Archiv für Mai 2018

Anreise am 9. Juni 2018 nach Lingen zur AntiAtom-Demo

Mit dem Zug:

z.B. ab Euskirchen 09:03 Uhr – Lingen(Ems) an 12:13 Uhr

Die Auftaktkundgebung beginnt um 13:00 Uhr vor dem Haupttor des AKW Emsland bei Lingen. Zugreisende können Linien- oder Shuttlebusse von und zum Bahnhof Lingen nutzen.
Der anschließende Demozug führt über eine Strecke von ca. 2 km bis zur Brennelementefabrik.
Dort findet die Abschlusskundgebung bis 15:30 Uhr statt.

Mit dem Demo-Bus:

Bonn (mit Halt in Köln): Informationen zum Demobus ab Bonn findet Ihr auf der website von AntiAtomBonn.
Anmeldungen unter => kontakt[at]antiatombonn.de

Aachen: Demobus – Abfahrt: 9:00 Uhr Hbf, Rückkehr: ca. 18:00 Uhr; weitere Infos auf der website von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Sonstige Mitfahrgelenheiten:

Oder bildet Banden (mit PKW/Mitfahrgelegenheiten) und meldet diese an (wenn Ihr noch freie Plätze habt) unter:
=> kontakt[at]lingen-demo.de

. . . weiterlesen => 9. Juni 2018 • Demo in Lingen: Atomrisiko jetzt beenden!

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Atomgesetz: Früheres Abschalten norddeutscher AKW würde enorme Kosten vermeiden

aktualisiert/ergänzt am 24.05.2018:

Atomgesetz-Umfrage: Mehrheit für schnelleres Abschalten trotz Entschädigung

Atomkraftwerke verstopfen die Netze – Bundestag muss die Übertragung von Reststrommengen verbieten

Zum heute (23.05.2018) im Bundeskabinett verhandelten Gesetzentwurf für die Entschädigung von AKW-Betreibern erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Bundestag muss den Gesetzentwurf noch an einer entscheidenden Stelle verschärfen: Die Übertragung von Reststrommengen bereits abgeschalteter Reaktoren auf norddeutsche AKW muss untersagt werden. Denn die Meiler in Brokdorf, Lingen und Grohnde verstopfen die Übertragungsnetze mit Atomstrom und blockieren damit die Produktion von Ökostrom und den weiteren Ausbau der Windenergie im Norden.“
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siehe Dossier => „Netzverstopfer – Atomstrom verstopft das Netz“ (pdf; Mai 2018)
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„Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes darf der Gesetzgeber Atomkraftwerke früher abschalten. Wenn dies dazu führt, dass bereits zugesagte Reststrommengen nicht mehr produziert werden können, muss vom Staat ein gewisser finanzieller Ausgleich geleistet werden. Die Ausgestaltung dieses Ausgleichs regelt die anstehende Gesetzesänderung. Bei einem Verbot von Strommengen-Übertragungen würde diese Summe zwar voraussichtlich etwas höher ausfallen, muss aber mit den volkswirtschaftlichen Kosten gegengerechnet werden, die dadurch erspart bleiben.

So zahlen die Stromkunden*innen jedes Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag an die Netzbetreiber, weil Windkraftanlagen wegen verstopfter Netze abgeregelt werden müssen. Zusätzlich entstehen in einer ähnlichen Größenordnung Redispatch-Kosten, wenn die Börsenpreise wegen des Überangebots in den Keller gehen und deshalb die Stromnachfrage aus dem Ausland steigt.

Selbst die CDU-geführte Landesregierung von Schleswig-Holstein tritt laut ihrem Koalitionsvertrag dafür ein, keine Reststrommengen mehr auf das AKW Brokdorf zu übertragen.“
(PM von .ausgestrahlt vom 23.05.2018)
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Tausende demonstrierten und feierten in Gorleben bei der „Kulturellen Widerstandspartie“

(aktualisiert/ergänzt am 22.05.2018)

Die meisten Wunder-Punkte der Kulturellen Landpartie waren am Pfingst-Freitag (18.05.2018) geschlossen, denn der wunde Punkt Gorleben stand im Fokus:

Tausende strömten nach Gorleben, wo auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zwischen den Nuklearkomplexen Zwischenlager und Endlagerbergwerk informiert und demonstriert wurde: „Erst kommt die Politik, dann wird gefeiert“ lautete in diesem Jahr die Devise.

Aus gutem Grund: Gorleben hat sich als Endlagerstandort noch lange nicht erledigt. Die bundesweite Suche nach dem Platz, an dem insbesondere hochradioaktive Abfälle tiefengeologisch gelagert werden sollen, sei wieder einmal stark politisch vorprogrammiert.
„Wieder einmal wurden die Ausschlusskriterien bei der Endlagersuche so zugeschnitten, dass der Salzstock Gorleben-Rambow nicht herausfällt und bestenfalls ein Vergleich mit Gorleben dabei herausspringt“, warnt die BI.

Ein Klimarundling, in dem Initiativen und Einzelpersonen die Gelegenheit gegeben wurde, ihre Ideen und praktische Beispiele zum Klimaschutz und zur Klimagerechtigkeit vorzustellen, informative Treckerrundfahrten der Bäuerlichen Notgemeinschaft um das Endlagerbergwerk, Diskussionsrunden auf der großen Bühne zur aktuellen Atompolitik prägten den Nachmittag.

Tausende versammelten sich schließlich am Mobilen Musikkampfwagen der BI, der „kleinen Bühne mit der dreckigsten Aussicht“ am Endlagerbergwerk und zogen mit der Warnung des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke in den Ohren um die Mauern herum, der Kampf für den Klimaschutz, gegen Atom und Kohle müsse weitergehen. Und in Anspielung auf das Gorlebensalz ergänzte er: „Bei der Endlagersuche lassen wir uns kein Salz in die Augen streuen. Auch wenn die Mauern im Laufe des Jahres zurückgebaut werden, bleibt unter Tage die Infrastruktur des Bergwerks erhalten.“ Man werde immer wieder an diesen wunden Punkt zurückkehren, bis sich der Gorlebenspuk erledigt habe.

Bis spät in die Nacht hieß es dann Widerstandspart(y)ie, rund um die Beluga, dem Greenpeace-Schiff, das vor Ort als Mahnmal gegen die verkorkste Atompolitik über allem thront, denn über all die Kritik gibt es auch Erfolge zu feiern – so scheint die Pilotkonditionierungsanlage als nächste Atommüllruine in Gorleben ausgemachte Sache zu sein, und Lebenslust ist eine Quelle des Widerstands.
(PM von www.bi-luechow-dannenberg.de vom 19.5.2018)

Eine (rein subjektive) Auswahl der schönsten Gorleben-Mobi-Videos:


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9. Juni 2018 • Demo in Lingen: Atomrisiko jetzt beenden!

– – – Aufruf – – –
Demonstration in Lingen

Im niedersächsischen Lingen wird das Atomkraftwerk Emsland das „neue“ AKW genannt. Dabei wird es am
20. Juni 30 Jahre alt!

Dieser Atommeiler, einer der „jüngsten“ in Deutschland, hat eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022. Das Risiko einer so langen Laufzeit können und dürfen wir nicht zulassen, weder in Lingen noch an anderen Standorten!
Es gibt keine ’sichere Atomkraft‘, und je älter ein Reaktor wird, desto gefährlicher ist er. Allein durch Materialermüdung und Verschleiß steigt die Anzahl der Störfälle dramatisch an, auch im AKW Emsland.
Gleichzeitig entsteht täglich Müll, der weder jetzt noch in Zukunft sicher gelagert werden kann.
Die unflexiblen Atommeiler – ebenso wie alte Braunkohlemeiler – ‚verstopfen‘ außerdem die Netze und blockieren den Ausbau Erneuerbarer Energien.
Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, im Zuge der Atomgesetz-Novelle bis Ende Juni einen deutlich schnelleren Atomausstieg festzulegen.

Uranfabriken schließen!

Auch die Brennelementefabrik Lingen und die Urananreicherungsanlage Gronau müssen so schnell wir möglich stillgelegt werden. Es kann nicht sein, dass sich Deutschland zwar zum „Atomausstieg“ bekennt, aber durch Brennstoff-Lieferungen die weltweite Atomindustrie noch jahre- und jahrzehntelang stützt – indirekt sogar Atomwaffenprogramme wie das in den USA.

Uralt-Reaktoren in Grenznähe werden genauso aus Lingen versorgt wie z. B. Olkiluoto, ein AKW-Neubau in Finnland, der schon vor seiner Inbetriebnahme für Negativschlagzeilen sorgte. Dabei wäre eine Schließung der Uranfabriken per Bundestagsbeschluss ohne Weiteres möglich. Umweltministerin Schulze muss nun diese Gesetzesänderung auf den Weg bringen!

Uran-Exporte stoppen!

Dass marode Reaktoren in Tihange, Doel (Belgien) sowie Fessenheim und Cattenom (Frankreich) mit Brennelementen aus Lingen und Uran aus Gronau beliefert werden dürfen, ist ein fortwährender Skandal. Gerade hier hat die Umweltministerin Handlungsspielraum. Sie kann und muss die Ausfuhr von Brennstoffen an grenznahe Risikomeiler unterbinden – das haben renommierte Jurist*innen überzeugend dargelegt. Wir fordern Frau Schulze eindringlich auf, bestehende Genehmigungen für Brennstoff-Lieferungen zu widerrufen und neu beantragte zu verweigern.

Wir brauchen eine echte Energiewende

– ökologisch und sozial gerecht! Weder Kohle, noch fossile Energien, noch Atomkraft haben darin einen Platz!
Geht mit uns zusammen für einen sofortigen und vollständigen Atomausstieg auf die Straße!
(Text von www.lingen-demo.de)

www.lingen-demo.de

Folgende Mitfahrgelegenheiten in der Region werden
bisher angeboten:

Bonn (mit Halt in Köln): Informationen zum Demobus ab Bonn findet Ihr auf der website von AntiAtomBonn.
Anmeldungen unter => kontakt[at]antiatombonn.de

Aachen: Demobus – Abfahrt: 9:00 Uhr Hbf, Rückkehr: ca. 18:00 Uhr; weitere Infos auf der website von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Mit dem Zug:
z.B. ab Euskirchen 09:03 Uhr – Lingen(Ems) an 12:13 Uhr

Die Auftaktkundgebung beginnt um 13:00 Uhr vor dem Haupttor des AKW Emsland bei Lingen. Zugreisende können Linien- oder Shuttlebusse von und zum Bahnhof Lingen nutzen.
Der anschließende Demozug führt über eine Strecke von ca. 2 km bis zur Brennelementefabrik.
Dort findet die Abschlusskundgebung bis 15:30 Uhr statt.

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Atompolitik: Zaudern und zahlen

Die große Koalition will das Abschalten der AKW „bis 2022 zielgerichtet vorantreiben“.
Doch die beste Gelegenheit dafür droht sie verstreichen zu lassen.
Auch sonst hat sie atompolitisch nicht viel vor.

Atompolitik spielt keine große Rolle für die große Koalition. Dennoch wird das Atomgesetz eines der ersten Gesetze sein, welche die schwarz-rote Bundesregierung ändern wird. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt-Blog
(Quelle/Text von Armin Simon für .ausgestrahlt-Blog vom 15.5.2018)
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Energiewende: Die Schauermärchen der Atomlobby

Mit dreisten Falschbehauptungen versucht die Atomlobby, die Energiewende schlechtzureden. Hier die Fakten:
Schauermärchen . . .
1) „Deutschland wird zum Stromimporteur“

2) „Strom wird knapp. Am Strommarkt steigen die Preise.“

3) „Die erneuerbaren Energien lassen sich nicht schnell genug ausbauen.“

4) „Die EEG-Umlage schnellt in die Höhe“

5) „Die Netzstabilität ist gefährdet“

6) „Der Ausstieg ist mit dem Klimaschutz nicht vereinbar“

.ausgestrahlt fordert:
Schluss mit den Schauermärchen!

Dieser Flyer (=> zur Bestellung) erklärt die Fakten.
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AntiAtom-Proteste zur Karlspreisverleihung am 10. Mai 2018 an Emmanuel Macron

Die Verleihung des Aachener Karlspreises wollte das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA) nutzen, um Druck auf Präsident Macron und die lokalen Vertreter im Karlspreisdirektorium auszuüben, sich eindeutig für die Schließung von Tihange auszusprechen.

Etwa 800 Menschen beteiligten sich an einer Demonstration vom Welthaus auf den Marktplatz bis in den abgesperrten Bereich. Sie trafen dort auf weitere 800 Anti-Tihange-Demonstranten, die anderweitig dorthin gekommen waren. Durch diese große Anzahl dominierten sie den Besucherbereich des Platzes in „gelb“.

Natürlich waren die allermeisten aus Aachen und Umgebung gekommen. Aber sowohl aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburg waren Delegationen und Einzelpersonen gekommen. Kleinere Gruppen auch aus Köln, Düsseldorf, Bonn und sogar aus Lingen!
Während der ganzen Proteste erklang immer wieder ein umgedichtetes Lied (mit der Melodie von ‚Frère Jacques‘). Doch fast immer, sobald sich Macron oder Verantwortliche für seine Preisverleihung zeigten, wurde der Gesang – entgegen der ursprünglichen AAA-Intention – durch wütendes Pfeifen und Buhrufe übertönt.

Warum gegen Tihange?

Diese Frage war wohl für ALLE Besucher der Veranstaltung ‚kein Thema‘. Jeder in Aachen weiß über die Risse- und Pannenreaktoren Bescheid.

Warum Protest bei Macron?

Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass er als französischer Staatspräsident über 28% der Stimmrechtsanteile an dem maroden Atommeiler in Tihange hält und insofern erhebliche Einflussmöglichkeiten für dessen Schließung hat.
(Quelle/Text und Fotos von Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)
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10. Mai (Himmelfahrt): Auf nach Aachen zur Karlspreisverleihung an Emmanuel Macron

Protest gegen belgische AKWs Doel und Tihange

Während sich fast die ganze Region gegen den Weiterbetrieb von Tihange stellt, ernennen die Spitzen der Aachener Politik und Wirtschaft den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zu ihrem Vorzeigeeuropäer und verleihen ihm am Donnerstag um 11 Uhr den Karlspreis im Aachener Rathaus.

Emmanuel Macron ist als Staatspräsident gleich über drei Verbindungen an den belgischen AKWs beteiligt:

• Über den Mutterkonzern Engie gehört dem französischen Staat rd ¼ an Tihange und Doel.
• Über EDF, einen französischen Staatskonzern zusätzlich 50 % an Tihange 1.
• Die Lingener Brennelementefabrik ist ebenfalls in französischem Staatsbesitz und beliefert gleich alle 7 belgischen Reaktoren mit ihrem atomaren Brennstoff.

Darüber hinaus lässt Macron keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, wie wichtig Atomkraft für Frankreich ist. Wir finden, wer andere Länder durch eigene Atomkraftwerke gefährdet, ist ein schlechter Europäer und darf nicht Träger des Karlspreises sein.
Aus diesem Grund brauchen wir Dich, zeig Emmanuel Macron am Donnerstag, dass Du das nicht hinnehmen willst!
Kleide Dich in Gelb und beschere Emmanuel Macron sein gelbes Wunder!

Ablauf der Aktionen am 10. Mai (Himmelfahrt):

10:00 Uhr Demonstration Richtung Marktplatz (Start: Welthaus Aachen, An der Schanz 1)
10:45 Uhr Protest auf dem Marktplatz während der Preisverleihung.
12:30 Uhr Abschlusskundgebung am Augustinerbach / Ecke Pontstr. (300 m vom Markt entfernt)

Nicht vergessen: Gelbe Kleidung (gelbes Oberteil) tragen, falls ihr die nicht habt, einfach in Schwarz gekleidet erscheinen.
Wir können nicht abschätzen, wie voll der Markt sein wird, falls ihr merken solltet, dass die Stadt schon voll ist, könnt ihr euch auch direkt zum Markt orientieren und die Demo fallen lassen, denn die Präsenz auf dem Markt ist das wichtigste!
(Text von Stop Tihange e.V.)


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AKW Doel: Leck im Notkühlsystem • Atomkraftgegner*innen kündigen weitere Proteste an

(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 03.05.2018)

Erneut gab es in einem der belgischen Skandal-Reaktoren einen Störfall.

Wegen massiver Sicherheitsbedenken und wachsendem Misstrauen wird die Forderung nach der sofortigen Stilllegung der AKW Doel und Tihange immer lauter.

Aus dem Reaktor Doel-1 bei Antwerpen wurde vor wenigen Tagen ein Leck in einer Wasserleitung des Notkühlsystems gemeldet. Laut AKW-Betreiber Engie-Electrabel handelt es sich um sogenanntes Borwasser. Der Betreiber sprach vorerst davon, es sei „normales Wasser“ ausgetreten. Später räumte er dann ein, dass die Flüssigkeit radioaktiv sein könnte: „Das Wasser, das durch das Leck getreten ist, könnte im nuklearen Bereich mit Radioaktivität in Kontakt gekommen und somit auch radioaktiv sein“, so Anne-Sophie Hugé, Sprecherin des Betreibers. Es gebe aber keinen Anlass zur Sorge, weil das Wasser aufgefangen, in einem internen Kreislauf behandelt und später „entsorgt“ würde, so Hugé.
Schwierigkeiten bereitet allerdings die nötige Reparatur: Das Leck ist nur schwer zugänglich und Arbeiter können aufgrund der Strahlung nur kurze Zeit an der Stelle verbleiben. Voraussichtlich bis Oktober bleibt der Meiler vom Netz.

Dieter Majer, ehemaliger Leiter der deutschen Atomaufsichtsbehörde, schlägt Alarm und sieht erhebliche Defizite im Qualitätsmanagement. Ein Leck im Not- und Nachkühlsystem sei „absolut unnormal“, so Majer. Wegen der engen Kontrollintervalle hätten Anzeichen für das Leck schon früher gefunden werden müssen.

Atomkraftgegner*innen fordern Konsequenzen

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände in Deutschland fordern die belgische Regierung auf, den Reaktor sofort stillzulegen.

Von der deutschen Bundesregierung fordert u.a. das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.
Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferten die Fabriken erst vor wenigen Wochen fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums ausgerechnet das jetzt betroffene Doel 1 sowie der Nachbar-Reaktor Block 2.
„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze müsse jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Weitere Proteste angekündigt – Druck wächst weiter

In den kommenden Wochen sind weitere Proteste für die Stilllegung der belgischen Meiler und gegen weitere Brennstoff-Lieferungen geplant.
Am 10. Mai findet anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Aachen eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzernbeteiligungen sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner.

Für den 9. Juni ist in Lingen zudem eine größere Demonstration angekündigt. Zahlreiche Initiativen und Verbände wollen unter dem Motto „sofortige Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau“ vom dortigen Atomkraftwerk Emsland zur Brennelementefabrik ziehen.
(Quelle/Text von Jan Becker für .ausgestrahlt-Blog vom 03.05.2018)
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Busausflug: Schleiden/Eifel – Hambacher Forst am Sonntag, 13. Mai 2018

Die Fahrt wird am Sonntag, den 13. Mai 2018 um 9.30 Uhr, in Schleiden starten mit Zustiegspunkten in Gemünd, Kall, Mechernich und Zülpich.

Der Waldspaziergang spricht auch Kinder und Jugendliche an. Wir werden u.a. zu den Baumhäusern und Barrikaden der Waldbesetzer*innen gehen.
Pierre bietet unterwegs eine vegane Stärkung an.
Im Anschluss an die Waldführung besuchen wir noch den Informationspunkt „Terra nova“ wo RWE einen Einblick in den Tagebau gibt.

Gegen 18.00 Uhr wollen wir zurück in Schleiden sein.
Anmeldung bei Eduard Arbach oder Andrea Wynen-Keils per mail unter Angabe von Name, Vorname, Telefonnummer und gewünschtem Zusteigeort.

Immer mehr Menschen besuchen den Hambacher Forst und die Hambacher Forst Besetzung um sich selber ein Bild von den Rodungen der RWE Power AG zu machen. Danke an Michael Zobel und Eva Töller für die Führung.
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Endspurt der Petitions-Kampagne gegen Tihange und Doel

(Quelle/Text von Initiative 3 Rosen e.V.)

Wir starten mit 370.000 Unterschriften!

Nach den 50.000 bei der Menschenkette in 2017 könnte in diesem Jahr eine andere unübersehbar große Zahl des persönlichen Protestes für Aufsehen sorgen.
Unser Ziel: Bis Anfang Juli 2018 eine halbe Million Unterschriften für die trinationale Petition gegen die Rissereaktoren – denn dann soll die Übergabe an den neuen Chef der belgischen Atomaufsicht erfolgen.

Wir brauchen Hilfe von weiteren Menschen, die jetzt etwas tun wollen. Menschen, die neue Stellen auftun, wo die Unterschriften gesammelt können, die selber losgehen und bei Freunden, Nachbarn und Kollegen sammeln. Türen stehen offen und Erfolgserlebnisse sind garantiert.
Wir haben einiges vorbereitet, um auf der Zielgeraden noch mal Gas zu geben:
• Ein neuer Info-Flyer mit inhaltlichem Tiefgang (PDF)
• Die Unterschriftenliste als Druckvorlage (PDF)
• Für die Auslagestellen der Listen gibt es „Blickfänger“ (Poster und Aufsteller)
Dies alles und weitere Aktionsmaterialien (Taschen, Fensterposter, Aufkleber) könnt ihr bei uns kostenlos bestellen (PDF).

Schreibt uns an: petition[at]3rosen.eu
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Bitte jetzt mitmachen und unterzeichnen bei =>
https://www.umweltinstitut.org
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