Archiv für Juli 2013

Brennelementefabrik Lingen blockiert

Rund 50 AtomkraftgegnerInnen fordern die sofortige Stilllegung der Uranfabriken Lingen und Gronau.

Am 25.7.13 blockierten ca. 50 unabhänige AktivistInnen durch eine Sitzblockade, eine Kletteraktion und eine lautstarke Sambaband die Zufahrt zur Brennelementefabrik des Atomkonzerns Areva im emsländischen Lingen.
Der Zulieferverkehr zur Fabrik war für etwa 7 Stunden unterbrochen.
Gegen Mittag wurde die Blockade durch die Polizei geräumt und zahlreiche AktivistInnen in die Polizeistation gebracht. Eine Aktivistin wurde bei der Räumung verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Sowohl die Brennelementefabrik Lingen als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau dürfen trotz des angeblichen Atomausstiegs unbefristet weiterlaufen. „Von hier aus wird der Weltmarkt mit Brennelementen versorgt, die Atomspirale läuft weiter und vergiftet vom Uranabbau bis zum Atommüll unsere Lebensgrundlagen“ erklärt Judith ihre Motivation. „Schon der Normalbetrieb ist eine Katastrophe. Uran muss in der Erde bleiben und dafür kämpfen wir.“ ergänzt Anne.

Die 1979 in Betrieb genommene Brennelementefabrik Lingen wird vom französischen Konzern AREVA NP betrieben. Das Unternehmen steht in der Kritik, weil es weltweit seine wirtschaftlichen Interessen über die Rechte der Menschen und deren Gesundheit hinweg durchsetzt.

Schon der Betrieb der Anlage in Lingen ist unverantwortlich. Damit gehen viele gefährliche Atomtransporte einher. Die letzte Fahrt nach Lingen erfolgte am 6.7.13 aus Russland kommend über den Hamburger Hafen. Solche Transporte werden in der Regel geheim gehalten und werden erst durch die mühsame Recherche von AtomkraftgegnerInnen – oder durch Unfälle – bekannt.
Am 1. Mai dieses Jahres war die Stadt Hamburg knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, als auf dem Atomfrachter „Atlantic Cartier“ ein Feuer ausbrach, während sich wenige Hundert Meter entfernt Zehntausende BesucherInnen des Kirchentags aufhielten.

Auf Grund dieser und anderer Gefahren der Atomenergienutzung veranstalteten viele AktivistInnen ein einwöchiges Antiatomcamp im münsterländischen Metelen (NRW). Mit Aktionstagen tragen sie ihren Protest in die Öffentlichkeit.

Mit einem Konzertabend am Freitag mit Klaus der Geiger, Selassiekai, Elven, Chaos & Sandale, Ravermen und Toni endet das Camp am Samstag/Sonntag.

(PM) Fotos: 1) Pay Numrich; 2) visual.rebellion
http://antiatomcamp.nirgendwo.info/

- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt (=> bitte Logo anklicken!):

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Blockade der Urananreicherungsanlage Gronau

Das Münsterländer Anti-Atom-Camp in Metelen hat gut begonnen!

An der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau blockieren Anti-Atomkraft-Initiativen mit bunten und fröhlichen Demonstrationen die Zufahrtswege.
In der Anlage fällt in großen Mengen Uranmüll an, sie versorgt zahlreiche Atomkraftwerke in aller Welt mit Nuklearbrennstoff, sie ist nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert und sie könnte ggf. militärisch zur Produktion von Uranbomben genutzt werden.

Die Polizei ist vor Ort, hält sich bisher zurück.
Nach Auffassung von Anti-Atomkraft-Initiven sollte sie sich zum Schutz der Bevölkerung gegen die Uranfabrik und nicht gegen die Demonstrationen einsetzen.
Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Gronauer Bündnis gegen Urananreicherung, der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG), das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz haben ihre Solidarität mit den Protesten ausgesprochen. Die gemeinsame Hauptforderung lautet:

Keine weitere Atommüllproduktion –
sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

In einer ersten Information der blockierenden Initiativen heißt es:
„Seit 4.30 Uhr ist die Hauptzufahrt der Gronauer Urananreicherungsanlage blockiert. Rund 50 Menschen beteiligen sich an der Aktion, zwei hölzerne Dreibeinkonstruktionen versperren die Tore, eine Sambagruppe sorgt für musikalische Unterstützung.

Ab 9 Uhr ist auch eine Mahnwache in der Gronauer Innenstadt (Ecke Schulstraße/Neustraße) angemeldet.

Vom Anti-Atom-Camp in Metelen hatten sich einige Aktionsgruppen aufgemacht, um gegen die fortlaufende Urananreicherung zu protestieren.
„Die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco ist nämlich vom angekündigten angeblichen Atomausstieg ausgenommen.“ erklärt Sim aus Münster ihre Aktion. „Es geht uns darum, den Atomkreislauf weltweit zu unterbrechen.“ setzt die Aktivistin fort. Denn die Firma Urenco produziert ein Viertel des weltweiten Bedarfs an angereichertem Uran.

Das Uran, welches in Gronau verarbeitet wird, wird meist unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen, zum Beispiel in Australien und verschiedenen afrikanischen Ländern. Erst kürzlich berichtete ein Aktivist aus dem Kongo von beobachteten Missbildungshäufungen bei Neugeborenen von Minenarbeitern, die selber auffallend oft chronisch krank sind.“

Weiterhin wird in der Stellungnahme die unfgelöste Entsorgung des in großen Mengen in Gronau anfallenden Uranmülls kritisiert. Bisher wird in Gronau abgereichertes Uranhexafluorid in Fässern unter dem freien Himmel gelagert. „Das ist gefährlich und absolut unverantwortlich. Deswegen gehen wir entschlossen gegen diese Anlage mit vielen verschiedenen Mitteln vor,“ so ein weiterer Aktionsteilnehmer.

Zwischenzeitlich wurde auch die sogenannte Feuerwehrzufahrt der Urananreicherungsanlage blockiert.

Die Aktion dauert derzeit (14:30 h) noch an.
(PM)

- – – – – – – – – – – – -
Weitere Informationen zu den Gefahren der Urananreicherung und der Atomtransporte unter www.urantransport.de, www.aku-gronau.de, www.bbu-online.de.

Zur Deckung der Camp-Kosten werden Spenden auf folgendes Konto erbeten:

Aktionsbündnis Münsterland
Kontonummer 357 730 701
BLZ 401 646 18 (Volksbank Wettringen)
Stichwort: Camp 2013

- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt (=> bitte Logo anklicken!):

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Kein Vertrauen in ergebnisoffene Endlager-Suche

Parteien haben schnellen Kompromiss statt gesellschaftlichem Konsens gesucht

Zur Zustimmung des Bunderates zum Endlagersuchgesetz erklärt Stefan Diefenbach-Trommer von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wir würden gerne in den Freudenchor über eine ergebnisoffene, ganz neu begonnene Suche nach einem Atommüll-Endlager einstimmen, doch hält das Gesetz seine Versprechen nicht. Das Endlagersuchgesetz ist ein typischer Parteienkompromiss: Am Ende schnell zusammengeschustert, wichtige Fragen wurden vertagt, Problemfelder ausgeklammert. Der Bundesrat hat die Chance verpasst, diesem untauglichen Gesetz die Legitimation zu verweigern.

Das Gesetz soll Regeln für ein Suchverfahren festlegen. Doch viele kleine Pfeile zeigen weiterhin auf Gorleben: Dort wurden bereits Millionen verbaut. Weil der ungeeignete Salzstock Gorleben Teil des Suchverfahrens bleibt, wird weiter hauptsächlich über das Für und Wider von Gorleben gestritten werden. Gegen ein Verbot weiterer Castor-Transporte nach Gorleben behalten sich die AKW-Betreiber Klagen ausdrücklich vor. Wenn die Bundesländer ihre Vetorecht zu Castor-Zwischenlagern ausüben, läuft alles wieder auf Gorleben hinaus.

Der Atommüll, der über wenige Jahrzehnte produziert wurde, ist ein Generationenproblem. An irgend einem Ort wird die strahlende Hinterlassenschaft gelagert werden müssen. Die Menschen dort haben es verdient, dass ihnen die Wahrheit gesagt wird und dass sie von Anfang an einbezogen werden, wenn Kriterien für einen Standort festgelegt werden. So ein Verfahren braucht nicht Wochen, sondern Jahre. Für einen schnell vorzeigbaren Erfolg wurde die Chance auf einen gesellschaftlichen Konsens verspielt.

Die im Gesetz vorgesehene Bürgerbeteiligung an den potentiellen Standorten ist marginal. Noch bevor die geplante Kommission ihre Arbeit aufnimmt, wird im Gesetz schon vieles detailliert geregelt, was die Experten erst erarbeiten sollen. Die Kommission soll bis 2015 erörtern, ob es zur Endlagersuche ein neues riesiges Bundesamt braucht. Dieses wird mit dem Gesetz bereits eingerichtet.

Ein Beispiel fürs schnelle Zusammenschustern des Gesetzes ist, dass es weiterhin den Export von Atommüll erlaubt. Offensichtlich ist schon bald geplant, Castor-Behälter aus dem Forschungszentrum Jülich in die USA zu bringen.

Während also der Verbleib des Atommülls weiter völlig unklar ist, werden in Deutschland weiter neun AKW betrieben, die täglich hochradioaktive Abfälle in großen Mengen produzieren. Bundesrat und Bundetag lassen offenbar den Wasserhahn über der vollen Badewanne offen und wischen lieber ein bisschen auf dem Boden rum.“
(PM von .ausgestrahlt)

- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt (=> bitte Logo anklicken!):

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Anti-Atomkraft-Bewegung in NRW ruft zur Demonstration gegen Atommüll in Duisburg auf

Am Sonntag, den 30. Juni 2013, fand die Landeskonferenz der Antiatom-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen in Duisburg statt.

Auf Einladung des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein kamen 50 VertreterInnen verschiedenster Initiativen nicht nur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus Niedersachsen zusammen. Dabei wurden zahlreiche Entwicklungen und Probleme der Spirale aus Herstellung, Transport und Einsatz von Kernbrennstoffen ebenso in den Blick genommen wie die ungelösten Fragen der Entsorgung von Atommüll.

14. September 2013
Demonstration in Duisburg
um 11.55 Uhr
ab Hauptbahnhof

Ein wesentliches Ergebnis der Konferenz ist, dass die geplante Großdemonstration in Duisburg, die am 14. September stattfindet wird, von den anwesenden Antiatom-Initiativen unterstützt wird und mit zeitgleich stattfindenden Kundgebungen in Braunschweig (Niedersachsen) und Cattenom (Frankreich) verzahnt wird.
Hier sehen die AtomkraftgegnerInnen die Gelegenheit, ihre Kritik an der Inkonsequenz des Atomausstiegs in der Bundesrepublik Deutschland in größerem Zusammenhang deutlich zu machen.
Die Anti-Atomkraft-Bewegung arbeitet international und engagiert sich für einen Grenzen überschreitenden Atomausstieg.

Zunächst fand eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Entwicklungen an Atom-Standorten in NRW und Niedersachsen statt.
So wurde deutlich, dass die Urananreicherung in Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage in Gronau mit massiven Problemen verbunden ist. Bei der Herstellung des „Brennstoffs“ der Atomkraftwerke entstehen zehntausende Tonnen hochgiftiger und radioaktiver Abfälle. Deren Entsorgung ist vollkommen ungeklärt. Uranmüll wird in Gronau langfristig und zum Teil unter freiem Himmel gelagert.
Im Laufe der Be- und Verarbeitung des Urans und der anfallenden Abfälle finden zudem zahlreiche Transporte quer durch Nordrhein-Westfalen und durch andere Regionen statt. Güterzüge mit hunderten Tonnen verkehren u. a. durch dicht besiedelte Gebiete der Metropolregion Rhein-Ruhr.
Der geplante Verkauf des Betreiberkonzerns Urenco wirft Fragen nach der Kontrolle der Anreicherungstechnik mittels Zentrifugen auf, die auch zur Produktion von Uranbomben genutzt werden kann. Statt eines Verkaufs der Konzernanteile sprachen sich die VertreterInnen der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen für die Enteignung des Urenco-Konzerns aus.

Anti-Atom-Camp vom 19.-27.Juli im Münsterland

Aus diesen Gründen werden AtomkraftgegnerInnen vom 19. bis 27.Juli in Metelen (Münsterland) campen und gegen die Atomanlagen in der Region aktiv werden – mit einem bunten Programm und kreativen Aktionen.

Aus Aachen berichteten TeilnehmerInnen, dass nur wenige Kilometer entfernt im belgischen Tihange bei Lüttich erst jüngst ein Atomkraftwerk wieder in Betrieb genommen wurde, dessen Sicherheit aufgrund von Haarrissen im Reaktorblock ernsthaft in Zweifel zu ziehen ist. Eine Havarie dieses Atomkraftwerks würde verheerende Folgen haben.

Im Zwischenlager Ahaus liegen nicht nur hochradioaktive Abfälle, sondern auch schwach- und mittelradioaktive. Hier ist angesichts der in wenigen Jahren auslaufenden Betriebsgenehmigung für diese Art des Atommülls ein Stau absehbar, der die Politik vor erhebliche Probleme stellen wird. Diese werden von der Politik nicht angemessen aufgegriffen.

Die Vertreter des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein informierten umfassend über die Konditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice in Duisburg-Wanheim. Hier wird ein erheblicher Teil des Materials, welches zunächst nach Ahaus gebracht wird, für das Endlager „Schacht Konrad“ bei Salzgitter vorbereitet. Die Inbetriebnahme dieses Endlagers verzögert sich ein ums andere Mal und die grundsätzliche Eignung ist nach aktuellen Erkenntnissen nicht gegeben.

Atomalarm 2013 „Wohnen – stadt – Atomanlagen“

Vertreter der Braunschweiger Antiatom-Initiative „BISS“ suchten auf der Konferenz den Schulterschluss mit dem AntiAtom-Bündnis Niederrhein, da in beiden Städten Atommüll in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten verarbeitet wird. Aus Braunschweig wurde berichtet, dass eine Ausweitung der Anlage trotz begründeter Bedenken, vorangetrieben wird und Risiken für Mensch und Umwelt bewusst in Kauf genommen werden. Auf die Gefahren in Braunschweig soll am 14. September zeitgleich mit der Demonstration in Duisburg ebenfalls mit einer Demonstration hingewiesen werden. Zudem soll der Forderung nach der Schließung der Anlage Nachdruck verliehen werden.

Michael Zerkübel vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein: „Die Nutzung der Atomkraft umfasst mit Herstellung, Transport, Verbrauch und Entsorgung des strahlenden Materials eine ganze Kette. Eine Politik, die uns als Atomausstieg verkaufen will, dass nur ein einzelnes Glied halbherzig aus dieser Kette herausgenommen wird, kann nur als inkonsequent bezeichnet werden. Genau dies aber beobachten wir mit zunehmender Sorge, weil die anderen Glieder in dieser Kette immer massivere Probleme verursachen. Konsequenter Atomausstieg bedeutet, diese Kette als Ganzes abzuschalten. Und im Sinne einer Schadensbegrenzung ist schnelles Handeln gefragt. Der Ausstieg bis 2022 dauert zu lange und klammert zudem die Uranfabriken in Lingen und Gronau aus. Bis dahin wachsen uns unsere Probleme auch so schon über den Kopf. Am besten ist, wir verabschieden uns schon heute von dieser Technologie!“

In mehreren Arbeitsgruppen griffen die AtomkraftgegnerInnen diese Problematiken auf und diskutierten Strategien, wie die Politik zu verantwortungsbewussterem Handeln zu bewegen ist. Die AtomkraftgegnerInnen nahmen ein ganzes Bündel von Vorschlägen und Ideen an ihre jeweiligen Standorte mit, um die konkrete Umsetzung vor Ort zu planen.
Insbesondere einigten sich die KonferenzteilnehmerInnen darauf, die in Duisburg geplante Großdemonstration am 14. September zu unterstützen. Zeitgleich wird in Braunschweig eine Kundgebung vor der dortigen Anlage zur Verarbeitung von Atommüll stattfinden. Der zunächst NRW-weit geplante Aufruf wird in diesem Sinne mit der Braunschweiger Initiative vernetzt und nun über die Grenzen des Landes hinaus verbreitet. Nicht zuletzt die Entwicklungen, die aus Braunschweig berichtet wurden, veranschaulichen, dass hier ein Problem heranwächst, welches dringend aufgegriffen werden muss.
Hierzu Kerstin Ciesla vom BUND Duisburg: „Im Schatten der Auseinandersetzung um die Abschaltung der Atomkraftwerke und der Endlagerdebatte für hochradioaktiven Atommüll hat sich die Konzeptionslosigkeit der Entsorgung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle mehr und mehr zu einem Problem entwickelt. Immerhin sprechen wir hier von 95 Prozent des Volumens an Atommüll, der sich in nur wenigen Jahren aufstauen wird. Da kommt mit Sicherheit ein Problem auf uns zu, denn niemand weiß, wohin mit dem Atommüll aus Duisburg und Braunschweig oder sonst wo.“
Da die klassischen Fragen um die Abschaltung von Atomkraftwerken und Atomfabriken und die Endlagersuche auch durch jüngste Entscheidungen auf politischer Ebene kaum einer tragfähigen Lösung näher kommen, sehen sich die AtomkraftgegerInnen einmal mehr gefordert.

Endlagersuche: „Fauler Kompromiss“

Die Entscheidungen in Sachen Endlagersuche hielten die TeilnehmerInnen der Konferenz im Übrigen für unzulänglich. Einhelliger Tenor der Konferenzteilnehmer war, dass es sich nicht um einen zukunftsfähigen Konsens handelt, sondern um einen faulen Kompromiss, der nur darauf abzielt, das Thema Endlager aus dem anstehenden Wahlkampf heraus zu halten. Für die AtomkraftgegnerInnen, die einen sofortigen und umfassenden Ausstieg fordern, ist dies unakzeptabel.
(PM)
- – – – – — – – – – – – — — – – – – – — – – – – – – -
Für den eigenen Haushalt (=> bitte Logo anklicken!):

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -