispiel durch Transportverbote und Einwirken auf das für die Ausfuhrgenehmigungen zuständige Bundesumweltministerium.
Konkrete rechtliche Möglichkeiten hatte bereits die Ärzteorganisation IPPNW vorgestellt.
Auch Greenpeace hat ein Rechtsgutachten erstellen lassen, das am 10.5.2017 an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) übergeben wurde.

Ein „aufklärendes“ Gespräch mit Marie-Luise Dött (umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Steffen Kanitz (Berichterstatter der Fraktion für Reaktorsicherheit im Umweltausschuss) und Dr. Günther Bäuerle (Fachreferent der Fraktion) reichte.
Detlef Seif (CDU) hat seine Meinung zur Lieferung von Brennelementen aus Deutschland an die Atomkraftwerke Tihange.2 und Doel.3 in Belgien sehr schnell geändert.
Schwarz-Gelb lässt grüßen?

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Darum:

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siehe auch => Macht NRW-CDU Weg frei für Exportstopp für Brennelemente? . . . 10. April 2017 . . . AntiAtom-Euskirchen
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und hier der Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) vom 22.05.17 =>
Seif nun doch für Lieferung von Brennelementen nach Belgien
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Schweiz: Atomausstieg?

=> Schweizer wählen den Atomausstieg . . . www.spiegel.de . . . 21.5.2017
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Zitat aus dem Artikel: „Die fünf bestehenden Kraftwerke sollen am Netz bleiben, so lange sie sicher sind.“
?!?!?!?
Das hieße ja: Abschalten! Sofort!
Denn: Es gibt keine sicheren AKWs!

So steht z.B. mit dem AKW Beznau das älteste und eines der gefährlichsten Atomkraftwerke der Welt mit marodem Reaktorstahl in der Schweiz.

Jedoch: Trotz „Atomausstieg“ laufen auch in Deutschland noch immer 8 AKWs. Die Atomanlagen in Gronau und Lingen sind bisher sogar ohne Laufzeitbegrenzung und bedienen den nationalen wie internationalen Atommarkt. So z.B. auch Tihange.

Auch darum:

=> Am Sonntag, 25. Juni 2017 startet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3.
=> Menschenkette gegen Tihange – Stand der Vorbereitung
. . . 19.5.2017 . . . AntiAtom-Euskirchen
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Menschenkette gegen Tihange – Stand der Vorbereitung

WDR-Video =>

Menschenkette gegen Tihange – Stand der Vorbereitung
Lokalzeit aus Aachen | 16.05.2017 | 05:15 Min. | Verfügbar bis 16.05.2018 | WDR
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=> Anfahrtsskizze veröffentlicht
Wir bitten alle Personen, die mit einem privaten PKW oder einem Reisebus anreisen, die Route der Menschenkette weiträumig zu umfahren und gemäß dieser Anfahrtsskizze ihren Streckenabschnitt anzufahren. Die Streckenabschnitte und zugehörigen Parkflächen werden beschildert sein. Vielen Dank!

=> für LK Euskirchen ist der Treffpunkt/Abschnitt 19: Flémalle und Seraing in Belgien

=> Zuordnungsliste für die Menschenkette am 25.06.2017 von Tihange, über Lüttich und Maastricht nach Aachen (für Menschen mit dem Wohnsitz in Deutschland) (pdf)

=> hier geht’s zur Anmeldung zur Menschenkette

Am Sonntag, 25. Juni 2017 startet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3.

Wir Menschen aus drei Ländern mit unterschiedlichen Sprachen protestieren gemeinsam Hand-in-Hand für unser Ziel.
Mit der Menschenkette setzen wir zu Zehntausenden ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa.
Zugleich erinnern wir daran, dass trotz Atomausstiegs-Beschluss auch in Deutschland noch acht Meiler in Betrieb sind. Daher gibt es für Atomkraftgegner*innen aus der ganzen Republik einen guten Grund, bei der Menschenkette mitzumachen!
JEDER METER ZÄHLT! – Wir brauchen DICH!
Nur gemeinsam können wir die Kettenreaktion Wirklichkeit werden lassen.
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siehe auch aktuell =>Mit dem Bus ab Euskirchen am 25.06.2017 zur Menschenkette gegen Tihange • 23. Mai 2017 • AAE
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save the date => 25. Juni 2017

• Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen • 90 km Menschenkette

Die Menschenketten-Aktion startet gleichzeitig um 14 Uhr auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen.
Die Aktion wird maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit wird es zum Kettenschluss kommen.
=> hier geht’s zur Anmeldung zur Menschenkette
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Neue NRW-Landesregierung muss auch vor der eigenen Tür kehren: Keine Uran-Lieferungen für US-Atombomben, Tihange und Co!

Urananreicherung in Gronau beenden!
Kein weiterer Atommüll nach Ahaus!

Die Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) begrüßen, dass alle neuen möglichen Regierungsparteien in NRW die Kritik an den maroden Atomreaktoren in Belgien teilen.
Von einer neuen Landesregierung müssen dementsprechend umgehend konkrete Schritte, wie ein Stopp der Uranlieferungen von Urenco aus Gronau und der Brennelemente-Lieferungen aus Lingen umgesetzt werden. Durch die Versorgung der Pannen-Reaktoren in Doel, Tihange oder Fessenheim tragen Urenco und das Land NRW eine Mitverantwortung für mögliche Unfälle.

Im Landtag forderten Anfang April alle Parteien den Stopp von Brennelemente-Lieferungen an die belgischen AKWs. CDU und FDP forderten in einem weitergehenden Entschließungsantrag auch die Rücknahme der bestehenden Liefergenehmigungen. Diese Aussagen gilt es jetzt von einer neuen Landesregierung nach der Wahl umzusetzen, zum Beispiel durch Transportverbote und Einwirken auf das für die Ausfuhrgenehmigungen zuständige Bundesumweltministerium.
Konkrete rechtliche Möglichkeiten hatte bereits die Ärzteorganisation IPPNW vorgestellt.
Auch Greenpeace hat ein Rechtsgutachten erstellen lassen, das am 10.5.2017 an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) übergeben wurde.

„Es ist aber auffällig, dass in den Wahlprogrammen von CDU und SPD nur Tihange und Doel, nicht aber die Atomstandorte in NRW selbst genannt werden, die FDP äußert sich dazu gar nicht“, beschreibt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland die atompolitischen Sichtweisen der drei Parteien. Gerade die Atomstandorte Gronau, Ahaus, Jülich müssen aber auch auf die politische Tagesordnung.

Liefert Urenco auch für das US-Atomwaffenprogramm?

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Gronauer Urananreicherungsanlage unter anderem einen US-Brennelemente-Hersteller beliefert, der im Zusammenhang mit dem US-Atombomben-Programm steht. Auch wenn unklar ist, ob angereichertes Uran aus Gronau in den USA zur Tritium-Produktion genutzt wurde, fordern die Atomkraftgegner einen sofortigen Exportstopp für angereichertes Uran: „Die Grenzen zwischen ziviler und militärischer Nutzung verwischen immer wieder! Die Vorstellung, dass der Urenco-Konzern von Gronau aus eine Anlage in den USA beliefert, die mit der Produktion von Atomwaffenmaterial verknüpft ist, ist unerträglich“, so Udo Buchholz, Vorstandsmitglied des BBU.

Atomausstieg statt Atomforschung!

Zu einem Atomausstieg in Deutschland gehört auch die Beendigung der Urananreicherung – da passt es gar nicht, dass sich die FDP für uneingeschränkte Forschung, zum Beispiel an Uran-Zentrifugen für Urananreicherungsanlagen einsetzt.
Deswegen werden sich die Anti-Atomkraftinitiativen und der BBU auch weiterhin für eine sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage und der Jülicher Zentrifugenforschung durch die Urenco-Tochter ETC (Enrichment Technology Company) einsetzen.

Oberirdische Endlager in Ahaus und Gronau?

Die Atommüllproblematik haben die potenziellen Regierungsparteien laut Wahlprogrammen bislang gar nicht auf dem Schirm. Das ist nicht nur den Menschen im Münsterland gegenüber verantwortungslos, da sowohl in Gronau als auch in Ahaus die unbefristete Lagerung von Atommüll geplant ist und neue Castor-Transporte nach Ahaus drohen.
Erst vor Kurzem ist für das Ahauser „Zwischen“lager die unbefristete Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll beantragt worden.
In Sachen Castor-Transporte aus Jülich und Garching hat es die rot-grüne Landesregierung versäumt, konkrete Schritte gegen diesen Wahnsinn einzuleiten. „Wir erwarten von der neuen Landesregierung nun eine klare Positionierung“, so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Das unbefristete Gronauer Lager für Uranmüll in Form von Uranoxid ist seit geraumer Zeit fertig, aber scheinbar wollte Urenco die Landtagswahl abwarten – nun droht die zügige Beantragung der Einlagerungsgenehmigung. Die Atomkraftgegner wollen zukünftig die geplanten Rücktransporte von abgereichertem Uran, welches in Frankreich in Uranoxid umgewandelt wurde, verstärkt ins Visier nehmen.

Als nächste große Protestaktion steht die Menschenkette von Tihange nach Aachen am 25. Juni an.

(PM vom 17.5.2017)
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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AKWs Tihange und Doel: Schrottreaktoren laufen – Belgien strahlt

Einige der schlimmsten Schrottreaktoren Europas stehen in Belgien.

Aber => Nacht über Europa – nur Belgien strahlt . . . www.spiegel.de . . . 12.05.2017

Darum am Sonntag, 25. Juni 2017 auf zur Menschenkette:

Zuordnungsliste für die Menschenkette am 25.06.2017 von Tihange, über Lüttich und Maastricht nach Aachen (für Menschen mit dem Wohnsitz in Deutschland) (pdf)

=> für LK Euskirchen ist der Treffpunkt/Abschnitt 19: Flémalle und Seraing in Belgien

=> hier geht’s zur Anmeldung zur Menschenkette
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Am Sonntag, 25. Juni 2017 startet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3.

Wir Menschen aus drei Ländern mit unterschiedlichen Sprachen protestieren gemeinsam Hand-in-Hand für unser Ziel.
Mit der Menschenkette setzen wir zu Zehntausenden ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa.
Zugleich erinnern wir daran, dass trotz Atomausstiegs-Beschluss auch in Deutschland noch acht Meiler in Betrieb sind. Daher gibt es für Atomkraftgegner*innen aus der ganzen Republik einen guten Grund, bei der Menschenkette mitzumachen!
JEDER METER ZÄHLT! – Wir brauchen DICH!
Nur gemeinsam können wir die Kettenreaktion Wirklichkeit werden lassen.
save the date => 25. Juni 2017

• Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen • 90 km Menschenkette

Die Menschenketten-Aktion startet gleichzeitig um 14 Uhr auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen.
Die Aktion wird maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit wird es zum Kettenschluss kommen.
=> hier geht’s zur Anmeldung zur Menschenkette
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siehe zum Thema auch => 25. Juni 2017 • Tihange-Liege-Maastricht-Aachen • 90 km Menschenkette • Stop Tihange! . . . 2.5.2017 . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Gronau & Lingen • Urenco-Uran für die USA: Infos von Heinz Smital, Greenpeace

Es geht um die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen.

ARD-Tagesschau vom 11.05.2017
Eine Info zum Artikel => Greenpeace-Aktivisten protestierten gegen Kernbrennstäbe aus Deutschland . . . 12. Mai 2017 . . . AAE
und => Greenpeace-Protest vor der Brennelementefabrik in Lingen . . . 10. Mai 2017 . . . AAE
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siehe auch => Ist Deutschland in der Lage, selbstständig Atomwaffen zu bauen? . . . 10. April 2017 . . . AAE
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=> hier ist das Greenpeace-Rechtsgutachten zum Ausstieg aus der Brennstofffertigung
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siehe auch => Ministerin Hendricks muss Brennelementexporte nach Belgien verbieten! • Neue Stellungnahme: Der Weg zum Exportstopp ist frei! . . . 27. April 2017 . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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14.5.2017: Landtagswahl NRW

. . . und Muttertag hab´n wir auch noch . . .

Keine Stimme der AfD: Auch wenn es angesichts des oftmals sinnfreien Wahlkampfgetöses einigen vielleicht schwer fällt – gar nicht wählen nützt den Rassist*innen.
Darüber hinaus geht es auch um essentielle Dinge wie . . .
• sofortiger und konsequenter Ausstieg aus der Atomenergie, d.h. auch Stilllegung aller NRW-Atomanlagen
• sofortiger Kohleausstieg
• eine echte Energiewende
• Klimaschutz-Versprechen halten
• keine Verschiebung von Atommüll, keine Castor-Exporte Jülich-USA oder Castor-Transporte Jülich-Ahaus (oder sonstwohin…)

Infos zur Wahl und Parteien bekommt Ihr u.a. bei =>

Der Wahl-O-Mat
ist ein Info-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung NRW.

29 von 31 Parteien haben die Wahl-O-Mat-Thesen beantwortet.
Jetzt seid Ihr an der Reihe: Vergleicht Eure Standpunkte mit den Antworten der Parteien. => hier gehts zur web-site https://www14.wahl-o-mat.de/nrw2017
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Heimliche Laufzeitverlängerung für AKWs

(Text von Armin Simon, .ausgestrahlt-Blog vom 11.5.2017)
Wie die AKW-Betreiber mit der Übertragung von Stromproduktionsrechten längst abgeschalteter Meiler die zügige Abschaltung der noch laufenden Reaktoren blockieren.

Totgeglaubte leben manchmal länger, das gilt auch für deutsche Atomkraftwerke.
Acht Reaktoren entzogen Bundesregierung und Bundestag nach dem dreifachen Super-GAU von Fukushima die Lizenz – zu groß war selbst ihnen das Risiko eines Weiterbetriebs der Anlagen geworden.
Doch das Atom-Risiko gibt sich nicht geschlagen.
Es steht wieder auf und führt ein zweites, heimliches Leben – als Laufzeitverlängerung für die übrigen, damals nicht gleich abgeschalteten Reaktoren. Ein halbes bis fast fünf Jahre länger als ursprünglich vereinbart können diese so in Betrieb bleiben. . . . => weiterlesen bei www.ausgestrahlt.de/blog
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Greenpeace-Aktivisten protestierten gegen Kernbrennstäbe aus Deutschland

Umweltschützer legen Gesetzentwurf zum Ausstieg aus Brennelementproduktion vor

Gegen die weitere Lieferung von Brennstäben an europäische Atomkraftwerke protestierten Greenpeace-Aktivisten am 10. Mai 2017 vor der Brennelementefabrik ANF in Lingen.

Zu den belieferten Kraftwerken gehören auch die überalterten Reaktoren Fessenheim (Frankreich) Tihange/Doel (Belgien) nahe der deutschen Grenze. Diese Reaktoren sind immer wieder nach schweren Störfällen abgeschaltet worden.
„Der deutsche Atomausstieg ist absolut inkonsequent. Deutschland kann nicht aus der Atomenergie aussteigen aber zugleich ohne absehbares Ende Schrottreaktoren in ganz Europa antreiben“, sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. „Die Bundesregierung muss auch die Herstellung von Kernbrennstoff in Deutschland beenden. Einen Gesetzentwurf haben wir heute in Berlin an Umweltministerin Barbara Hendricks übergeben.“ (Entwurf: http://gpurl.de/xbD7V)

Eine besondere Gefahr geht von den belgischen Atomkraftwerken Tihange (65 Kilometer entfernt von Aachen) und Doel aus, an deren Reaktordruckbehältern tausende Risse gefunden wurden. Experten des Bundesumweltministeriums sind daraufhin zu dem Schluss gekommen, dass die Sicherheit der belgischen Reaktoren nicht ausreichend nachgewiesen worden sei.
Ein Super-Gau kann bis zu einer Entfernung von 600 Kilometern um den Reaktor Evakuierungen notwendig machen. Im Fall der belgischen Reaktoren und des französischen AKW Fessenheim (20 Kilometer entfernt von Freiburg) wären Millionen Menschen auch in Deutschland betroffen.
Die Atomindustrie ist für solche Unfälle weder ausreichend versichert noch gibt es umsetzbare Konzepte, wie auf einen solchen Super-Gau reagiert werden kann. (Eine Studie zur Atomhaftung findet Ihr hier: http://bit.ly/2qvAWGE)

Die Schließung der Kernbrennstoffwerke in Deutschland ist rechtlich möglich.

Die Fabrik in Lingen ermöglicht den Betrieb von Atomreaktoren europaweit und gefährdet mittelbar auch das Territorium der Bundesrepublik Deutschland. Die Brennelementproduktion verursacht zudem zusätzlichen Atommüll dessen Entsorgung bisher ungelöst ist.
„Vor diesem Hintergrund muss das Gesetz zum Atomausstieg in Deutschland auf die Brennelementproduktion und die Urananreicherung erweitert werden“, fordert Smital. „Der hierfür nach der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung erforderliche ‚legitime Zweck‘ liegt vor.“
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat am 10.5.2017 die Rechts-Expertise zur Schließung von Atomfabriken in Deutschland von Greenpeace bekommen.
(PM vom 10.5.2017 von Greenpeace)
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Anmerkung von Greenpeace: Nach elf Stunden löste die Polizei die Greenpeace-Aktion in Lingen friedlich und professionell auf – auf beiden Seiten hatte man nach den Castor-Protesten Erfahrung mit dieser Art der Demonstration. . . .
=> Wir können – wenn wir wollen • Deutschland schaltet seine AKW ab, liefert aber den Brennstoff für Pannenmeiler in Frankreich und Belgien? Das könnte per Gesetz beendet werden, zeigt ein Greenpeace-Gutachten. . . . www.greenpeace.de . . . 11.5.2017
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=> hier ist das Greenpeace-Rechtsgutachten zum Ausstieg aus der Brennstofffertigung
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siehe zum Thema auch => Ministerin Hendricks muss Brennelementexporte nach Belgien verbieten! • Neue Stellungnahme: Der Weg zum Exportstopp ist frei! . . . 27. April 2017 . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Greenpeace-Protest vor der Brennelementefabrik in Lingen

(Quelle/Text: Artikel von Ortrun Sadik, www.greenpeace.de vom 10.5.2017)
Es ist absurd: Nach dem Schock von Fukushima beschloss die deutsche Regierung, die deutschen Atomkraftwerke möglichst schnell abzuschalten, um die Bevölkerung vor den Gefahren dieser hochriskanten Technik zu schützen.
Doch die Brennelemente-Fabriken in Lingen und Gronau produzieren lustig weiter Atombrennstoff – mittlerweile halt mehr für das Ausland. Und somit auch für gefährliche Pannenreaktoren wie Fessenheim in Frankreich oder Tihange und Doel in Belgien.
Als ob die Radioaktivität an der Grenzschranke halt machen würde, wenn kurz hinter der deutschen Grenze so ein Schrottreaktor in die Luft flöge!

Dagegen protestieren heute (10.5.2017) Greenpeace-Aktivisten vor der Brennelementefabrik in Lingen. Sie haben gelbe Fässer und Banner dabei und mit einem großen gelben Kreuz das Tor der Anlage verstellt.
Sie fordern einen Stopp der Brennstofflieferung an Atomkraftwerke in Europa.

Auch eine Botschaft an die Regierung in Berlin haben sie dabei: Ein Rechtsgutachten, das belegt, dass ein Ausstieg aus der Kernbrennstoffproduktion konform mit der Verfassung und rechtlich machbar wäre. Wenn die Regierung denn wollte. . . . => weiterlesen (mit Fotos der Aktion) bei www.greenpeace.de
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=> hier ist das Greenpeace-Rechtsgutachten zum Ausstieg aus der Brennstofffertigung
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siehe zum Thema auch => Ministerin Hendricks muss Brennelementexporte nach Belgien verbieten! • Neue Stellungnahme: Der Weg zum Exportstopp ist frei! . . . 27. April 2017 . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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25. Juni 2017 • Tihange-Liege-Maastricht-Aachen • 90 km Menschenkette • Stop Tihange!


Quarks & Co – Tihange: Wann knallt es? (35 min.; veröffentlicht am 13.12.16)

Am Sonntag, 25. Juni 2017 startet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3.

Wir Menschen aus drei Ländern mit unterschiedlichen Sprachen protestieren gemeinsam Hand-in-Hand für unser Ziel.
Mit der Menschenkette setzen wir zu Zehntausenden ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa.
Zugleich erinnern wir daran, dass trotz Atomausstiegs-Beschluss auch in Deutschland noch acht Meiler in Betrieb sind. Daher gibt es für Atomkraftgegner*innen aus der ganzen Republik einen guten Grund, bei der Menschenkette mitzumachen!
JEDER METER ZÄHLT! – Wir brauchen DICH!
Nur gemeinsam können wir die Kettenreaktion Wirklichkeit werden lassen.
save the date => 25. Juni 2017

• Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen • 90 km Menschenkette

Die Menschenketten-Aktion startet gleichzeitig um 14 Uhr auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen.
Die Aktion wird maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit wird es zum Kettenschluss kommen.
=> hier geht’s zur Anmeldung zur Menschenkette

. . . Radioaktive Strahlung kennt keine Grenzen . . .

. . . unser Widerstand auch nicht . . .


Das 3-min.-Video zeigt: Auch der Kreis Euskirchen wäre betroffen.

Was kann mensch sonst noch tun . . . ?

Aktuell z.B. diese Petition an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks unterzeichnen =>
Stoppen Sie die Versorgung des belgischen AKWs Tihange mit deutschen Brennelementen.
Verhindern Sie nachhaltig den Transport der Brennelemente quer durch Deutschland und deren Export nach Tihange.
Stoppen Sie damit die deutsche Unterstützung für den Weiterbetrieb des „Bröckelreaktors“ in Tihange.
(Text von Alfred Pohl)
=> hier gehts zur Petition bei https://weact.campact.de
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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2. Juni 2017 • Gorleben • Kulturelle Widerstands-Partie

(Text: www.bi-luechow-dannenberg.de)

Gorleben – seit 40 Jahren
unser WUNDER PUNKT

Pfingstfreitag, 2. Juni 2017

• KULTURELLE WIDERSTANDSPARTIE •

Von 14:00 bis in die Nacht hinein sind wir wieder am Belugadreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben. Wir laden euch ein am Ort der Empörung mit uns bunt, frech und widerständisch zu sein.

Das Programm und weitere Infos findet Ihr unter => www.bi-luechow-dannenberg.de


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siehe auch =>
Vom 25. Mai 2017 – 05. Juni 2017 ist es wieder soweit, die Kulturelle Landpartie im Wendland öffnet ihre Pforten!

Es ist das größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands.

Wie immer zwischen Himmelfahrt und Pfingsten!

=> www.kulturelle-landpartie.de
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RWE-Sonderrechtzone: Polizei misshandelt Aktivistin

Die als „Eichhörnchen“ bekannte Kletteraktivistin Cécile Lecomte wurde bei einer Protestaktion zur RWE-Jahreshauptversammlung misshandelt.
Lest hier ihren Bericht => RWE-Sonderrechtzone: „Sie haben keine Rechte“Par eichhörnchen le vendredi 28 avril 2017
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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3. Mai 2017 • Euskirchen • Vortrag: Rechtspopulismus im Aufwind

Das Bündnis Eifel gegen Rechts lädt ein zur Vortragsveranstaltung am Mittwoch, 3. Mai 2017 um 19:00 Uhr im City-Forum Euskirchen, Hochstr. 39, mit Hans-Peter Killguss und Patrick Fels von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.
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Bukahara
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Petition an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: Exportstopp für Brennelemente nach Tihange!

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . aus dem Petitionstext =>
Stoppen Sie die Versorgung des belgischen AKWs Tihange mit deutschen Brennelementen.
Verhindern Sie nachhaltig den Transport der Brennelemente quer durch Deutschland und deren Export nach Tihange.
Stoppen Sie damit die deutsche Unterstützung für den Weiterbetrieb des „Bröckelreaktors“ in Tihange.
(Text von Alfred Pohl)
=> hier gehts zur Petition bei https://weact.campact.de
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Ministerin Hendricks muss Brennelementexporte nach Belgien verbieten!

Neue Stellungnahme: Der Weg zum Exportstopp ist frei!

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kann und muss die Exporte von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen für belgische und französische Pannenreaktoren verbieten.
Dazu stellten heute in Berlin die Ärzteorganisation IPPNW sowie Vertreter von Anti-Atomkraft-Initiativen auf einer Pressekonferenz eine neue Stellungnahme der Juristin Dr. Cornelia Ziehm vor.
„Die Bundesregierung darf sich nicht weiter hinter unhaltbaren Rechtsauslegungen verschanzen, in der die Wirklichkeit völlig ausgeklammert wird“, erklärt Dr. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW, „das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung haben eindeutig Vorrang.“

Aus der Brennelementefabrik Lingen werden u. a. die grenznahen Atomkraftwerke Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom beliefert, die nachgewiesene hohe Sicherheitsmängel aufweisen.
Deshalb hatte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks – auf Empfehlung der Reaktorsicherheitskommission – die belgische Regierung zur Schließung von Tihange 2 und Doel 3 aufgefordert. Auch die Stilllegung von Fessenheim wurde erst vor wenigen Tagen wieder gefordert.

Die logische Konsequenz dieser Forderungen wäre, die Beihilfe zum Weiterbetrieb dieser Reaktoren sofort zu beenden, einen Brennelement-Exportstopp zu verhängen und bereits erteilte Ausfuhrgenehmigungen zu widerrufen.
Das fordern nicht nur die IPPNW und ein breites Bündnis von Anti-Atom-Initiativen, sondern auch die Umweltminister von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie alle Fraktionen im NRW-Landtag. Barbara Hendricks jedoch bleibt untätig und streitet die ihr zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten ab – unter Verweis auf ein von ihrem Ministerium beauftragtes Gutachten.

Dr. Cornelia Ziehm führt nun in ihrer Stellungnahme aus, warum die vom BMUB vertretene Auffassung nicht überzeugt. Es „lässt die reale Situation in entscheidenden Punkten außer Betracht.“ Den vom BMUB angeführten unionsrechtlichen Grundsatz des gegenseitigen Vertrauens zwischen den EU-Mitgliedstaaten hat das Ministerium selbst „in Wahrnehmung seiner Schutzpflichten gegenüber der Bevölkerung in Deutschland“ bereits durchbrochen. Für die Erteilung oder Verweigerung von Ausfuhrgenehmigungen zu den genannten Hochrisikoreaktoren kann und muss der gleiche Bewertungsmaßstab gelten wie für die Reaktoren selbst.
Laut Atomgesetz (§ 3 Abs. 3 Nr.) darf eine Ausfuhr nur genehmigt werden, wenn ausgeschlossen werden kann, dass „die zu exportierenden Kernbrennstoffe“ in einer „die innere oder äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdenden“ Weise verwendet werden.
Für Tihange 2 und Doel 3 gilt jedoch das Gegenteil. Das Leben und Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland sind im Atomgesetz ein relevantes Schutzgut, genauso wie im europäischen Unionsrecht und im Euratom-Vertrag. Bei allen darin enthalten Regelungen gelten zumindest Ausnahmen im Sinne des Schutzes von Leben und Gesundheit.

Ähnlich deutlich äußert sich der Physiker und Jurist Prof. Wolfgang Renneberg, ehemals Leiter der Abteilung für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, in einer eigenen Stellungnahme. Dass angeblich die Warenverkehrsfreiheit innerhalb der europäischen Union höher bewertet werden solle als die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Bevölkerung „ist für einen unbefangenen nicht sachkundigen Beobachter kaum nachvollziehbar. Aber auch aus rechtlicher und technischer Expertensicht geht die Bewertung des Gutachtens an der Wirklichkeit vorbei.“ Sollte das Bundesumweltministerium „die Lieferung von Brennelementen von Deutschland nach Belgien zu den betroffenen Kernkraftwerken weiter zulassen, übernimmt es die Mitverantwortung für das Risiko eines atomaren Super-Gaus.“

„Unisono herrscht in Aachen Bewusstsein über die Gefahren durch das Risse-AKW-Tihange 2“, erklärt Walter Schumacher vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomanlagen. „Und es herrscht eine All-Parteien-Empörung über die Verlogenheit von Ministerin Hendriks. Gemeinsam mit Atomkraftgegner*innen in ganz NRW werden wir nicht locker lassen, von ihr ein sofortiges Moratorium der Brennelemente-Lieferungen nach Belgien zu fordern. Sie muss deren Exportgenehmigung endlich widerrufen. Außerdem rufen wir für den 25. Juni zur trinationalen Menschenkette zwischen Tihange und Aachen auf.“

Ergänzende Hintergrundfakten:

• 2016 wurden erstmals Brennelementelieferungen von Lingen an die Risse-Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 genehmigt.

• Die aktuelle Transportgenehmigung für insgesamt 50 Transporte von Lingen nach Doel und Tihange mit einer Geltungsdauer von knapp 2 Jahren (bis zum April 2018) erteilte das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) im Juni 2016.

• Dem voraus gingen die entsprechenden Exportgenehmigungen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Ausfuhrgenehmigungen sind hier entscheidend, denn nur bei diesen Genehmigungen ist auch die Verwendung des Exportgutes im Ausland relevant.

• Beide Bundesämter – BAFA und BfE – sind im nuklearen Bereich der Fachaufsicht des Bundesumweltministeriums und damit der Aufsicht von Ministerin Hendricks unterstellt.

• 2016 und 2017 rollten bisher 21 Brennelemente-Transporte von Deutschland nach Belgien. 29 Transporte sind in den nächsten 12 Monaten noch zu erwarten, falls die Ausfuhrgenehmigung voll ausgeschöpft wird.

• Die beiden Reaktoren in Fessenheim wurden letztmalig in 2014 und 2015 mit Brennelementen aus Lingen beliefert. Laut einer EDF-Meldung von 2014 reichen diese für einen Reaktorbetrieb von 42 Monaten – derzeit also ca. bis Frühjahr 2018. Voraussichtlich wird dem BAFA also demnächst ein Antrag zur Ausfuhrgenehmigung von Brennelemente Lingen nach Fessenheim vorliegen.

(PM vom 27.4.2017 von • IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer VerantwortungAachener Aktionsbündnis gegen AtomenergieAktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen AntiAtomBonn Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU)
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Die Stellungnahme von Dr. Cornelia Ziehm im Auftrag der IPPNW findet Ihr unter =>
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Ziehm_Stgn_Ausfuhr_BE_IPPNW_2017.pdf

Die Stellungnahme von Prof. Wolfgang Renneberg findet Ihr unter =>
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Renneberg_Stgn_Verbot_der_Ausfuhr_BR.pdf
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26. April 1986 • Tschernobyl • „Die Atomenergie ist außer Kontrolle geraten“

Am 26. April 1986 begann die Nuklearkatastrophe in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat.


(von N24 – Netzreporterin – Antje Lorenz; 15.11.2016)
Im April 1986 explodierte der Atomreaktor von Tschernobyl. Eine neue gigantische Schutzhülle soll den Reaktor nun versiegeln.
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siehe zum Thema auch =>
Tschernobyl zeugt von der Hybris des Menschen . . . 29. November 2016 . . . www.sueddeutsche.de => „Die neue Hülle über dem Reaktor bedeckt ein Problem, löst es aber nicht: Die Atomkraft ist weder technisch beherrschbar noch moralisch gerechtfertigt. . . .“
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. . . Radioaktive Strahlung kennt keine Grenzen . . . =>

siehe auch => Tschernobyl und Fukushima
Fragen und Antworten zu den beiden bisher größten Atomkatastrophen
(pdf)
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25. April 2017 • Euskirchen • Vortrag & Film: Aktuelles zum AKW Tihange

Wir möchten Euch gerne einladen:
Dienstag, 25. April 2017 • Euskirchen • 19 Uhr
• Vortrag & Film: Aktuelles zum AKW Tihange mit Jürgen M. Jordans, Belgien • Ort: 53879 Euskirchen, City-Forum, Hochstr. 39

In einem durch Filmbeiträge aufgelockertem Vortrag wird er uns aktuelles zum AKW Tihange berichten und Möglichkeiten aufzeigen, was mensch tun kann. Wir freuen uns auf einen informativen Abend.
Für ein veganes Büffet und Getränke sorgt die Aktionsküche Nordeifel. Ihr könnt also auch gerne hungrig kommen!
=> zum vergrößern (pdf) bitte anklicken!

=> www.chain-reaction-tihange.eu/de


JEDER METER ZÄHLT – Wir brauchen DICH!
=> hier geht’s zur Anmeldung zur Menschenkette
Die Menschenketten-Aktion startet gleichzeitig um 14 Uhr auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen. Die Aktion wird maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit wird es zum Kettenschluss kommen.

Das 3-min.-Video zeigt: Auch der Kreis Euskirchen wäre betroffen.
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Ostermarschproteste in Gronau und Jülich gegen Urananreicherung

(aktualisiert am 15.4.2017)
Rund 250 Atomkraftgegner*innen aus Belgien, aus den Niederlanden und aus der Bundesrepublik haben sich Karfreitag (14. April 2017) in Gronau am Ostermarsch zur bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage beteiligt.
Ihre eindeutige Forderung an die Landes- und Bundespolitik:
Sofortige Stilllegung der umstrittenen Uranfabrik.

Auch in Jülich wurde mit Nachdruck gegen Urananreicherung und gegen den Bau von Zentrifugen für Urananreicherungsanlagen demonstriert.

In der Gronauer Urananreicherungsanlage wird Natururan für den späteren Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet (angereichert). Der Urenco-Konzern, an dem u. a. die Energieunternehmen RWE und E.ON beteiligt sind, hat für die Anlage in Gronau eine unbefristete Betriebsgenehmigung.
Mit Uran aus Gronau werden Atomkraftwerke in der Bundesrepublik, aber auch in Belgien, Frankreich und anderswo betrieben.
Die Urananreicherung in Gronau erfolgt mit dem Zentrifugenverfahren, das grundsätzlich auch zur Produktion von Uran für Atomwaffen geeignet ist.
Auch das iranische und pakistanische Atomprogramm basiert auf dieser Zentrifugentechnik.

In Jülich ist die Enrichment Technology Company (ETC) ansässig, ein Tochterunternehmen des Urenco-Konzerns und des französischen Atomkonzerns Areva. Die ETC erforscht und entwickelt Zentrifugen für Urananreicherungsanlagen und baut sie auch. In der Vergangenheit hatte sie auch einen Produktionssitz neben der Urananreicherungsanlage in Gronau, der aber bereits vor einigen Jahren geschlossen wurde.

Schulterschluss der Anti-Atomkraft-Bewegung mit Friedensorganisationen

Der Gronauer Ostermarsch wurde wie in den letzten Jahren im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche der Friedensbewegung durchgeführt.
Bei zwei Kundgebungen am Bahnhof und vor der Urananreicherungsanlage kamen Mitglieder regionaler und überregionaler Organisationen zu Wort. Texte einiger Reden unter => www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2017/reden

Im Aufruf zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch hieß es: „Die in Jülich erforschte und in Gronau angewandte Zentrifugentechnologie für die Urananreicherung ist eine massive Bedrohung für den Frieden. In der Urenco-Anlage in Almelo (NL) entwendete der pakistanische Wissenschaftler Dr. Khan in den 1970erJahren Baupläne und verhalf so Pakistan zur Atombombe. Von dort gelangten die Pläne auch an den Iran und Nordkorea.“

Mit dem Ostermarsch in Gronau wurde u. a. folgenden Forderungen Nachdruck verliehen: „Verbot der Urananreicherung und Zentrifugenforschung! Vernichtung und “Entsorgung” aller Atomwaffen und Uranmunitions-Bestände! Stopp aller Waffenexporte und Kriegsbeteiligungen! Sofortige Stilllegung aller Uranminen und Atomanlagen weltweit! Förderung von gewaltfreien Ansätzen zur Konfliktlösung statt Wettrüsten!“

Engagierter Protest auch in Jülich

In Jülich fand Karfreitag ebenfalls eine Ostermarsch-Aktion am Gelände der ETC/Urenco statt. Rund 50 engagierte Personen beteiligten sich an einer Oster-Mahnwache. In Jülich werden Zentrifugen für Urananreicherungsanlagen entwickelt und hergestellt. Organisiert hatte in Jülich den Protest das Aktionsbündnis Stop Westcastor.
(PM)
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