Archiv der Kategorie 'Gorleben '

Tausende demonstrierten und feierten in Gorleben bei der „Kulturellen Widerstandspartie“

(aktualisiert/ergänzt am 22.05.2018)

Die meisten Wunder-Punkte der Kulturellen Landpartie waren am Pfingst-Freitag (18.05.2018) geschlossen, denn der wunde Punkt Gorleben stand im Fokus:

Tausende strömten nach Gorleben, wo auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zwischen den Nuklearkomplexen Zwischenlager und Endlagerbergwerk informiert und demonstriert wurde: „Erst kommt die Politik, dann wird gefeiert“ lautete in diesem Jahr die Devise.

Aus gutem Grund: Gorleben hat sich als Endlagerstandort noch lange nicht erledigt. Die bundesweite Suche nach dem Platz, an dem insbesondere hochradioaktive Abfälle tiefengeologisch gelagert werden sollen, sei wieder einmal stark politisch vorprogrammiert.
„Wieder einmal wurden die Ausschlusskriterien bei der Endlagersuche so zugeschnitten, dass der Salzstock Gorleben-Rambow nicht herausfällt und bestenfalls ein Vergleich mit Gorleben dabei herausspringt“, warnt die BI.

Ein Klimarundling, in dem Initiativen und Einzelpersonen die Gelegenheit gegeben wurde, ihre Ideen und praktische Beispiele zum Klimaschutz und zur Klimagerechtigkeit vorzustellen, informative Treckerrundfahrten der Bäuerlichen Notgemeinschaft um das Endlagerbergwerk, Diskussionsrunden auf der großen Bühne zur aktuellen Atompolitik prägten den Nachmittag.

Tausende versammelten sich schließlich am Mobilen Musikkampfwagen der BI, der „kleinen Bühne mit der dreckigsten Aussicht“ am Endlagerbergwerk und zogen mit der Warnung des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke in den Ohren um die Mauern herum, der Kampf für den Klimaschutz, gegen Atom und Kohle müsse weitergehen. Und in Anspielung auf das Gorlebensalz ergänzte er: „Bei der Endlagersuche lassen wir uns kein Salz in die Augen streuen. Auch wenn die Mauern im Laufe des Jahres zurückgebaut werden, bleibt unter Tage die Infrastruktur des Bergwerks erhalten.“ Man werde immer wieder an diesen wunden Punkt zurückkehren, bis sich der Gorlebenspuk erledigt habe.

Bis spät in die Nacht hieß es dann Widerstandspart(y)ie, rund um die Beluga, dem Greenpeace-Schiff, das vor Ort als Mahnmal gegen die verkorkste Atompolitik über allem thront, denn über all die Kritik gibt es auch Erfolge zu feiern – so scheint die Pilotkonditionierungsanlage als nächste Atommüllruine in Gorleben ausgemachte Sache zu sein, und Lebenslust ist eine Quelle des Widerstands.
(PM von www.bi-luechow-dannenberg.de vom 19.5.2018)

Eine (rein subjektive) Auswahl der schönsten Gorleben-Mobi-Videos:


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Gorleben: Schlafen gelegt, nicht beerdigt • Der Widerstand ist hellwach

(aktualisiert / ergänzt am 4.1.2018)

Schlafen gelegt, nicht beerdigt

In Gorleben sind die Lichter aus. Nach 40-jähriger Erkundung ist der Betrieb heruntergefahren worden – in den Stand-by-Modus. . . . weiterlesen bei => www.taz.de . . . 2.1.2018

Gorleben: Der Widerstand ist hellwach

Seit Jahresanfang wird Gorleben offiziell nicht mehr erkundet sondern „nur noch“ für ein künftiges Atommüll-Lager „offen gehalten“. Atomkraftgegner*innen schlagen nun ein Mahnmal für die verkorkste Suche vor. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog . . . 4.1.2018

(Video am 11. November 2011 veröffentlicht)
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siehe auch => BI Lüchow-Dannenberg
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AntiAtom-Sommercamp & Free Flow Festival • 7.-16. August 2017 in Gedelitz im Wendland

Hier gibt´s das Programm (pdf; bitte Flyer anklicken) =>

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=> 7.-16. August 2017 • Internationales Anti-Atom-Sommercamp & Free Flow Festival in Gedelitz im Wendland •

Anmeldung und wichtige Infos bei =>
www.bi-luechow-dannenberg.de

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Neuer Flyer von .ausgestrahlt (pdf) =>

Gorleben: Trügerische Ruhe -
Der Standort bleibt im Spiel

=> hier den Flyer bestellen

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siehe auch => Widerstandspartie in Gorleben: Atommüll und Klimawandel . . . 5. Juni 2017 . . . www.bi-luechow-dannenberg.de
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7.-16. August 2017 • AntiAtom-Sommercamp & Free Flow Festival in Gedelitz im Wendland

=> für nähere Infos bitte Flyer anklicken . . .

=> 7.-16. August 2017 • Internationales Anti-Atom-Sommercamp & Free Flow Festival in Gedelitz im Wendland •
www.bi-luechow-dannenberg.de

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Gorleben: Trügerische Ruhe


Neuer Flyer von .ausgestrahlt =>

Gorleben: Trügerische Ruhe -
Der Standort bleibt im Spiel

=> hier den Flyer bestellen
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2. Juni 2017 • Gorleben • Kulturelle Widerstands-Partie

(Text: www.bi-luechow-dannenberg.de)

Gorleben – seit 40 Jahren
unser WUNDER PUNKT

Pfingstfreitag, 2. Juni 2017

• KULTURELLE WIDERSTANDSPARTIE •

Von 14:00 bis in die Nacht hinein sind wir wieder am Belugadreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben. Wir laden euch ein am Ort der Empörung mit uns bunt, frech und widerständisch zu sein.

Das Programm und weitere Infos findet Ihr unter => www.bi-luechow-dannenberg.de


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siehe auch =>
Vom 25. Mai 2017 – 05. Juni 2017 ist es wieder soweit, die Kulturelle Landpartie im Wendland öffnet ihre Pforten!

Es ist das größte selbstorganisierte Kulturfestival Norddeutschlands.

Wie immer zwischen Himmelfahrt und Pfingsten!

=> www.kulturelle-landpartie.de
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Bundesrat winkt Standortauswahlgesetz zur Endlagersuche durch

Trotz starker Kritik von AntiAtom-Initiativen und Umwelt-Verbänden hat der Bundesrat heute das Standortauswahlgesetz (StandAG) zur Endlagersuche durchgewunken.
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siehe auch => AntiAtom-Initiativen schreiben Ministerpräsidentin Kraft . . . 30. März 2017 . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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40 Jahre Gorleben: Archäologe gräbt „Freie Republik Wendland“ aus


=> „Zeitgeschichtliche Archäologie“:

Archäologe gräbt „Freie Republik Wendland“ aus
. . . www.ndr.de . . . 19.01.2017


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siehe auch =>
40 Jahre Gorleben • 40 Jahre Widerstand
. . . 18. Februar 2017 . . . AAE
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40 Jahre Gorleben • 40 Jahre Widerstand

Am 22. Februar 2017 jährt sich die Standortbenennung Gorlebens zum 40. Mal und die Bürgerinitiaitive Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. wird im März ebenfalls vierzig.

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AntiAtom-Euskirchen wünscht weiterhin so viel Durchhaltevermögen und Wachsamkeit und sendet sonnige und solidarische Grüße ins Wendland!


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hier gibt´s das Spiel =>

Super-GAUdi

bei .ausgestrahlt

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hier gibt´s mehr Infos zu
Gorleben:

=> http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/gorleben
=> http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/castor2010
=> http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/castor2011

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(Das Wendland ruft; 2011)

und jetzt schon vormerken =>

Gorleben – seit 40 Jahren unser WUNDER PUNKT

• Pfingstfreitag, 2.6.2017 •

KULTURELLE WIDERSTANDSPARTIE
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Atommülltourismus!!! Neues zu den Gorleben-Fässern – Odyssee bis nach Jülich?

(von Michael Zerkübel; AntiAtom-Bündnis Niederrhein; 16.8.16)
Wir haben ja vor ein paar Wochen darauf hingewiesen, dass der Konditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg ein weiterer Atommüllnotstand droht.
In Gorleben standen bis vor kurzem 1307 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll herum.

Teilweise sind diese Fässer Ende der 70er Jahren mit radioaktiven Mischabfällen befüllt worden.
Ursprünglich wollte man diese Fässer in das Endlager Morsleben schaffen, aber dann gab’s eine Odyssee über Hanau nach Gorleben. Die Lagergenehmigung für Gorleben läuft im Jahre 2019 aus.

Inzwischen sind diese Fässer wieder auf Reise geschickt worden – und zwar nach Duisburg. Dort sollen sie dann für das geplante Endlager „Schacht Konrad“ vorbereitet werden. . . .
. . . Das, was aus Gorleben weggeschafft werden soll und nicht bis 2017 in Duisburg umverpackt werden kann, soll dann nach Jülich transportiert werden. Dort hat die GNS eine weitere Anlage zum Umverpacken. . . .
. . . weiterlesen bei => www.antiatom-buendnis-niederrhein.de
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Noch mehr Rostfässer in Gorleben

Angesichts der Funde weiterer Rostfässer im Fasslager Gorleben ist die Weigerung der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), für ein umfassendes Überwachungssystem zu sorgen, nicht mehr hinnehmbar.

“Es bleibt dabei, schadhafte Atommüllfässer werden nur entdeckt, wenn umgeräumt wird. Ansonsten bleibt es bei der Sichtkontrolle der jeweils ersten Reihen, das ist unverantwortlich”, kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das Verhalten der GNS, die sich weigert, entsprechende Auflagen der Atomaufsicht umzusetzen und sogar dagegen klagt.
Bei der Auslagerung von 64 Fässern, die in Duisburg nachkonditioniert werden müssen, wurden zwei neue Befunde festgestellt. Damit erhöht sich die Zahl der Rostfässer auf 10.

“Das ist bestimmt nicht das Ende der Fahnenstange”, mutmaßt die BI.

Feuchte in der Lagerhalle sei ein Problem, so wird vermutet. Die GNS klagt gegen die behördliche Anordnung, ein Video gestütztes Überwachungssystem zu installieren.
Wenn jetzt aber auch Spuren “auskristallisierten Materials” festgestellt wurden, so deute es darauf hin, dass auch die Fassinhalte untersucht werden müssen.
“Wir hoffen, dass die Atomaufsicht hier Druck auf den Gorleben-Betreiber macht”, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

(PM von www.bi-luechow-dannenberg.de vom 16.8.16)
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siehe auch => Bundesverfassungsgericht stoppt Polizeiwillkür gegen AntiAtom-Demonstrant*innen . . . 11. August 2016 . . . AAE
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Bundesverfassungsgericht stoppt Polizeiwillkür gegen AntiAtom-Demonstrant*innen

(PM vom 10.8.16 von www.bi-luechow-dannenberg.de)
Die Polizei muss sich erneut durch das Bundesverfassungsgericht rüffeln lassen: Wenn sich Demonstranten rechtswidrig an einer Schienenblockade beteiligen, darf sie diese trotzdem nicht ohne Einschalten eines Richters in Gewahrsam nehmen.

Beim letzten Castortransport im Herbst 2011 hatten rund 3000 Menschen bei Harlingen die Gleise blockiert.
Nur ein Teil war der Aufforderung durch die Polizei gefolgt, sich von den Gleisen zu entfernen.
1.346 Demonstranten blieben trotzig sitzen und wurden in Gewahrsam genommen und in einer “Freiluft” – Gefangenensammelstelle auf offenem Feld verbracht – ohne richterlichen Beschluss, wie es sich eigentlich gehört.
Erst als der Castorzug den Verladebahnhof Dannenberg erreicht hatte, wurden sie peu à peu freigelassen.

Einer dieser Castor-Gegner hatte geklagt und verlangte Schmerzensgeld, wurde aber vom Landgericht Lüneburg belehrt, dass er als Folge seines rechtswidriges Verhalten keinen Anspruch auf Schmerzensgeld habe. Nun, nach dem Beschluss des Höchsten Gerichts, muss das Landgericht Lüneburg den Fall erneut verhandeln. (AZ: 1 BvR 171/15)

“Dieses Urteil erfüllt den Kläger aber auch uns alle mit Genugtuung”, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) den Fall. Wieder einmal musste erst ein Gang vor das Bundesverfassungsgericht erfolgen, damit die polizeiliche Willkür bei Castor-Transporten dokumentiert wird.
In der Regel, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, bleibe das rechtswidrige Verhalten der Polizei folgenlos. “Wir erinnern keinen Fall, wo es dienstrechtliche Konsequenzen gehabt hat”, so Ehmke. Man musste sogar davon ausgehen, dass der Rechtsbruch durch die Polizei eingeplant war, um den Castortransport abzuwickeln. Allein Klagen, die ein Schmerzensgeld einforderten, hätten diese unsägliche polizeiliche Praxis bremsen können.

weiterlesen => Ein Kommentar von Rechtsanwältin Ulrike Donat
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mehr Infos zum Castor 2011 => http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/castor2011
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Das war die Widerstandspartie 2016: Tausende sagen nein zu Gorleben

Tausende folgten erneut dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) und der Kulturellen Landpartie zu einer Widerstandspartie: am Freitag den 13. in Gorleben.
Deutlich mehr noch als im letzten Jahr, als erstmalig im Rahmen der Kulturellen Landpartie im Wendland rund 8000 Menschen an den Atomanlagen zusammen kamen, um gegen das Festhalten am Erkundungsbergwerk als mögliches nukleares Endlager und für den sofortigen Atomausstieg zu demonstrieren. => weiterlesen bei www.bi-luechow-dannenberg.de
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13. Mai 2016: Kulturelle Widerstandspartie 2016 an den Atomanlagen Gorleben


Pfingstfreitag,

13. Mai 2016

– ab 14 Uhr –

Kulturelle
Widerstandspartie

Gorleben – Atomanlagen

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=> www.bi-luechow-dannenberg.de

=> www.kulturelle-landpartie.de
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Kulturelle Widerstandspartie 2016 an den Atomanlagen Gorleben

Pfingstfreitag, 13. Mai 2016 – ab 14 Uhr –
Kulturelle Widerstandspartie
– Gorleben – Atomanlagen -

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=> www.bi-luechow-dannenberg.de
=> www.kulturelle-landpartie.de
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Gorleben: “Alles falsch gemacht!”

Pünktlich um 10 Uhr konnte trotz Eisregens Landrat Jürgen Schulz (parteilos) rund 80 Gäste begrüßen, die am 23. Januar zur ganztägigen Tagung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) ins Kraftwerk Lüchow gekommen waren.

“Alles falsch gemacht!” ein Foto mit dem Konterfei des niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht prangte an der Leinwand, es zeigt ihn am 22. Februar 1977, als er auf Gorleben als Standort für ein “Nukleares Entsorgungszentrum” deutete. . . .
=> weiterlesen bei Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI)
(PM von Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI))
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Gefahren durch Atomkraftwerke enden nicht mit der Abschaltung

Mit dem Positionspapier „Abschaltung, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken” fordern 76 Umweltverbände, Initiativen und AntiAtom-Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet höchste Sicherheitsanforderungen und umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung bei Stilllegungen sowie die mittelfristige Lagerung sämtlicher radioaktiver Altlasten vor Ort.

Über die weiterhin zentrale Forderung der Anti-Atom-Bewegung nach sofortigem Ende der Strom- und Atommüllproduktion durch Atomkraftwerke hinaus, werden nun mit dem Papier konkrete Forderungen für bereits abgeschaltete Kraftwerke erhoben. Diese wurden mit den Erfahrungen aus laufenden Stilllegungs- und Rückbauverfahren und dem Fachwissen von Expertinnen und Experten im Rahmen von Atommüllkonferenzen erarbeitet.
Die Konferenzen sind ein freier Zusammenschluss von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Anti-Atom-Gruppen. Sie finden halbjährlich statt.

Nach Abschaltung von nunmehr neun Atomkraftwerken infolge der Fukushima-Katastrophe 2011, bergen die jeweiligen Stilllegungsverfahren und Rückbaupläne großes Konfliktpotential. Laufende Verfahren lassen weder von Betreiberseite noch von der Politik ein ernsthaftes Interesse erkennen, die Sicherheit der Bevölkerung in den Vordergrund zu stellen.
Während die Energieunternehmen eine möglichst kostengünstige Lösung anstreben, würden Lokalpolitiker ihre Atomruine so schnell wie möglich in eine „Grüne Wiese“ verwandeln. Sie sind bestrebt, die Verfahren zu beschleunigen und haben dabei nicht unbedingt immer die Sicherheit im Blick.
• Beim Stilllegungs- und Abbauverfahren von Biblis A und B übten Bürgerinitiativen massive Kritik an Betreiber und Landesbehörden: „Die von RWE offengelegten Unterlagen haben sich als absolut unzureichend und unvollständig erwiesen, um die vom Abriss ausgehenden gesundheitlichen Risiken und Gefahren zu beurteilen.”
• An anderen Standorten wie z.B. Neckarwestheim und Brunsbüttel zeigen sich auffällige Parallelen.
• Beim AKW Obrigheim wurden Rückbaumaßnahmen eingeleitet trotz großer Sicherheitsbedenken aufgrund abgebrannter hochradioaktive Brennelemente, die in einem Nasslager innerhalb der Anlage liegen.

Anbei liegt das Positionspapier* mit den Themenkomplexen Unumkehrbarkeit der Abschaltung, Öffentlichkeitsbeteiligung, Abwägung von sofortigem Rückbau und sogenanntem Einschluss, Sicherheitsanforderungen, Strahlungsrisiken, Atomtransporte, „Freimessungen” und Sicherung der Finanzierung.

Die nächste Atommüllkonferenz findet am Samstag, 19.9.2015 in 34117 Kassel statt.
11– 17 Uhr, Volkshochschule Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21

Ein Symposium in Hannover behandelt am 23.10.2015 das Thema Atommüllrecht.
(PM von Atommüllkonferenz vom 7.9.2015)
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* hier => das Positionspapier „Abschaltung, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken” als pdf
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=> Atommüllkonferenz
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hier der => Atommüll-Report
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Großdemonstration gegen Gorleben

Mehr als 8.000 Menschen folgten am Freitag (22.5.2015) dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und demonstrierten in Gorleben für die Aufgabe der Pläne, den Salzstock Gorleben als Atommüllendlager zu nutzen.

Die Widerstandsparty, die im Rahmen der Kulturellen Landpartie Tausende Besucher und Besucherinnen auf den „wunden Punkt Gorleben“ fokussierte, erwies sich als Magnet und mutierte zur größten Anti-Atom-Kundgebung im Wendland seit dem letzten Castor-Transport im Jahr 2011.

Zwischen dem Areal des atomaren Zwischenlagers und der Endlagerfestung drängten sich Tausende zwischen Info- und Verkaufsständen, auf drei Bühnen spielten Bands zur Unterstützung des Gorleben-Widerstands oder luden zu Theatervorstellungen ein. Rund 50 Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft waren aufgefahren und als Shuttle-Service umrundeten Trecker das Bergwerksgelände mit unzähligen Informationshungrigen auf dem Anhänger.

„Niemand glaubt, dass in der Endlagerkommission des Deutschen Bundestages die Weichen auf ein Ende des Gorleben-Kapitels gestellt werden“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke auf einer der Kundgebungen: „Das treibt die Menschen auf die Straße.“

Am Nachmittag hatten einige Hundert BesucherInnen den äußeren Begrenzungszaun des Endlagerbergwerks durchschnitten und abgeräumt und forderten auf Transparenten den Rückbau der Anlage. Die Besetzungsaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.

In Gorleben gibt es unter Tage zwar einen Erkundungsstopp, das Bergwerk wird jedoch als mögliches Endlager offen gehalten. „Das reicht vielen Menschen nicht mehr. Gorleben ist nicht nur politisch, sondern auch geologisch verbrannt, das Festhalten an diesem Standort lässt ahnen, dass nur darauf gewartet wird, dass sich der Widerstand dagegen legt. Das wurde am Aktionstag in Gorleben eindrucksvoll widerlegt“, so Ehmke.
(PM von BI Lüchow-Dannenberg)
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