Archiv für August 2017

Tausende protestierten bei Aktionstagen gegen Braunkohle

In den letzten zwei Tagen blockierten tausende Ende Gelände – Aktivist*innen die Gleise, auf der das Kraftwerk Neurath mit Braunkohle versorgt wird.
Die Aktivist*innen forderten Klimagerechtigkeit und den sofortigen Braunkohleausstieg. Am Freitag wurden die Kohlebahn über neun Stunden besetzt. Am Samstag wurden die Blockaden sechs Stunden gehalten. RWE musste vier der Kraftwerksblöcke für 20 Stunden drosseln. Außerdem gelangte eine Gruppe von Aktivist*innen in den Tagebau Garzweiler.

Die Aktivist*innen setzten die Aktion entschlossen und friedlich um. Hunderte von Menschen waren vorübergehend in Polizei-Gewahrsam, bis auf wenige Personen sind alle freigekommen. Arbeit von Journalist*innen wurde in Einzelfällen behindert.
„Weite Teile der Bevölkerung wollen den Kohleausstieg. Mit unseren Protesten haben wir dieser Forderung deutlich Nachdruck verliehen. Kohlekraft hat keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr“, sagt Janna Aljets, Sprecherin des Ende Gelände Bündnisses.
„Die Proteste der letzten Tage haben Klimagerechtigkeit auf die politische Agenda gesetzt“, sagt Insa Vries*, Pressesprecherin von Ende Gelände. „Wer den sofortigen Kohleausstieg blockiert, verliert jede Legitimität und Glaubwürdigkeit.“

Während der Aktionstage vereinte das Bündnis Ende Gelände nicht nur verschiedene soziale Bewegungen und politische Spektren – u.a. für Umweltschutz, Feminismus und Kapitalismuskritik – sondern bewies, dass es Teil einer europäischen Klimagerechtigkeitsbewegung ist. Hunderte internationale Aktivist*innen reisten an, um den Kohleausstieg in Deutschland zu fordern.

Insgesamt waren im Rahmen der Aktionstage 6000 klimabewegte Menschen im Rheinischen Braunkohlerevier unterwegs, um gegen Braunkohle zu protestieren: Ende Gelände mit massenhaftem zivilen Ungehorsam; etwa 3500 Personen zogen mit einer Menschenkette eine „Rote Linie” gegen Kohleabbau am Hambacher Forst; Aktivist*innen der Kampagne “Kohle erSetzen!” blockierten die Werkstore des Kraftwerks Neurath; Kleingruppen, die sich der Kampagne „Zucker im Tank“ anschlossen, hielten Züge der Hambach-Kohlebahn auf und besetzten den Tagebau Inden. Und bis zum 29.8. sind hunderte von Menschen auf den drei Klimacamps aktiv.

Für den 4./5. November, zu Beginn der UN-Klimaverhandlungen in Bonn, ruft das Bündnis Ende Gelände zu Massenaktionen zivilen Ungehorsams auf.
(PM vom 27.08.2017 von Ende Gelände)
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*Interview mit Insa Vries, Aktivistin bei den Protesten von ‚Ende Gelände‘ gegen die Kohleförderung im rheinischen Braunkohlerevier.

(Veröffentlicht am 26.08.2017)
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siehe auch => Braunkohle-Proteste: Das sind die Aktionstage im Rheinland vom 24.-29. August 2017 . . . 26.08.2017 . . . AAE
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Braunkohle-Proteste: Das sind die Aktionstage im Rheinland vom 24.-29. August 2017

(aktualisiert am 27.08.2017)

(Veröffentlicht am 27.08.2017) Ende Gelände 2017 – Tag 2

(26.08.2017) Über Tausend Aktivist*innen machten sich am Samstag Morgen gemeinsam auf den Weg um ein Zeichen gegen den Kohleabbau im Rheinland zu setzen. Die Polizei versuchte sie an verschiedenen Orten aufzuhalten, doch die Demonstrant*innen waren entschlossen ihr Ziel, die Nord-Süd Kohlebahntrasse zu erreichen. Durch die vielfältigen Gesamtproteste an diesem Wochenende musste das Kohlekraftwerk Neurath für 20 Stunden gedrosselt werden.

(Veröffentlicht am 27.08.2017) Neben den diversen Ende Gelände Aktionen und der Bündnisdemo „ROTE LINIE“ haben Aktive des Netzwerks JunepA und KOHLE erSETZEN für mehrere Stunden das Kraftwerk Neurath blockiert. Mit mehreren Sitzblockaden stoppten sie den Straßenverkehr rund um das Kraftwerk.

(Veröffentlicht am 27.08.2017) Die Rote Linie ist gezogen! 3.000 Klimaschützer*innen haben am Braunkohlentagebau Hambach eine „Rote Linie gegen Kohle“ gezogen, um damit ihre Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg zu unterstreichen.
=> Aktionsbündnis ZUKUNFT STATT BRAUNKOHLE

(Veröffentlicht am 26.08.2017) RWE vernichtet den Hambacher Forst.
90 Prozent sind schon verschwunden. Einst waren es 5500 Hektar Wald. Der restliche Bestand soll in den nächsten Jahren folgen. Rücksichtslos wird Raubbau an der Natur betrieben, um Braunkohle zu fördern. Profit geht vor allem und steht an erster Stelle.

„Fünf Finger“ blockierten am 25.08.17 auf den Schienen und im Tagebau die Kohleinfrastruktur. Vier von sechs laufenden Blöcken des Kohlekraftwerks Neurath mussten deswegen ihre Produktion um 40% drosseln.
Heute geht es weiter. Der erste Finger ist bereits mit Fahrrädern aufgebrochen und viele weitere Akteur*innen mischen sich im Laufe des Tages ins Geschehen ein.
Das ist in Deutschland bisher einmalig: eine soziale Bewegung greift massiv in die fossile Energieproduktion ein, um eine gerechte und demokratische Energieversorgung zu erreichen. Denn der angebliche Energiewendechampion Deutschland ist Braunkohleweltmeister – und damit mit verantwortlich für die Klimakrise.
=> www.ende-gelaende.org/de


Am ersten Tag der Ende Gelände Aktionstage 2017 waren mehrere tausend Aktivist*innen im Rheinischen Braunkohlerevier unterwegs, um Braunkohleinfrastruktur zu blockieren. Dazu gehörten auch Blockaden der Kohlebahn, die Nachschub zu den Kraftwerken bringt. Die friedlichen Proteste wurden von der Polizei teils unnötig gewaltsam geräumt.
=> www.graswurzel.tv
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• • • live • • • => Aktions-Twitter von „Ende Gelände 2017″
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siehe auch => Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit jetzt! . . . 17.08.2017 . . . AAE
und => Ein Sofortausstieg aus Atom- & Kohlekraft ist möglich . . . 14.08.2017 . . . AAE
sowie => Bald ist es soweit: 18.-29. August 2017 • Klimacamp & „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier . . . 07.08.2017 . . . AAE
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Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit jetzt!

Ab 18. August 2017 • Klimacamp
& Aktionstage im Rheinland vom 24.-29. August 2017

Der => Aktionsreader (pdf) gibt eine gute Übersicht über die Veranstaltungen, Aktionen und Akteur*innen die während der Aktionstage vom 18. bis 29. August im Rheinland stattfinden.

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Ebenfalls eine gute Übersicht über die Aktionstage vom
18. bis 29. August 2017 unter =>
www.klimacamp-im-rheinland.de/aktionen
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siehe auch => Bald ist es soweit:
18.-29. August 2017 • Klimacamp & „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier
. . . AAE . . . 07.08.2017
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.ausgestrahlt-Interview mit Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert

„Mitten im Kampf“
Wirtschaftswissenschaftlerin und Energieexpertin Claudia Kemfert über den Versuch der fossil-atomaren Lobby, die Energiewende auszubremsen, und die Gefahr einer erneuten Laufzeitverlängerung für längst überflüssige AKW. . . . weiterlesen bei => .ausgestrahlt
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Ein Sofortausstieg aus Atom- & Kohlekraft ist möglich

(Text von Anika Limbach für AntiAtomBonn)
Ohne negative Auswirkungen auf die Stromverbraucher*innen und die Versorgungssicherheit wäre ein sofortiger und gleichzeitiger Ausstieg aus Braunkohle und Atomkraft möglich. Das zeigt die neue Analyse von Anika Limbach (AntiAtomBonn):

„Wenn diese Aussage immer noch grundsätzlich in Zweifel gezogen wird – sogar von Befürworter*innen der Energiewende – dann liegt das an der offen-sichtlich erfolgreichen Strategie einer hoch-bezahlten Lobby.
Wie die Energieexpertin Claudia Kemfert in ihrem neuen Buch klarstellt, wurde das Mantra eines angeblich drohenden Blackouts so lange in der Öffentlichkeit wiederholt, bis die Allgemeinheit davon ausgehen musste, dieses „Argument“ sei stichhaltig.
De facto aber gab es nie zuvor in Deutschland einen solchen Stromüberschuss wie heute. Nie zuvor waren so viele Großkraftwerke für die Stromversorgung so überflüssig wie heute.
Während der Netto-Stromexport im Jahr 2010 noch 15 TWh betrug, überschritt er 2016 die Grenze von gigantischen 50 Twh!“

Mehr dazu unter =>
www.antiatombonn.de/index.php/sofortausstieg

• Als Langfassung mit „regionale Betrachtung“ und genauem Datenabgleich mit Leistungsbilanz der ÜNB im Anhang (ab S. 5): www.antiatombonn.de/images/stories/pdf_downloads/Ein-Sofortausstieg-ist-mglich_2017_lang.pdf
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taz.de • „Ende Gelände“-Camp gegen Braunkohle

(Text von Malte Kreutzfeldt für taz.de vom 14.08.2017)
Eines ist jetzt schon sicher: Das werden die größten Braunkohle-Proteste, die Nordrhein-Westfalen je erlebt hat.
Über 6.000 Teilnehmer*innen erwarten die Veranstalter*innen zum diesjährigen Klimacamp, das am kommenden Freitag zunächst mit einem Bildungsprogramm beginnt, bevor dann vom 24. bis 28. August diverse Protestaktionen rund um die rheinischen Tagebaue und Kraftwerke des Energiekonzerns RWE stattfinden sollen. . . . weiterlesen bei => taz.de
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siehe auch => Bald ist es soweit:
18.-29. August 2017 • Klimacamp & „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier
. . . AAE . . . 07.08.2017
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Bald ist es soweit: 18.-29. August 2017 • Klimacamp & „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier

18. – 29. August 2017

• Klimacamp im Rheinland •
www.klimacamp-im-rheinland.de

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und vom 24. – 29. August 2017

• „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier •
www.ende-gelaende.org/de



=> für nähere Infos bitte Flyer anklicken . . .

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Gegen das Vergessen: 6. August 1945 Hiroshima • 9. August 1945 Nagasaki


5 min. – Doku

5 min. – Doku

Wishful Thinking, Hiroshima (Lied)
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siehe zum Thema auch =>
Hiroshima und Nagasaki Gedenktag 2017
. . . . Netzwerk Friedenskooperative

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und => Ist Deutschland in der Lage, selbstständig Atomwaffen zu bauen? . . . AAE . . . 10. April 2017
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Auch in Deutschland sind Atomwaffen stationiert.
Und zwar in der Südeifel in Büchel am dortigen „Fliegerhorst“.
=> https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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ZDF-Doku zur Energiewende

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Erneuerbare Energie ist eines der besten Mittel gegen die Klimaerwärmung. Dazu müsste unser Energiesystem konsequent umgebaut werden. Und das ist eine gigantische Herausforderung.
(ZDF • 45 min • gesendet am 03.08.2017)

=> NiX wie raus aus Atom- & Kohlekraft!
Jetzt auf echten Ökostrom umsteigen!

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Atomkraft im Wahlkampf • Wahlprüfsteine

Neues .ausgestrahlt-Magazin

Themen u.a.:
Unsere Forderungen vor der Bundestagswahl zum schnelleren AKW-Aus
=> „Nach der Kette ist
vor dem Abschalten“ hier als pdf

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=> und hier gehts zur Bestellung bei
.ausgestrahlt

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Auch „Eurosolar“ hat Wahlprüfsteine aufgestellt:

hier anklicken => Antworten auf Energiepolitische Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017
(https://www.eurosolar.de/de/index.php/argumente-eurosolar-klimawandel-energiewende-erneuerbare-energien/wahlpruefsteine)

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Die AntiAtom-Menschenkette • Tihange-Liège-Maastricht-Aachen • Eine kritische Nachlese

(Text von Jürgen M. Jordans für www.stop-tihange.org/de vom 26. Juli 2017 zur Anti-Atom-Menschenkette „Tihange-Liège-Maastricht-Aachen“ am 25.06.2017)

Was jeden treffen kann, betrifft jeden!

Bei einer Spätlese oder einer nachfolgenden Lese werden zumeist die besten noch verfügbaren, manchmal auch überreifen Weinbeeren dem Rebstock entnommen um aus diesen einen Wein herzustellen, der in der Qualität über dem der bereits vorher gelesenen liegen soll.

Im Falle einer Nachlese in Bezug auf eine politische Angelegenheit – hier die Demonstration gegen die Atom-Meiler DOEL und TIHANGE – spielt der praktische Begriff der Lese in Bezug auf eine Ernte aber keine Rolle, sondern gemeint ist eigentlich eine kritische Nachbetrachtung des Geschehenen. Oder doch?

Man kann mit Genugtuung feststellen, dass es eine wirklich friedliche Willensäußerung von ca. 50 Tausend Menschen gewesen ist, welche von AACHEN über MAASTRICHT und LÜTTICH bis nach TIHANGE reichte und einen deutlichen Appell an die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft richtete, der Bevölkerung der EUREGIO endlich ihre Angst von dem atomaren Super-GAU zu nehmen und Maßnahmen zur Abschaltung der schadhaften Meiler zu ergreifen.

Mit Sicherheit pilgert jedes Wochenende eine vielfach größere Anzahl Menschen, aus völlig anderen Motiven zu Stadien, welche in der Lage wären, die gesamte Menschenkette in sich aufzunehmen.

Womit wir beim Thema sind, 50 Tausend eine mikroskopisch kleine Zahl gegenüber der Anzahl der möglicherweise Betroffenen. Warum regt sich nicht ein größerer Widerstand in einem Europa der Nachbarn?
Wir alle sind doch von der atomaren Bedrohung betroffen, jeder ist heute in unserer tabulosen Gesellschaft über alles informiert, aber trotzdem wird die Sichtbarkeit der unsichtbaren Gefahr ignoriert.
Im zahlenmäßigen Vergleich sind die, die als Aktivisten gelten, als Minderheit ein Leichtgewicht.

Alle sind über die atomare Bedrohung, durch Kernkraftwerke oder Atomwaffen total und umfassend informiert, aber Tschernobyl und Fukushima gehen in den allgemeinen Nachrichten und in der unendlich großen Sensationssuppe innerhalb von wenigen Tagen unter und so kommt es, das alle somit augenscheinlich unbetroffen und abgestumpft wieder in unsere Welt mit unserem heutigen Lebensstandard abtauchen, wo alles auf Seite geschoben wird was unbequem und in unserem Lebensrythmus als störend erscheint.
Wir sind in Wahrheit unfähig, uns die möglichen Katastrophen auszumalen. Oder haben wir einfach gesagt Angst vor der Angst, hätten wir sie wirklich, wäre längst etwas geschehen, dann wären es nicht 50 tausend sondern Hunderttausende in der Menschenkette geworden.

Radioaktive Wolken kümmern sich nicht um Grenzen deshalb müssen wir unseren Verantwortungs-Horizont über die Grenzen hinweg ausdehnen. Zu unserem heutigen Tun, bezüglich der atomaren Gefahren, gehören die kommenden Generationen bereits dazu. Denn wenn wir heute unser Haus in Brand stecken, so wird das Feuer auf unsere Zukunft übergreifen und „mit unserem Haus fallen auch die noch nicht gebauten Häuser der noch nicht Geborenen in Asche“. (Zitat: Günter Anders)

Was wir aber auch nicht merken, dass die Etiketten der Gefahren gefälscht werden. Auch Atomwaffen dienen zur Abwehr der möglichen Gefahren, sie dienen zu unserem Schutz, welcher Hohn. Der Weiterbestand des Friedens ist nur dank der weiteren Rüstung gewährleistet, sagt uns die Rüstungsindustrie beziehungsweise die Politiker als ihre Sprachrohre. Wir müssen argwöhnisch bleiben und uns weiter einmischen, verzichten wir darauf, versäumen wir eine demokratische Pflicht.

Die Menschenkette AACHEN-MAASTRICHT-LÜTTICH-TIHANGE war auf jeden Fall eine der größten friedlichen Familiendemonstrationen der letzten Jahre, an der vom Kleinkind bis zu Großeltern alle Generationen aus der Bevölkerung der EUREGIO ihre Meinung zu Atomenergie kundgetan haben.

Wichtig war auch, dass sich alle, an die Regeln einer friedlichen Demonstration gehalten haben, deren Ergebnis von schwach bis ungewiss, von durchschlagend bis erfolgreich gehen kann.

Schade ist, das bis heute die politisch Verantwortlichen – egal von welcher Seite oder aus welchem Land – sich zu dieser Demonstration nicht geäußert haben.
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zum Autor: Jürgen M. Jordans kommt aus Belgien, ist aktiv bei www.stop-tihange.org/de und hat am 25. April 2017 in Euskirchen einen Vortrag mit Film gehalten zum Thema:
Aktuelles zum AKW Tihange
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Infos zur Demo => 50.000 bei Anti-Atom-Menschenkette
und => WDR-Video: Internationale Menschenkette nach Tihange
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