Archiv der Kategorie 'Tihange (B)'

500.000 Unterschriften gegen marode Atomkraftwerke Tihange und Doel

Atomkraftgegner*innen aus Aachen, Belgien und den Niederlanden haben am Freitag (13.07.2018) der nuklearen belgischen Aufsichtsbehörde FANC 500.000 Unterschriften überreicht.
Sie verlangen, dass die ihrer Meinung nach maroden Atomreaktoren Tihange 2 in Lüttich und Doel 3 in Antwerpen abgeschaltet werden. . . . weiterlesen bei => www1.wdr.de
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Endlich Klarheit: Risse machen belgische AKW Doel.3 und Tihange.2 sicher

Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung veröffentlichten am Montag auf der Titelseite die Schlagzeile: „Belgische AKW sind sicher“. Der Beitrag behandelte die Einschätzung der Gefährdung durch die Risse in den AKWs Doel.3 und Tihange.2 in einer Stellungnahme der deutschen Reaktorsicherheitskommission (RSK).

Der Leiter der RSK, Herr Wieland, behauptet laut diesem Artikel fast schon euphorisch, dass die Risse keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Atomkraftwerke hätten.

Das „Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie“ sowie die Initiativen „AntiAtomBonn“ und „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ halten diese Aussage für fachlich nicht haltbar ungenau, oberflächlich und wissenschaftlich heikel.
Aktuell gelingt der Sicherheitsnachweis dem Betreiber nur mit fragwürdigen Methoden. Nach Ansicht der Anti-Atomkraft-Initiativen und auch verschiedener früherer Expertisen kann ein solcher Druckbehälter mit Rissen nicht die gleiche Widerstandskraft wie ein unversehrter Druckbehälter aufweisen. In Extremsituationen kann dies den Unterschied zwischen Beherrschen und Bersten bedeuten. Ein Bersten würde die radioaktive Verseuchung großer Teile Mitteleuropas nach sich ziehen.

Unzulässigerweise behauptet Herr Wieland, dass in der Öffentlichkeit fast nur Personen ohne adäquate Expertise gehört werden. Er bezieht sich explizit auf die Tätigkeit von Prof. Renneberg, dem früheren Leiter der bundesdeutschen Atomaufsicht.
Prof. Rennberg ist Physiker und Jurist. Er wird in der Thematik von Materialexperten wie Dr. Ilse Tweer und Prof. Walter Bogaerts sowie dem US- Amerikanischen Chemiker Digby Macdonald begleitet, letzterer wurde schon für den Nobelpreis nominiert und ist Experte für wasserstoffinduzierte Risse in Stahl. Solchen Experten spricht Wieland a priori ihre Expertise ab.

Die Anti-Atom-Initiativen halten die im o.g. Artikel beschriebenen Zusammenhänge aus folgenden Gründen für fehlerhaft und fragwürdig:


Ungelöst bleibt weiterhin das Rätsel, wieso ein Atomkraftwerk mit Rissen der jetzt bekannten Größen überhaupt jemals die Abnahmesicherheitskontrollen in den 70er Jahren überstehen konnte.
Den Dokumenten der FANC hat das Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen entnommen, dass schon damals einige Ringe mit deutlich weniger Rissen bei der Abnahme entdeckt und als Reklamation an den Hersteller zurückgeschickt wurden. Es gab also auch damals sehr wohl die technischen Möglichkeiten zur Identifizierung solcher Risse in den Ringen. Wie also (außer man würde ‚kriminelle Energie‘ unterstellen) konnten Ringe mit so vielen und so großen Rissen jemals verbaut werden?
Somit ist auch weiterhin NICHT gesichert, dass die Risse nicht während des Betriebs entstanden und/oder gewachsen sind!

Die Aussagen von Herrn Wieland zur „Sicherheit“, deren Nachweis angeblich vorliegt, widerspricht offensichtlich dem tatsächlichen Inhalt des Gutachtens der RSK. Schon bei einem ersten Überfliegen der Bewertung des Gutachtens (den die Atomkraftgegner*innen erst am Montagnachmittag erhalten haben) haben sie folgendes Eingeständnis der RSK entdeckt: „… Es verbleibt jedoch die Frage bezüglich einer ausreichenden experimentellen Absicherung der Berechnungsmethoden…“ [1]
Die RSK gibt also zu, dass es KEINEN Beweis für die Sicherheit der Rissreaktoren gibt!

„Somit bleiben wir bei unserer Schlussfolgerung: Tihange ist ein unsicheres Risse-AKW und muss sofort abgeschaltet werden!“, betont Walter Schumacher vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Anmerkung [1]: Hierzu muss man wissen, dass Berechnungsverfahren zu sicherheitsrelevanten Größen mittels experimenteller Verfahren wissenschaftlich abgesichert werden müssen. Dies ist bisher nicht erfolgt.
(PM vom 10.07.2018)
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Schrottreaktoren Tihange und Doel: Weitere Mängel an belgischen Atomkraftwerken festgestellt

Beim Atomkraftwerk Tihange-3 unweit von Aachen sind neue Unregelmäßigkeiten entdeckt worden: Bei der Reparatur maroder Betonteile sei aufgefallen, dass Stahlverstärkungen an einer Schutzdecke nicht den Bauplänen entsprechen, teilte der Betreiber Engie Electrabel mit. Das Problem besteht demnach wohl schon seit Bau des Reaktors. . . . weiterlesen bei => www.spiegel.de
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Tihange und Doel: Schluss mit Symbolpolitik

Umweltverbände fordern wirksame Maßnahmen gegen
Gefahr durch belgische Atomkraftwerke

In einem offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen (Armin Laschet) und Rheinland-Pfalz (Malu Dreyer) erheben Umweltverbände aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden schwere Vorwürfe gegenüber der deutschen Politik.

Sie profitiert wirtschaftlich vom Betrieb der Reaktoren in Tihange und Doel und setzt dafür die Bürgerinnen und Bürger schwerer Gefahr aus. Es ist an der Zeit, dass Bundes- und Landesregierungen endlich vereint die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die deutsche Beteiligung am Betrieb der gefährlichen Atommeiler zu beenden.

Unterzeichner*innen des Briefs aus Anlass des zweiten Arbeitstreffens der Deutsch-Belgischen Nuklearkommission vom 13. bis 14. Juni 2018 in Brüssel, sind Amis de la terre Belgique / Friends of the Earth Wallonia-Brussels, die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Climaxi/ Friends of the Earth Flanders, Fin du Nucléaire, das Umweltinstitut München und Wise Nederland.

Gemeinsam fordern sie die Stilllegung der Atomfabriken in Gronau (Westfalen) und Lingen (Niedersachsen) und damit den Stopp der Brennelemente-Lieferungen aus Deutschland an die Reaktoren im belgischen Tihange und Doel. Darüber hinaus muss die Bundesrepublik ihre Aktienanteile in Höhe von 21,5 Millionen Euro an der Betreiberfirma der belgischen Reaktoren, Engie, abstoßen.
(PM von .ausgestrahlt vom 12.06.2018)
=> Den offenen Brief gibt`s hier als pdf

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AntiAtom-Proteste zur Karlspreisverleihung am 10. Mai 2018 an Emmanuel Macron

Die Verleihung des Aachener Karlspreises wollte das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA) nutzen, um Druck auf Präsident Macron und die lokalen Vertreter im Karlspreisdirektorium auszuüben, sich eindeutig für die Schließung von Tihange auszusprechen.

Etwa 800 Menschen beteiligten sich an einer Demonstration vom Welthaus auf den Marktplatz bis in den abgesperrten Bereich. Sie trafen dort auf weitere 800 Anti-Tihange-Demonstranten, die anderweitig dorthin gekommen waren. Durch diese große Anzahl dominierten sie den Besucherbereich des Platzes in „gelb“.

Natürlich waren die allermeisten aus Aachen und Umgebung gekommen. Aber sowohl aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg waren Delegationen und Einzelpersonen gekommen. Kleinere Gruppen auch aus Köln, Düsseldorf, Bonn und sogar aus Lingen!
Während der ganzen Proteste erklang immer wieder ein umgedichtetes Lied (mit der Melodie von ‚Frère Jacques‘). Doch fast immer, sobald sich Macron oder Verantwortliche für seine Preisverleihung zeigten, wurde der Gesang – entgegen der ursprünglichen AAA-Intention – durch wütendes Pfeifen und Buhrufe übertönt.

Warum gegen Tihange?

Diese Frage war wohl für ALLE Besucher der Veranstaltung ‚kein Thema‘. Jeder in Aachen weiß über die Risse- und Pannenreaktoren Bescheid.

Warum Protest bei Macron?

Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass er als französischer Staatspräsident über 28% der Stimmrechtsanteile an dem maroden Atommeiler in Tihange hält und insofern erhebliche Einflussmöglichkeiten für dessen Schließung hat.
(Quelle/Text und Fotos von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)
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10. Mai (Himmelfahrt): Auf nach Aachen zur Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron

Protest gegen belgische AKWs Doel und Tihange

Während sich fast die ganze Region gegen den Weiterbetrieb von Tihange stellt, ernennen die Spitzen der Aachener Politik und Wirtschaft den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zu ihrem Vorzeigeeuropäer und verleihen ihm am Donnerstag um 11 Uhr den Karlspreis im Aachener Rathaus.

Emmanuel Macron ist als Staatspräsident gleich über drei Verbindungen an den belgischen AKWs beteiligt:

• Über den Mutterkonzern Engie gehört dem französischen Staat rd ¼ an Tihange und Doel.
• Über EDF, einen französischen Staatskonzern zusätzlich 50 % an Tihange 1.
• Die Lingener Brennelementefabrik ist ebenfalls in französischem Staatsbesitz und beliefert gleich alle 7 belgischen Reaktoren mit ihrem atomaren Brennstoff.

Darüber hinaus lässt Macron keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, wie wichtig Atomkraft für Frankreich ist. Wir finden, wer andere Länder durch eigene Atomkraftwerke gefährdet, ist ein schlechter Europäer und darf nicht Träger des Karlspreises sein.
Aus diesem Grund brauchen wir Dich, zeig Emmanuel Macron am Donnerstag, dass Du das nicht hinnehmen willst!
Kleide Dich in Gelb und beschere Emmanuel Macron sein gelbes Wunder!

Ablauf der Aktionen am 10. Mai (Himmelfahrt):

10:00 Uhr Demonstration Richtung Marktplatz (Start: Welthaus Aachen, An der Schanz 1)
10:45 Uhr Protest auf dem Marktplatz während der Preisverleihung.
12:30 Uhr Abschlusskundgebung am Augustinerbach / Ecke Pontstr. (300 m vom Markt entfernt)

Nicht vergessen: Gelbe Kleidung (gelbes Oberteil) tragen, falls ihr die nicht habt, einfach in Schwarz gekleidet erscheinen.
Wir können nicht abschätzen, wie voll der Markt sein wird, falls ihr merken solltet, dass die Stadt schon voll ist, könnt ihr euch auch direkt zum Markt orientieren und die Demo fallen lassen, denn die Präsenz auf dem Markt ist das wichtigste!
(Text von Stop Tihange e.V.)


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AKW Doel: Leck im Notkühlsystem • Atomkraftgegner*innen kündigen weitere Proteste an

(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 03.05.2018)

Erneut gab es in einem der belgischen Skandal-Reaktoren einen Störfall.

Wegen massiver Sicherheitsbedenken und wachsendem Misstrauen wird die Forderung nach der sofortigen Stilllegung der AKW Doel und Tihange immer lauter.

Aus dem Reaktor Doel-1 bei Antwerpen wurde vor wenigen Tagen ein Leck in einer Wasserleitung des Notkühlsystems gemeldet. Laut AKW-Betreiber Engie-Electrabel handelt es sich um sogenanntes Borwasser. Der Betreiber sprach vorerst davon, es sei „normales Wasser“ ausgetreten. Später räumte er dann ein, dass die Flüssigkeit radioaktiv sein könnte: „Das Wasser, das durch das Leck getreten ist, könnte im nuklearen Bereich mit Radioaktivität in Kontakt gekommen und somit auch radioaktiv sein“, so Anne-Sophie Hugé, Sprecherin des Betreibers. Es gebe aber keinen Anlass zur Sorge, weil das Wasser aufgefangen, in einem internen Kreislauf behandelt und später „entsorgt“ würde, so Hugé.
Schwierigkeiten bereitet allerdings die nötige Reparatur: Das Leck ist nur schwer zugänglich und Arbeiter können aufgrund der Strahlung nur kurze Zeit an der Stelle verbleiben. Voraussichtlich bis Oktober bleibt der Meiler vom Netz.

Dieter Majer, ehemaliger Leiter der deutschen Atomaufsichtsbehörde, schlägt Alarm und sieht erhebliche Defizite im Qualitätsmanagement. Ein Leck im Not- und Nachkühlsystem sei „absolut unnormal“, so Majer. Wegen der engen Kontrollintervalle hätten Anzeichen für das Leck schon früher gefunden werden müssen.

Atomkraftgegner*innen fordern Konsequenzen

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände in Deutschland fordern die belgische Regierung auf, den Reaktor sofort stillzulegen.

Von der deutschen Bundesregierung fordert u.a. das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.
Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferten die Fabriken erst vor wenigen Wochen fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums ausgerechnet das jetzt betroffene Doel 1 sowie der Nachbar-Reaktor Block 2.
„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze müsse jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Weitere Proteste angekündigt – Druck wächst weiter

In den kommenden Wochen sind weitere Proteste für die Stilllegung der belgischen Meiler und gegen weitere Brennstoff-Lieferungen geplant.
Am 10. Mai findet anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Aachen eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzernbeteiligungen sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner.

Für den 9. Juni ist in Lingen zudem eine größere Demonstration angekündigt. Zahlreiche Initiativen und Verbände wollen unter dem Motto „sofortige Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau“ vom dortigen Atomkraftwerk Emsland zur Brennelementefabrik ziehen.
(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 03.05.2018)
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Endspurt der Petitions-Kampagne gegen Tihange und Doel

(Quelle/Text von Initiative 3 Rosen e.V.)

Wir starten mit 370.000 Unterschriften!

Nach den 50.000 bei der Menschenkette in 2017 könnte in diesem Jahr eine andere unübersehbar große Zahl des persönlichen Protestes für Aufsehen sorgen.
Unser Ziel: Bis Anfang Juli 2018 eine halbe Million Unterschriften für die trinationale Petition gegen die Rissereaktoren – denn dann soll die Übergabe an den neuen Chef der belgischen Atomaufsicht erfolgen.

Wir brauchen Hilfe von weiteren Menschen, die jetzt etwas tun wollen. Menschen, die neue Stellen auftun, wo die Unterschriften gesammelt können, die selber losgehen und bei Freunden, Nachbarn und Kollegen sammeln. Türen stehen offen und Erfolgserlebnisse sind garantiert.
Wir haben einiges vorbereitet, um auf der Zielgeraden noch mal Gas zu geben:
• Ein neuer Info-Flyer mit inhaltlichem Tiefgang (PDF)
• Die Unterschriftenliste als Druckvorlage (PDF)
• Für die Auslagestellen der Listen gibt es „Blickfänger“ (Poster und Aufsteller)
Dies alles und weitere Aktionsmaterialien (Taschen, Fensterposter, Aufkleber) könnt ihr bei uns kostenlos bestellen (PDF).

Schreibt uns an: petition[at]3rosen.eu
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Bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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Aktionen rund um die Karlspreisverleihung an den größten Einzelaktionär von Tihange, Emanuel Macron, am 10. Mai 2018

(Quelle/Text von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)
Der mittelbar mit Abstand größte Einzelaktionär des AKW Tihange, Emanuel Macron, wird zum Karlspreisträger 2018 ernannt.
Mit dieser Entscheidung hat das Karlspreisdirektorium völlig neue Optionen für die Schließung des Atomkraftwerks eröffnet! Wir werden sie nutzen!

Wir dokumentieren hier den
„Fahrplan“ des Protests an
diesem Himmelfahrtstag:

10. Mai 2018 um 10 Uhr: Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)
10:45 Uhr: Start der Demonstration zum Marktplatz
11:15 Uhr: Ende von Teil-1 der Demo; Teilnehmer*innen gehen INDIVIDUELL auf den Marktplatz (200 m)

11:00 bis 13:00 Uhr: Auf dem Marktplatz ist der „offizielle Teil der Karlspreisverleihung“

12:30 / 13:00 Uhr: Teilnehmer*innen gehen INDIVIDUELL vom Markt zum Teil-2 der Aktion (200 m) zur
12:30 Uhr: Kundgebung am Augustinerbach/Pontstrasse (neben Cafe Kittel)
14:00 Uhr: Ende der Kundgebung


Bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
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WDR • Protest gegen Tihange – „Strafanzeigen-Flut“ in Belgien


In Belgien, Deutschland und den Niederlanden haben Anti-Atom-Initiativen gegen den belgischen Staat und den Betreibern der dortigen AKW Anzeige ersttatet
– wegen unterlassener Hilfeleistung.
Die Strafanzeigen waren von einem Greenpeace Anwalt vorformuliert worden und gehen nun an die zuständige Staatsanwaltschaft. . . . . (WDR, 21.04.2018)
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Tihange: Strafanzeigen-Flut gegen belgische Störfall-AKW

(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 18.04.2018)
„Es kann passieren, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputt geht“, so äußert sich der Atomsicherheits-Experte Wolfgang Renneberg nach einer Fachtagung zum belgischen Atomkraftwerk Tihange-2.
Atomkraftgegner*innen starten eine „Strafanzeigen-Flut“.

Die wegen tausender Risse im Reaktorbehälter bekannt gewordenen Blöcke der belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel standen im Fokus einer internationalen Expert*innenkonferenz in Aachen am vergangenen Wochenende. Es trafen sich dort die internationale Vereinigung unabhängiger Nuklearexpert*innen (Inrag), der zum Beispiel der ehemalige Leiter der deutschen Atomaufsicht, Dieter Majer, und Gregory Jaczko, Ex-Chef der Atomaufsichtsbehörde der USA, angehören. Ausgewiesene Atomkraftgegner sind beide nicht.

„Nach dem jetzigen Stand der Erkenntnisse“ müsse der Reaktor Tihange-2 vorerst stillgelegt werden, heißt es in einer Erklärung, die das Netzwerk Inrag verabschiedete. Die Stahlbauteile hätten aufgrund ihrer Schwächen „nie eingebaut werden dürfen“. Sie verstoßen gegen internationale Sicherheitsmaßstäbe, so die Experten.

Das Schlimmstmögliche, was passieren kann

Auch Wolfgang Renneberg, ehemaliger Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, hat an der Konferenz teilgenommen. In Tihange-2 könne „bei einem kleinen Abriss einer Leitung, die normalerweise kein Problem für das Kernkraftwerk sein sollte, die Sicherheitseinrichtungen dazu führen, dass der Reaktor-Druckbehälter kaputt geht“, so Rennenberg. Wenn das geschehe, „gibt es keine Sicherheitssysteme, die das noch auffangen können“. Sehr große Freisetzungen von Radioaktivität würden stattfinden, die Katastrophenschutzmaßnahmen der Behörden wahrscheinlich zu spät kommen, „weil es einfach zu schnell geht“.

Der Betreiber Electrabel und die belgische Atomaufsicht würden die Risiken ignorieren, so Renneberg. Als Konsequenz fordert er, die Lieferung von Brennelementen aus Deutschland an das belgische AKW Tihange zu stoppen. Die Rechtsgrundlage im Atomgesetz sei angesichts zahlreicher Sicherheitsbedenken gegeben.

Strafanzeigen-Flut gegen
Bröckelreaktoren

Atomkraftgegner*innen erhöhen mit einer neuen Aktion den Druck für die Stilllegung der Meiler. Die Initiative „Stop Tihange“ ruft am kommenden Samstag, 21. April, dazu auf, Anzeige gegen den belgischen Staat und den Betreiber der Pannenmeiler zu erstatten. In Belgien, Deutschland und den Niederlanden sollen vor den Polizeistationen in Namur, Tongeren und Eupen parallel Aktionen stattfinden. Gemeinsam mit anderen Initiativen und einem Juristen sei ein Anzeigentext erarbeitet worden, der „unbedenklich“ sei.
„Es kann niemandem ein Nachteil daraus entstehen, dass man die Anzeige erstattet“, so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Ziel der Aktion sei die „sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren“.
(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 18.04.2018)

Treffpunkte für die deutschen Teilnehmer*innen an der
Aktion „Strafanzeige“:

13.00 Uhr Welthaus Aachen, An der Schanz 1, 52064 Aachen
Wir fahren von dort gemeinsam mit Privat-PKW nach Eupen.
Mitfahrgelegenheiten und –angebote bitte unter Mitfahren@anti-akw-ac.de erfragen oder abgeben
14.00 – 17.00 Uhr Polizeiwache Eupen, Herbesthaler Straße 12, 4700 EUPEN Abgabe der Anzeigen und Information der Öffentlichkeit
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WDR • Atomenergie-Experten zu Tihange


In Aachen findet derzeit ein internationales Treffen von Nuklearwissenschaftlern statt
– ganz in der Nähe des umstrittenen belgischen Atomkraftwerks Thiange. Die dortigen Atommeiler Thiange 2 und Doel 3 treiben Experten schon seit Längerem die Sorgenfalten ins Gesicht. Eine gemeinsame Erklärung der Forscher weist nun erneut auf die prekäre Sicherheitslage der Reaktoren hin und fordert zum Handeln auf. . . . . (WDR, 13.04.2018)

Darum bitte die Petition unterzeichnen:

Gegen den Weiterbetrieb der belgischen
Rissereaktoren Tihange.2 und Doel.3

=> https://www.change.org

Das Video zeigt: Auch der Kreis Euskirchen wäre betroffen
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AKW Tihange, Diavorträge & Diskussion: Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW ?

AKW Tihange,
Atomfabriken Gronau & Lingen
Petition: Keine Brennelemente an
Risikoreaktoren!

Bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org

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Diavorträge & Diskussion mit:

• Jörg Schellenberg, Walter Schumacher (Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)

• Stop Tihange Deutschland e.V.

• Wolfgang Abel, (“Fin du nucléaire”, Belgien)

„Wir begrüßen die Wahl von Emanuel Macron zum Karlspreisträger 2018“, so das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.
Wie auch der Verein Stop Tihange Deutschland e.V. erhofft sich das Anti-Atom-Bündnis, dass die Preisvergabe Druck auf den französischen Präsidenten ausübt, endlich das Atomkraftwerk Tihange in Belgien in unmittelbarer Nähe zur deutschen Westgrenze abzuschalten.

Macron ist über sein Präsidentenamt mittelbar der größte Einzelaktionär beim Energieriesen Engie, der Betreiber des AKW ist. Der französische Staat ist darüber hinaus, durch seine Anteile am Energiekonzernen EDF, ebenfalls Mitbesitzer des Kraftwerks. Die Möglichkeit hätte der französische Staatschef also allemal – nur den politischen Willen hat er bislang nicht gezeigt.



In den vergangenen Jahren hat es vielfältige Proteste gegeben.
Höhepunkt der Proteste war im Sommer 2017 eine 90 km lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht bis nach Aachen mit 50.000 Teilnehmern.

Aber worum genau geht es bei Tihange? Wofür steht es?
Was sind die möglichen Folgen eines atomaren Unfalls dort?
Wie stehen die belgischen Bürger zu einer möglichen Abschaltung?
Welche Rolle kann Macron theoretisch bei der Abschaltung des Kraftwerkes spielen – und ist es realistisch, dass er sich für diese Option einsetzen wird?
Welchen Beitrag kann und sollte das Aachener Karlspreisdirektorium für die Abschaltung des AKW Tihange leisten?

 

(PM)
Termine in der Region:
• 12. April 2018 • Köln • 19 Uhr • Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW? • Allerwelthaus, 50823 Köln, Körnerstr. 77-79
und am
• 13. April 2018 • Bonn • 19 Uhr • Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW? • Migrapolis, 53111 Bonn, Brüdergasse 16-18
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AKW Tihange • Atomfabriken Gronau & Lingen • Petition: Keine Brennelemente an Risikoreaktoren!


Tausende Risse im Druckbehälter, mangelnde Erdbebensicherheit und unzureichender Katastrophenschutz – Belgiens marode Atomkraftwerke sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung in Europa.
Schreibt bitte jetzt Umweltministerin Schulze, Ministerpräsident Laschet und Ministerpräsident Weil – sie müssen die Brennelemente-Exporte an europäische Risikoreaktoren stoppen und die Atomfabriken in Gronau und Lingen stilllegen!
Darum bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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AKW Tihange: Riskiert der neue Karlspreisträger Emanuel Macron die atomare Verseuchung von NRW ?


mehr Infos => hier weiterlesen bei AAE
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(mehr…)

Pannenreaktor Tihange: Umweltinstitut-München wirft Laschet Doppelzüngigkeit vor

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet scheitert mit seinem Vorhaben, die belgische Regierung dazu zu bewegen, den pannenanfälligen Atomreaktor in Tihange so zeitnah wie möglich vom Netz zu nehmen.
Dies kommentiert Dr. Philip Bedall, Referent für Atompolitik am Umweltinstitut München.

„Armin Laschet ist an Doppelzüngigkeit nicht zu überbieten. In Belgien fordert er die Stilllegung der Pannenreaktoren, doch zu Hause sabotiert er die dafür nötigen Schritte“, erklärt Dr. Philip Bedall.
„Deutschland hat eine klare und wirkungsvolle Handlungsmöglichkeit: Den Stopp der Brennelemente-Exporte nach Belgien.
Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums zeigen, dass dies nur über eine Stilllegung der deutschen Atomfabriken in Gronau und Lingen möglich ist.
Doch gerade Laschet ist als CDU-Verhandlungsführer der Fachgruppe Energie dafür mitverantwortlich, dass ein entsprechender Beschluss aus dem Koalitionsvertrag gestrichen wurde.
Statt heiße Luft aufzuwirbeln müssen der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und die GroKo jetzt die Stilllegung der Atomfabriken einleiten.“
(PM vom 21.02.2018)
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Laschet beim „Atomgipfel“ in Brüssel: Viel heiße Luft um NiX

Dampfplauderer unter sich . . .


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Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel am 20.02.2018

• Pannenreaktoren stilllegen
• Uran-Brennstoffexporte stoppen
• Keine Braunkohle, sondern Erneuerbare als Ersatz

Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände erwarten vom Spitzentreffen am Dienstag, 20.02.2018, in Brüssel zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem belgischen Regierungschef Charles Michel konkrete Vereinbarungen zum Atomausstieg an den AKW-Standorten Tihange und Doel.

„Angesichts der gravierenden Sicherheitsprobleme in Tihange und Doel appellieren wir an den belgischen Regierungschef, die dringend notwendige Stilllegung der betroffenen Reaktoren nicht länger zu verzögern. Auch in der Sowjetunion und Japan hielt man vor Tschernobyl und Fukushima einen Super-GAU für ausgeschlossen. Doch die Ukraine, Weißrussland und Japan kämpfen bis heute mit den Folgen. Ein schwerer Reaktorunfall in Tihange oder Doel hätte verheerende Folgen für Westeuropa. Die Strahlenbelastungen in der Großregion Aachen/Brüssel/Maastricht wären vergleichbar mit denen innerhalb der 20 km Sperrzone in Fukushima,“ warnte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Von NRW-Ministerpräsident Laschet fordern die Initiativen und Verbände ein umgehendes Ende der Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau.
„Solange Deutschland durch die Lieferungen von Uran-Brennstoff maßgeblich am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren mitbeteiligt ist, bleibt die offizielle Kritik an den Atomkraftwerken unglaubwürdig. Der Brüssel-Besuch ist ein guter Anlass, um ein Exportverbot für Uran-Brennstoff auf den Weg zu bringen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich fordern die Initiativen und Verbände von Laschet eine Kehrtwende bei seiner bisherigen Forderung, Belgien ausgerechnet extrem umweltschädlichen Braunkohlestrom als Ersatz für die Atomkraftwerke anzubieten: „Dies ist ein klimapolitisch vergiftetes Angebot, das allein dem deutschen Energieriesen RWE nutzen soll. Wir fordern, dass Ministerpräsident Laschet von seinem Braunkohle-Vorschlag Abstand nimmt und stattdessen Belgien erneuerbare Energien anbietet. Nur so ist das Exportangebot glaubwürdig und nur so lassen sich auch die selbstgesteckten Klimaziele erreichen,“ forderte Herbert Gilles von der Initiative 3 Rosen aus Aachen.

„Für schmutzige Deals zugunsten RWE und zu Lasten unserer Zukunft stehen wir nicht zur Verfügung. Herr Laschet wurde gewählt, um Zukunft zu gestalten – zwei Drittel der Menschen in NRW wollen den schnellstmöglichen Kohleausstieg. Das ist ein klarer Wählerauftrag,“ ergänzte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ aus Kerpen.
(Text: PM)
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