Archiv für März 2015

Aufruf zum Ostermarsch 2015 in Gronau

Karfreitag 3. April, 11.57 Uhr,
Urananreicherungsanlage Gronau, Röntgenstr. 4

„Es ist 3 vor 12 –
Urananreicherung sofort beenden statt verkaufen“

Am 3. April 2015 startet um „Drei vor Zwölf“ an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau der diesjährige Ostermarsch.
Denn: Der Urenco-Konzern soll samt Atomwaffentechnologie der Urananreicherung mit Billigung der Bundesregierung meistbietend auf dem Weltmarkt verkauft werden – womöglich sogar an der Börse.
Zugleich soll 2015 in Gronau ein neues Endlos-Atommülllager für 60 000 Tonnen Uranoxid zeitlich unbefristet in Betrieb gehen, um den Weiterbetrieb der Uranfabrik zu ermöglichen: Das ist kein Atomausstieg – und friedenspolitisch absolut unverantwortlich!

Urananreicherung und Zentrifugentechnik –
der einfachste Weg zur Atombombe

Die UAA Gronau versorgt ohne zeitliche Befristung jedes zehnte AKW weltweit mit angereichertem Uranbrennstoff. Bis 2011 belieferte Urenco z. B. den Fukushima-Betreiber Tepco. Zugleich bietet die Urananreicherung den einfachsten Weg zur Atombombe – wegen dieser Technologie steht z. B. der Iran massiv in der Kritik.

In der Urenco-Anlage in Almelo (NL) entwendete der pakistanische Wissenschaftler Dr. Khan in den 1970er-Jahren Baupläne und verhalf so Pakistan zur Atombombe. Von dort gelangten die Pläne offenbar auch an den Iran und Nordkorea. Urenco entwickelt in Jülich zusammen mit Areva über die Tochterfirma ETC die Zentrifugentechnik zur Urananreicherung. Auch mit den Zentrifugen in der Gronauer UAA kann hochangereichertes Uran für Atomwaffen produziert werden.

Atomwaffentechnik in alle Welt?
Urananreicherung beenden statt verkaufen!

Die zivile und militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen – der Urenco-Konzern spielt dabei weltweit eine zentrale Rolle. Anstatt die Urananreicherung endlich zu beenden, wollen die Urenco-Anteilseigner (der britische und niederländische Staat sowie RWE und E.ON) aus Profitgier ihre Anteile auf dem Weltmarkt verkaufen. Dabei wird eine unkontrollierte Weiterverbreitung der Atomwaffentechnologie in Kauf genommen. Wir aber fordern: Kein Verkauf von Atombombentechnologie – stattdessen sofortige Stilllegung der Urananreicherung in Gronau und anderswo!

Die atomare Problemliste in Gronau ist lang: Abgereichertes Uran, das auch in Gronau in großen Mengen als Atommüll bei der Urananreicherung anfällt, kann für die Herstellung von panzerbrechender Uranmunition genutzt werden. In Gronau droht zudem durch die neue Uranmüll-Lagerhalle die Entstehung eines oberirdischen Endlagers, denn die Entsorgung des Uranmülls ist weltweit wie bei jeder Art von Atommüll ungeklärt.

Der Urenco-Konzern ist darüber hinaus Nutznießer des menschen- und umweltfeindlichen Uranabbaus in den Uranminen rund um den Globus. Atomenergie funktioniert nur durch die Missachtung von Menschenrechten, durch massive Umweltschäden und eine Kostenverlagerung auf die Allgemeinheit und zukünftige Generationen.

Wir fordern:

► Verbot der Urananreicherung und Zentrifugenforschung – auch in Gronau und Jülich!
► Keine Inbetriebnahme des neuen Uranmülllagers in Gronau!
► Aufstellung eines Konversionsplans für die Atomstandorte Gronau und Jülich!
► Sofortige Stilllegung aller Uranminen und Atomanlagen weltweit!
► Dezentrale Energiewende jetzt!
► Vernichtung und “Entsorgung” aller Atomwaffen und Uranmunitions-Bestände!
► Förderung von gewaltfreien Ansätzen zur Konfliktlösung!

Infos:

Die Auftaktkundgebung findet ab “3 vor 12″ (11.57 Uhr) Uhr am Haupttor der Urananreicherungsanlage statt.
Der Ostermarsch führt um die Anlage herum, an der Marienkapelle (Kaiserstiege / mit Blick auf die neue Zwischenlagerhalle) findet dann die Abschlusskundgebung statt.
Für die An- und Abreise wird zwischen Bahnhof Gronau und UAA ein Bus-Shuttle-Service eingerichtet.
Abschließend fährt der Bus von der Marienkapelle wieder zum Bahnhof Gronau.
=> Noch mehr Infos => www.ostermarsch-gronau.de
oder unter => www.sofa-ms.de

(Text & Plakat & Logo: www.ostermarsch-gronau.de)

Eine Übersicht über alle Termine zum Ostermarsch 2015, Aktionen, Reden u.v.m. findet Ihr bei => www.friedenskooperative.de
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Hinkley Point: Offener Brief der EWS an Sigmar Gabriel

Die Netzkauf EWS eG, die Unternehmen der Elektrizitätswerke Schönau und die Schönauer Energie-Initiativen haben Sigmar Gabriel in einem offenen Brief aufgefordert, seinem Statement gegen Atomsubventionen in Europa nun auch Taten folgen zu lassen und eine Klage der deutschen Bundesregierung vor dem EuGH gegen die EU-Kommissionsbewilligiung der Hinkley Point-Subventionen zu forcieren.
Am 26. März wird der Antrag der Grünen und Linken im Plenum des Bundestags behandelt, der die Regierung auffordert, gegen die Entscheidung der EU-Kommission vorzugehen und die Klage des Landes Österreich vor dem EuGH zu unterstützen.
=> Hier der => Brief als pdf

Die Kampagne geht weiter!

Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel! –
Stoppt Hinkley Point!

Der Energiekonzern Electricité de France (EdF) will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt aber nur mit massiven Subventionen durch die britische Regierung, die klar gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die vorhergehende EU-Kommission hat in ihrer vorletzten Sitzung diese Atombeihilfen genehmigt.

Diese skandalöse Entscheidung öffnet dem Bau neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof dagegen klagen, die EWS haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt.

Doch nur wenn der Druck der Bürgerinnen und Bürger höher wird als der Einfluss der Atomlobby, können wir die neu ernannte EU-Kommission dazu bewegen, die Fehlentscheidung zurückzunehmen.
Der Beschwerdeweg steht jeder EU-Bürgerin und jedem EU-Bürger offen und ist ohne Kostenfolgen. Schließen Sie sich unserer Beschwerde an – oder formulieren Sie eine eigene Beschwerde – und fordern Sie mit uns:
=> Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel! – Stoppt Hinkley Point!
=> „Ich schließe mich der Beschwerde an . . .“

(=> Hintergrundinformationen zur Kampagne)
(Text & Video von => www.ews-schoenau.de)

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“You don’t set fire to cars, you are setting the world on fire” (Naomi Klein)

Dokumentation: Blockupy – Ein Statement aus den Umweltbewegungen

„EZB: Ihr seid die wahren Randalierer. Ihr zündet keine Autos an, ihr setzt die Welt in Brand“ (Naomi Klein)

In den Tagen nach den Blockupy-Protesten gegen die Eröffnung der neuen EZB-Zentrale überbieten sich Politiker*innen und Medien in ihrem Entsetzen über brennende Polizeiautos in Frankfurt.
Als Aktivist*innen aus den Klima- und Umweltbewegungen möchten wir dieses Bild zurecht rücken.

Diejenigen von uns, die in Frankfurt auf der Straße waren, haben etwas anderes erlebt, als das Schreckensbild von Bürgerkrieg, das jetzt durch die Öffentlichkeit geistert.
Ja, es gab tatsächlich auch unverantwortliche Aktionen.
Vor allem aber war ein Aufbruch der Hoffnung einer neuen europaweiten Bewegung von unten in Frankfurt spürbar. Mit entschlossenem Widerstand in all seinen unterschiedlichen Formen, wie wir ihn von Castor- Protesten oder der Globalisierungskritischen Bewegung kennen.
Und vor allem einer bunten und vielfältigen Demonstration mit weit über 20.000 Menschen, die an einem Mittwoch Nachmittag die Straßen füllten mit einer anderen Geschichte, als wir sie sonst zu hören bekommen: Menschen aus Italien, Griechenland, Spanien und vielen anderen Ländern, die Zeugnis ablegten über den Angriff auf die Armen und das Vernichten der Demokratie durch die Austeritätsherrschaft der Troika. Seite an Seite mit Menschen aus Deutschland, die klarstellten, dass es hier nicht um einen Konflikt zwischen Nationen geht, sondern zwischen Oben und Unten.
In diesem Aufbruch sind die unterschiedlichsten Kämpfe zusammen gekommen: Kämpfe für Flüchtlingsrechte und Bewegungsfreiheit, feministische Kämpfe ebenso wie streikende Amazon-Beschäftigte und nicht zuletzt die Kämpfe gegen die Verantwortlichen der Klimakatastrophe.

Der Satz von Naomi Klein, der bei der Großdemonstration wie kaum ein anderer von Alt und Jung auf dem Römer mit Applaus beantwortet wurde, fasst zusammen, was wir der Medien-Hysterie entgegen halten: „EZB: Ihr seid die wahren Randalierer. Ihr zündet keine Autos an, ihr setzt die Welt in Brand“.

Für uns als Klimabewegte ist die Zuspitzung der Auseinandersetzung nicht verwunderlich, sondern ein Ergebnis jahrzehntelangen politischen Leugnens.
Klimawandel bedeutet, dass sich die Auseinandersetzungen um schwindende Ressourcen und Lebensgrundlagen, also um die Möglichkeit eines guten Lebens für alle, weltweit verschärfen. Der Klimawandel ist keine Katastrophe, die erst auf die nächste Generation wartet. Er findet bereits statt: Ob mit verschärften Zyklonen in Vanuatu oder sich ausbreitenden Wüsten und Trockengebieten bis hinein nach Südeuropa.

Naomi Klein hat zusammengefasst, dass es genau der gleiche neoliberale Marktradikalismus ist, der unter dem Stichwort Austerität Hunderttausende in Europa ins Elend stürzt und der verantwortlich ist für die Klimakatastrophe.
Während in Deutschland weiter auf Kohle gesetzt wird, obwohl alle wissen, dass wir sie sofort im Boden lassen müssen, wird in den Kürzungsprogrammen für Südeuropa die Förderung Erneuerbarer Energien gestrichen und das Wenige privatisiert und verramscht, mit dem die Gesellschaften noch Einfluss auf diesen Wahnsinn nehmen könnten.

Wir halten fest: Die militanten Aktionen in Frankfurt sind im Verhältnis zu sehen zu den Verheerungen die Kapitalismus und Klimawandel in der Welt anrichten.
Blicken wir der Realität ins Auge.
Kämpfen wir für ein gutes Leben für alle!

(PM: * Südwestdeutsche Anti-Atom-Initiativen * Redaktion anti atom aktuell * Arbeitskreis Umwelt (AKU) Wiesbaden * ausgeCO2hlt * atomkraftENDE.darmstadt * Tadzio Müller, Klimaaktivist * Bettina Pech, bi atomausstieg-groß-gerau * DIE LINKE Wilhelmsburg/Veddel * internationale sozialistische linke (isl) * Interventionistische Linke (iL) * FelS – Für eine linke Strömung/iL * TransAct * Café 2Grad Frankfurt *)
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=> Dokumentation => die Reden von der großen Blockupy-Kundgebung (2015), angefangen mal mit der großartigen Naomi Klein:

Naomi Klein „ECB vandals – you are setting the world on fire“ (8/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=bO-YzAMehUI

Udo und die NANAS (1/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=NYHiL9U_ajw

Jochen Nagel (GEW) & italienische Genossin (2/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=s32670nQ9VM

Georgios (Syriza) & Theodorakis Ensemble (3/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=13zAAWolfGc

attac France, Miguel Urban (PODEMOS), Refugee-net (4/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=OOdiSMK5Irc

Europäische Commune – Heinz Ratz & Strom und Wasser (5/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=8WmsusLsUUc

Sahra Wagenknecht: „Wir brauchen kein Europa der Millionäre!“ (6/8)
--> >https://www.youtube.com/watch?v=BEKMwYQ-1m8

Urban Priol über die EZB, die Troika & „Stalins Faust“ (7/8)
--> https://www.youtube.com/watch?v=6ldEJtE1WGo
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=> siehe auch Presse =>
Globalisierungskritikerin Naomi Klein: Kohle frisst Klima auf . . . www.spiegel.de . . . 23.03.2015
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Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren – Eon, geht’s noch?

Die Bundesregierung muss den Eon-Plänen Einhalt gebieten und dafür sorgen, dass diejenigen, die jahrzehntelang Milliarden an Atom- und Kohlekraft verdient haben, auch für die Folgen geradestehen.
Ich fordere deshalb von der Bundesregierung:
Nehmt Eon, RWE, EnBW und Vattenfall ihre Entsorgungs-Rückstellungen ab, bevor die Konzerne pleitegehen. Die Haftung für künftige Kostensteigerungen beim Abbau der AKW und bei der Atommüll-Lagerung muss beibehalten werden. . . .
=> Bitte jetzt hier bei .ausgestrahlt unterschreiben

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► Aktionstag: Montag,
30. März 2015
► Aktionsort: Eon Firmensitz, Eon-Platz 1, Düsseldorf (Haupteingang)
► Aktionsbeginn: 10.45 Uhr, Ende: 12 Uhr

► Mach mit!

Schick Deine Atom-Eier bis zum 25. März an:
.ausgestrahlt , Marienthaler Straße 35, 20535 Hamburg

=> Mehr Infos und Details unter => Osterei-Protest am 30. März vor der Eon-Zentrale in Düsseldorf . . . .ausgestrahlt

(Mit Material von www.ausgestrahlt.de)
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Rund 1500 Menschen demonstrieren gegen die AKWs Tihange und Doel

Etwa 1500 Menschen
demonstrierten am
15. März 2015 am AKW
Tihange für einen Atomausstieg.

Mit Musikbeiträgen und Reden wurde ein informatives, internationales Programm geboten.

Wir dokumentieren beispielhaft die Rede von Brigitte Artmann auf der Demo in Tihange am 15. März 2015

„Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie bat mich, hier an der Maas am AKW Tihange den Osten und den Westen zusammen zu bringen. „Meine“ Atomkraftwerke sind Temelin in Tschechien und Cattenom in Frankeich. Was ich heute hier sage, ist meine persönliche Meinung als deutsches Mitglied von Nuclear Transparency Watch, einer Initiative gegründet aus dem Europäischen Parlament heraus, um für Öffentlichkeitsbeteiligung und Transparenz in nuklearen Angelegenheiten zu sorgen.
Unser Report Katastrophenschutz wird im April 2015 der EU Kommission überreicht. Im September 2014 versagte der deutsche Katastrophenschutz bei einer Übung total. Das AKW Lingen explodierte. Die Wolke war bereits fünf Stunden über Europa, bevor der deutsche Katastrophenschutzstab herausfand, wie ein Telefon funktioniert. Der größte Fallout bei dieser Wetterlage wäre in meiner Heimatregion Oberfranken gewesen. 430 km entfernt von Lingen. Tihange ist 480 km von uns entfernt.

Unsere dringendsten Forderungen für Tihange und Doel sind:

► Im Gegensatz zu Deutschland entschied sich die belgische Regierung die Lebensdauer der drei ältesten Reaktoren zu verlängern. Dies ist keine weise Entscheidung. Deutschland beweist, dass es möglich ist, Atomkraft kurzfristig abzuschalten. Warum macht das Belgien nicht nach?
► Nach der politischen Entscheidung der Laufzeitverlängerung von Doel 1&2 und Tihange 1, liegt es nun an FANC die erforderlichen Nachrüstungsmaßnahmen zu definieren um die alten Reaktoren auf ein Sicherheitsniveau anzuheben, das in einer Post-Fukushima-Ära akzeptabel ist. Wird FANC den Betreiber auffordern, alle in den Stresstests und im langfristigen Betriebsprogramm genannten Maßnahmen umzusetzen? Oder wird FANC nachgeben bei der Sicherheit, um die Kosten für Electrabel zu minimieren?
► Die Espoo-Konvention verlangt, dass vor einer Entscheidung über eine Laufzeitverlängerung eines Reaktors eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine grenzüberschreitende öffentliche Untersuchung voraus geht. Bisher haben die belgische Regierung und FANC nicht die Absicht, eine Umweltverträglichkeitsprüfung und öffentliche Konsultationen zu organisieren. Die Menschen aus Belgien, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland sind gefährdet durch die drei alten Reaktoren, deren Technik aus den siebziger Jahren stammt. Fordert eure Regierungen auf, euch am Laufzeitverlängerungsverfahren in eurer Muttersprache zu beteiligen!
► FANC wird auch eine Entscheidung über das Schicksal von Doel 3 und Tihange 2 treffen, die beiden Reaktoren mit Tausenden von Rissen im Reaktorfass: wird FANC wieder agieren als Schoßhündchen von Electrabel oder wird es der wirkliche Wachhund sein für die nukleare Sicherheit, die es sein soll?

Electrabel will Doel 3 und Tihange 2 im Juli wieder auf Biegen und Brechen (leider wörtlich) ans Netz bekommen. Es ist zu befürchten, dass die belgische Atomaufsicht erneut als Aufsichtsbehörde versagt. Heute stehen wir hier gemeinsam egal ob Belgier, Niederländer, Luxemburger, Franzosen oder Deutsche. Unsere Grenzen verlaufen nicht zwischen Staaten, unsere Grenze verläuft allein zwischen Profiteuren und Günstlingen der Atommafia und denen die Atomkraft ertragen müssen, sei es „nur“ finanziell oder als bewusst einkalkulierte zukünftige oder gegenwärtige Opfer. UND DAS SIND WIR ALLE. Die Reaktorexplosionen von Fukushima haben wieder einmal gezeigt: Atomkraft ist nicht beherrschbar. Lasst uns gemeinsam gegen ein Fukushima im Herzen Europas kämpfen. Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht:

STOP Temelin – STOP Doel – STOP Tihange!“

(www.stop-tihange.org/de)
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=> siehe auch den sehr lesenswerten Artikel
=> Internationale Demo beim AKW-Tihange . . . 16. März 2015 . . . www..kraz.ac
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und TV-Beitrag => Atomkraftgegner demonstrieren in Tihange . . . WDR-Lokalzeit Aachen . . . gesendet am 16.3.2015
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=> Mehr Infos => www.stop-tihange.org/de
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Demonstration in Düsseldorf zum 4. Jahrestag der Atomkatastrophe in Japan

Mehr als 400 AtomkraftgegnerInnen demonstrierten am 14. März in Düsseldorf unter dem Motto „Fukushima mahnt – Atomausstieg weltweit, auch in NRW“ gegen Atomkraft und die nordrhein-westfälische Atompolitik.
Ein Zusammenschluss aus verschiedenen AntiAtom-Initiativen und der Japanischen Gemeinde in Düsseldorf hat zu dieser Demonstration aufgerufen. Anlässlich des vierten Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima wurde den Opfern von Erdbeben und Tsunami sowie des nachfolgenden Super-GAUs gedacht. Trotz dieser Katastrophe und des daraufhin in Deutschland beschlossenen Atomausstiegs erlebt die Atomkraft weltweit eine Renaissance, wobei NRW aus Sicht der AtomkraftgegnerInnen in mehrfacher Hinsicht eine unrühmliche Rolle spielt.

Mit ihrer Auftaktkundgebung vor der Konzernzentrale von E.ON kritisieren die DemonstrantInnen die Planungen des Konzerns, sich durch eine Umstrukturierung aus der Verantwortung für die Entsorgung ihrer atomaren Altlasten zu stehlen.
Hierzu Jochen Stay, Sprecher der AntiAtom-Organisation .ausgestrahlt: „Wir gedenken der Opfer der Atomkatastrophe, aber wir nehmen auch die Täter in den Blick. Die Konzerne versuchen durch unverschämte Lobbypolitik, sich den Ausstieg aus der Atomkraft vergolden zu lassen und weiterhin ihre Milliardengewinne zu machen. Das werden wir nicht zulassen!“
E.ON plant, den kostspieligen Ausstieg aus der Atomkraft an eine zu gründende Tochtergesellschaft auszugliedern. Die AtomkraftgegerInnen fordern die Politik auf, dies nicht zuzulassen und sich der Einflussnahme der Atomlobbyisten zu entziehen. Vielmehr ist es notwendig, die bislang gebildeten Rücklagen für die Abwicklung der Atomkraft, die mit 36 Mrd. € ohnehin zu knapp kalkuliert sind, in die öffentliche Hand zu überführen und die Konzerne trotzdem weiterhin in die Pflicht zu nehmen.

Auch die Rolle der NRW-Landespolitik im Zusammenhang mit der Entsorgung des Jülicher Atommülls wird kritisiert. Mit Blick auf den geplanten gesetzeswidrigen Export von 152 Castoren mit Atommüll aus dem havarierten Reaktor in Jülich wird die Politik aufgefordert, eine aktivere Rolle zu spielen. Die Veranstalter fordern, die Betreiber des Versuchsreaktors zu einem verantwortlichen Umgang mit ihren atomaren Altlasten zu drängen. Tatsächlich aber überlässt man trotz einschlägiger Negativerfahrungen eben diesen Betreibern weiterhin die Initiative.

Kerstin Ciesla vom BUND Nordrhein-Westfalen: „Die Absichten zur Entsorgung des Jülicher Atommülls wirft ein erschreckendes Bild auf die Rolle der Landespolitik. Die Verantwortlichen in Jülich haben sich in den vergangenen Jahren für einen geordneten Umgang mit ihren Altlasten mehrfach disqualifiziert. Aber anstatt daraus die politischen Konsequenzen zu ziehen und die Betreiber an die Kandare zu nehmen, überlässt man denen das Feld. Die bislang bekannten „Lösungsvorschläge“ sind ein Schlag ins Gesicht all derer, die zukünftig unter den Folgen dieser Politik leiden werden.“
Die Landesregierung wird aufgefordert, diese absehbaren Folgen zu verhindern. Neben den kalkulierten Kosten in Milliardenhöhe zu Lasten des Steuerzahlers besteht erhebliche Gefahr für Mensch und Umwelt.

Die Veranstalter weisen schließlich darauf hin, dass mit der Urananreicherungsanlage in Gronau der Atomausstieg konterkariert wird. In Gronau werden ca. 10 Prozent des weltweiten Bedarfs an Atombrennstoffen hergestellt. Dabei fallen atomare Abfälle in der Größenordnung von mehreren zehntausend Tonnen an, für die kein Entsorgungskonzept vorliegt. Zudem finden zahlreiche Atomtransporte durch das dicht besiedelte Nordrhein-Westfalen statt. Auch der beabsichtigte Verkauf der Anlage, mit der auch Atomwaffen produziert werden können, ist für die AtomkraftgegnerInnen nicht hinnehmbar.

Die AtomkraftgegnerInnen fordern auch in Nordrhein-Westfalen einen konsequenten Atomausstieg.
(PM)
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=> Tolle Bilder gibt´s bei => www.anti-atom-aktuell.de
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14./15. März 2015 – Demo-Doppelpack: FUKUSHIMA MAHNT: Atomausstieg weltweit! Auch in Belgien und NRW!

(aktualisiert am 14.3.2015)

Sonntag, 15. März 2015 – 14 Uhr – Huy/Tihange (B)

Strahlung kennt keine Grenzen…

Aus dem Aufruf:
Wir fordern den Atomausstieg in Belgien durch einen kurzfristigen Plan. . . . Konkret bedeutet dies die sofortige und permanente Schließung von Doel-1, Doel-2 und Tihange-1 und die Rücknahme der Betriebserlaubnis für die beiden Schrottreaktoren Doel-3 und Tihange-2.
Wir stellen fest, dass selbst die schon beschlossenen Schließungsgesetze der Regierung, den Atomausstieg nicht tatsächlich sicherstellen.
Wir stellen fest, dass die Verantwortlichen rationalen Argumenten gegen AKWs nicht zugänglich sind.
Der Atomausstieg ist Handarbeit: Dies bedeutet den kontinuierlichen Aufbau einer Massenbewegung, die den Atomaustieg erzwingt – und wenn es irgend geht: VOR dem SuperGAU.
(www.stop-tihange.org)
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Die Volxküche Nordeifel bekocht Euch wieder revolutionär gut!
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=> Mehr Infos und Details zur Demo
bei => www.stoptihange.org
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Überregionale Demo am Samstag, 14. März 2015

Düsseldorf, 13 Uhr,
EON-Zentrale, EON-Platz 1

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Die von einem deutsch-japanischen Bündnis organisierte Demonstration richtet sich gegen den Weiterbetrieb aller AKW in Deutschland und die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren in Japan.

Außerdem gegen die geplanten Atommüll-Exporte aus Jülich in die USA, den geplanten Verkauf der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau, gegen Castortransporte aus Garching ins Zwischenlager Ahaus – und nicht zuletzt: Gegen die Ausgliederung der Atomsparte des in Düsseldorf ansässigen Eon-Konzerns als quasi „Bad Bank“.
(Mit Material von => .ausgestrahlt)
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Die Volxküche Nordeifel bekocht Euch wieder revolutionär gut!
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siehe auch => FUKUSHIMA MAHNT:
Atomausstieg weltweit – auch in NRW!
Überregionale Demo am Samstag, 14. März 2015 – Düsseldorf
- 13 Uhr -
EON-Zentrale – EON-Platz 1
. . . 20. Februar 2015
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und => Von Euskirchen bequem mit dem Bus zur Demo:
Stop Tihange – Stop Doel
Sonntag, 15. März 2015 – 14 Uhr – Huy (Tihange)
. . . 15. Februar 2015
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FUKUSHIMA MAHNT – DIE KATASTROPHE DAUERT AN!

Am 11. März vor 4 Jahren begann die Nuklearkatastrophe von Fukushima.
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Auch 4 Jahre nach dem Super-GAU in Japan werden das Meer und die Luft weiterhin Tag für Tag radioaktiv verseucht.
Der starke Taifun vom Oktober 2014 wusch die Reaktorruine erneut aus und sorgte für extrem hohe Strahlungswerte.
Die ständigen Erdbeben bedrohen die Ruine ebenfalls.
Wie in Tschernobyl nimmt auch in Fukushima der Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen dramatisch zu.
Eine erhöhte Säuglingssterblichkeit ist sicher dokumentiert, wird aber in Japan verschwiegen.
Die ca. 300.000 Kinder in der Präfektur Fukushima spielen trotz enormer Gesundheitsgefahren im Freien. Die Kinder tragen Dosimeter, aber die Regierung in Japan überlässt gesundheitliche Fragen der Bevölkerung – so ist Fukushima ein strahlenmedizinisches Versuchslabor geworden.

Wir gedenken der Opfer der verheerenden Reaktorkatastrophen von Windscale (1957), Harrisburg (1979), Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011).

(Aus dem Flyer zur Düsseldorf-Demo am 14.3.2015 / Jochen Stay / .ausgestrahlt)
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