Archiv für Januar 2015

Demo: Stop Tihange – Stop Doel

(aktualisiert am 15.2.2015)

Sonntag, 15. März 2015 – 14 Uhr Huy (Tihange)

Aus dem Aufruf:
Wir fordern den Atomausstieg in Belgien durch einen kurzfristigen Plan. . . . Konkret bedeutet dies die sofortige und permanente Schließung von Doel-1, Doel-2 und Tihange-1 und die Rücknahme der Betriebserlaubnis für die beiden Schrottreaktoren Doel-3 und Tihange-2.

Wir stellen fest, dass selbst die schon beschlossenen Schließungsgesetze der Regierung, den Atomausstieg nicht tatsächlich sicherstellen.
Wir stellen fest, dass die Verantwortlichen rationalen Argumenten gegen AKWs nicht zugänglich sind.

Der Atomausstieg ist Handarbeit: Dies bedeutet den kontinuierlichen Aufbau einer Massenbewegung, die den Atomaustieg erzwingt – und wenn es irgend geht: VOR dem SuperGAU.
- – – – –

Es fahren Busse von Euskirchen nach Tihange.

Die Busse werden von den GRÜNEN Kreisverbände Aachen, Düren, Euskirchen und Köln organisiert.

ca. 10:15 Uhr Euskirchen
ca. 10:45 Uhr Schleiden Restaurant Mayer
ca. 11:15 Uhr Monschau
ca. 11:45 Uhr AS Eupen
ca. 13:30 Uhr Huy (Belgien) – AKW Tihange
ca. 18:00 Uhr Rückfahrt

=> hier geht´s zur
=> Anmeldung

- – – – –
ca. 10:15 Uhr Köln Haltestelle Straßenbahn 12 “Südfriedhof”
ca. 10:45 Uhr A4 AS Kerpen „Mitfahrerparkplatz“ – ca. 11:15 Uhr A4 AS Düren „Mitfahrerparkplatz“ – ca. 11:45 Uhr Aachen HBF Bahnhofsvorplatz – ca. 13:30 Uhr Huy (Belgien) – AKW Tihange
ca. 18:00 Uhr Rückfahrt

- – – – –
siehe auch => Von Euskirchen bequem mit dem Bus zur Demo: Stop Tihange – Stop Doel
veröffentlicht am 15. Februar 2015
- – – – -
original bei => Aufruf zur Demonstration gegen das AKW Tihange am Sonntag, 15. März 2015 um 14 Uhr . . . www.stop-tihange.org
und => Demonstration: Stop Tihange – Stop Doel
Sonntag, 15. März 2015 – 14 Uhr Huy
. . . www.anti-akw-ac.de

mehr Hintergrundinfos =>
Kategorie => Tihange . . . AntiAtom-Euskirchen
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Der Sofortausstieg ist möglich!

Atomkraft und Braunkohle auf einen Streich

(von Anika Limbach, AntiAtomBonn)
Es gibt Gerüchte, die sich hartnäckig halten. So behaupten viele Skeptiker, das sofortige Stilllegen der restlichen Atomkraftwerke sei nicht möglich wegen fehlender Kapazitäten. Andere glauben, ein Sofortausstieg schade dem Klima, da er mit einen höheren CO2- Ausstoß verbunden sei.
Beides ist jedoch falsch. Ein Blick auf die neusten Zahlen und Fakten bestätigt mehr denn je:

Wir könnten sofort auf Atomstrom
verzichten und gleichzeitig alle
Braunkohlekraftwerke abschalten.

Angenommen wird hier ein Extremfall, der im Grunde nur theoretisch auftritt, nämlich der Fall, dass bei extrem hohem Stromverbrauch in Deutschland die Sonne nicht scheint, der Wind nicht weht und darüber hinaus die gesamte Reserveleistung gebraucht wird.
Selbst in diesem Fall gäbe es ohne Atomkraftwerke noch eine Überkapazität von 21,7 GW! Eine gleichzeitige Stilllegung aller Atom- und Braunkohlekraftwerke wäre also möglich, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Doch was ist mit der potentiellen „Stromlücke“ in Süddeutschland, die ein Sofortausstieg angeblich mit sich bringt?
Bei genauer Betrachtung stellt sich heraus, dass Bayern (abzüglich der AKW) zur Jahreshöchstlast ein potentielles „Stromdefizit“ von 1,4 GW zu verzeichnen hätte. Diese Unterdeckung ließe sich mittels der bestehenden Übertragungsnetze problemlos ausgleichen (siehe Langfassung).

Der Strompreis wird durch die Energiewende sinken, darin sind sich alle seriösen Fachleute einig. Auch kurzfristig gesehen müssten Normalverbraucher durch einen Sofortausstieg nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen.
(publiziert am 24.01.2015 von Anika Limbach bei AntiAtom-Bonn)
- – – – -
=> Hier gibt´s die Langfassung vom 23.1.2015 als pdf.
- – – – –
=> auch interessant => Beschluss gegen Urantransporte ist endgültig! . . . AntiAtom-Bonn
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Politik verhilft Atomkonzernen zu 882-Millionen-Euro-Klagen

(aktualisiert // original veröffentlicht am 16.1.2015)

„Der Brief ist von RWE bestellt worden und die Politik hat geliefert“


(ARD – MONITOR – gesendet am 15.1.2015)
Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Briefwechsel hervor, über den MONITOR heute (Anm. AAE: 15.1.2015) berichtet. Darin bittet der damalige RWE-Vorstandsvorsitzende, Jürgen Großmann, den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ausdrücklich um ein Schreiben, das heute als wesentliche Grundlage für Schadensersatzklagen der Atomkonzerne dient. Vorausgegangen war offenbar eine Vereinbarung mit dem damaligen Kanzleramtsminister Ronald Pofalla.

„Der Brief ist von RWE bestellt worden und die Politik hat geliefert“, sagt Joachim Wieland, Professor für Öffentliches Recht an der Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. „Ein solcher Vorgang hat mit Rechtstaatlichkeit nichts mehr zu tun“, urteilt der ehemalige Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium Wolfgang Renneberg. „So sind die Millionen-Klagen der Atomkonzerne erst möglich gemacht worden“.

Bis Ende 2014 haben die Atomkonzerne RWE, E.ON und EnBW ihre Klagen auf Schadenersatz gegen den Bund und die zuständigen Länder eingereicht. Die Klagen richten sich gegen die von der Bundesregierung nach der Atomkatastrophe von Fukushima beschlossene vorübergehende Stilllegung der ältesten deutschen Atomkraftwerke. Die Konzerne fordern Schadenersatz in Höhe von rund 882 Mio. Euro.

Gegen das von der Politik verhängte Moratorium hatte RWE im Jahr 2011 vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel geklagt. Zeitgleich hätte der Konzern sein Atomkraftwerk Biblis B eigentlich wieder ans Netz gehen lassen können. Dass man das Atomkraftwerk selbst nach Auslaufen des Moratoriums nicht wieder angefahren hat, begründet RWE nun vor allem mit dem Schreiben des hessischen Ministerpräsidenten Bouffier, in dem es heißt, die hessische Atomaufsicht würde im Falle eines Anfahrens des Kernkraftwerkes „dagegen vorgehen“. „Dieser Brief hat eine Grundlage für die heutigen Schadenersatzforderungen geschaffen“, urteilt Atomrechtsexperte Prof. Joachim Wieland. Auch E.ON und EnBW begründen ihre Schadenersatzforderungen unter anderem mit diesem Brief.

Ein bislang geheimes Schreiben, das Monitor vorliegt, belegt nun, dass der damalige RWE-Chef den hessischen Ministerpräsidenten ausdrücklich um dieses Schreiben gebeten hatte. Darin heißt es: „Herr Minister Pofalla sagte mir zu, mir (…) einen schriftlichen Bescheid zu geben, dass Sie ein evtl. Anfahren verhindern werden. Wann können wir mit diesem Schreiben rechnen?“

Die atompolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting Uhl hält „diese Nähe zwischen Politik und Energiekonzernen, um den Steuerzahler um sein Geld zu bringen“, für „unglaublich empörend.“ Die Grüne Bundestagsfraktion fasst angesichts der Erkenntnisse von MONITOR einen Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag ins Auge.

Weder Volker Bouffier noch die Bundesregierung, Ronald Pofalla oder Jürgen Großmann wollten sich auf MONITOR-Anfragen zu den damaligen Vorgängen äußern.
(ARD – MONITOR-Pressemeldung vom 15.1.2015)
- – – – – – – — -
Presse:
=> Schwarz-Grün in Hessen: Gelassenheit nach Biblis-Skandal . . . taz.de . . . 21.1.2015
=> Kommentar AKW Biblis: Parteitaktik statt Aufklärung . . . taz.de . . . 22.1.2015
=> Barbara Hendricks über Biblis-Skandal:
„Verdacht durch nichts begründet“
. . . taz.de . . . 25.1.2015
- – – – – – – – –
- – – – – – – – -
siehe auch => Atomkonzerne fordern Milliarden Euros – auf Kosten der Steuerzahler . . . 19. Juni 2012
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Brunsbüttel-Urteil: Entsorgungskonzept gescheitert

(aktualisiert // original veröffentlicht am 16.1.2015)

Zwischenlager-Konzept gescheitert:

Genehmigung für das Atommüll-Zwischenlager von Vattenfall in Brunsbüttel ist rechtswidrig

Zur heutigen (16.1.2015 Anm. AAE) Aufhebung der Genehmigung des Zwischenlagers Brunsbüttel durch das Bundesverwaltungsgericht Leipzig erklärt ROBIN WOOD-Energiereferent Tobias Darge:
„Das atomare Zwischenlager in Brunsbüttel hat keine Genehmigung mehr. Damit fehlt der vom Atomgesetz vorgeschriebene Entsorgungsnachweis.
Das muss Konsequenzen auch für alle anderen Zwischenlager an deutschen Atomkraftwerken haben. Auch sie sind nicht hinreichend daraufhin untersucht worden, ob sie gegen den Absturz eines Airbus A 380 und Terrorangriffe mit modernen panzerbrechenden Waffen ausgelegt sind.
Deshalb stehen alle neun noch am Netz befindlichen AKWs in der Bundesrepublik de facto ohne ‚Entsorgungsnachweis‘ da und müssen sofort abgeschaltet werden.
Das Ausmaß der ganzen Atommüll-Misere tritt offen zu Tage. Das Zwischenlager-Konzept ist auf ganzer Linie gescheitert. Offenkundig wird ein jahrzehntelanges Versagen im Umgang mit dem Atommüll – durch die Energiekonzerne, die den Müll verursacht haben ebenso wie durch die zuständigen Regierungen in Bund und Ländern.“

Auch Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, kommentiert: „Als Konsequenz aus dem Urteil muss der Betrieb der neun noch laufenden Atomkraftwerke endlich eingestellt werden, damit nicht noch weiterer Atommüll produziert wird, von dem niemand weiß, wohin damit.
Es war noch nie verantwortbar, strahlende Abfälle zu produzieren. Aber mit der heutigen Entscheidung zu Brunsbüttel ist dies offensichtlicher denn je.“
(PM von ROBIN WOOD und .ausgestrahlt)
- – – – – – – – – —
Presse:
=> Brunsbüttel offiziell nicht sicher . . . taz.de . . . 16. 01. 2015
=> Brunsbüttel: Angriff aufs Zwischenlager . . . sueddeutsche.de . . . 16.01.2015
=> Wohin mit dem Atommüll? Zwischenlager-Konzept gescheitert . . . taz.de . . . 23.01.2015
- – – – – – – – – —

- – – – – – -
=> hier gibt´s das Urteil des Bundesverwaltungsgericht als pdf
=> Atommüll-Lagerung im Nirgendwo: Der Beschluss des Bundesverwaltungsgericht
Publiziert am 20. Januar 2015 von Dirk Seifert bei => umweltFAIRaendern.de
- – – – – – – –
siehe auch => AtomkraftgegnerInnen fordern Konsequenzen aus Brunsbüttel-Urteil . . . 20. Juni 2013
und => OVG-Urteil: Atommüll-Lagerung illegal . . . 19. Juni 2013
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Subversiver Ungehorsam vor Gericht

(aktualisiert am 20.2.2015)

Lingen, 2013 => Eine Sitzblockade vor einer Atomanlage…

. . . die eingeleiteten Bußgeldverfahren werden anderthalb Jahre und mehrere Aktionen gegen Brennelementefabrik und Polizei später eingestellt. Auch eingeleitete Widerstandsverfahren enden mit Einstellungen oder Freisprüchen.
Jetzt, Anfang 2015, ist noch ein Verfahren geblieben.

Worum geht es ?

Die Angeklagte soll nach der Räumung in einem über mehrere Stunden andauernden Polizeikessel angefangen haben, mit weiteren in Gewahrsam genommenen Personen Quartett mit ihren Ausweisen zu spielen.
Banal? Belanglos? Aus Langeweile? Subversion gegen das Erleben polizeilicher Repression? Ein Stück verbliebene Selbstbestimmung und Kreativität zwischen zahlreichen Uniformierten? Vielleicht von allem ein wenig?
In den Augen von Polizei und Staatanwaltschaft jedoch vor allem eines: Eine Straftat.
Vorgeworfen wird nun also der Missbrauch von Ausweispapieren und das Zur-Verfügung-Stellen des eigenen Ausweises zum Zwecke der Täuschung.
Es wirkt, als hätten hier Polizeibeamte ganz besonders viel Energie in die Verfolgung einer ihnen unangenehmen, weil ihre Autorität vielleicht in Zweifel ziehenden Aktion investiert.

Wer sich das Theaterstück im Amtsgericht live ansehen möchte ist herzlich eingeladen
am Mo, 16.2.2015 um 14 Uhr
in Saal Z 17, Amtsgericht Lingen.

(Publiziert am 21. Januar 2015 von hanna bei => nirgendwo.info
Solidarische Unterstützung für repressionsbetroffene Anti-Atom-Aktive
)

- – – – – –
Lingen: Gerichtsprozess gegen Anti-Atom-Aktivistin endet mit Freispruch
. . . Publiziert am 16. Februar 2015 von hanna bei . . . nirgendwo.info
Solidarische Unterstützung für repressionsbetroffene Anti-Atom-Aktive

- – – – – – – – – -
=> Brennelementefabrik Lingen blockiert . . . 26. Juli 2013
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

„Urananreicherung beenden statt verkaufen“

AtomkraftgegnerInnen und Verbände schreiben an NRW-Landesregierung:
„Urananreicherung beenden statt verkaufen“

Angesichts der brisanten Lage rund um die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau gehen Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland, die Umweltverbände BUND und BBU sowie die Ärztevereinigung IPPNW mit der NRW-Landesregierung hart ins Gericht: „Für Landes-Wirtschaftsminister Duin sind die rot-grünen Koalitionsvereinbarungen ganz offenbar nur Belletristik und kein konkreter Handlungsauftrag; bedauerlicherweise scheint aber auch der grüne Regierungspartner den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen zu haben,“ warnte Dr. Michael Harengerd vom BUND NRW.

Mit einem ausführlichen Fragenkatalog wenden sich die Initiativen und Verbände an die NRW-Landesregierung, um die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung der UAA Gronau zu bekräftigen. Im Mittelpunkt des Schreibens (=> pdf) stehen die erheblichen Gefahren durch den geplanten Verkauf des Gronauer Urananreicherers Urenco, die Ablehnung der kurz bevorstehenden Inbetriebnahme einer riesigen Atommüll-Lagerhalle für abgereichertes Uran in Gronau sowie die stetige Zunahme der Urantransporte quer durch NRW.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Verbände kritisieren massiv, dass die NRW-Landesregierung ihre Versprechungen aus dem Koalitionsvertrag von 2012 in punkto Atomausstieg nicht einhält. In dem Schreiben an die Landesminister Duin (SPD), Jäger (SPD) und Remmel (Grüne) heißt es wörtlich: „Als Landesregierung müssen Sie sich dieser Herausforderung stellen und einen klaren Weg aufweisen, der zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, zur Vermeidung von weiterer Atommüllproduktion und zu einer sicheren Entsorgung des Gronauer Atommülls führt“.

Die Europa-Vorsitzende der Friedensnobelpreisträgerin IPPNW, Dr. med. Angelika Claußen, warnt eindringlich vor dem Verkauf von Urenco: „Ausgerechnet bei Urenco ist trotz der militärischen Brisanz sogar ein Börsengang im Gespräch. Damit wird das Kontrollregime durch die Internationale Atomenergiebehörde massiv untergraben. Einer Weiterverbreitung der Atomwaffentechnologie z. B. an Staaten im Pulverfass des Nahen und Mittleren Ostens wird wissentlich Vorschub geleistet. Aus friedenspolitischer Sicht ist das unverantwortlich. Die IPPNW fordert daher eine Stilllegung der Urenco-Anlagen.“

Große Sorgen bereitet auch die für 2015 geplante Inbetriebnahme einer riesigen Atommüll-Lagerhalle für 60 000 Tonnen abgereichertes Uran auf dem Gelände der UAA Gronau: „Die Betriebsgenehmigung soll zeitlich unbefristet sein, sodass angesichts einer fehlenden Entsorgungsmöglichkeit de facto ein oberirdisches Endlager entstehen kann. Und jedes Jahr kommen durch den Betrieb der UAA mehr als 6000 Tonnen Uranmüll hinzu. Wo bleibt der versprochene Atomausstieg? Die Atommüllproduktion muss in Gronau umgehend beendet werden,“ so Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münterland gegen Atomanlagen.

3. April 2015 : Ostermarsch an Urananreicherungsanlage Gronau

Für Karfreitag, 3. April, ist an der UAA Gronau ein überregionaler Ostermarsch geplant, um gegen die Urananreicherung, den geplanten Verkauf von Urenco sowie gegen die Inbetriebnahme der neuen Atommüll-Lagerhalle zu protestieren.
(Gemeinsame PM von: www.bbu-online.de, www.bund-nrw.de, www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de , www.aku-gronau.de)
- – – – – -
=> hier gibt´s das Dokument „Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau; hier: Verkauf des Urananreicherers Urenco, Uranmülllagerung, Urantransporte“ als pdf
- – – – – – – –
Siehe auch => Archiv der Kategorie ‚Gronau‘
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

„Sperrmüll statt Atommüll“ – Blockade der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

(=> von: Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen)
Das Jahr ist erst wenige Tage alt, da gibt es schon die erste Blockade der UAA Gronau!
Am Morgen des 8.1.2015 wurde mit Sperrgut („Sperrmüll statt Atommüll“) die Schienenzufahrt blockiert, unten dokumentieren wir die Erklärung der AktivistInnen. Die Polizei nahm Personalien auf und prüft laut WDR nun die Einleitung von Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen Versammlungsgesetz und Abfallgesetz (!) – wann hat die Polizei eigentlich mal wegen der Atommülllagerung in Gronau ermittelt?

Erklärung der AktivistInnen:

„Sperrmüll statt Atommüll“ – Blockade der Urananreicherungsanlage


Am heutigen Morgen (8.1.2015, Red. AAE) gegen 9.30 Uhr wurde die Schienenzufahrt der Urananreicherungsanlage in Gronau unter dem Motto „Sperrmüll statt Atommüll“ blockiert.
Dabei wurde auf das zur Anlage führende Stichgleis verschiedenster Sperrmüll gestellt. Beschriftet waren die ausgedienten Sofas, Schranktüren, Matratzen und Wäschespinnen mit Sprüchen wie „Sperrmüll gegen Atommüll“ oder „Dieser Müll strahlt nicht“.
Hintergrund der Aktion ist, dass in diesem Jahr die Urenco ein neues Dauerlager für Uranmüll in Betrieb nehmen will.

„Wir wenden uns mit unserer Aktion gegen die Produktion und Einlagerung weiteren radioaktiven Mülls in Gronau. Im Gegensatz zu Sperrmüll strahlt dieser Müll auch nach Milliarden von Jahren noch und kann nicht einfach entsorgt werden.“, erklärt eine der beteiligten Atomkraftgegner*innen. „Mit der Blockade soll symbolisch verhindert werden, dass das neue Lager in Betrieb genommen werden kann und Atommüll hier Jahrtausende vor sich hinstrahlt. Unsere Sperrmüllkunst ist nichts gegen Urencos Atommüll.“

Die Urananreicherungsanlage in Gronau hat eine unbefristete Betriebsgenehmigung und darf somit unbefristet Atommüll (in Form von abgereichertem Uran) produzieren. Eine neue Lagerhalle wurde im letzten Jahr fertig gestellt – hier soll abgereichertes Uranoxid unbefristet gelagert werden.
Andere Lagerungsmöglichkeiten sind keine in Sicht, in Gronau entsteht also ein neues Endloslager.
Verbunden ist dies auch mit zahlreichen Urantransporten – das abgereicherte Uranhexafluorid wird erst in eine Konversionsanlage in Pierrelatte in Frankreich gefahren, dort umgewandelt und als Uranoxid zurückgefahren und in Gronau gelagert. „Das ist ein atomarer Wahnsinn. Deshalb gehört die Urananreicherungsanlage sofort stillgelegt.“ sind sich die Atomkraftgegner*innen einig.
(PM von sperrmuellverein)
- – – – – – – –
Da bereits in zwei Wochen aufgrund früherer Proteste wieder ein Prozesstermin in Gronau und am nächsten Montag einer in Lingen anstehen, rufen wir hiermit zu Spenden für unseren Rechtshilfefonds auf. Es ist völlig klar, dass derartige Aktionen solidarische Unterstützung von außen benötigen, damit die möglichen juristischen und finanziellen Folgen nicht allein bei den AktivistInnen hängen bleiben.
Vielen Dank für eure Solidarität im Voraus!
Spenden bitte an:

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Konto 357 730 701, BLZ 401 646 18, Volksbank Wettringen
Stichwort: Rechtshilfe
(=> Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen)
- – – – – – – –
Siehe auch => Archiv der Kategorie ‚Gronau‘
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

P. Rosenauer (Resistance for Peace): Hungerstreik/Zwangsernährung

Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide!

Peter Rosenauer von der österreichischen NGO Resistance for Peace (wir berichteten) wurde nach einer Woche Hungerstreik und nach zusätzlicher Verweigerung der Aufnahme von Flüssigkeit wegen erheblicher Verschlechterung des Gesundheitszustands in die Krankenstation der Justizanstalt Josefstadt verlegt. Dort wurden staatliche Zwangsmaßnahmen (intravenöse Zwangsernährung) gesetzt!
=> bitte hier weiterlesen => Pressemitteilung von Resistance for Peace
- – – – –
Der Resistance for Peace-Sprecher und langjährige AntiAtom-Aktivist Peter Rosenauer sitzt seit dem 2. Januar in Haft.
Sein Verbrechen bestand darin, mit einer friedlichen Zukett-Aktion auf die unbeschreiblichen Tierqualen durch den Echtpelz-Handel sowie die permanente missbräuchliche Verwendung des (Nötigungs-) Paragraphen 105 StGB (A) aufmerksam zu machen.

Solidaritätsbekundungen . . .

. . . bitte relativ formlos per Email mit Betreff „Rosenauer“ an
office[ät]antiatomszene.info senden.
Benötigt werden Vor- und Nachname, sowie Ort und Postleitzahl (und Land). DANKE.
Diese wird dann auch in den diesbezüglichen Schreiben an Bundespräsident Fischer und Justizminister Brandstetter angeführt.
– – – – – – – – – – -
- – – — —
siehe auch => Aufruf zur Solidarität mit Peter Rosenauer / Resistance for Peace . . . 13. Dezember 2014

und => Solidarität mit Peter Rosenauer / Resistance for Peace (A) ! . . . 23. Dezember 2014
- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Mitmachaktion: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

Der Energiekonzern Electricité de France (EdF) will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt aber nur mit massiven Subventionen durch die britische Regierung, die klar gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die vorhergehende EU-Kommission hat in ihrer vorletzten Sitzung diese Atombeihilfen genehmigt.

Diese skandalöse Entscheidung öffnet dem Bau neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof dagegen klagen, die EWS haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt.

Doch nur wenn der Druck der Bürgerinnen und Bürger höher wird als der Einfluss der Atomlobby, können wir die neu ernannte EU-Kommission dazu bewegen, die Fehlentscheidung zurückzunehmen.
Der Beschwerdeweg steht jeder EU-Bürgerin und jedem EU-Bürger offen und ist ohne Kostenfolgen. Schließen Sie sich unserer Beschwerde an – oder formulieren Sie eine eigene Beschwerde – und fordern Sie mit uns:
=> Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

=> „Ich schließe mich der Beschwerde an . . .“

(=> Hintergrundinformationen zur Kampagne)
(Text & Video von => www.ews-schoenau.de)

- – – – – – — – — – – – – – – – – – –
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt => www.atomausstieg-selber-machen.de

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – - – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -