Archiv für Mai 2015

14.6.15: Demo auf dem Dreiländereck (Aachen) gegen das AKW Tihange

► Sonntag, 14. Juni 2015 – 14:00 Uhr -
Demo am Dreiländereck bei Aachen, Dreiländerweg,
gegen das AKW Tihange

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Electrabel plant im Juli den durch tausende Risse zerstörten Reaktor Tihange 2 wieder ans Netz zu nehmen. Durch seinen Zustand ist es nur eine Frage der Zeit bis zu einem Super-GAU.
Unsere ganze Region ist in einer noch nie dagewesenen Art und Weise besonders bedroht und von der Gefahr der Nicht-mehr-Bewohnbarkeit betroffen.

Anti-AKW-Gruppen aus der Euregio rufen zum dritten Mal zu einer Aktion auf dem Dreiländereck auf.

Gemeinsam fordern sie die sofortige und endgültige Stilllegung des defekten Atommeilers Tihange 2.

Unsere Meinung zeigen wir durch unsere Demonstration durch drei Länder.

Die Kommunen der Region wurden angeschrieben und gefragt, welche Vorsorge sie für den Fall eines Super-GAUs in Tihange getroffen haben.
Wir sind SEHR gespannt auf die Antworten und werden sie öffentlich vorlesen!

=> Anreise => Aachen/Gemmenich/Vaals,
Dreiländereck, Dreiländerweg

=> (Mit Material von => www.stop-tihange.org und => www.anti-akw-ac.de)

Bitte hier informieren und unterschreiben =>

Bitte unterstützt die Petition gegen das Wiederanfahren von Tihange 2 und Doel 3 auf => www.change.org
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Die Petition richtet sich an die Belgische Atomaufsichtsbehörde FANC (Federal Agency for Nuclear Control)
“. . . Wir wissen, dass die Folgen eines Super-GAU bei den beschädigten Reaktoren nicht an der belgischen Landesgrenze halt machen werden . . .“
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=> wichtiger Termin =>
14. Juni 2015 – 14:00 Uhr -
Demo am Dreiländereck gegen das AKW Tihange

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=> Weitere Informationen: www.stop-tihange.org
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=> siehe auch => antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/tihange
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=> . . . zur . . . Startseite/Aktuelles . . .
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Belgische Atomaufsicht belog Öffentlichkeit im Fall der Risse in Tihange 2 !

► Sonntag, 14. Juni 2015 – 14:00 Uhr -
Demo am Dreiländereck bei Aachen, Dreiländerweg,
gegen das AKW Tihange

Belgische Atomaufsicht täuschte Öffentlichkeit im Fall der Risse in Doel 3 und Tihange 2 über Jahre

Am 28.5.15 meldete das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA), dass die Belgische Atomaufsicht FANC bereits spätestens seit Dezember 2012 im Besitz von Unterlagen ist, die eine Rissgröße von bis zu 6,9 cm dokumentieren. Die FANC selbst sprach aber damals immer nur von Rissgrößen bis maximal 2,5 cm.

Im Januar 2013 veröffentlichte die FANC Unterlagen und teilte dort für Doel 3 maximale Risslängen von 20 bis 25 mm (2) und für Tihange eine maximale Risslänge von 24 mm (3) mit. Wohlwissend um die Täuschung (siehe Grafik), schränkte man die Informationen für Doel 3 mit dem Hinweis ein, dass einige sogar größer als 20 bis 25 mm sind. Was man jedoch verschwieg, war die maximale Rissgröße von 69 mm und dass es sich um hunderte Risse handelte die 20 bis 25 mm überschritten. Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis kommentiert dies wie folgt: ‚Bei Doel war es “nur” eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit aber bei Tihange eine glatte Lüge!’

Bei einer erneuten Durchsicht der Unterlagen aus dem Jahr 2012 stieß das AAA auf . . .
. . . weiterlesen . . . => bei
=> www.anti-akw-ac.de

(Text von => www.anti-akw-ac.de)
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Bitte hier informieren und unterschreiben =>
Bitte unterstützt die Petition gegen das Wiederanfahren von Tihange 2 und Doel 3 auf => www.change.org
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Die Petition richtet sich an die Belgische Atomaufsichtsbehörde FANC (Federal Agency for Nuclear Control)
“. . . Wir wissen, dass die Folgen eines Super-GAU bei den beschädigten Reaktoren nicht an der belgischen Landesgrenze halt machen werden . . .“
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=> wichtiger Termin =>
14. Juni 2015 – 14:00 Uhr -
Demo am Dreiländereck gegen das AKW Tihange

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=> Weitere Informationen: www.stop-tihange.org
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=> siehe auch => antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/tihange
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TÜV-Gutachten: USA-Option für Jülicher Atommüll nicht plausibel

Zertifizierte Schlamperei / Forschungszentrum muss nacharbeiten

Zwei Jahre ist es her, dass die Genehmigung für das Zwischenlager in Jülich auslief. Vor einem Jahr hat die NRW-Atomaufsicht die „unverzügliche“ Räumung des Lagers angeordnet. Das Forschungszentrum (FZJ) behauptet in seinem Konzept: Die 152 Castoren in die USA zu bringen, wäre die schnellste Lösung. „Nicht plausibel belegt“, so kommentiert der TÜV das Vorhaben in der nun veröffentlichten Kurzversion einer umfassenden Prüfung.

Ausmaß der Verzögerungsrisiken zu groß

Zuviele Fragen bei der USA-Option „bleiben offen“, so belegt es das TÜV-Gutachten. So seien zahlreiche Annahmen „nicht weiter belegt“, das Konzept zeige vielmehr „viele Unwägbarkeiten“, die sich als „bestimmend für den Zeitbedarf“ erweisen könnten. So stelle sich die USA-Variante als eine „derzeit wenig verlässliche Alternative“ dar. Es fehle an fast allem: Rechtssicherheit, eine Vereinbarung mit den USA und ein Überblick über die möglichen „Verzögerungsrisiken“. So ist in der USA-Option z. B. völlig ungeklärt, über welche in- oder ausländische Häfen die Castortransporte gehen sollten. Damit dürfte es diese „Entsorgungs“-Variante der Jülicher Atomabteilung nun deutlich schwerer haben.

Entscheidung nicht vor Oktober

Allerdings: Auch die beiden alternativen Möglichkeiten für den Verbleib des Mülls – Transport nach Ahaus oder Bau einer neuen Zwischenlagerhalle vor Ort – weisen laut TÜV erhebliche Unsicherheiten auf. Entschieden ist mithin nichts. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD), der das TÜV-Gutachten in der Atommüll-Kommission am 18. Mai in Berlin mündlich vorstellte, erklärte immerhin, wie es nun weitergehen solle: Das FZJ muss nacharbeiten und die Atomaufsicht werde die weiteren Planungen der Jülicher „überwachen“. Und weil immer noch soviele Daten fehlen, werden die „nächsten wichtigen Ergebnisse für die Entscheidung über die künftige Aufbewahrung“ nicht vor Oktober 2015 (!) vorliegen.
(Text: www.ausgestrahlt.de)
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siehe auch => Kippung und Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich / Dazu hier einige Hintergrundinformationen aus kritischer Perspektive . . . 14. Mai 2015
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mehr zu Jülich =>
antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/juelich
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Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich

Jülicher AVR-Reaktorbehälter wurde verlegt

Stahlkoloss aus Jülich zieht um: Ein Atombehälter auf Reisen

Von Gudrun Engel, WDR
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siehe auch => Kippung und Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich / Dazu hier einige Hintergrundinformationen aus kritischer Perspektive . . . 14. Mai 2015
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Großdemonstration gegen Gorleben

Mehr als 8.000 Menschen folgten am Freitag (22.5.2015) dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und demonstrierten in Gorleben für die Aufgabe der Pläne, den Salzstock Gorleben als Atommüllendlager zu nutzen.

Die Widerstandsparty, die im Rahmen der Kulturellen Landpartie Tausende Besucher und Besucherinnen auf den „wunden Punkt Gorleben“ fokussierte, erwies sich als Magnet und mutierte zur größten Anti-Atom-Kundgebung im Wendland seit dem letzten Castor-Transport im Jahr 2011.

Zwischen dem Areal des atomaren Zwischenlagers und der Endlagerfestung drängten sich Tausende zwischen Info- und Verkaufsständen, auf drei Bühnen spielten Bands zur Unterstützung des Gorleben-Widerstands oder luden zu Theatervorstellungen ein. Rund 50 Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft waren aufgefahren und als Shuttle-Service umrundeten Trecker das Bergwerksgelände mit unzähligen Informationshungrigen auf dem Anhänger.

„Niemand glaubt, dass in der Endlagerkommission des Deutschen Bundestages die Weichen auf ein Ende des Gorleben-Kapitels gestellt werden“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke auf einer der Kundgebungen: „Das treibt die Menschen auf die Straße.“

Am Nachmittag hatten einige Hundert BesucherInnen den äußeren Begrenzungszaun des Endlagerbergwerks durchschnitten und abgeräumt und forderten auf Transparenten den Rückbau der Anlage. Die Besetzungsaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.

In Gorleben gibt es unter Tage zwar einen Erkundungsstopp, das Bergwerk wird jedoch als mögliches Endlager offen gehalten. „Das reicht vielen Menschen nicht mehr. Gorleben ist nicht nur politisch, sondern auch geologisch verbrannt, das Festhalten an diesem Standort lässt ahnen, dass nur darauf gewartet wird, dass sich der Widerstand dagegen legt. Das wurde am Aktionstag in Gorleben eindrucksvoll widerlegt“, so Ehmke.
(PM von BI Lüchow-Dannenberg)
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Wirtschaftsminister Duin berichtet zu Jülicher Atommüll

Hat das Forschungszentrum Jülich schon wieder „fahrlässig“ gearbeitet? / AtomkraftgegnerInnen fordern neues Zwischenlager in Jülich

In der Sitzung am 18.5.2015 der Atommüllkommission hat der Verantwortliche der NRW Atomaufsicht Garrelt Duin die Ergebnisse des längst überfälligen TÜV-Gutachtens vorgestellt.
Der TÜV hatte für Duin das sogenannte Detailkonzept des Forschungszentrums Jülich (FZJ) vom 31.Oktober 2014 einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Das Detailkonzept beinhaltet die drei „Entsorgungs“-Varianten „Neues Zwischenlager, Transport nach Ahaus oder Transport in die USA“.
Das Ergebnis des Berichts ist aus Sicht des Bündnisses gegen Castorexporte für das FZJ beschämend:
1. Der TÜV kann der Argumentation des FZJ laut Duin nicht folgen.
2. Die Angaben des FZJ, besonders die Zeitangaben, sind demnach unseriös.
3. Das FZJ muss nun erneut seine Pläne überarbeiten!
Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor aus Jülich ist empört: „Das ist bereits das xte Mal, dass das Forschungszentrum fahrlässig arbeitet. Bereits im Winter musste das FZJ sein Konzeptpapier überarbeiten – und insgesamt kommt es seit 1989 nicht voran!“

TÜV-Gutachten greift Kritik der AtomkraftgegnerInnen auf / Ahaus bietet keinen Sicherheitsgewinn

Das TÜV-Gutachten zeigt deutlich, dass sowohl die USA-Option als auch die Ahaus-Option rechtlich auf tönernen Füßen stehen. Das Verbot des USA-Exports hatten Umweltverbände bereits im Herbst juristisch belegt. Für die Ahaus-Option gibt auch der TÜV sicherheitstechnische Bedenken an.
Der unzureichende Terrorschutz und die Gefahr von Flugzeugabstürzen mahnen die AtomkraftgegnerInnen im Münsterland seit langem an.
“In Ahaus fehlt eine sogenannte ‘Heiße Zelle’ zur Reparatur von defekten Castoren. Die Ahauser Leichtbauhalle bringt keinen Sicherheitsgewinn“, erklärt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Samstag wird neues Zwischenlager für Reaktor in Jülich in Betrieb genommen

Dennoch wird der Neubau eines Castor-Zwischenlagers in Jülich nur als Notlösung in acht bis neun Jahren („Auffangvariante“) gesehen, falls die USA- und die Ahaus-Option scheitern.
Für das FZJ und die Politik ist es aber kein Problem, am Samstag in Jülich ein neues Zwischenlager für den Reaktordruckbehälter in Betrieb zu nehmen.
Auch in diesem neuen Reaktor-Zwischenlager sind die Sicherheitsvorkehrungen nach Ansicht der AtomkraftgegnerInnen zu niedrig und die Verlagerung ein weltweit erstmaliges, risikoreiches Experiment, aber gegen ein Castor-Zwischenlager nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik sperren sich Betreiber und Politik erheblich.
„Da kann man nur mit dem Kopf schütteln, dass die NRW-Landesregierung laut Duin dennoch an allen drei Optionen festhalten will“, urteilt Kerstin Ciesla vom BUND NRW. „Für uns ist der Verbleib in Jülich in einem neu zu errichtenden Zwischenlager, das dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, die aus Sicht des Bevölkerungsschutzes beste Lösung! Dafür muss sofort mit den Planungen begonnen werden.“
„Das Atommüllproblem betrifft Menschen in ganz NRW: Wir werden die Menschen in Jülich, an den Autobahnrouten und im Münsterland weiterhin für das Thema sensibilisieren und kündigen massive Proteste an“, sind sich die drei VertreterInnen des überregionalen Bündnisses einig.
(PM von Bündnis gegen Castorexporte)
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siehe auch => 12. Sitzung der Atommüll-Kommission . . . .ausgestrahlt
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siehe bitte auch =>

Stoppt den
Atommüll-Export!

=> hier informieren und unterschreiben bei .ausgestrahlt

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siehe auch => Kippung und Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich . . . 14. Mai 2015
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mehr zu Jülich =>
antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/juelich
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Tihange: Der Risse-Reaktor bedroht uns alle!

=> wichtiger Termin =>
14. Juni 2015 – 14:00 Uhr -
Demo am Dreiländereck bei Aachen, Dreiländerweg,
gegen das AKW Tihange

=> Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie


=> Flyer hier als pdf
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Darum jetzt bitte hier informieren und unterschreiben =>
Bitte unterstützt die Petition gegen das Wiederanfahren von Tihange 2 und Doel 3 auf => www.change.org
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Die Petition richtet sich an die Belgische Atomaufsichtsbehörde FANC (Federal Agency for Nuclear Control)
“. . . Wir wissen, dass die Folgen eines Super-GAU bei den beschädigten Reaktoren nicht an der belgischen Landesgrenze halt machen werden . . .“
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=> wichtiger Termin =>
14. Juni 2015 – 14:00 Uhr -
Demo am Dreiländereck gegen das AKW Tihange

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=> Weitere Informationen: www.stop-tihange.org
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=> siehe auch => antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/tihange
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Kippung und Transport des AVR-Reaktorbehälters in Jülich

aktualisiert am 20.5.2015

Was steckt hinter dem Transport des AVR-Reaktorbehälters?

Am 23. Mai soll der 2000 t schwere Jülicher AVR-Reaktorbehälter mit sieben Kränen in die Horizontale gelegt und anschließend mit einem Vielachsenfahrzeug in ein Zwischenlager auf dem FZJ-Gelände transportiert werden – eine weltweit bisher einmalige Aktion. (Update: Die Kippung des AVR ist bereits in aller Heimlichkeit erfolgt, der Transport steht aber noch aus. Soviel zur „Transparenz“. Anm. d. Red. AAE) Dazu hier einige Hintergrundinformationen aus kritischer Perspektive.

Zustand des Reaktorbehälters

Der Jülicher Kugelhaufenreaktor AVR ist faktisch havariert und der Reaktorbehälter enthält daher um den Faktor 100.000 bis 1 Mio mehr radioaktives Cäsium und Strontium als normale Reaktorbehälter, außerdem extrem große Mengen an langlebigem Kohlenstoff-14 (5730 Jahre Halbwertszeit). Zerlegen lässt er sich daher mit heutigen Methoden nicht und in das Endlager Schacht Konrad für mittelaktive Abfälle kann er – anders als andere Reaktorbehälter – nie hinein.
Durch einen Störfall 1978 sind außerdem Boden und Grundwasser unter dem Reaktor mit hochgefährlichem Strontium verseucht.
Eine unabhängige Expertengruppe hat den chaotischen AVR-Betrieb 2014 aufgearbeitet und die lange vertuschten Einzelheiten in einem Bericht dargestellt.

Transport in ein Zwischenlager

Normalerweise würde man den AVR-Behälter vor Ort einsargen und erst einmal Jahrzehnte abwarten, aber dann hätte man mindestens bis zum Ende des Jahrhunderts eine offenkundige Reaktorruine wie etwa in Harrisburgh/TMI.
Um Letzteres zu vermeiden, haben die Verantwortlichen vor 10 Jahren in aller Heimlichkeit einen anderen Weg beschlossen:
Man nutzt dabei einige Lücken des Atomgesetzes: Wenn man den hochradioaktiven Reaktorbehälter aus dem Reaktorgelände herausschafft, gilt er nämlich als Atommüll und nicht mehr als Reaktor. Daher wird der ganze, mittlerweile mit Leichtbeton verfüllte Behälter am 23. Mai um einige hundert m verschoben und für mindestens 60 Jahre in ein schon fertiggestelltes Zwischenlager des FZJ in Billigbauweise geschafft.
Mit einigen Tricks ist es sogar gelungen, den Behälter zu mittelaktivem Abfall zu erklären, der ab Einlagerung in das Jülicher Zwischenlager am 23. Mai nicht einmal mehr der ministeriellen Atomaufsicht unterliegt, sondern nur noch von der Bezirksregierung kontrolliert wird.
Mit anderen Worten: Technisch ist die Reaktorruine zwar weiter vorhanden, aber rechtlich ist sie verschwunden.
Dieser PR-Aspekt ist wohl der Hauptzweck der ganzen Aktion.
Falls das Reaktorgelände bis 2022 – 25 von Radioaktivität wirklich gereinigt werden kann, wird es aus dem Gültigkeitsbereich des Atomgesetzes entlassen und der AVR-Rückbau wäre rechtlich beendet, die „grüne Wiese“ erreicht, obwohl die Hauptarbeit, nämlich die Zerlegung und Entsorgung des Behälters, nachfolgenden Generationen überlassen wird.
Eine offensichtliche Reaktorruine hätte die intensiven Jülicher Bemühungen um Export von Kugelhaufenreaktoren (z.B. nach Südafrika) beeinträchtigt und hätte das Versagen von Betreibern und Aufsicht beim AVR-Betrieb klar dokumentiert.
Eine Entseuchung des Bodens und Grundwassers wäre höchstwahrscheinlich auch möglich gewesen, wenn der Reaktor in sicherer Weise vor Ort eingesargt worden wäre, aber das wurde nie ernsthaft geprüft.

Wie gefährlich sind Transport und Lagerung?

Die Verantwortlichen geben an, die Strahlenbelastung durch den Transport des AVR-Behälters bleibe kleiner als bei einem innereuropäischen Flug.
Das ist zwar – wenn alles planmäßig abläuft – richtig, aber es kaschiert die realen Probleme: Das radioaktive Inventar des Reaktorbehälters, das etwa dem von 2 AVR-Castoren (wie sie im Jülicher Castorenlager aufbewahrt werden) entspricht, ist nämlich vergleichsweise sehr schlecht gesichert.
Der innere Reaktorbehälter ist durch die Bestrahlung stark versprödet und stellt daher kaum einen Schutz dar. Der äußere Behälter hält ebenfalls stärkeren mechanischen Belastungen nicht stand. Daher wird darauf gesetzt, dass der Leichtbeton, mit dem der Reaktorbehälter ausgegossen wurde, die radioaktiven Substanzen ausreichend zurückhält.
Mit einer Verflüchtigung und Freisetzung von hochgiftigem Strontium ist aber bei Störfällen zu rechnen.

Ein uns vorliegendes vertrauliches Gutachten des FZJ zum Absturz eines Militärflugzeugs auf den Behälter zeigt, dass die Störfallplanungswerte für AKW nicht eingehalten werden können, obwohl dabei optimistisch angenommen wurde, dass nur 0,05 % des radioaktiven Inventars verflüchtigt wird.

Hinzu kommt, dass vor der Verfüllung mit Leichtbeton offenbar nicht ausreichend recherchiert wurde und negative französische Erfahrungen unberücksichtigt blieben: Wegen radioaktiver „Gärung“ durch Betonzersetzung musste 2014 eine Nachtragsgenehmigung erteilt werden, und mussten zusätzliche Komponenten in das Zwischenlager eingebaut werden.
Das langfristige Betonverhalten ist weitgehend unbekannt und stellt daher ein kaum kalkulierbares Risiko dar.

Verglichen mit einer Lagerung im Ursprungszustand, also in einem Schutzbehälter und einem zusätzlichen dickwandigen Betonzylinder, werden sich die Lagerbedingungen im Zwischenlager, das faktisch nur einen Wetterschutz darstellt, drastisch verschlechtern.

Zwar betragen die Kosten der AVR-Entsorgung trotz der gewählten Billigmethoden weit mehr als das Zehnfache von Standardreaktoren ähnlicher Größe. Trotz ausufernder Kosten erscheint es aber kaum verantwortbar, eine langfristige Lagerung des Reaktorbehälters in dem Billiglager vorzunehmen, zumal keineswegs gesichert ist, dass die Lagerzeit nur 60 Jahre betragen wird.

Resumee

Insgesamt gilt, dass sich die Sicherheit durch die ganze Aktion verschlechtert. Zusammenfassend handelt es ich also wohl um einen Versuch, einen havarierten Reaktor „verschwinden“ zu lassen – zu Lasten der Sicherheit in Jülich. Nachbesserungen an den Lagerbedingungen sind zwingend erforderlich.

(Die Autoren:
Rainer Moormann: 37 Jahre FZJ-Mitarbeiter zu Sicherheitsfragen, 2011 Whistleblowerpreis für Veröffentlichung von verheimlichten Sicherheitsproblemen von Kugelhaufenreaktoren
Jürgen Streich: Umweltjournalist und Buchautor
Gemeinsam arbeiten sie an einem Buch zum AVR-Debakel)

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siehe bitte auch =>

Stoppt den
Atommüll-Export!

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mehr zu Jülich =>
antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/juelich
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RWE: Dringender Handlungsbedarf bei Atom-Rückstellungen

Bund muss Stromkonzerne jetzt zur Kasse bitten

Zu den Äußerungen von RWE-Chef Peter Terium, das Geld für den Abriss der AKW und die Atommüll-Lagerung müsse erst noch erwirtschaftet werden, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Der Kaiser ist nackt: RWE hat kein Geld für die Folgekosten der Atomkraft auf die Seite gelegt, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern alles verpulvert. Jetzt muss auch der Letzte in der Bundesregierung erkennen, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Die Stromkonzerne müssen die Gelder, die in ihren Büchern für AKW-Abriss und Atommüll-Lagerung stehen, endlich in einen öffentlich-rechtlichen Fonds abgeben. Sie müssen sogar noch deutlich mehr zahlen: Die Regierung sollte nachrechnen, wie teuer die Sache wirklich wird, etwaige Kostensteigerungen eingerechnet. Und wenn RWE nicht zahlen kann, dann müssen eben Unternehmensteile verkauft werden. Wer Milliarden mit Atomkraft verdient hat, muss auch zahlen, wenn das dicke Ende kommt.
(PM von .ausgestrahlt)
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=> Jetzt bei .ausgestrahlt unterschreiben:
=> Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass diejenigen, die jahrzehntelang Milliarden an Atom- und Kohlekraft verdient haben, auch für die Folgen geradestehen.
(Mit Material von www.ausgestrahlt.de)
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Presse =>
Rückbau von Atomkraftwerken: „Der Kaiser ist nackt“ . . . www.taz.de . . . 13. 05. 2015
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Greenpeace-Studie legt dar: Kohleausstieg ist möglich!

Sauberer Plan für Kohle-Aus

Wir brauchen keine Kohlekraftwerke, um den Strompreis stabil zu halten. Und auch die Energieversorgung kann mit Erneuerbaren gewährleistet werden, das zeigt eine Greenpeace-Studie.
Kohlekraftwerke sind für über 40 Prozent der deutschen CO2 Emissionen verantwortlich; auch andere schädliche Stoffe, wie etwa Quecksilber, entweichen ihren Schloten. Auch deshalb müssen wir aus der Kohle aussteigen.

Doch ist unsere Stromversorgung mit deutlich weniger Kohlekraftwerken gesichert?
Wie teuer ist der Kohleausstieg?
Und wie würde der Strommarkt darauf reagieren?
Diese Fragen untersucht eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie. Als Szenario dafür wurde die Abschaltung von 36 alten und besonders CO2-intensiven Kohlekraftwerken simuliert.
=> bitte hier weiterlesen
bei => www.greenpeace.de
(Text => Jasmin Sarwoko / www.greenpeace.de)
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auch sehr empfehlenswert =>
“You don’t set fire to cars, you are setting the world on fire” (Naomi Klein) . . . AAE . . . 22. März 2015
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siehe auch => => Der Sofortausstieg ist möglich! Atomkraft und Braunkohle auf einen Streich . . . bei AAE von AntiAtom-Bonn . . . 28. Januar 2015
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zum vormerken => 7. bis 17. August 2015
=> Klimacamp im Rheinland

und => 14. bis 16. August 2015
=> „ENDE GELÄNDE – Kohlebagger stoppen, Klima schützen“
Klimabewegung ruft zu Massenaktion des zivilen Ungehorsam gegen rheinische Braunkohlebagger auf.

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siehe auch => hambacherforst.blogsport.de
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Petition gegen das Wiederanfahren von Tihange 2 und Doel 3

Bitte unterstützt die Petition gegen das Wiederanfahren von Tihange 2 und Doel 3 auf => www.change.org

Bei einer Revision im August 2012 wurden in zwei Reaktordruckbehältern (RDB) der belgischen AKW Doel und Tihange tausende Risse entdeckt. Noch bevor alle erforderlichen Prüfungen durchgeführt waren, wurden im Juni 2013 die über 30 Jahre alten Reaktoren wieder angefahren!

Als die fehlenden Prüfergebnisse vorlagen, waren diese dermaßen schlecht, dass die Reaktoren im März 2014 außerplanmäßig herunter gefahren wurden. Nun will der Betreiber (Electrabel) zum Juli 2015 die beiden Blöcke wieder anschalten, obwohl alle bisher bekannt gewordenen Untersuchungsergebnisse höchst beunruhigend sind:

► Die neuesten Ultraschalluntersuchungen zeigen 60% mehr Defekte. Die Risslängen sind mittlerweile von 2,5 cm auf unglaubliche 18 cm gestiegen.

► Versuche im Kernforschungszentrum Mol führten zu einem „unerwarteten Resultat“ (O-Ton Electrabel): Ein mit Rissen vorbelasteter Stahl versprödet bei radioaktiver Bestrahlung um ein Vielfaches schneller als ein Material ohne Defekte. Es wurden bei den Versuchen die vom Betreiber einkalkulierten Sicherheitsmargen gravierend überschritten.

Wir appellieren an Sie in der FANC sich FÜR die Sicherheit von Millionen Menschen zu entscheiden.

Denn: Für uns als betroffene Bürger und Bürgerinnen im Umkreis dieser Reaktoren gilt: Solange …

► die Ursache der Risse in den beiden RDB nicht zweifelsfrei geklärt ist und eine Veränderung der Rissgrößen im laufenden Betrieb nicht definitiv ausgeschlossen werden kann,

► die Bestrahlungsversuche befürchten lassen, dass die Versprödung des rissigen Stahls der RDB nach über 30 Betriebsjahren die zulässigen Grenzwerte bereits überschritten hat,

► kein Nachweis existiert, dass „Reaktoren mit Rissen“ ein gleiches Sicherheitsniveau wie „Reaktoren ohne Risse“ besitzen,

… dürfen TIHANGE 2 und DOEL 3 – NIE WIEDER ans Netz.

Wir wissen, dass die Folgen eines Super-GAU bei den beschädigten Reaktoren nicht an der belgischen Landesgrenze halt machen werden, sondern auch die BürgerInnen im benachbarten Ausland treffen werden.
(Text von www.stop-tihange.org bei www.change.org)
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=> hier geht´s zur Petition bei => www.change.org
Die Petition richtet sich an die Belgische Atomaufsichtsbehörde FANC (Federal Agency for Nuclear Control)
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=> auch sehr informativ und lesenswert =>
Versprödungsprobleme der Reaktoren von Doel 3 und Tihange 2 . . . veröffentlicht am 1. Mai 2015 bei => www.stop-tihange.org
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=> Weitere Informationen: www.stop-tihange.org
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=> siehe auch => http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/tihange/
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Bonn goes Büchel 65

Abrüstung der Atomwaffen in der Eifel -
gewaltfreie Sitzblockade am 9. Mai 2015

Nur eine gute Autostunde von Bonn entfernt lagern seit dem Kalten Krieg 20 US-amerikanische Atombomben im Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Im Rahmen der nuklearen Teilhabe stellt die Bundesrepublik Tornado-Kampfflugzeuge und Personal zur Verfügung, um die Atombomben im Ernstfall in ihr Abwurfziel zu fliegen.

Atomwaffen in Büchel nicht modernisieren, sondern abschaffen!

Am 26. März 2010 beschloss der Deutsche Bundestag „Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“.
Doch statt eines Abzuges der Atombomben hat die Bundesregierung deren Modernisierung zugestimmt.
In diesem Zusammenhang werden auch die notwendigen Trägermittel einschließlich der Tornado-Flugzeuge modernisiert und ihre Lebensdauer verlängert. Die NATO baut weiter Raketenabwehrsysteme auf, die die Aufrüstung antreiben (siehe Dt. Bundestag, Drucksachen 18/287 u. 18/3409).
=> bitte hier weiterlesen bei => AntiAtomBonn
(von: AntiAtomBonn)
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=> siehe zum Thema auch => Atomwaffenstützpunkt Büchel erfolgreich blockiert . . . AAE . . . 14. August 2013
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=> Hintergrund => www.buechel-atomwaffenfrei.de
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