Archiv der Kategorie 'Tihange (B)'

AKW Tihange • Atomfabriken Gronau & Lingen • Petition: Keine Brennelemente an Risikoreaktoren!


Tausende Risse im Druckbehälter, mangelnde Erdbebensicherheit und unzureichender Katastrophenschutz – Belgiens marode Atomkraftwerke sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung in Europa.
Schreibt bitte jetzt Umweltministerin Schulze, Ministerpräsident Laschet und Ministerpräsident Weil – sie müssen die Brennelemente-Exporte an europäische Risikoreaktoren stoppen und die Atomfabriken in Gronau und Lingen stilllegen!
Darum bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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AKW Tihange: Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW ?


mehr Infos => hier weiterlesen bei AAE
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(mehr…)

Pannenreaktor Tihange: Umweltinstitut-München wirft Laschet Doppelzüngigkeit vor

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet scheitert mit seinem Vorhaben, die belgische Regierung dazu zu bewegen, den pannenanfälligen Atomreaktor in Tihange so zeitnah wie möglich vom Netz zu nehmen.
Dies kommentiert Dr. Philip Bedall, Referent für Atompolitik am Umweltinstitut München.

„Armin Laschet ist an Doppelzüngigkeit nicht zu überbieten. In Belgien fordert er die Stilllegung der Pannenreaktoren, doch zu Hause sabotiert er die dafür nötigen Schritte“, erklärt Dr. Philip Bedall.
„Deutschland hat eine klare und wirkungsvolle Handlungsmöglichkeit: Den Stopp der Brennelemente-Exporte nach Belgien.
Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums zeigen, dass dies nur über eine Stilllegung der deutschen Atomfabriken in Gronau und Lingen möglich ist.
Doch gerade Laschet ist als CDU-Verhandlungsführer der Fachgruppe Energie dafür mitverantwortlich, dass ein entsprechender Beschluss aus dem Koalitionsvertrag gestrichen wurde.
Statt heiße Luft aufzuwirbeln müssen der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und die GroKo jetzt die Stilllegung der Atomfabriken einleiten.“
(PM vom 21.02.2018)
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Laschet beim „Atomgipfel“ in Brüssel: Viel heiße Luft um NiX

Dampfplauderer unter sich . . .


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Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel am 20.02.2018

• Pannenreaktoren stilllegen
• Uran-Brennstoffexporte stoppen
• Keine Braunkohle, sondern Erneuerbare als Ersatz

Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände erwarten vom Spitzentreffen am Dienstag, 20.02.2018, in Brüssel zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem belgischen Regierungschef Charles Michel konkrete Vereinbarungen zum Atomausstieg an den AKW-Standorten Tihange und Doel.

„Angesichts der gravierenden Sicherheitsprobleme in Tihange und Doel appellieren wir an den belgischen Regierungschef, die dringend notwendige Stilllegung der betroffenen Reaktoren nicht länger zu verzögern. Auch in der Sowjetunion und Japan hielt man vor Tschernobyl und Fukushima einen Super-GAU für ausgeschlossen. Doch die Ukraine, Weißrussland und Japan kämpfen bis heute mit den Folgen. Ein schwerer Reaktorunfall in Tihange oder Doel hätte verheerende Folgen für Westeuropa. Die Strahlenbelastungen in der Großregion Aachen/Brüssel/Maastricht wären vergleichbar mit denen innerhalb der 20 km Sperrzone in Fukushima,“ warnte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Von NRW-Ministerpräsident Laschet fordern die Initiativen und Verbände ein umgehendes Ende der Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau.
„Solange Deutschland durch die Lieferungen von Uran-Brennstoff maßgeblich am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren mitbeteiligt ist, bleibt die offizielle Kritik an den Atomkraftwerken unglaubwürdig. Der Brüssel-Besuch ist ein guter Anlass, um ein Exportverbot für Uran-Brennstoff auf den Weg zu bringen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich fordern die Initiativen und Verbände von Laschet eine Kehrtwende bei seiner bisherigen Forderung, Belgien ausgerechnet extrem umweltschädlichen Braunkohlestrom als Ersatz für die Atomkraftwerke anzubieten: „Dies ist ein klimapolitisch vergiftetes Angebot, das allein dem deutschen Energieriesen RWE nutzen soll. Wir fordern, dass Ministerpräsident Laschet von seinem Braunkohle-Vorschlag Abstand nimmt und stattdessen Belgien erneuerbare Energien anbietet. Nur so ist das Exportangebot glaubwürdig und nur so lassen sich auch die selbstgesteckten Klimaziele erreichen,“ forderte Herbert Gilles von der Initiative 3 Rosen aus Aachen.

„Für schmutzige Deals zugunsten RWE und zu Lasten unserer Zukunft stehen wir nicht zur Verfügung. Herr Laschet wurde gewählt, um Zukunft zu gestalten – zwei Drittel der Menschen in NRW wollen den schnellstmöglichen Kohleausstieg. Das ist ein klarer Wählerauftrag,“ ergänzte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ aus Kerpen.
(Text: PM)
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Atomare Zeitbombe? Der belgische Pannenreaktor Tihange 1

ARD – MONITOR vom 01.02.2018

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siehe zum Thema auch =>
AKW Tihange deutlich gefährlicher als bislang bekannt
(AAE, 01.02.2018)
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AKW Tihange deutlich gefährlicher als bislang bekannt

Das Sicherheitsrisiko durch das grenznahe belgische Atomkraftwerk Tihange ist deutlich größer als bislang bekannt. Das haben gemeinsame Recherchen des WDR-Hörfunks und des ARD-Magazins MONITOR ergeben.

Den Redaktionen liegt ein Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC) vor, das eine deutliche Häufung von so genannten „Precursor“-Fällen im Atomreaktor Tihange-1 belegt. Demnach hat es in den Jahren 2013 bis 2015 insgesamt acht solcher Ereignisse in Tihange-1 gegeben – das ist mehr als die Hälfte aller „Precursor“-Fälle in ganz Belgien. Bisher galten insbesondere die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 als besonders riskant.

Bei einem „Precursor“ (deutsch: Vorbote) handelt es sich um einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk, der unter bestimmten Voraussetzungen zu schweren Schäden am Reaktorkern, bis hin zur Kernschmelze führen kann.

Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht im Bundesumweltministerium, Dieter Majer, sieht darin ein Anzeichen, „dass die Anlage sicherheitstechnische Schwachstellen hat. Da müssen eigentlich bei allen Verantwortlichen die Alarmglocken angehen, sowohl bei den Betreibern in Belgien (…) und auch beim deutschen Bundesumweltministerium“, erklärt der Atomexperte.
Der Gutachter und frühere Mitarbeiter der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), Manfred Mertins, hält Tihange-1 für ähnlich riskant wie die beiden bislang in der öffentlichen Kritik stehenden Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 und fordert, dass man auch bei Tihange-1 „darauf drängen müsste, die Anlage in überschaubarer Zeit abzustellen“.

Wegen Tausender Haarrisse in den Reaktordruckbehältern waren in den vergangenen Jahren Zweifel an der Sicherheit der Atomreaktoren Tihange-2 und Doel-3 laut geworden – insbesondere von deutscher Seite. Das AKW Tihange liegt nur rund 70 Kilometer von Aachen entfernt. Sowohl die Bundesregierung als auch die NRW-Landesregierung haben wiederholt die Stilllegung dieser Reaktoren gefordert.

Auf Nachfrage räumt das Bundesumweltministerium ein, es sei über die Anzahl der „Precursor“-Ereignisse in Tihange-1 informiert. Weiter heißt es: „Nur der zuständigen [belgischen] Atomaufsicht liegen alle notwendigen Unterlagen vor, um die Sicherheit eines AKW bewerten zu können.“

Für die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC sind „Precursor“-Analysen nicht geeignet, Rückschlüsse auf den Sicherheitszustand einzelner Reaktoren zu ziehen. Man könne „garantieren, dass der Betreiber und die FANC die Sicherheit dieses Reaktors gewährleisten“, erklärte die Behörde gegenüber dem WDR-Hörfunk und MONITOR.

Die Atomexpertin von Bündnis90/Die Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, kritisiert das Verhalten der Bundesregierung: „Wenn die Bundesregierung die notwendigen Informationen nicht einholt (…) dann vernachlässigt sie tatsächlich den Schutz der Bevölkerung“, so Kotting-Uhl gegenüber WDR-Hörfunk und MONITOR.
Die Grünen-Politikerin fordert neben umfassenden Informationen einen Stopp der Brennelemente-Lieferungen aus Deutschland an die belgischen Kernkraftwerke.
(PM von WDR vom 01.02.2018)

ARD – MONITOR vom 01.02.2018

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Tihange: Laschets Kohle-Argument

Die Pest mit der Cholera gegeneinander ausgespielt


2/3 der Menschen in NRW wollen nach einer Westpol-Umfrage früher aus der Braunkohle aussteigen.
Ministerpräsident Laschet hält daran fest.
Er sagt: Nur mit der Braunkohle hat NRW den Strom, um Belgien mit Energie zu beliefern, damit das AKW Tihange abgeschaltet wird.
Stimmt das? (WDR, 28.01.2018)
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siehe zum Thema auch =>
AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller! . . . AAE . . . 19.12.2017
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Initiativen und Verbände kritisieren GroKo-Sondierung

• Urananreicherung und Brennelemente-Exporte
ausgeklammert
• „Braunkohle plus Atom ist verheerendes Signal“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die atomkritische Ärztevereinigung IPPNW, der Naturschutzbund (NABU) NRW sowie mehrere regionale Anti-Atomkraft- und Anti-Braunkohle-Initiativen kritisieren die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zur Neuauflage der Großen Koalition scharf:

„Das Thema Klimaschutz wurde an eine Kommission ausgelagert, die Atomkraft ganz ausgeklammert.
Weder gibt es eine schnellere Abschaltung der noch laufenden Atomkraftwerke noch eine Vereinbarung zur längst überfälligen Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelementefabrik in Lingen. Von beiden Standorten werden z.B. die Pannenreaktoren Tihange und Doel in Belgien beliefert, aber auch sicherheitstechnisch mangelhafte Reaktoren in Frankreich, Finnland und der Ukraine,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Erst vor wenigen Wochen hatten zwei Gutachten des Bundesumweltministeriums ergeben, dass eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage und der Brennelementefabrik rechtlich einwandfrei möglich ist.

Besonders enttäuscht sind die Verbände und Initiativen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz.
Laschet hatte im vergangenen Jahr mehrfach ein Aus für die Brennelementeexporte von Lingen ins belgische Tihange gefordert. Davon war bei den Sondierungsgesprächen nichts mehr zu hören. Stattdessen bot Laschet vor Weihnachten ausgerechnet dreckige deutsche Braunkohle als Ersatz für die belgischen AKW an. Schulz hingegen tut so, als wenn das deutsch-belgische Atomproblem gar nicht existiert. Beides ist unverantwortlich und ein verheerendes Signal. Laschets Versuch, die Sorgen der sowohl von Braunkohle und maroden Atomreaktoren betroffenen Bürgerinnen und Bürger gegeneinander auszuspielen, ist geradezu perfide.

„Solange Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau zum Weiterbetrieb von gefährlichen Atomreaktoren in den Nachbarländern und darüber hinaus exportiert werden, wird der Atomausstieg konterkariert. Wir erwarten von den Sondierern und der zukünftigen Bundesregierung einen klaren Ausstiegsfahrplan für die brisanten Atomanlagen in Gronau und Lingen – die rechtlichen Möglichkeiten sind vorhanden, wir fordern nun den politischen Willen. Herr Laschet und Herr Schulz, packen Sie es endlich an,“ so Dr. Angelika Claußen vom IPPNW.

„Zudem erwarten wir von Laschet und Schulz, dass eine künftige Koalition sich auf EU-Ebene für verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfungen bei geplanten AKW-Laufzeitverlängerungen einsetzt, um ein öffentliches Mitspracherecht für die Bürgerinnen und Bürger zu erwirken. Bislang ist das für die Laufzeitverlängerungen alter Reaktoren wie in Tihange oder Doel auf 50 oder sogar 60 Jahre im EU-Recht nicht vorgeschrieben“, so Claus Mayr, Europaexperte des NABU. „Im geplanten Koalitionsvertrag muss daher massiv nachgebessert werden.“

Die Allianz von Organisationen und Initiativen fordert zudem von einer zukünftigen Regierung, sich nicht nur formell zum Klimaziel 2020 zu bekennen, sondern konkrete Beschlüsse zu fassen, um dieses auch zu erreichen.
Die schnelle Abschaltung der klimaschädlichsten Kohlemeiler bis 2020 sowie ein kompletter Kohleausstieg bis 2025 sind unabdingbar, um dem Klimaschutz und einer echten Energiewende eine reale Chance zu geben. Nach Berechnungen des Ökoinstituts und Prognos ist dies technisch auch machbar.
„Das Pariser Klimaabkommen enthält die völkerrechtlich bindende Vorgabe, die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Um den Vertrag nicht zu verletzen, muss Deutschland diesen schnellen Kohleausstieg vollziehen. Die Zeit drängt,“ erklärte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“.
(PM)
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siehe auch => • 21. Januar 2018 • Bonn • 9:30 Uhr • Aktion: „GroKo nur mit Kohleausstieg! Klimaziele einhalten!“
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AKW Tihange: Super-GAU verhindern – aber ohne Klimakiller!

AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen sowie Umweltverbände wenden sich gemeinsam gegen den Entwurf des NRW Ministerpräsidenten Laschet, den im AKW Tihange produzierten Atomstrom durch Braunkohlestrom aus NRW zu ersetzen.
Wie Studien belegten ist die sofortige Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 problemlos möglich – dazu bedürfe es keiner neuen Stromtrasse. Es gebe darüber hinaus viel bessere, kurzfristigere und dezentrale Möglichkeiten, in Zukunft auch den übrigen Atomstrom in Belgien zu ersetzen.

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. In Nordrhein-Westfalen werden jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Etwa ein Drittel davon geht auf das Konto der rheinischen Braunkohle, die rechnerisch ohnehin nur Strom für den Export produziert, da der Strommarkt im Inland übersättigt ist.

Die AntiAtom- und AntiKohle-Initiativen werfen Laschet vor, sich mit seinem Vorschlag zum Sprachrohr und Lobbyisten des Energiekonzerns RWE zu machen.

„Herr Laschet sucht offensichtlich verzweifelt nach Absatzmärkten für den überflüssigen Braunkohlestrom“, kommentiert Andreas Büttgen von der Initiative Buirer für Buir. „Das untergräbt auch strukturell das Ziel einer europäischen Energiewende. Wir dürfen und werden eine solche rückwärtsgewandte Klientelpolitik nicht zulassen. Wir müssen sofort mit der Braunkohleverstromung aufhören!“

„Armin Laschet will den Teufel Atom mit dem Beelzebub Braunkohle austreiben“, sagt der Landesvorsitzende des BUND NRW, Holger Sticht. „Es ist jedoch eine Fehlleistung, aus der Situation Profit für den Großkonzern RWE schlagen zu wollen, anstatt endlich die Weichen in Richtung einer zukunftsfähigen Energiegewinnung zu stellen.“

„Atomausstieg und Kohleausstieg gehören zusammen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Europa-Vorsitzende der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs). „Beides sind Energiequellen der Vergangenheit und sie gefährden auf unterschiedliche Weise die Gesundheit der Bevölkerung. In Deutschland, in Belgien und weltweit leiden die Menschen unter den Folgen von Radioaktivität sowie den giftigen Schadstoffen Feinstaub, Stickoxid, Quecksilber, Blei, Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium, die durch Braunkohlekraftwerke und -tagebaue freigesetzt werden. Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus der Urananreicherungsanlage in Gronau und den schnellstmöglichen Kohleausstieg.“

Auch die Aachener AntiAtom-Initiativen sind über Laschet verärgert: „Der Vorschlag bringt uns der Abschaltung von Tihange kein Jota näher. Sie muss politisch durchgesetzt werden. Technisch ist sie längst möglich. Vor etwa drei Jahren waren die Riss-Reaktoren 21 Monate lang außer Betrieb, ohne dass es auch nur annähernd zu Versorgungsengpässen gekommen wäre“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.
Eine Koppelung der Stromnetze zwischen Belgien und NRW wurde schon von der vorherigen Landesregierung vorgeschlagen und ist daher nicht neu. Die geplante, aber noch nicht genehmigte ALEGrO-Trasse könnte jedoch frühestens 2020 fertig gestellt werden. Dem steigenden Risiko eines Super-GAUs in Tihange und Doel muss aber jetzt begegnet werden – durch die sofortige Stilllegung der Riss-Reaktoren.

„Armin Laschet tut so, als ginge es ihm um den Schutz der Bevölkerung. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn er sich wirklich für die Abschaltung von Tihange 2 und Doel 3 einsetzen will, darf er das nicht von Stromtrassen abhängig machen“, äußert Jochen Stay von der AntiAtom-Organisation .ausgestrahlt.
(PM)
Und Chris Weise von AntiAtom-Euskirchen kommentierte: „Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.“
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siehe auch => NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle . . . 16.12.2017 . . . AAE
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Darum =>

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. . . 14.12.2017 . . . AAE

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NRWE Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), das AKW Tihange und die Braunkohle

Soso, jetzt hat Armin Laschet (CDU) „einen Plan“ und schlägt den Belgiern einen „Deal“ vor: Tihange abschalten, Braunkohlestrom aus NRWE beziehen. Laschet im Kölner Stadt-Anzeiger: „Wir müssten etwa drei Gigawatt liefern, dazu brauchen wir übrigens die Braunkohle.“

Drei Gigawatt ? Dazu brauchen wir Braunkohle ?

Nein! Dafür braucht es keinen Weiterbetrieb der Braunkohletagebaue in NRWE und weitere sinnlose Abholzungen im Hambacher Forst!

Wie Anika Limbach von
AntiAtomBonn analysierte:
„Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 TWh!
Nie zuvor gab es in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.“
Zur Verdeutlichung:
• 1 GW (Gigawatt): eine Milliarde W
• 1 TW (Terawatt): eine Billion W

Und das, obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien (insbesondere Photovoltaik) künstlich gedeckelt wird, zugunsten von subventioniertem Atom- und Kohlestrom, der die Netze verstopft, die Umwelt sowie das Klima killt und die Energiewende ausbremst.

Fazit: Herr Laschet sucht nur verzweifelt nach einer Rechtfertigung für die weitere Braunkohle-Verstromung und der vollständigen Zerstörung des Hambacher Forst (das scheint ihm ja eine „NRWE-Herzensangelegenheit“ zu sein) und macht sich wieder zum Kasperle (incl. Reizgas-Einsatz) von RWE.
(chw)
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aber wir bleiben dabei:

Darum =>

Atom- und Kohleausstieg selber machen!
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. . . 14.12.2017 . . . AAE

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siehe auch => @ Armin Laschet (CDU) & Co: Ein Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft ist möglich! . . . 15.11.2017 . . . AAE


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Greenpeace-Report: schwere Sicherheitsmängel bei französischen und belgischen AKW

(Text von Ortrun Sadik für www.greenpeace.de vom 12.10.2017)

Schutz, los!

Frankreichs Atomkraftwerke sind Risikobetriebe, auch was den Schutz vor Angriffen angeht. Betroffen sind vor allem ihre Abklingbecken, das zeigt ein Greenpeace-Report.

Heute (12.10.2017) in den Morgenstunden kletterten Greenpeace-Aktivisten über die Absperrung um das französische AKW Cattenom. Im Außenbereich starteten sie Feuerwerkskörper und wiesen so auf den unzureichenden Schutz des Reaktors hin.
Denn das nahe der deutschen Grenze gelegene Atomkraftwerk hat eine massive Sicherheitslücke: das Abklingbecken.
Der Wassertank, in dem die hochradioaktiven Brennelemente gekühlt werden, liegt in Cattenom – genau wie in fast allen französischen und belgischen Atomkraftwerken – außerhalb der Schutzhülle und ist deshalb besonders anfällig für Angriffe jeglicher Art. Das hatte ein am vergangenen Dienstag veröffentlichter Sicherheitsreport von Greenpeace Frankreich deutlich gemacht.

Außerdem, so berichtete Spiegel Online heute Morgen, habe Cattenom ein Problem mit nicht erdbebensicheren Wasserrohren.
Der AKW-Betreiber EDF entdeckte diese Schwachstelle bei Kontrollen auch an 19 weiteren französischen Reaktoren. In seiner Meldung an die französische Atomaufsicht ordnete EDF sie auf Stufe 2 der internationalen Ines-Skala ein – also als „Störfall“ und nicht nur als „Materialmangel“.

Greenpeace fordert die französische Regierung auf, die Bevölkerung in Europa nicht länger durch ihre maroden und unsicheren Atomreaktoren zu gefährden und aus der Atomkraft auszusteigen.
. . . weiterlesen bei => www.greenpeace.de
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• WDR • Neue Studie belegt Gefahren in Atomreaktor Tihange


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siehe auch =>
Frankreich und Belgien: Greenpeace warnt vor Sicherheitslücken in AKW . . . www.spiegel.de . . . 10.10.2017
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• ZEIT ONLINE • Greenpeace-Studie: Experten warnen vor unsicheren Atomkraftwerken

Einer Greenpeace-Studie zufolge sind die Abklingbecken von AKW in Frankreich und Belgien unzureichend geschützt. Das gefährde ganz Europa, kritisiert die Organisation. . . . weiterlesen bei => www.zeit.de
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siehe auch =>
Frankreich und Belgien: Greenpeace warnt vor Sicherheitslücken in AKW . . . www.spiegel.de . . . 10.10.2017
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• WDR • Initiative „Stop Tihange“ traf sich mit AKW-Betreibern

Betreiber verlangen Verschwiegenheitserklärung von Experten

Vertreter der Initiative „Stop Tihange“ sind nach dem Treffen mit dem Tihange-Betreiber am Sonntag (08.10.2017) enttäuscht vom Ergebnis des Gesprächs: Die geheimen Unterlagen will der Betreiber nicht aus der Hand geben.
„Nur bei der Hälfte der Fragen zum Thema Technik will man Einsicht in die Unterlagen gewähren“, sagte Aktivist Walter Schumacher.
Die Antworten darauf dürften anschließend auch nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Vielmehr sollten sich die Experten per Unterschrift zur Verschwiegenheit verpflichten. „Das ist an Arroganz nicht zu überbieten“, so Schumacher. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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• SPIEGEL ONLINE • Problemreaktoren Tihange und Doel: Firmen wussten seit 1975 von Rissen in AKW-Teilen

Die belgischen AKW Tihange.2 und Doel.3 produzieren seit Jahrzehnten Strom, obwohl schon bei ihrem Bau auffällige Haarrisse entdeckt worden waren. Das zeigen interne Dokumente, die dem SPIEGEL vorliegen. . . . weiterlesen bei => www.spiegel.de
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=> WDR: Reaktor im AKW Tihange heruntergefahren • „Weiterbetrieb ist wie Russisch Roulette“ . . . www1.wdr.de
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• WDR • Tihange bleibt länger vom Netz

Der Reaktor 1 im umstrittenen ostbelgischen AKW Tihange bleibt länger vom Netz als ursprünglich geplant.
Das teilte am Montag (18.09.2017) der Betreiber Electrabel mit. Laut Betreiber werde Block 1 bis zum 30. November abgeschaltet bleiben. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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• WDR • Reaktor im AKW Tihange heruntergefahren • „Weiterbetrieb ist wie Russisch Roulette“

(aktualisiert; ursprüngliche Meldung vom 12.09.2017)

Im belgischen Atomkraftwerk Tihange ist ein Reaktor am Dienstagnachmittag (12.09.2017) heruntergefahren worden. . . .
. . . Problem im Inneren des Reaktorbehälters . . .
• Belgische Wissenschaftler bezweifeln Stabilität der Reaktoren:
„Weiterbetrieb ist wie Russisch Roulette“ . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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Jodtabletten-Verteilung: „Beruhigungspillen“ in NRW

Auch im Kreis Euskirchen hat die Verteilung begonnen

(Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog)
Unter anderem im Münsterland werden derzeit Jod-Tabletten verteilt, die als Vorsorgemaßnahme gegen schwere Unfälle in den nahen Atomkraftwerken dienen sollen.
Lokale Atomkraftgegner*innen warnen: Diese Tabletten schützen nicht vor Krebs.

Dass die kleinen Tablettenpackungen derzeit im Bereich Coesfeld verteilt werden, davon berichten das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Sollte es in einem der Atomkraftwerke – die umstrittene belgische Anlage Tihange ist nur 65km Luftlinie entfernt – zur Freisetzung von Radioaktivität kommen, sind Anwohner*innen in einem bestimmten Umkreis aufgerufen, schnell die Kaliumiodidtabletten zu schlucken. Durch eine künstliche Überdosierung von Jod im Körper wird die Aufnahme des aus den Reaktoren stammenden radioaktiven Jod-131 blockiert. Die Schilddrüse würde das Jod-131 sonst einlagern, was zu Krebs führen kann.

Die Kaliumiodidtabletten sind allerdings ausschließlich für Personen bis einschließlich 45 Jahren bestimmt. Das Risiko schwerer Nebenwirkungen in Folge der Tabletteneinnahme bei älteren Menschen ist höher als das Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken.

Die Tabletten müssen rechtzeitig eingenommen werden, bevor die Radioaktivität eingeatmet wird. In der Regel sind die Tabletten an einer zentralen Ausgabestelle, etwa Krankenhäusern, in großer Zahl vorrätig und müssen im Ernstfall dort abgeholt werden. Dafür bedarf es wiederum einer frühzeitigen Information der Bürger*innen, um die Katastrophenschutzmaßnahme zu organisieren.
Beides stimmt Atomkraftgegner*innen pessimistisch, denn die Verantwortlichen von Fukushima oder Tschernobyl versuchten immer erstmal, die Ereignisse herunterzuspielen oder zu vertuschen. Kaliumiodidtabletten stellen also „keinen ernsthaften Schutz der Bevölkerung dar“, heißt es aus dem Münsterland.

Vorverteilung beginnt ab 1. September

Aufgerüttelt von den Ereignissen im belgischen Tihange, wo tausende Risse den Reaktor von Block 2 durchziehen, geht die Region Aachen nun erstmalig in Deutschland einen anderen Weg: Zwischen dem 1. September bis zum 15. November können „berechtigte Personen“ aus der Stadt Aachen, der Städteregion und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg online einen Bezugsschein beantragen, mit dem sie die Tabletten in nahezu allen Apotheken der Region abholen können.
„Eine solche Vorverteilung ist deutschlandweit bisher einmalig und hat uns deshalb vor große Herausforderungen gestellt“, so Markus Kremer von der Koordinierungsgruppe der Stadt Aachen auf einer Pressekonferenz am Dienstag.
„Natürlich gibt es vielfältige Gefahren bei einem Reaktorunfall“, ergänzt Stefan Derix, Geschäftsführer der Apothekerkammer Nordrhein. „Doch wenn man zumindest die Schilddrüse durch eine einfache, wissenschaftlich fundierte Maßnahme schützen kann, ist das doch schon mal was.“

Atomkraftgegner*innen fordern Abschaltung aller Atomanlagen

Aktivist*innen aus dem Münsterland rufen derzeit zu einer Demonstration am 09.09.2017 in Lingen, nördlich des Münsterlandes, auf. Dort befinden sich das Atomkraftwerk Emsland und eine Brennelemente-Fertigungsanlage.
„Nicht nur in belgischen Reaktoren, sondern auch im Atomkraftwerk Lingen 2 kann es zu Störfällen oder Terroranschlägen mit Radioaktivitätsfreisetzungen kommen“, warnen BBU und Aktionsbündnis in einer Presseerklärung.

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl wollen die Demonstrant*innen ein deutliches Zeichen setzen.
Im Aufruf zu der Demo fordern sie:

• Exportgenehmigungen von Kernbrennstoffen aus Lingen an die gefährlichen Pannen-Reaktoren in Belgien und Frankreich mit sofortiger Wirkung zurücknehmen.
• Brennelemente-Herstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau sofort beenden!
• Die AKW Lingen, Grohnde, Fessenheim, Tihange, Doel und alle anderen AKW abschalten!
• Für einen weltweiten Atomausstieg!
• weitere Infos: www.lingen-demo.de
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siehe auch => Was kann ich tun im Katastrophenfall?
Ein Info der Aachener Ortsgruppe der Ärzteorganisation IPPNW zum Download als pdf

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und => Jod-Tabletten – Verteilung im Kreis Euskirchen . . . 02.09.2017 . . . KStA
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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