Archiv für Oktober 2016

2. November 2016: Mahnwache mit „Eichhörnchen“ vor dem Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Wohin mit den fast 300.000 Jülicher Brennelementekugeln?

Mit einer Mahnwache am Mittwoch,
2. November 2016, wollen AKW-Gegner*innen vor dem Haupttor des FZJ von 14-16 Uhr auf das ungelöste Problem aufmerksam machen.

In luftiger Höhe werden Umweltschützer*innen von Robin Wood die Jülicher Aktivisten mit einer Kletteraktion unterstützen.
Cécile Lecomte – auch als „Eichhörnchen“ bekannt – wird bei der Mahnwache dabei sein. „Die Atommüllproduzenten wollen sich aus ihrer Verantwortung stehlen! Mit der Verschiebung von Atommüll wird eine Lösung für das Atommüllproblem vorgegaukelt. Ob Jülich, Ahaus oder USA: Der Atommüll ist nirgendwo sicher! Nur der entschlossene Widerstand von unten kann der wahnsinnigen und gefährlichen Produktion und Verschiebung von Atommüll ein Ende setzen“, betont Lecomte und führt weiter aus: „Jeder Atommülltransport ist einer zu viel und bringt Gefahren mit sich.“

Auch Robin Wood unterstützt die Westcastor-Resolution

Vor vier Wochen wurde eine
Resolution veröffentlicht und inzwischen von bereits 70 Initiativen, Verbänden und Parteien unterzeichnet.
Auch die Umweltorganisation Robin Wood ist unter den Unterzeichnern.

Gefordert wird: ein Zwischenlager-Neubau in Jülich mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe und der Stopp der Castor-Transportpläne aus Jülich nach Ahaus oder in die USA.

Die Aktivisten wollen die Resolution vor dem FZJ sichtbar machen und an die Moral der Verantwortlichen appellieren.
(PM vom 26.10.2016 von Aktionsbündnis STOP Westcastor)
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Die Mahnwache findet am 2. November 2016 von 14-16 Uhr
vor dem Haupttor des FZJ (Wilhelm-Johnen-Straße, Jülich) statt.


=> blog.eichhoernchen.fr
=> www.robinwood.de
=> Westcastor-Resolution
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siehe auch => Wohin mit dem Jülicher Atommüll? – Eine Stellungnahme . . . 28. Juni 2014 . . . AAE
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700 Menschen forderten bei überregionaler Anti-Atomkraft-Demonstration in Lingen:

„Atomkraft jetzt den Saft abdrehen –
Uranfabriken schließen! Brennstoffexporte stoppen!“

Mit einer überregionalen Demonstration am Atomstandort Lingen haben rund 700 Menschen am 29.10.16 ein deutliches Zeichen für die Notwendigkeit eines umfassenden und sofortigen Atomausstiegs gesetzt.
Die Demonstration stand unter dem Motto: „Atomkraftwerken den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!“

Von der Bundesregierung sowie den Landesregierungen in Niedersachsen und NRW forderten die beteiligten Initiativen und Verbände u. a. die sofortige Stilllegung der niedersächsischen Atomkraftwerke Lingen und Grohnde sowie der Brennelementefabrik Lingen (Niedersachsen) und der Urananreicherungsanlage Gronau (NRW).

Bei der Demonstration in Lingen kamen neben Redner*innen aus den Regionen Emsland, Münsterland und Wendland auch Mitglieder*innen von Anti-Atomkraft-Organisationen aus Belgien und Frankreich zu Wort, die vom Brennelemente-Export aus Lingen besonders stark betroffen sind. Den weitesten Weg hatte ein Kundgebungsredner aus Russland.

Uranfabriken in Gronau und Lingen sofort stilllegen!

Mit der Demonstration in Lingen hat die Anti-Atomkraft-Bewegung die internationale Bedeutung der Atomstandorte Lingen und Gronau, die beide nur ca. 40 Kilometer voneinander entfernt sind, in den öffentlichen Fokus gerückt.
Verknüpft werden beide Standorte durch gefährliche Atomtransporte.
Die Urananreicherungsanlage in Gronau gehört zum Urenco-Konzern und produziert angereichertes Uran, das international in Brennelementefabriken und Atomkraftwerken zum Einsatz kommt.
In der Lingener Brennelementefabrik des französischen Atomkonzerns Areva werden Brennelemente für belgische und französische Schrottreaktoren hergestellt.

Im Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration hieß es: „Während die verbleibenden 8 deutschen Atomkraftwerke bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen, bleibt die nukleare Infrastruktur unangetastet. Sowohl die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verfügen weiterhin über eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Beide Uranfabriken versorgen Atommeiler in aller Welt mit Brennstoff, so auch die besonders maroden Meiler Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom.“

Die Anti-Atomkraft-Bewegung drängt darauf, die Ausfuhr nuklearer Brennstoffe von Gronau und Lingen an die maroden AKW in Belgien und Frankreich sofort zu unterbinden. Dieser Exportstopp ist – laut einem Gutachten der IPPNW – rechtssicher möglich.
Sie fordert zudem, dass die Uranfabriken in Lingen und Gronau in den Atomausstieg einbezogen und sofort stillgelegt werden. Die Forderung nach Stilllegung der beiden Anlagen wird seit diesem Jahr auch von den Umweltministerinnen und Umweltministern aller Bundesländer erhoben.

Reaktorkatastrophe in Lingen, Tihange, Doel oder Fessenheim hätte verheerende Konsequenzen

Der „Trägerkreis Lingen-Demonstration“, der die Demonstration organisiert hat, ist darüber erfreut, dass am Samstag besorgte Menschen aus Lingen und Umgebung gemeinsam mit Menschen aus anderen Regionen auf die Straße gegangen sind. Die Gefahren, die von den Atomanlagen in Lingen und anderswo ausgehen, sind nicht auf einen Ort beschränkt. Eine Reaktorkatastrophe in Lingen, Tihange, Doel oder Fessenheim hätte in weiten Teilen Europas verheerende Konsequenzen. Dies verdeutlicht auch das in den letzten Tagen veröffentlichte Gutachten zu den möglichen Folgen eines Super-GAUs im belgischen AKW Tihange.

Radioaktivität kennt keine Grenzen – und der internationale Widerstand gegen die Atomindustrie und das Engagement für erneuerbare Energien und nachhaltige Arbeitsplätze auch nicht.

(PM vom 29.10.16 von Trägerkreis Lingen-Demo)
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siehe auch => Ein Exportstopp für Brennelemente aus Lingen kann rechtssicher verfügt werden . . . 21. Oktober 2016 . . . AAE

und => Rechtsgutachten zum Export von Brennelementen aus Lingen . . . 23. Juli 2016 . . . AAE
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30.10.2016 • Gemünd • 14 Uhr • Finissage zur Fotoausstellung „Ruhe, aber nicht in Frieden“

Sonntag, 30. Oktober 2016
53937 Gemünd •
Alte Bahnhofstraße 15 • 14-18 Uhr •

Finissage zur Fotoausstellung
„Ruhe, aber nicht in Frieden“

mehr Infos bei => ART-Eifel e.V.
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unterstützt und gefördert durch:
• Windenergie Nordeifel e.VART-Eifel e.V.AntiAtom-Euskirchen

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bitte jetzt die Petition unterzeichnen =>

„HAMBACHER WALD RETTEN
& KLIMA SCHÜTZEN“

bei => https://weact.campact.de
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Am 29.10. auf nach Lingen: Atomkraft jetzt den Saft abdrehen!

Inzwischen rufen über 100 Organisationen zur Demo auf, sind 7 Busse aus ganz Deutschland angekündigt, die Rednerliste ist international und für gute Musik ist auch gesorgt!

Also kommt zur großen Demo nach Lingen und macht deutlich: Wer es mit Atomausstieg und Schutz vor ausländischen Schrott-AKW ernst meint, muss auch die Brennelementeproduktion (und natürlich die Urananreicherung) stoppen!!!
Auftakt ist um 13 Uhr am Bahnhof Lingen.

Die Brennelementefabrik Lingen beliefert unter anderem die Schrott-Reaktoren in Tihange und Doel in Belgien – kein Wunder also, dass als Redner unter anderem Jörg Schellenberg vom Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen und Marc Alexander aus Belgien dabei sind.
Und ebenso wenig wundert es, wenn aus Antwerpen (nahe Doel) und Aachen (nahe Tihange) Busse zur Demo angekündigt sind, denn die Menschen dort sind dem aus Lingen beliefertem Risiko besonders nahe.

Aber die ANF-Lingen beliefert auch den uralten französischen Pannen-Reaktor Fessenheim am Rhein nahe Freiburg – und auch aus der dortigen Gegend ist ein Bus zur Demo angekündigt. Für die französische Anti-Atom-Bewegung spricht Charlotte Mijeon aus Frankreich.
Weiterer Redner ist unter anderem Vladimir Slivyak (Ecodefense Moskau).
Für gute musikalische Stimmung sorgen Gerd Schinkel aus Köln und die Peace Developement Crew aus Hannover.
(Mit Material von www.sofa-ms.de)
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Alle Infos zur Demo findet ihr auf => lingen-demo.de
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Komm zur Mahnwache am 2. November 2016 vor dem Forschungszentrum Jülich

Noch immer ist unklar, was mit den 152 in Jülich lagernden Castorbehältern passieren soll.
Die Betreiber des Zwischenlagers haben nun die Einlagergenehmigung für das Zwischenlager in Ahaus erhalten. Ein weiterer Schritt in Richtung gefährlicher Castortransporte, die schon im nächsten Jahr stattfinden könnten.
Auch der mögliche illegale Export des Atommülls in die USA ist immer noch nicht vom Tisch.

Um den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, veranstalten verschiedene Bürgerinitiativen eine Mahnwache vor dem Haupteingang des FZJ. Sie richten sich mit einer klaren Forderung an die Betreiber:
Jeder Transport von Atommüll stellt ein hohes Risiko dar.
Für Jülich gibt es nur eine Option, den Neubau eines Zwischenlagers vor Ort!

Die Mahnwache findet am
2. November 2016
von 14-16 Uhr
vor dem Haupttor des FZJ
(Wilhelm-Johnen-Straße, Jülich) statt.

Kommt zahlreich und bringt Eure Anti-Atom-Fahne mit.
(Text von Helge Bauer; .ausgestrahlt)
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Ein Exportstopp für Brennelemente aus Lingen kann rechtssicher verfügt werden

Die Ausfuhr von Brennelementen aus Lingen in die maroden Atomkraftwerke Doel, Cattenom und Fessenheim ist mit deutschem Recht nicht vereinbar und muss untersagt werden.
Zu diesem Ergebnis kam die Rechtsanwältin Cornelia Ziehm bereits im Juli in einem von der Ärzteorganisation IPPNW beauftragten Rechtsgutachten.
Die dazu im Widerspruch stehende Rechtsauffassung des Bundesumweltministeriums hat Ziehm in der nun vorliegenden Stellungnahme bewertet und in allen Punkten widerlegt. Die IPPNW und die im Antiatombündnis zusammen geschlossenen Bürgerinitiativen fordern Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nun auf, endlich zu handeln.

„Verweigern Sie Ihre Zustimmung zum Export der Brennelemente in die unsicheren grenznahen Kraftwerke! Das Leben und die Gesundheit von uns BürgerInnen hier in Deutschland und in Belgien und Frankreich muss Vorrang haben vor jeglichen unternehmerischen Interessen“, erklärt Dr. Angelika Claußen (IPPNW).

Obwohl das Bundesumweltministerium gravierende Sicherheitsbedenken bezüglich der grenznahen Atomkraftwerke aufrechterhält und von den französischen und belgischen Behörden die Stilllegung dieser Kraftwerke fordert, behauptete die Behörde Anfang September in einem Brief an die IPPNW, es sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, einen Exportstopp für Brennelemente aus der Fabrik in Lingen zu verfügen. Das Ministerium begründete dies mit einem Passus aus dem Atomgesetz, der aus dem Jahre 1958 stammt.
Dass das Ministerium auf ein Gesetz zurückgreift, mit dem seinerzeit die kommerzielle Nutzung der Atomenergie in Deutschland zugelassen und gefördert werden sollte, ist in Zeiten des gesetzlich festgelegten Atomausstiegs bemerkenswert.

Nach Auffassung des Bundesumweltministeriums könne die Ausfuhr von Kernbrennstoffen angeblich nur zum Schutz vor einer „missbräuchlichen Verwendung“ untersagt werden. Der vom Atomgesetz bezweckte umfassende Schutz vor dem „Freiwerden von Kernenergie“ ist aber zu Recht losgelöst von jeglicher Absicht und stellt allein auf den Akt des „Freiwerdens von Kernenergie“ als solchen ab. Das heißt, alle aus „der Anwendung und dem Freiwerden der Kernenergie“ resultierenden Risiken werden erfasst – „egal“, ob missbräuchlich oder nicht.

Ziehm weist auf einen anderen Fall aus 2010 hin, bei dem der damalige Bundesumweltminister seine Zustimmung zu einem ihm vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vorgelegten Antrag auf Ausfuhr bestrahlter Forschungsreaktor-Brennelemente nach Russland verweigerte. Zur Begründung führte er damals an, dass nach den Maßstäben des Atomgesetzes nicht von einer schadlosen Verwertung ausgegangen werden könne. Warum für die Ausfuhrgenehmigung für Brennelemente nach Doel, Fessenheim und Cattenom ein anderer Maßstab gelten soll, sagt das Bundesumweltministerium nicht.

„Es ist höchste Zeit, dass die beiden vom Atomausstieg ausgenommenen Atomanlagen in Lingen und Gronau endlich in das Atomausstiegsgesetz der Bundesrepublik Deutschland integriert werden. Papier ist geduldig, doch die Menschen wollen nicht länger die Risiken der profitorientierten Konzerne tragen. Mit dem Betrieb von Urananlagen gehen Beugungen von Menschenrechten, insbesondere von indigenen Völkern, einher. Wir erwarten eine der größten Demonstrationen, die Lingen je gesehen hat.“, so Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg für den Trägerkreis der Lingen Demo.
100 Organisationen rufen am 29. Oktober 2016 zu einer überregionalen Demonstration in Lingen auf und fordern den vollständigen Atomausstieg für die Atomanlagen in Lingen und in Gronau.

Weitere Informationen unter => lingen-demo.de
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Die rechtliche Bewertung der Antwort des Bundesumweltministeriums von Dr. Cornelia Ziehm findet Ihr hier => www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/Bewertung_Antwort_BMUB.pdf

(PM vom 21.10.2016 von Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) e.V. u.a.)
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IPPNW und über 70 weitere Initiativen unterzeichnen die „Westcastor-Resolution“

Drei Wochen nach Vorstellung der Westcastor-Resolution haben inzwischen bundesweit über 60 Initiativen, Verbände und Parteien die Resolution unterzeichnet – darunter auch IPPNW-Deutschland.

Die IPPNW unterstützt damit die Forderungen eines möglichst sicheren Zwischenlager-Neubaus in Jülich sowie den Stopp der Castortransportpläne aus Jülich nach Ahaus oder in die USA.
Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und stellvertretender Vorsitzender der IPPNW dazu: „Wir haben die Westcastor-Resolution unterzeichnet, weil wir, wie die vielen Bürger*innen-Initiativen in Nordrhein-Westfalen, der Meinung sind, dass gefährlicher Atommüll nicht planlos durch die Landschaft transportiert werden darf. Bis es eine verantwortbare Lösung für die Dauerlagerung gefährlicher Strahlenabfälle gibt, ist die sicherste Lösung für den Atommüll aus Jülich der Neubau eines sicheren Zwischenlagers auf dem Gelände. Das Lager in Ahaus ist ebenfalls unzureichend gegen Naturkatastrophen oder Anschläge gesichert und auch ein Weitertransport in die USA entbehrt aktuell jeder politischen und wissenschaftlichen Grundlage.“

Durch die Westcastor-Resolution wird deutlich, dass sich nicht nur die Betroffenen in Ahaus und dem Münsterland gegen die sinnlose Atommüllverschiebung wehren.
Denn im Raum Aachen/ Jülich haben alle Anti-Atomkraft-Initiativen und mehrere politische Parteien die Resolution unterzeichnet und sprechen sich für einen möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich aus. Darunter sind zum Beispiel das Aktionsbündnis Stop Westcastor, Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie und Bündnis 90/ Die Grünen Jülich.

Ebenso stößt die Resolution bundesweit auf Zustimmung und fordert die zuständigen Landes- und Bundesministerien endlich zu verantwortungsvoller Zusammenarbeit auf.
Eigentümer der 152 Castoren ist die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen, die dem Bundesfinanzministerium gehört, aber auch das NRW-Wissenschafts- und das NRW-Umweltministerium haben Staatssekretäre im Aufsichtsrat dieser Firma und die NRW-Atomaufsicht ist weisungsbefugt, um einen sichere Lagerung der Castoren zu gewähren.
„Es darf nicht sein, dass die Ministerien die Verantwortung hin und her schieben und so einen zügigen und möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich verzögern“ erklärt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Das ist verantwortungslos gegenüber den Menschen in Ahaus, den USA und Jülich, die dem gefährlichen Atommüll ausgesetzt sind bzw. ausgesetzt werden“.
(PM vom 17.10.2016 von IPPNW; Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)
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p.s.: Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Jülich und viele andere haben die Westcastor-Resolution schon unterzeichnet. Vielleicht entschließen sich ja auch noch andere Orts-/Kreisverbände zur Unterzeichnung.
Wenn auch Ihr die Westcastor-Resolution mit eurer Gruppe/ eurem Verband oder eurer Partei unterzeichnen wollt, meldet Euch bitte mit dem Betreff „Westcastor-Resolution“ unter info[at]sofa-ms.de
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Atomkraftgegner*innen von grünem Wahlprogramm enttäuscht

• keine konkreten Aussagen zur Stilllegung
Urananreicherung Gronau

• keine konkreten Aussagen zur Uranmülllagerung
in Gronau

• keine konkreten Aussagen zum Atommüll-
Zwischenlager Ahaus

• keine konkreten Aussagen zum Atomtransporte-Stopp
in NRW

BBUDie Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sind enttäuscht vom Entwurf des Wahlprogramms der NRW-Grünen.
Zwar wird allgemein der Ausstieg aus der Urananreicherung in Gronau gefordert, aber es fehlen jegliche konkrete Aussagen, wie und wann dies erreicht werden soll.
Es wird weder der einstimmige Stilllegungsbeschluss der Landesumweltminister vom Juni noch das Gesprächsangebot von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) vom Juli erwähnt.
Auch ein angepeiltes Stilllegungsdatum fehlt und zur geplanten Eröffnung der neuen Uranmüllhalle in Gronau in 2017 – einem neuen großen Atommülllager für NRW, dessen Lagerung zeitlich nicht befristet ist – findet sich im Entwurf des Wahlprogramms kein Wort.

„Was die NRW-Grünen für die Landtagswahl in 2017 zum Thema Atomenergie formuliert haben, ist völlig ungenügend und fällt sogar hinter das grüne Wahlprogramm von 2012 und den aktuellen Koalitionsvertrag mit der SPD zurück. Die realen Probleme der Urananreicherung in Gronau, z. B. die Belieferung des belgischen AKW-Betreibers Electrabel mit angereichertem Uran, werden nicht konkret angeprangert.
Unerwähnt bleibt, dass 2017 in Gronau mit der Uranmüll-Lagerhalle ein neues riesiges Atommülllager in NRW in Betrieb gehen soll, dessen Entsorgung völlig ungeklärt ist. Was ist aktuell aus dem Gesprächsangebot der Bundesumweltministerin zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage geworden? Die NRW-Grünen müssen jetzt vor der Landtagswahl als Regierungspartei handeln, anstatt schwammige Wahlprogramme zu entwerfen,“ so Udo Buchholz vom BBU und Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Sehr enttäuscht sind die Anti-Atomkraft-Initiativen auch vom Programmteil zu den zahlreichen Atomtransporten durch NRW und zum Atommüll-Zwischenlager Ahaus.
„Zwar findet sich erneut die Formulierung, dass der hochradioaktive Atommüll aus Jülich nur noch einmal, nämlich in ein Endlager, transportiert werden soll.
Aber ein Transport der 152 Castoren ins Zwischenlager Ahaus wird nicht explizit abgelehnt, Ahaus wird als ein zentraler Atommüllstandort in NRW nicht einmal erwähnt.
Auch findet sich keine Forderung nach einem Stopp der gefährlichen Atom(müll)transporte durch NRW – das ist sehr schwach. Offensichtlich beugt sich die grüne NRW-Parteispitze schon jetzt möglichen Koalitionspartnern und verzichtet deshalb auf klare Atomausstiegsforderungen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen werden weiterhin von der rot-grünen Landesregierung in Düsseldorf einen klaren Ausstiegsfahrplan für alle Atomanlagen in NRW einfordern. Und für die Wahlprogramme zur Landtagswahl im nächsten Jahr fordern die Initiativen von den Parteien klare und eindeutige Aussagen zu den Atomanlagen in NRW.

(PM vom 13.10.2016 von BBU und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen)
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=> hier gibt´s den Entwurf des Wahlprogramms der NRW-Grünen als pdf
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p.s.: Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Jülich und viele andere haben die Westcastor-Resolution schon unterzeichnet. Vielleicht entschließen sich ja auch noch andere Orts-/Kreisverbände zur Unterzeichnung.
Wenn auch Ihr die Westcastor-Resolution mit eurer Gruppe/ eurem Verband oder eurer Partei unterzeichnen wollt, meldet Euch bitte mit dem Betreff „Westcastor-Resolution“ unter info[at]sofa-ms.de
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Vattenfall vs. BR Deutschland – CETA lässt grüßen

(von Dirk Seifert für umweltFAIRaendern.de)
Wer sich auf eine kommende Wirklichkeit mit CETA und Konzernklagen einstimmen will, kann das ab 10. Oktober live und in Farbe tun.
Im Rahmen der Energiecharta wird die Paarung Vattenfall contra Bundesrepublik Deutschland als Anhörung live im Internet ausgetragen.

Auf der Ersatzbank sitzt auch der E.on Konzern, der Nutznießer der Vattenfall-Klage werden könnte.

Gegenstand der Klage ist die Forderung auf Schadensersatz in Höhe von 4,7 Mrd. Euro für die Stilllegung der maroden Atomreaktoren Brunsbüttel und Krümmel nach Fukushima, die Vattenfall gemeinsam mit E.on betrieben hat.

Vattenfall spielt häufiger vor diesem Gericht: Bereits über Genehmigungsauflagen für das Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg hatte der Konzern ein solches Schiedsgerichtsverfahren auf den Weg gebracht. . . . => weiterlesen bei umweltFAIRaendern.de
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siehe dazu auch => Vattenfall und Deutschland streiten sich vor Schiedsgericht . . . 10. Oktober 2016 . . . www.sueddeutsche.de
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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100 Organisationen rufen zu Lingener Anti-Atom-Demo auf

Mitfahrer*innen am 29.10. von Euskirchen zur
AntiAtom-Demo in Lingen gesucht!

„Atomkraft jetzt den Saft abdrehen
– Uranfabriken schließen“

Die überregionale Anti-Atom-Demo am 29. Oktober am emsländischen Atomstandort Lingen zieht immer weitere Kreise: Mittlerweile rufen mehr als 100 Organisationen unter dem Motto „Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen“ zu der Demonstration auf. Sie fordern die sofortige Stilllegung der niedersächsischen AKW Lingen II und Grohnde sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau.

Zu der Demo mobilisieren nunmehr auch Initiativen von belgischen und französischen Atomstandorten, die aus Lingen mit Brennelementen des umstrittenen französischen Atomkonzerns Areva beliefert werden, darunter die Hochrisikoreaktoren Doel bei Antwerpen, Cattenom an der Mosel sowie Fessenheim am Rhein.
Fessenheim II liegt derzeit still, weil eine Areva-Tochter mangelhafte Bauteile geliefert hat. Zudem steht der Fessenheim-Betreiber EdF seit gestern wegen der Verschleierung von Störfällen vor Gericht.
Im Lingener Demo-Aufruf wird auch die Einstellung aller Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran aus Lingen und Gronau gefordert sowie die sofortige Stilllegung der hochgefährlichen Pannenreaktoren.

„Areva ermöglicht durch die Brennelementexporte aus Lingen – mit Genehmigung der Bundesregierung – den Weiterbetrieb von zahlreichen alternden Pannenreaktoren in den Nachbarländern – deshalb freuen wir uns sehr, dass nunmehr Initiativen von den betroffenen Atomstandorten in Belgien und Frankreich nach Lingen kommen werden, um mit uns gemeinsam die Stilllegung der Brennelementefabrik zu fordern.

Lingen ist ein zentraler Ort für die Atomindustrie in Deutschland, Belgien und Frankreich.
Aber auch die Atomkraftwerke in Lingen und Grohnde müssen endlich vom Netz. 2022 ist als Ausstiegsdatum viel zu spät, denn bis dahin kann es jederzeit auch hier zu einem schweren Störfall kommen.
Zudem entsteht jeden Tag neuer Atommüll, für den es keine Entsorgungsmöglichkeit gibt.
Mit der Anti-Atom-Demonstration in Lingen am 29. Oktober wollen wir ein klares Zeichen setzen, dass der Atomausstieg nicht auf die lange Bank geschoben werden darf. Die Nutzung der Atomenergie muss umgehend und vollständig beendet werden,“ erklärte der veranstaltende Trägerkreis der Lingener Anti-Atom-Demonstration.

Die Demo wird am 29. Oktober um 13 Uhr am Bahnhof in Lingen mit einer Kundgebung beginnen und vor dem Alten Rathaus enden.
Aktuelle Infos, der Aufruf zur Demo sowie die unterstützenden Gruppen finden sich im Internet auf => www.lingen-demo.de

(PM vom 6.10.16 von Trägerkreis Lingen-Demonstration)
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=> Mitfahrer*innen am 29.10.2016 von Euskirchen zur AntiAtom-Demo in Lingen gesucht! . . . AAE
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Die „grüne Atomkraft“: Thorium – Atomkraft ohne Risiko?

Kugelhaufenreaktoren, Thorium und Transmutation:
Die letzten Strohhalme der Atomlobby

Dazu ein Seminar am Samstag, 19. November 2016 in Hamm:

Die um 1990 in Deutschland gescheiterten Kugelhaufenreaktoren AVR und THTR-300 werden von der Nuklearlobby noch immer als Spitzenprodukt deutscher Ingenieurkunst, als „inhärent sicher“ und fast frei von schwierigem Atommüll gefeiert.
Da China, unterstützt aus Jülich, einen kleinen Kugelhaufenreaktor HTR-PM voraussichtlich 2017/18 – allerdings unter sicherheitstechnisch wenig vertrauenerweckenden Bedingungen – in Betrieb nehmen wird, ist mit einem Aufflammen der Diskussion über die „verpasste Chance Kugelhaufenreaktor“ zu rechnen. Mehrere Schwellenländer haben bereits Interesse am chinesischen HTR-PM bekundet.

In dieser Veranstaltung werden die Geschichte der Kugelhaufenreaktoren, ihre Technik und ihre ungelösten technischen, Sicherheits- und „Entsorgungs“- Probleme sowie ihre Stellung in der internationalen Nuklearwirtschaft erläutert.
Auch die aktuellen großen „Entsorgungs“-Probleme der deutschen Kugelhaufenreaktoren werden ausführlich dargelegt.

Die Probleme eines Thoriumkreislaufs, wie er in den deutschen Kugelhaufenreaktoren versucht wurde und aktuell wieder Interesse findet, werden ebenso abgehandelt wie derzeitige Pläne einer Atommüllbeseitigung mit Hilfe von Transmutation/Partitioning.

Kann die Anti-Atomkraftbewegung in Deutschland der Unterstützung sogenannter grüner „umweltfreundlicher“ Atomtechnologien tatenlos zusehen?

=> Verbindliche Anmeldung bis spätestens zum 1. November 2016
an den => BUND Landesverband NRW e.V

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siehe zum Thema auch => „Thorium – Atomkraft ohne Risiko?“ Alte Lügen – neu verpackt bei ARTE . . . 24. September 2016 . . . AAE

und => Kritische Stimmen zur These „Thorium – Atomkraft ohne Risiko“ . . . 21. September 2016 . . . AAE

und => Interview mit Rainer Moormann zu Hochtemperaturreaktoren in China . . . 7. September 2016 . . . ASW
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