Archiv der Kategorie 'Ahaus'

Westcastor – Resolution

Über 80 Unterzeichnende!
Wenn auch Ihr die Westcastor-Resolution (=> hier als pdf)

mit eurer Gruppe, eurem Verein oder eurer Partei unterzeichnen wollt, meldet Euch bitte mit dem Betreff „Westcastor-Resolution“ unter => info[at]sofa-ms.de

Wir fordern:

• Zwischenlager-Neubau in Jülich mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe
• Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!
• Endgültige Absage des Castor-Exports aus Jülich in die USA!
• Verantwortungsübernahme durch Verursacher und zuständige Ministerien!
• Einhaltung des NRW-Koalitionsvertrages!

Wir wenden uns gegen die geplanten Transporte der Jülicher Castoren nach Ahaus:

► Das Zwischenlager in Ahaus hat nur noch eine Genehmigung bis 2036. Bereits im Jahr 2030 müssen Pläne für die Räumung des Lagers vorgelegt werden.
► Das Ahauser Zwischenlager ist nicht gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe gesichert.
► Die hochporösen, brennbaren Brennelementkugeln müssen vor einer wie auch immer gestalteten Endlagerung aufwendig konditioniert (=bearbeitet) werden – das ist in Ahaus nicht möglich.
► In Jülich gibt es eine ‚Heiße Zelle‘ zur Reparatur und Beladung von Castor-Behältern. Die Errichtung einer ‚Heißen Zelle‘ in Ahaus ist vertraglich ausgeschlossen.
► Im Koalitionsvertrag der NRW-Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen heißt es unmissverständlich: „Zudem lehnen wir sinnlose und gefährliche Atomtransporte quer durch NRW ab. Wir wollen, dass die Castoren, vor allem die in Jülich lagernden, nur noch einmal transportiert werden – nämlich zu einem Endlager, wenn hierfür ein Standort gefunden ist.“

Seit 1993 lagern die Castoren in einem Zwischenlager des Forschungszentrums Jülich (FZJ), dessen Genehmigung am 30.06.2013 trotz Absehbarkeit ohne angemessene Reaktion der NRW-Atomaufsicht ausgelaufen ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bemängelte mehrfach fehlende oder mangelhafte Unterlagen zur Verlängerung der Genehmigung. Zur Erdbebensicherheit fehlen konkrete Untersuchungen, obwohl die Thematik seit 15 Jahren bekannt ist.
Zweimal wurde die weitere Lagerung der 152 Castoren in Jülich von der NRW-Atomaufsicht amtlich geduldet, bis am 02.07.2014 die Räumungsanordnung erteilt wurde. Seitdem lagern die Castoren illegal in Jülich – die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Offiziell sieht das Räumungskonzept des FZJ drei gleichwertige Optionen vor:
1. Export der Castoren in die USA, angeblich schnellste Option
2. Castor-Transporte nach Ahaus,
3. Neubau eines Zwischenlagers in Jülich, angeblich langsamste Option

Offensichtlich wird nur an den Plänen für Castor-Transporte nach Ahaus ernsthaft gearbeitet, da nur hierfür eine Einlagerungsgenehmigung (im Juli 2016 vom BfS erteilt) und eine Transportgenehmigung (noch in Bearbeitung) beantragt wurden. Für die anderen beiden Optionen sind noch keinerlei Anträge gestellt worden.
Da das kommerzielle AKW ‚Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor‘ Jülich (AVR) zwar ein Prototyp, aber kein Forschungsreaktor war, ist ein Export in die USA juristisch gar nicht zulässig.
Das FZJ ist zwar formal nicht mehr zuständig, hat aber die unbefriedigende Lage zu verantworten.

Zuständig für die Westcastoren sind: • das Bundesfinanzministerium als Besitzer der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) und somit der 152 Westcastoren, • das NRW-Umweltministerium, • das NRW-Wissenschaftsministerium und • das Bundesforschungsministerium im JEN-Aufsichtsrat, • das NRW-Wirtschaftsministerium als auf Landesebene zuständige Atomaufsicht, • das Bundesumweltministerium als übergeordnete Bundesatomaufsicht, • das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als Genehmigungsbehörde für die Zwischenlager und den Transport.

Wir fordern den Stopp der Castor-Transport-Pläne und echte Verantwortungsübernahme!

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siehe auch =>

Rückblick:
Mahnwache mit „Eichhörnchen“
vor dem Forschungszentrum Jülich am 2.11.16

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und ganz aktuell =>
Ahaus will Jülicher Atommüll nicht . . .
. . . 21. Dezember 2016 . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Ahaus will Jülicher Atommüll nicht

(Text von www1.wdr.de)
Stadt Ahaus will juristisch gegen Einlagerung vorgehen
• Ahaus und Betreiber des Atommüllzwischenlagers haben Vertrag
• Stark verunreinigte Kugelbrennelemente aus Atomversuchsreaktor gehören nicht dazu

Die Stadt wird dabei unterstützt von zwei Rechtsanwälten, die am Dienstag (20.12.2016) im Rat den Politikern die möglichen Erfolgsaussichten einer Klage erläuterten. . . . => weiterlesen bei www1.wdr.de
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=> Anmerkung von „Bündnis gegen Castorexporte“:

. . . in der Nachrichtenmeldung „Ahaus will Jülicher Atommüll nicht“ ist von „Stark verunreinigte Kugelbrennelemente aus einem Forschungsreaktor gehörten eindeutig nicht dazu“ die Rede.
Dies ist fachlich nicht richtig (evt. auch schon durch die Fachanwälte gestern abend unklar/ falsch dargestellt).
Der Reaktor in Jülich trägt den Namen „Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor“ (AVR) und war ein kommerziell genutzter Prototyp zur Erzeugung von Strom. Ein offizieller Forschungsreaktor ist es aber nicht, da Forschungsreaktoren keinen Strom erzeugen, sondern nur Neutronen für Forschungszwecke.
Die korrekte Bezeichnung des Jülicher Reaktors ist besonders wichtig, da von Seiten der Betreiber/ Besitzer der Castoren und verschiedener Bundes- und Landesministerien versucht wird, die Jülicher Brennelemente in die USA zu exportieren, was aber nur für einen offiziellen Forschungsreaktor erlaubt wäre – auf den AVR trifft dies nicht zu!
Dazu haben der BUND NRW und Greenpeace zwei juristische Gutachten in Auftrag gegeben und auch das Bundesamt für Strahlenschutz listet den AVR als kommerziellen Reaktor und nicht als Forschungsreaktor.

Wir bitten Sie deshalb Ihre Berichterstattung zu korrigieren und den AVR nicht als Forschungsreaktor zu bezeichnen.
(Text von Jens Dütting • Bündnis gegen Castorexporte/ Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen)
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18. Dezember 2016 • Ahaus • Alle Jahre wieder – Castorpläne auf Eis legen

2017 stehen die NRW-Landtagswahl und die Bundestagswahl an und für das Wahlkampf-Jahr wird offenbar zunächst auf die geplanten Westcastor-Transporte von Jülich nach Ahaus verzichtet.

Seit 2009 sollten die Westcastoren nach Ahaus gebracht werden, gelungen ist das bis heute nicht.
Durch Proteste wurden die Transporte bereits 2010 und 2012 verschoben und dann (vorerst) abgesagt.

Ab 2018 soll auch atomwaffenfähiger Atommüll aus dem Münchener Forschungsreaktor Garching 2 nach Ahaus transportiert werden. Terrorgefahr und auch die in Ahaus – wie auch überall sonst – ungelöste Entsorgungsfrage werden von den Verantwortlichen komplett ignoriert. Aktuell ist noch nicht einmal der vorgesehene Castorbehälter MTR-3 fertig konstruiert und genehmigt.

Das Atommülldesaster in Ahaus, Jülich, Garching, Asse, Gorleben und anderswo lässt sich weder durch Stillschweigen noch durch fadenscheinige Sicherheitsbeteuerungen und auch nicht durch Wahlkampfgetöse lösen. Sorgen wir dafür, dass alle Castor-Transport-Pläne endgültig auf Eis gelegt werden.
Unser klares Motto bleibt:
Nix rein – nix raus!

Denn weiterhin
• ist die Einlagerungsgenehmigung für 152 Westcastoren in Ahaus gültig
• wird insgeheim an einer Verschiebung der Westcastoren von Jülich oder dann von Ahaus in die USA gearbeitet
• wird von den Verantwortlichen in der NRW-Landesregierung und der Bundesregierung nichts unternommen, um ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager in Jülich zu bauen
• wird von den Verantwortlichen in NRW nichts unternommen, um die für 2018 angekündigten atomwaffenfähigen Castortransporte von Garching nach Ahaus zu verhindern
• wird in Gronau unbefristet angereicherter Uranbrennstoff und Uranmüll produziert
• werden von den Uranfabriken Lingen und Gronau unbefristet Schrott-AKW in aller Welt mit Uranbrennstoff und Brennelementen versorgt. Deutschland ist weiter mittendrin im AKW-Geschäft!

Deswegen rufen wir euch zum Adventssonntagsspaziergang am 18. Dezember um 14 Uhr am Ahauser Atommülllager auf.
Gemeinsam wollen wir mit euch entschlossen die AntiAtom-Proteste 2016 ausklingen lassen und uns auf den Widerstand 2017 in Ahaus, Jülich, Gronau, Lingen und anderswo einstimmen und jahreszeitlich warmlaufen.
Der Protest auf der Straße ist weiter enorm wichtig!
Für weihnachtliche VolXküche wird gesorgt…
Für den sofortigen Atomausstieg und einen Stopp aller Atomtransporte!!!

(PM von SOFA vom 9.12.2016)
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Westcastor-Resolution

=> hier gibt´s die Resolution als pdf mit regelmäßig aktualisierter Unterstützer*innen-Liste
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Wenn Ihr die Westcastor-Resolution mit eurer Gruppe/ eurem Verband oder eurer Partei unterzeichnen wollt, meldet Euch bitte mit dem Betreff „Westcastor-Resolution“ unter info[at]sofa-ms.de

=> www.sofa-ms.de
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siehe auch => Jülich-Castoren: Der Protest zeigt Wirkung . . . Par eichhörnchen le vendredi 9 décembre 2016
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Option „Zwischenlager-Neubau“ in Jülich: Sind 10 Jahre realistisch?

Atomkraftgegner*innen sehen sich in ihrer Kritik an den irreführenden Aussagen der Verantwortlichen über die zeitlichen Dimensionen der drei Optionen für die 152 Castoren aus Jülich bestätigt, mit denen die Öffentlichkeit seit Jahren getäuscht wird.
Seit mindestens 2009 laufen die Planungen, die Castoren nach Ahaus zu bringen, seit 2012 sind Planungen für einen USA-Export bekannt und seit Jahren heißt es: Ein Zwischenlager-Neubau in Jülich dauert zehn Jahre, ohne dass diese Option voran getrieben wird.

Castor-Transporte erfordern aufwändiges Sicherungskonzept

Nun offenbart sich, dass das Risiko und der Aufwand für die Castor-Transporte nach Ahaus doch deutlich größer sind, als ursprünglich gedacht.
Laut Medienberichten ist völlig offen, wie lange es dauert, ein Sicherheitskonzept bezüglich Terrorangriffe für die Castor-Transporte nach Ahaus zu erstellen – ein solches Sicherheitskonzept dürfte auch für einen Castor-Export in die USA erforderlich sein. Nur dass es hier bezüglich Verladung und Verschiffung deutlich komplizierter ausfallen dürfte, vermutet das Bündnis gegen Castor-Exporte. „Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass der Neubau eines möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich immer noch als langsamste und komplizierteste Variante dargestellt wird“, so Marita Boslar vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“.

Andere Zwischenlager-Neubauten benötigen nur vier Jahre

Nach Ansicht der Atomkraftgegner*innen wird die Option des Zwischenlager-Neubaus von der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) vermutlich extra langwierig veranschlagt, um diese Option zu verhindern. Denn die Castor-Zwischenlager an den anderen AKW-Standorten konnten laut Bundesamt für Strahlenschutz innerhalb von drei Jahren gebaut werden. „Das Beispiel des Zwischenlagers am AKW Lingen zeigt, dass vom Antrag bis zur Einlagerung nur vier Jahre vergangen sind“, erklärt Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“.

Alle Energie in möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau stecken

„Wenn Betreiber und Behörden wollen, kann es offenbar also ganz schnell gehen“, so Hartmut Liebermann weiter.
Die Atomkraftgegner*innen bekräftigen deswegen erneut ihre Forderung, endlich den Bau eines möglichst sicheren Zwischenlager-Neubaus in Jülich voranzutreiben, statt weiterhin Energie in die sinnlosen Castor-Transporte nach Ahaus oder in den juristisch verbotenen Export in die USA zu stecken. Anstatt seit 2009 alle Aktivitäten in Transportplanungen zu stecken, hätte ein neues, möglichst sicheres Zwischenlager geplant und beantragt werden können – und wäre heute bereits fertig!

Am Donnerstag meldete der WDR, dass die Castor-Transporte nach Ahaus 2017 nicht stattfinden können, weil noch Sicherungskonzepte gegen Terrorangriffe erstellt werden müssen. Dazu müsse auch ein Schutz der Castoren gegen Sprengstoffanschläge oder der Einsatz gepanzerter LKW geprüft werden.

(PM von Bündnis gegen Castor-Exporte vom 2.12.2016)
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BI Lüchow-Dannenberg kündigt Unterstützung gegen Castortransporte nach Ahaus an

(Textauszug von: BI Lüchow-Dannenberg)
. . . Zum Glück seien viele Menschen im Wendland immer noch sehr wachsam. So konnte zuletzt ein Atommülltransport vor seiner Einfahrt ins Zwischenlager noch kurz gestoppt werden.
“Wir bleiben hellwach”, versprach Kerstin Rudek. Die BI-Frau berichtete kurz über die erfolgreiche Demonstration in Lingen, an der zahlreiche Menschen aus dem Wendland beteiligt waren:
“Jahrelang sind Tausende zu uns gekommen, um uns gegen Castor-Transporte zu unterstützen, wenn 2017 wieder Castoren rollen, zum Beispiel nach Ahaus, dann sind wir gefragt.” . . .

Der Widerstand gegen die Atompolitik ist längst nicht tot – weder im Wendland, noch im Rest der Republik.
Er ist sogar überraschend lebendig . . . ob 2011 oder 2017 oder 2018 . . .
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Bundesregierung schließt Atommüll-Export aus Jülich in die USA weiterhin nicht aus

Trotz der Empfehlungen der „Endlager-Kommission“, Atommülltransporte ins Ausland zu verbieten, hält die Bundesregierung weiterhin an den Export-Planungen für den hochradioaktiven Atommüll aus Jülich in die USA fest.
Das teilte sie jetzt auf Nachfragen des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (Fraktion DIE LINKE) mit.
Selbst für den Fall, dass die 152 Castor-Behälter aus Jülich zunächst in das Zwischenlager nach Ahaus transportiert werden, schließt die Bundesregierung einen späteren Abtransport in die USA nicht aus. Außerdem teilt sie mit, dass sie die Empfehlung der „Endlager-Kommission“ für ein Export-Verbot bislang „nicht abschließend bewertet“ habe. . . . => weiterlesen bei www.hubertus-zdebel.de
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Forschungszentrum Jülich darf nicht aus der Verantwortung entlassen werden

Stellungnahme vom
Aktionsbündnis STOP Westcastor
zum Artikel:
Widerspruch gegen Aktivisten bei Protestaktion, der am 4.11.16 in den Aachener Nachrichten/Jülicher Lokalausgabe veröffentlicht wurde.

Verantwortung

Uns Aktivisten*innen vom Bündnis STOP Westcastor ist bekannt, dass das Forschungszentrum Jülich (FZJ) seit einem Jahr für seine atomaren Hinterlassenschaften rein juristisch nicht mehr zuständig ist; dafür wurde eigens die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) gegründet.

Dieser inzwischen in vielen Sparten genutzte Winkelzug des sich „Wegstehlens“ ist aber moralisch zweifelhaft, ganz besonders vor dem Hintergrund, dass nach heutigem Geldwert insgesamt etwa acht bis zehn Milliarden Euro an Steuergeldern in die Hochtemperaturreaktor (HTR)-Entwicklung geflossen sind.
Enorme und unabsehbare Kosten für die Lagerung der Brennelementekugeln stehen noch aus und deshalb will sich das FZJ seiner atomaren Hinterlassenschaften entledigen.
Aus dieser Verantwortung werden wir das FZJ nicht entlassen.
Darüber hinaus hat das FZJ bis in die jüngste Zeit trickreich Steuergelder für die Unterstützung des Baus von unsicheren Kugelhaufenreaktoren im Ausland (Südafrika, China) zweckentfremdet, hat sich aber nie ernsthaft und zielführend um die eigenen Hinterlassenschaften an Atomkugeln gekümmert, ist seiner Verantwortung also bislang nicht gerecht geworden.
Es darf nicht sein, dass jahrzehntelang mit der angeblich sicheren, preiswerten und sauberen Art der Atomstromerzeugung Renomee eingefahren wurde und dass die Altlasten am liebsten unter den Teppich gekehrt oder noch besser an einen anderen Ort (Ahaus oder USA) verschwinden würden.
Auch aus dieser Verantwortung werden wir das FZJ nicht entlassen.

Transparenz

Der FZJ-Pressesprecher Jochen Mohr teilte mit: „Das FZJ hat keine Entscheidungsgewalt mehr bei der Frage nach dem Umgang mit den Castoren.“
Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte der ehemaligen Kernforschungsanlage (KFA) Jülich, dass sich Namen und Zuständigkeiten ändern, aber es ist wichtiger, dass die Bevölkerung weiß, was mit den Castoren geschehen und wer wieviel Geld dafür bezahlen muss als die Tatsache, wohin die juristischen Zuständigkeiten gerade verschoben wurden.
Bezeichnend ist allerdings, dass ein Geheimnis um den Termin der Aufsichtsratssitzung gemacht wird, seitdem wir jeweils an diesem Tag eine Mahnwache abhalten und in diesem Jahr zum ersten Mal Festakt und Aufsichtsratssitzung – wie zufällig – nicht an einem Termin stattfinden.
Das FZJ hat die Atomkugeln des AVR (Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor) auf eigene Kosten herstellen lassen. Da der AVR Jülich hochdefizitär arbeitete, hat sie diese der AVR GmbH zur Verfügung gestellt und die abgebrannten Kugeln wieder zurückgenommen. Dafür musste sich die AVR vertraglich verpflichten, den Reaktor bei möglichst hohen Temperaturen zu betreiben, was bekanntlich zur Havarie führte.
Dass die Jülicher Atomkugeln heute die übelste Hinterlassenschaft der deutschen Atomtechnik sind, hat das FZJ zu verantworten.
Auch aus dieser Verantwortung werden wir das FZJ nicht entlassen.

Zustand der Zwischenlagerhalle in Ahaus

Wenn der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz sagt, dass das Ahauser Lager immer auf dem neuesten Stand gehalten wird, hat er zwar im Vergleich mit Jülich Recht: Beim Jülicher Zwischenlager drängt sich durch häufigere Dachundichtigkeiten und dem unzureichend gewarteten, maroden Verladekran (seit 2013 in der Sanierung und de facto nicht nutzbar) der Eindruck auf, dass dort geschlampt wird.
Dennoch ist Ahaus schon nach heutigen Maßstäben unsicher und wird deshalb Jahre vor Ablauf der Genehmigung 2036 geräumt werden müssen: Die Deckenstärke ist viel zu gering (kleiner als 50 Zentimeter), hält einem Flugzeugabsturz nicht ausreichend stand und kann nicht nachgerüstet werden. (Modernere STEAG-Lager haben eine Deckenstärke von 130 Zentimeter.)
Eine Verlagerung der Jülicher Castoren nach Ahaus würde also nur kurzzeitig Luft verschaffen – aber keine langfristig tragfähige Lösung sein und ist darüber hinaus laut Gesetz nicht zulässig!
Gesetzeskonform und eine längerfristige Lösung ist nur ein Neubau in Jülich.
Sehr interessant ist die von Josef Wirtz geäußerte Sorge, dass der seit Jahren in Ahaus lagernde Atommüll aus dem THTR in Hamm-Uentrop auch nach Jülich gebracht werden müsste, wenn in Jülich ein neues sicheres Zwischenlager gebaut wird.
Den Atommüll aus Hamm-Uentrop möchten die Verantwortlichen in Jülich nicht auf ihrem Gelände haben, obwohl der THTR-Hamm eine fast reine KFA-Jülich Entwicklung ist, aber ihren Atommüll wollen sie gern den Menschen in Ahaus „vor die Haustüre karren“.

Übrigens: Als 1985 beschlossen wurde, alle Atomkugeln in Ahaus zu konzentrieren, hat sich das FZJ dagegen gewehrt, da es die Atomkugeln für die Reaktorentwicklung weiter benutzen wollte. Um sich durchzusetzen, unterbot das FZJ die Lagerkosten von Ahaus erheblich und bekam so den Zuschlag für das unsichere aktuelle Billiglager und ist somit unmittelbar verantwortlich für derzeitige Zwischenlagermisere.
Auch aus dieser Verantwortung werden wir das FZJ nicht entlassen.

(Text: Marita Boslar / Marlies Schmidt
Aktionsbündnis STOP Westcastor
veröffentlicht in Aachener Nachrichten
am 12.11.2016)

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und das ist die Aktion um die es geht =>
Rückblick:
Mahnwache mit „Eichhörnchen“
vor dem Forschungszentrum Jülich am 2.11.16

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siehe zum Thema auch =>
Ebenfalls am 2. Nov. 2016 fand im Wirtschaftsausschuss des Landtages NRW ein Expertengespräch zum Antrag der Piraten „Neubau nukleares Zwischenlager Jülich“ statt.

Dr. Rainer Moormann aus Aachen schrieb dazu eine Expertise =>
Stellungnahme zum Antrag „Amerika, Ahaus, Jülich: 152 Castoren brauchen ein Lager wo sie sind – abschieben ist keine Lösung“.
NRW-Landtag – Wirtschaftsausschuss. Düsseldorf, 02.11.2016
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2. November 2016: Mahnwache mit „Eichhörnchen“ vor dem Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Wohin mit den fast 300.000 Jülicher Brennelementekugeln?

Mit einer Mahnwache am Mittwoch,
2. November 2016, wollen AKW-Gegner*innen vor dem Haupttor des FZJ von 14-16 Uhr auf das ungelöste Problem aufmerksam machen.

In luftiger Höhe werden Umweltschützer*innen von Robin Wood die Jülicher Aktivisten mit einer Kletteraktion unterstützen.
Cécile Lecomte – auch als „Eichhörnchen“ bekannt – wird bei der Mahnwache dabei sein. „Die Atommüllproduzenten wollen sich aus ihrer Verantwortung stehlen! Mit der Verschiebung von Atommüll wird eine Lösung für das Atommüllproblem vorgegaukelt. Ob Jülich, Ahaus oder USA: Der Atommüll ist nirgendwo sicher! Nur der entschlossene Widerstand von unten kann der wahnsinnigen und gefährlichen Produktion und Verschiebung von Atommüll ein Ende setzen“, betont Lecomte und führt weiter aus: „Jeder Atommülltransport ist einer zu viel und bringt Gefahren mit sich.“

Auch Robin Wood unterstützt die Westcastor-Resolution

Vor vier Wochen wurde eine
Resolution veröffentlicht und inzwischen von bereits 70 Initiativen, Verbänden und Parteien unterzeichnet.
Auch die Umweltorganisation Robin Wood ist unter den Unterzeichnern.

Gefordert wird: ein Zwischenlager-Neubau in Jülich mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe und der Stopp der Castor-Transportpläne aus Jülich nach Ahaus oder in die USA.

Die Aktivisten wollen die Resolution vor dem FZJ sichtbar machen und an die Moral der Verantwortlichen appellieren.
(PM vom 26.10.2016 von Aktionsbündnis STOP Westcastor)
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Die Mahnwache findet am 2. November 2016 von 14-16 Uhr
vor dem Haupttor des FZJ (Wilhelm-Johnen-Straße, Jülich) statt.


=> blog.eichhoernchen.fr
=> www.robinwood.de
=> Westcastor-Resolution
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siehe auch => Wohin mit dem Jülicher Atommüll? – Eine Stellungnahme . . . 28. Juni 2014 . . . AAE
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IPPNW und über 70 weitere Initiativen unterzeichnen die „Westcastor-Resolution“

Drei Wochen nach Vorstellung der Westcastor-Resolution haben inzwischen bundesweit über 60 Initiativen, Verbände und Parteien die Resolution unterzeichnet – darunter auch IPPNW-Deutschland.

Die IPPNW unterstützt damit die Forderungen eines möglichst sicheren Zwischenlager-Neubaus in Jülich sowie den Stopp der Castortransportpläne aus Jülich nach Ahaus oder in die USA.
Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und stellvertretender Vorsitzender der IPPNW dazu: „Wir haben die Westcastor-Resolution unterzeichnet, weil wir, wie die vielen Bürger*innen-Initiativen in Nordrhein-Westfalen, der Meinung sind, dass gefährlicher Atommüll nicht planlos durch die Landschaft transportiert werden darf. Bis es eine verantwortbare Lösung für die Dauerlagerung gefährlicher Strahlenabfälle gibt, ist die sicherste Lösung für den Atommüll aus Jülich der Neubau eines sicheren Zwischenlagers auf dem Gelände. Das Lager in Ahaus ist ebenfalls unzureichend gegen Naturkatastrophen oder Anschläge gesichert und auch ein Weitertransport in die USA entbehrt aktuell jeder politischen und wissenschaftlichen Grundlage.“

Durch die Westcastor-Resolution wird deutlich, dass sich nicht nur die Betroffenen in Ahaus und dem Münsterland gegen die sinnlose Atommüllverschiebung wehren.
Denn im Raum Aachen/ Jülich haben alle Anti-Atomkraft-Initiativen und mehrere politische Parteien die Resolution unterzeichnet und sprechen sich für einen möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich aus. Darunter sind zum Beispiel das Aktionsbündnis Stop Westcastor, Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie und Bündnis 90/ Die Grünen Jülich.

Ebenso stößt die Resolution bundesweit auf Zustimmung und fordert die zuständigen Landes- und Bundesministerien endlich zu verantwortungsvoller Zusammenarbeit auf.
Eigentümer der 152 Castoren ist die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen, die dem Bundesfinanzministerium gehört, aber auch das NRW-Wissenschafts- und das NRW-Umweltministerium haben Staatssekretäre im Aufsichtsrat dieser Firma und die NRW-Atomaufsicht ist weisungsbefugt, um einen sichere Lagerung der Castoren zu gewähren.
„Es darf nicht sein, dass die Ministerien die Verantwortung hin und her schieben und so einen zügigen und möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich verzögern“ erklärt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Das ist verantwortungslos gegenüber den Menschen in Ahaus, den USA und Jülich, die dem gefährlichen Atommüll ausgesetzt sind bzw. ausgesetzt werden“.
(PM vom 17.10.2016 von IPPNW; Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)
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p.s.: Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Jülich und viele andere haben die Westcastor-Resolution schon unterzeichnet. Vielleicht entschließen sich ja auch noch andere Orts-/Kreisverbände zur Unterzeichnung.
Wenn auch Ihr die Westcastor-Resolution mit eurer Gruppe/ eurem Verband oder eurer Partei unterzeichnen wollt, meldet Euch bitte mit dem Betreff „Westcastor-Resolution“ unter info[at]sofa-ms.de
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Atomkraftgegner*innen von grünem Wahlprogramm enttäuscht

• keine konkreten Aussagen zur Stilllegung
Urananreicherung Gronau

• keine konkreten Aussagen zur Uranmülllagerung
in Gronau

• keine konkreten Aussagen zum Atommüll-
Zwischenlager Ahaus

• keine konkreten Aussagen zum Atomtransporte-Stopp
in NRW

BBUDie Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sind enttäuscht vom Entwurf des Wahlprogramms der NRW-Grünen.
Zwar wird allgemein der Ausstieg aus der Urananreicherung in Gronau gefordert, aber es fehlen jegliche konkrete Aussagen, wie und wann dies erreicht werden soll.
Es wird weder der einstimmige Stilllegungsbeschluss der Landesumweltminister vom Juni noch das Gesprächsangebot von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) vom Juli erwähnt.
Auch ein angepeiltes Stilllegungsdatum fehlt und zur geplanten Eröffnung der neuen Uranmüllhalle in Gronau in 2017 – einem neuen großen Atommülllager für NRW, dessen Lagerung zeitlich nicht befristet ist – findet sich im Entwurf des Wahlprogramms kein Wort.

„Was die NRW-Grünen für die Landtagswahl in 2017 zum Thema Atomenergie formuliert haben, ist völlig ungenügend und fällt sogar hinter das grüne Wahlprogramm von 2012 und den aktuellen Koalitionsvertrag mit der SPD zurück. Die realen Probleme der Urananreicherung in Gronau, z. B. die Belieferung des belgischen AKW-Betreibers Electrabel mit angereichertem Uran, werden nicht konkret angeprangert.
Unerwähnt bleibt, dass 2017 in Gronau mit der Uranmüll-Lagerhalle ein neues riesiges Atommülllager in NRW in Betrieb gehen soll, dessen Entsorgung völlig ungeklärt ist. Was ist aktuell aus dem Gesprächsangebot der Bundesumweltministerin zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage geworden? Die NRW-Grünen müssen jetzt vor der Landtagswahl als Regierungspartei handeln, anstatt schwammige Wahlprogramme zu entwerfen,“ so Udo Buchholz vom BBU und Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Sehr enttäuscht sind die Anti-Atomkraft-Initiativen auch vom Programmteil zu den zahlreichen Atomtransporten durch NRW und zum Atommüll-Zwischenlager Ahaus.
„Zwar findet sich erneut die Formulierung, dass der hochradioaktive Atommüll aus Jülich nur noch einmal, nämlich in ein Endlager, transportiert werden soll.
Aber ein Transport der 152 Castoren ins Zwischenlager Ahaus wird nicht explizit abgelehnt, Ahaus wird als ein zentraler Atommüllstandort in NRW nicht einmal erwähnt.
Auch findet sich keine Forderung nach einem Stopp der gefährlichen Atom(müll)transporte durch NRW – das ist sehr schwach. Offensichtlich beugt sich die grüne NRW-Parteispitze schon jetzt möglichen Koalitionspartnern und verzichtet deshalb auf klare Atomausstiegsforderungen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen werden weiterhin von der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf einen klaren Ausstiegsfahrplan für alle Atomanlagen in NRW einfordern. Und für die Wahlprogramme zur Landtagswahl im nächsten Jahr fordern die Initiativen von den Parteien klare und eindeutige Aussagen zu den Atomanlagen in NRW.

(PM vom 13.10.2016 von BBU und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen)
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=> hier gibt´s den Entwurf des Wahlprogramms der NRW-Grünen als pdf
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p.s.: Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Jülich und viele andere haben die Westcastor-Resolution schon unterzeichnet. Vielleicht entschließen sich ja auch noch andere Orts-/Kreisverbände zur Unterzeichnung.
Wenn auch Ihr die Westcastor-Resolution mit eurer Gruppe/ eurem Verband oder eurer Partei unterzeichnen wollt, meldet Euch bitte mit dem Betreff „Westcastor-Resolution“ unter info[at]sofa-ms.de
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Bundesweite Unterstützung für Westcastor-Resolution: Keine Castortransporte von Jülich nach Ahaus!

Neubau eines möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich gefordert

Am vergangenen Wochenende (24. September 2016) wurde auf der bundesweiten Atommüllkonferenz in Göttingen die Westcastor-Resolution vorgestellt und inzwischen von 36 Initiativen, Umweltverbänden und Parteien unterzeichnet. Darin fordern sie den Stopp der Transportpläne für 152 Castoren aus dem Forschungszentrum Jülich in das Zwischenlager Ahaus und deren Export in die USA. Aus Sicht der Atomkraftgegner entbehren diese Pläne jeglicher Verantwortung und Weitsicht.
Weitere Unterzeichner für die Westcastor-Resolution werden auf www.sofa-ms.de gesammelt.

Verantwortung statt
„Verschiebetaktik“

Mit der Resolution wenden sich die Atomkraftgegner*innen nun an die Verantwortlichen aus Bundesfinanz- und Bundesumweltministerium, NRW-Wirtschafts-, Wissenschafts- und Umweltministerium und nicht zuletzt an die Besitzer des Atommülls, die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN). Diese sollen gemeinsam und verantwortungsvoll die einzig tragbare Lösung für das Atommüllproblem vorantreiben, nämlich den Neubau eines möglichst sicheren Zwischenlagers in Jülich. Eine solche Option wird zwar von den Verantwortlichen immer wieder als eine von drei möglichen Lösungen dargestellt, aber faktisch nicht in Angriff genommen. Stattdessen schieben sich die Ministerien auf Nachfragen immer gegenseitig „den schwarzen Peter zu“.

Transport nach Ahaus führt in eine „Sackgasse“

Die Ahaus-Option, die derzeit mit Nachdruck vorangetrieben wird, trifft auf scharfe Kritik der Anti-Atom-Aktivisten: Ein solcher Transport verstößt gegen den rot-grünen NRW-Koalitionsvertrag, demzufolge der Jülicher Atommüll nur noch ein einziges Mal, nämlich in ein Endlager, transportiert werden soll.
Zudem zeugt diese Option von einem Mangel an Weitsicht, denn das Ahauser Lager bietet keine Langzeitperspektive, sondern ermöglicht nur eine Verschiebung des Problems. Einen umfassenden Schutz, zum Beispiel vor Flugzeugabstürzen bieten derzeit weder das Ahauser, noch das Jülicher Zwischenlager.
Gerade die fehlende Langzeitperspektive gewinnt aber zunehmend an Brisanz, wie auch auf der Atommüllkonferenz in Göttingen deutlich wurde. Die Suche nach einem Endlager wird frühestens in 40 bis 60 Jahren zu einem Ziel führen. Ob die Castoren noch so lange halten ist fraglich.
Hierzu Hartmut Liebermann von der Bürgerinitiative Kein Atommüll in Ahaus e.V.: „Damit führt ein Transport nach Ahaus in eine unverantwortliche Sackgasse. Hier gibt es keine Reparaturmöglichkeit und auch die Genehmigung des Lagers läuft im Jahr 2036 aus. Es droht in wenigen Jahren ein weiterer Atommüllnotstand. Besser man baut jetzt in Jülich ein neues Lager.“

Ahaus-Option nur Zeitgewinn für USA-Export?

Bei der dritten Option, ein Export des Atommülls in die USA, wird derzeit gezielt versucht, den Eindruck zu erwecken, dass diese in den Hintergrund getreten ist. Deswegen bleiben die Atomkraftgegner wachsam.
Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor: „Vielleicht soll die Ahaus-Option Zeit schaffen, um die juristischen Hürden für den Export aus dem Weg zu räumen, denn es fließt offensichtlich noch eine Menge Geld aus dem Bundes- und NRW-Landeshaushalt in die USA, um dort die nötigen Forschungsarbeiten zur Annahme und Aufbereitung des Jülicher Atommülls zu finanzieren.“
(PM)
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Westcastor-Resolution

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Jülicher „Nachbarschaftsdialog“ des FZJ

Auszug aus => Nachbarschaftsdialog
• 4. Sitzung am 29.04.2016 • Ergebnis-Protokoll

. . . Im Anschluss an die Präsentation bestand die Möglichkeit, Fragen an Hr. Printz zu richten. Die Teilnehmenden, insbesondere Frau Boslar, nutzten die Gelegenheit, um sich über den aktuellen Stand rund um den weiteren Umgang mit den AVR-Brennelementen und die hierfür in Frage kommenden Optionen zu informieren.

1. Frage Frau Boslar: Das Department of Energy (DOE) würde erst mit dem Einsatz einer Prototypanlage zur Wiederaufbereitung einer Kugelwiederaufbereitung eine Entscheidung über eine Kugelannahme in die USA treffen. Gemäß der mittlerweile vorliegenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) würde das Planen, Bauen und der Betrieb einer Prototypanlage mindestens 5 Jahre umfassen. Wie realistisch wird mit diesem Hintergrund ein Export in die USA eingeschätzt?

Die JEN führt aus: • Das „Department of Energy“ ist unter bestimmten Voraussetzungen bereit, die Kugeln aus Deutschland anzunehmen.
• Eine wesentliche Voraussetzung ist die Erreichung des „Technical Readiness Levels“ (TRL) 6 (Technologiereifegrad) für den Behandlungsprozess. Dafür setzen die US-amerikanischen Partner einen Zeitraum von mindestens einem Jahr an. Ein von den Amerikanern entwickeltes Auflösungsverfahren von Graphit, um die Kugeln nach der Annahme weiterverarbeiten zu können, wurde mittlerweile bis zu einem Technischen Reifegrad 4 erarbeitet. Die Angabe von fünf Jahren ist der JEN nicht bekannt und kann demnach nicht bestätigt werden.
• Grundvoraussetzung zur Annahme der Kugeln ist auch der positive Abschluss der UVP, das Verfahren ist formal noch nicht abgeschlossen. Das DOE geht davon aus, dass das Verfahren formell im Juni seinen Abschluss findet.
• Momentan wertet das DOE die 70 Einwendungen zum UVP-Gutachten aus, die aber keine gänzlich neuen Aspekte beinhalten.

2. Frage Frau Boslar: Sind die 70 Einwendungen lediglich von amerikanischer Seite oder auch von deutscher Seite?

Die JEN führt aus: • Es sind neben den amerikanischen Einwendungen auch Einwendungen aus Deutschland eingegangen.

3. Frage Frau Boslar: Die Endlagerkommission des Bundestages hält in dem Entwurf ihres Endberichtes den Export der AVR-Castoren für unverantwortlich. Wie beziehen die JEN und das Forschungszentrum dazu Stellung?

Die JEN führt aus: • Die JEN kann ihr Handeln nicht auf Empfehlungen ausrichten, sondern muss auf Grundlage der gültigen Gesetze und zugehörigen Vorschriften handeln. Um der Räumungsanordnung nach § 19 Abs. 3 ATG zu entsprechen, bestehen mehrere Möglichkeiten, welche die JEN ausführlich überprüft: Die Verbringung der Brennelemente in die USA, die Verbringung nach Ahaus sowie ein möglicher Neubau am Standort Jülich.

4. Frage Frau Boslar: Die US-Sicherheitsbehörde „National Security Agency“ (NSA) hält den Atommüll aus Sicht der Atomwaffenverbreitung für recht harmlos und sieht aus diesem Grund nicht die Notwendigkeit, die Brennelemente in die USA zu verbringen. Werden das Forschungszentrum und die JEN ihre früheren anderslautenden Aussagen, in denen evtl. Terroristen angelockt wurden, korrigieren?

Die JEN führt aus: • Im Rahmen des Programms der „Nuclear Non-Proliferation“, auf Deutsch „Nukleare Nichtverbreitung“, ist es vorgesehen, weltweit hochangereicherte Kernbrennstoffe in das Land zurückzuholen, aus dem die Stoffe ursprünglich stammen. Welche Punkte für einen Terroristen interessant sein könnten, kann die JEN nicht beurteilen.

5. Frage Frau Boslar: Aus den AVR-Brennelementen in den 152 Castoren wurden 1,5 Milliarden Kilowattstunden Strom für das Netz erzeugt. Dies deckt bei weitem nicht den durchschnittlichen Jahresverbrauch von 600 Milliarden Kilowattstunden Strom in Deutschland. Warum haben die in Jülich entwickelten Kugelhaufenreaktoren so große Mengen an Atommüll produziert? Im Verhältnis besteht ein 50ig-faches Atommüll-Volumen gegenüber Leichtwasserreaktoren.

Die JEN führt aus: • Beide Reaktortypen lassen sich nicht miteinander vergleichen.
• Der AVR sollte zeigen, dass das Prinzip des Kugelhaufenreaktors funktioniert und Strom erzeugt werden kann, war jedoch nicht darauf ausgelegt, mit dem produzierten Strom auch eine nennenswerte Kostendeckung zu erzielen.
• In der Anlage wurden auch verschiedene Brennelement-Typen untersucht, von denen einige nur mäßige bzw. unzureichende Betriebseigenschaften aufwiesen. Die mangelhafte Rückhalteeigenschaft einzelner BE-Typen hat auch dazu geführt, dass der Primärkreis hoch kontaminiert wurde. Neben der geringen Leistungsdichte des Reaktortyps wirken sich diese Kontaminationen auch auf die anfallende Abfallmenge aus.

6. Frage Frau Boslar: Die AVR-Brennelemente bestehen überwiegend aus Graphit, die ebenfalls in Tschernobyl Verwendung fanden und bei einem Unfall vor 30 Jahren brannten. Ein Endlager in Deutschland wird keine brennbaren Elemente wie die AVR-Kugeln in der Form annehmen. Was wurde unternommen, um die Brennelemente in einen dauerhaften stabilen Zustand zu verbringen, damit sie überhaupt endlagerfähig werden? Bringen diese Brennelemente ein viel größeres Problem der Endlagerung mit sich, als die normalen Elemente? Ist dies vielleicht der Hauptgrund dafür, sie in die USA schaffen zu wollen?

Die JEN führt aus: • Graphit ist nicht gleich Graphit.
• Der hier verwendete Graphit ist herstellungsbedingt praktisch nicht brennbar bzw. nur schwer entflammbar.
• Grundsätzlich besteht zwar die Möglichkeit, die graphitischen Kugeln zu oxidieren. Um dies aber in nennenswertem Umfang zu erreichen, müsste die Oxidation mit reinem Sauerstoff erfolgen, der in der Natur nicht vorkommt.
• Das Verbrennen der Kugeln in der normalen Atmosphäre ist praktisch auszuschließen.

7. Frage Frau Boslar: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) wartet seit zwei Jahren auf einen Antrag zu Errichtung eines sicheren Zwischenlagers in Jülich. Wie die Atomaufsicht in Düsseldorf bestätigte, bestehen keine grundsätzlichen Hindernisse für einen Bau eines sicheren Zwischenlagers in Jülich. Die unzureichende Auslegung des aktuellen Lagers zur Erdbebensicherung ließe sich durch den Neubau eines Zwischenlagers leicht beseitigen. Wieso verzögert Jülich die einzig sinnvolle langfristige Lösung eines sicheren Neubaus in Jülich? Das Zwischenlager in Ahaus besitzt nur eine Genehmigung bis 2036, somit handelt es sich bei dieser Variante um keine langfristige Variante.

Die JEN führt aus: • Grundsätzlich werden Zwischenlager für Kernbrennstoffe für 40 Jahre genehmigt. In Jülich besteht der Nachteil, dass die Genehmigung seitens der Genehmigungsbehörde lediglich für 20 Jahre erteilt worden ist.
• Es ist zu bezweifeln, dass das BFS auf einen Antrag wartet, zumindest nicht von der JEN. Allerdings gibt es einen entsprechenden Antrag für eine befristete Genehmigung für das bestehende Lager, der bekanntlich noch nicht abschließend beschieden werden konnte..
• Seit dem 2. Juli 2014 besteht die Anordnung der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde, dass bestehende Lager unverzüglich zu räumen.
• Ein Neubau am Standort würde selbst unter optimistischen Annahmen nach heutigem Stand mindestens achteinhalb Jahre beanspruchen. Dies steht im Widerspruch zu einer unverzüglichen Räumung des Lagers.

8. Frage Frau Boslar: In Ahaus gibt es keine „Heiße Zelle“, demnach können die Castoren nicht geöffnet werden, falls dies erforderlich wäre. Müssten die Castoren in diesem Fall wieder zurück nach Jülich transportiert werden?

Die JEN führt aus: • Im Reparaturfall gibt es die Möglichkeit, die Dichtigkeit der Behälter wiederherzustellen, indem ein sogenannter Fügedeckel aufgeschweißt wird. Dieses Verfahren wurde im laufenden Genehmigungsverfahren qualifiziert.

9. Frage Frau Boslar: Ist ein Antrag auf Transportgenehmigung nach Ahaus gestellt?

Die JEN führt aus: • Der Genehmigung für den Transport von Jülich nach Ahaus wurde bereits vor langem beantragt. Die Entscheidung steht aus. . . .

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siehe auch => US-Atommüllexport im Nachbarschafts-Dialog Jülich . . . 26. September 2016 von Dirk Seifert für umweltFAIRaendern.de

wie es auch gehen kann siehe => Leise, aber erfolgreich: Konsensorientierter Dialog zur Stilllegung der Atomforschungsanlage in Geesthacht . . . 23. September 2016 . . . von Dirk Seifert für umweltFAIRaendern.de
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Kreis Borken: Gemeinsame Resolution zu möglichen Transporten der AVR-Brennelementen aus Jülich in das Zwischenlager Ahaus

Einstimmiger Beschluss des Borkener Kreistages

In seiner Sitzung am 22.09.2016 hat der Borkener Kreistag einstimmig nachfolgende gemeinsame Resolution zu möglichen Transporten der AVR-Brennelementen aus Jülich in das Zwischenlager Ahaus beschlossen: . . .  . . . => weiterlesen bei kreis-borken.de
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Bundesweites Castor-Treffen in Göttingen, 25.9.2016

Bundesweites Castor-Treffen

Göttingen, 25.9.2016 • 10.00-15.30 Uhr in der Volkshochschule •
Bahnhofsallee 7 • 37081 Göttingen • direkt hinterm Bahnhof
(am Tag nach der Atommüllkonferenz in Göttingen)

In den nächsten Jahren stehen reihenweise Castor-Transporte an:

Obrigheim -> Neckarwestheim • 15 Castoren • ab 2017 möglich
Jülich -> Ahaus • 152 Castoren • ab 2017 möglich
La Hague -> Philippsburg • 5 Castoren • ab 2017 möglich
Garching -> Ahaus • 5 Castoren • ab 2018
Sellafield -> Brokdorf • 7 Castoren • 2018, 2019 oder 2020
Sellafield -> Biblis • 7 Castoren • 2018, 2019 oder 2020
Sellafield -> Ohu • 7 Castoren • 2018, 2019 oder 2020

Zu diesen massig anstehenden Transporten fehlt es noch weitgehend an überregionalem Informationsaustausch, Absprachen und Strategien. Da aber einige dieser Transporte schon 2017 rollen können, wird es höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen.
In Göttingen wollen wir uns mit möglichst vielen betroffenen Standorten und weiteren interessierten Initiativen zusammensetzen.
. . . weiterlesen => Einladung: Bundesweites Castor-Treffen in Göttingen am 25.9.2016
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Welche Strategie verfolgt die Landesregierung, um gemäß ihrem Koalitionsvertrag „sinnlose und gefährliche Atomtransporte“ von einem Zwischenlager in ein anderes zu verhindern?

Kleine Anfrage im Landtag NRW:

Welche Strategie verfolgt die Landesregierung, um gemäß ihrem Koalitionsvertrag „sinnlose und gefährliche Atomtransporte“ von einem Zwischenlager in ein anderes zu verhindern?

=> Antwort hier als pdf

. . . 16. September 2016 . . . Hanns-Jörg Rohwedder MdL, Piratenfraktion NRW
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Westcastor-Resolution

Schon über 80 Unterzeichnende!
Wenn auch Ihr die Westcastor-Resolution
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Wir fordern:

• Zwischenlager-Neubau in Jülich gemäß den aktuellen Sicherheits-Anforderungen mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe
• Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!
• Endgültige Absage des Castor-Exports aus Jülich in die USA!
• Verantwortungsübernahme durch Verursacher und zuständige Ministerien!
• Einhaltung des NRW-Koalitionsvertrages!

Wir wenden uns gegen die geplanten Transporte der Jülicher Castoren nach Ahaus:

► Das Zwischenlager in Ahaus hat nur noch eine Genehmigung bis 2036. Bereits im Jahr 2030 müssen Pläne für die Räumung des Lagers vorgelegt werden.
► Das Ahauser Zwischenlager ist nicht gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe gesichert.
► Die hochporösen, brennbaren Brennelementkugeln müssen vor einer wie auch immer gestalteten Endlagerung aufwendig konditioniert (=bearbeitet) werden – das ist in Ahaus nicht möglich.
► In Jülich gibt es eine ‚Heiße Zelle‘ zur Reparatur und Beladung von Castor-Behältern. Die Errichtung einer ‚Heißen Zelle‘ in Ahaus ist vertraglich ausgeschlossen.
► Im Koalitionsvertrag der NRW-Regierungsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen heißt es unmissverständlich: „Zudem lehnen wir sinnlose und gefährliche Atomtransporte quer durch NRW ab. Wir wollen, dass die Castoren, vor allem die in Jülich lagernden, nur noch einmal transportiert werden – nämlich zu einem Endlager, wenn hierfür ein Standort gefunden ist.“

Seit 1993 lagern die Castoren in einem Zwischenlager des Forschungszentrums Jülich (FZJ), dessen Genehmigung am 30.06.2013 trotz Absehbarkeit ohne angemessene Reaktion der NRW-Atomaufsicht ausgelaufen ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bemängelte mehrfach fehlende oder mangelhafte Unterlagen zur Verlängerung der Genehmigung. Zur Erdbebensicherheit fehlen konkrete Untersuchungen, obwohl die Thematik seit 15 Jahren bekannt ist.
Zweimal wurde die weitere Lagerung der 152 Castoren in Jülich von der NRW-Atomaufsicht amtlich geduldet, bis am 02.07.2014 die Räumungsanordnung erteilt wurde. Seitdem lagern die Castoren illegal in Jülich – die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Offiziell sieht das Räumungskonzept des FZJ drei gleichwertige Optionen vor:
1. Export der Castoren in die USA, angeblich schnellste Option
2. Castor-Transporte nach Ahaus,
3. Neubau eines Zwischenlagers in Jülich, angeblich langsamste Option

Offensichtlich wird nur an den Plänen für Castor-Transporte nach Ahaus ernsthaft gearbeitet, da nur hierfür eine Einlagerungsgenehmigung (im Juli 2016 vom BfS erteilt) und eine Transportgenehmigung (noch in Bearbeitung) beantragt wurden. Für die anderen beiden Optionen sind noch keinerlei Anträge gestellt worden.
Da das kommerzielle AKW ‚Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor‘ Jülich (AVR) zwar ein Prototyp, aber kein Forschungsreaktor war, ist ein Export in die USA juristisch gar nicht zulässig.
Das FZJ ist zwar formal nicht mehr zuständig, hat aber die unbefriedigende Lage zu verantworten.

Zuständig für die Westcastoren sind: • das Bundesfinanzministerium als Besitzer der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) und somit der 152 Westcastoren, • das NRW-Umweltministerium, • das NRW-Wissenschaftsministerium und • das Bundesforschungsministerium im JEN-Aufsichtsrat, • das NRW-Wirtschaftsministerium als auf Landesebene zuständige Atomaufsicht, • das Bundesumweltministerium als übergeordnete Bundesatomaufsicht, • das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als Genehmigungsbehörde für die Zwischenlager und den Transport.

Wir fordern den Stopp der Castor-Transport-Pläne und echte Verantwortungsübernahme!

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Westcastor-Resolution

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WDR-Bericht zur LaKo am 10.9.16 in Aachen


Link zum Video =>

Tihange – Protest in Aachen

Aktuelle Stunde | 10.09.2016 |

Video verfügbar bis 17.09.2016 | WDR

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Hintergrund-Infos zur LaKo siehe auch =>

Erstmals findet die Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen in Aachen statt

. . . 8. September 2016 . . . AAE
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Treffen zwischen Anti-Atomkraft-Initiativen und NRW-Atomaufsicht

Beendigung Urananreicherung /
Verhinderung Castor-Transporte

Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Rheinland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) haben sich mit der Landesatomaufsicht im NRW-Wirtschaftsministerium getroffen.
Bei dem konstruktiven Gespräch ging es um die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau sowie Möglichkeiten zur Verhinderung der angekündigten Castor-Transporte aus Jülich und Garching ins Zwischenlager Ahaus.

1. Zur Urananreicherung in Gronau . . .

. . . teilte das NRW-Wirtschaftsministerium mit, dass die Landesregierung die Einladung des Bundesumweltministeriums zu Gesprächen über eine Stilllegung der Gronauer Uranfabrik angenommen habe und diese Gespräche in einigen Wochen beginnen.

„Wir erwarten, dass sowohl die NRW-Landesregierung wie auch die Bundesregierung ernsthaft verhandeln und zügig die Urananreicherung beenden. Zudem droht mit dem Beginn einer zeitlich unbefristeten Lagerung von Uranmüll in Gronau die Entstehung eines oberirdischen Endlagers,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen forderten deshalb die NRW-Atomaufsicht auf, die mittlerweile auf Anfang 2017 verschobene Inbetriebnahme des neuen Uranmüll-Lagers in Gronau zu verhindern sowie die hochgefährliche Freilagerung von Uranhexafluorid (UF6) zu beenden.
Auch ein Exportstopp von angereichertem Uran aus Gronau für die Brennelementeproduktion für Pannenreaktoren – wie z. B. in Belgien und bald in der Ukraine – war Gesprächsthema.

2. Zu den angekündigten Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus . . .

. . . betonte das NRW-Wirtschaftsministerium, dass weiterhin alle drei Optionen – Neubau eines Zwischenlagers in Jülich, Export in die USA sowie Transport nach Ahaus – für die 300.000 hochradioaktiven Brennelementkugeln auf dem Tisch lägen.

„De facto ist aber durch die im Juli erteilte Einlagerungsgenehmigung für das Zwischenlager Ahaus diese Option die einzige, die von den Betreibern des Forschungszentrums Jülich – dem Bund und dem Land NRW – ernsthaft und mit Nachdruck verfolgt wird. Wir erwarten jedoch von der NRW-Landesregierung die Einhaltung des Koalitionsvertrags von 2012: Das bedeutet nur noch einen Castor-Transport von Jülich, nämlich in ein noch zu errichtendes Endlager. In der Zwischenzeit ist der Neubau eines sicherheitstechnisch modernen Zwischenlagers in Jülich die einzige Alternative, denn auch einen Atommüll-Export lehnen wir entschieden ab,“ so Hartmut Liebermann von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

3. Die Anti-Atomkraft-Initiativen . . .

. . . erneuerten in Düsseldorf zudem ihre Einladung an NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, die beiden Atomstandorte in Gronau und Ahaus persönlich zu besuchen und mit den Initiativen sowie der Bevölkerung vor Ort zu sprechen. Die Initiativen und die NRW-Atomaufsicht erklärten ihre Bereitschaft zu weiteren Gesprächen.

„An den Atomstandorten Gronau und Ahaus sind die Dinge momentan politisch stark im Fluss. Wir setzen uns intensiv dafür ein, dass die Urananreicherung und die Brennelementefertigung endlich in den Atomausstieg einbezogen werden, und dass gefährliche und sinnlose Atomtransporte quer durch NRW unbedingt vermieden werden. Die NRW-Landesregierung muss dem Leben und der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürgern klar Vorrang einräumen gegenüber den Interessen des Urananreicherers Urenco und des Forschungszentrums Jülich,“ so Angelika Claussen vom IPPNW.

(PM vom 2. September 2016 von • Aktionsbündnis Münsterland gegen AtomanlagenArbeitskreis Umwelt (AKU) GronauBI „Kein Atommüll in Ahaus“Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs / Ärzte in sozialer Verantwortung))
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