Archiv für April 2013

Auch Euskirchener Grüne gefordert

Grüne müssen mehr Tempo beim Atomausstieg machen.
ATOMAUSSTIEG SOFORT!

Offener Brief von .ausgestrahlt vom 2. April 2013
Grünes Programm zur Bundestagswahl 2013:
AKW schneller abschalten

„Liebe MitstreiterInnen für eine Welt ohne Atomkraftwerke,

diesen Brief schicken wir von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt an alle Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen. Es geht um die Frage, mit welcher atompolitischen Perspektive die Grünen in den Bundestagswahlkampf gehen und was die Grünen bei einer möglichen Regierungsbeteiligung durchsetzen wollen. Wir bitten Euch dabei um Eure Unterstützung. …

. . . Wir wenden uns mit diesem Schreiben ganz bewusst … an die Basis. Wir bitten Euch darum, Euch in Eurem Kreisverband mit den von uns aufgeworfenen Fragen auseinanderzusetzen und im beschriebenen Sinne aktiv zu werden, damit auf der BDK in Berlin, die am 27. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe stattfindet, klare Beschlüsse gefasst werden können. Die Zeit drängt also….“

=> hier den ganzen Brief lesen

=> hier gibt´s den Brief als => pdf

=> Hintergrund

26. bis 28. April 2013: Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Berlin.

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Der Sofortausstieg ist möglich!

Atomkraft und Kohle: 9 plus 15 auf einen Streich

von Anika Limbach, AntiAtomBonn

Es gibt Gerüchte, die sich hartnäckig halten. So behaupten viele, das sofortige Stilllegen der restlichen Atomkraftwerke wäre nicht möglich wegen fehlender Kapazitäten. Andere glauben, ein Sofortausstieg schade dem Klima, da er mit einen höheren CO2- Ausstoß verbunden sei.

Beides ist jedoch falsch. Ein Blick auf die neuen Zahlen und Fakten bestätigt: Wir könnten sofort auf Atomstrom verzichten und gleichzeitig 15 der klimaschädlichsten Kohlemeiler abschalten:

Grafik Sofortausstieg Kapazitäten; AntiAtomBonn

KURZFASSUNG:
Angenommen wird hier ein Extremfall, der im Grunde nur theoretisch auftritt, nämlich der Fall, dass bei extrem hohem Stromverbrauch in Deutschland die Sonne nicht scheint, der Wind nicht weht und darüber hinaus die gesamte Reserveleistung gebraucht wird.
Selbst in diesem Fall gäbe es ohne Atomkraftwerke also noch eine Überkapazität von 5,4 GW!
Abgesehen vom weiteren Ausbau der Erneuerbaren wird für das Jahr 2013 ein Netto-Zubau konventioneller Kraftwerke von 1,2 bis 6,9 GW erwartet. Die verbleibende gesichtere Leistung wird damit auf mind. 6,6 GW steigen.

Doch was ist mit der potentiellen „Stromlücke“ in Süddeutschland, die ein Sofortausstieg angeblich mit sich bringt?
Bei genauer Betrachtung stellt sich heraus, dass Bayern im Höchstfall 1,5 GW und Baden-Württemberg nur einen Gigawatt Strom aus anderen Bundesländern „importieren“ müsste. Das ist ohne Weiteres zu bewältigen, auch mittels der bestehenden Übertragungsnetze.

Mittelfristig wird der Strompreis durch die Energiewende sinken, darin sind sich alle seriösen Fachleute einig. Doch selbst kurzfristig müssten Normalverbraucher durch einen Sofortausstieg nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen.

=> Hier die Langfassung als pdf downloaden.

=> Hier den Flyer „Sofortausstieg“ downloaden.

=> Hier zur Strompreisentwicklung nach einen Sofortausstieg

=> Greenpeace, 3.4.13 => 3.100 Todesfälle durch Deutschlands schädlichste Kohlekraftwerke
Die dreckigsten Kraftwerke stehen in NRW und Brandenburg

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Bürgerkraftwerke vor dem Aus – Erneuerbare nur noch für die Großen?

E-Mail-Aktion von „energie neu denken“

Schäuble bremst die Bürger aus
Auflagen machen Engagement unmöglich

Zum Sommer 2013 soll ein Gesetz beschlossen werden, das die Finanzierung von Bürgerwindparks oder Bürgersolaranlagen praktisch unmöglich macht. Nur noch große Emissionshäuser (Herausgeber von Kapitalanlagen und Beteiligungen) werden die geplanten Auflagen erfüllen können.
Festgeschrieben werden soll dies in dem neuen Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB).

Durch umfangreiche Auflagen und Vorgaben wird der Finanzierung von gemeinschaftlichen Solaranlagen bzw. Windparks oder auch anderen ökologischen Unternehmen in Form von Kommanditgesellschaften, so genannten Genussrechten oder ähnlichen Kapitalbeschaffungen wohl ein Ende gesetzt. Bisher haben sich Ökogärtnereien, Biohöfe oder auch Entwicklungsprojekte mit der Ausgabe von Genussrechten unkompliziert Geldmittel beschaffen können. Bürgersolaranlagen und Windparks wählten oft die Gesellschaftsform GmbH & Co. KG. Mit dem neuen Gesetzesentwurf ist dies aufgrund der hohen Anforderungen praktisch nicht mehr möglich.

Hintergrund ist eine europäische Richtlinie, die in nationales Recht umgewandelt wird. Allerdings hat die EU Kleinfonds mit maximal 500 Mio. € bewusst ausgenommen. Die Bundesregierung sieht jedoch derzeit keinerlei Ausnahmemöglichkeiten für Bürgerbeteiligungen vor.
Dies ist ein weiterer Baustein zur Verhinderung einer demokratischen Energiewende und zur Schwächung von kleineren ökologischen Unternehmen.
Deshalb => Versende den Appell !

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Urenco-Tochter ETC stoppt nach tödlichem Unfall Produktion

Auch Standorte Gronau und Jülich betroffen?
Atomkraftgegner: viele offene Fragen nach Unfall

Nach dem tragischen Unfall, bei dem vergangene Woche zwei Mitarbeiter der Urenco-Tochter ETC (Enrichment Technology Company) in der Urananreicherungsanlage Almelo ums Leben kamen, hat die Zentrifugen-Firma ETC nach Informationen niederländischer Medien und der Nachrichtenagentur Reuters schon am Sonntag, 31. März, die Produktion an allen Firmenstandorten gestoppt. Zunächst hatten Firmensprecher Konsequenzen für andere Standorte noch ausgeschlossen. Betroffen von dem Produktionsstopp sind damit anscheinend auch die ETC-Standorte in der Urananreicherungsanlage Gronau sowie am Forschungszentrum Jülich.

Warum zieht ETC derart umfassende Konsequenzen? Liegt dem tödlichen Unfall ein tiefer gehendes Sicherheitsproblem bei ETC zugrunde? Gibt es Hinweise auf fahrlässiges Verhalten oder mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, die auch an anderen Firmenstandorten zu Problemen führen könnten? Ist die Firmenmutter Urenco, auf deren Werksgelände die ETC in Almelo und Gronau tätig ist, in irgendeiner Weise betroffen oder involviert? Gab es beim firmeninternen oder externen Katastrophenschutz unerwartete Probleme? Warum wird die Öffentlichkeit nur bruchstückweise über die Vorgänge informiert? „All diese Fragen müssen nun auch von der Atomaufsicht in Düsseldorf eingehend in Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden geprüft werden. Die Untersuchungsergebnisse müssen dann öffentlich zugänglich gemacht werden – auch den betroffenen Kommunen an den Firmenstandorten – und in die laufende „Sicherheitsüberprüfung“ der Landesregierung mit einfließen,“ forderte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und ergänzt: „Unsere Anteilnahme gehört den Familien der verstorbenen ETC-Mitarbeiter.“

ETC erforscht, entwickelt und produziert Gas-Zentrifugen für die Urananreicherung und realisiert im Auftrag von Urenco und Areva den Bau von Urananreicherungsanlagen. Die Firma gehört als Joint Venture zu je 50% den Atomunternehmen Urenco und Areva. Kürzlich hatte ETC aufgrund fehlender Aufträge u. a. in Gronau massive Entlassungen angekündigt.
(PM)
Weitere Infos:
www.bbu-online.de
www.sofa-ms.de,
www.urantransport.de,
www.kein-castor-nach-ahaus.de
www.westcastor.de

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Solidarität mit russischen UmweltschützerInnen

Durchsuchungen auch bei russischen Umwelt-Organisationen

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern von der russischen Regierung die sofortige Einstellung sämtlicher staatlicher Repressionsmaßnahmen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen sowie eine Aufhebung der 2012 erlassenen diskriminierenden Gesetze, z. B. in Bezug auf die Registrierung als „Agenten“.
Aktuell fanden auch bei Umweltorganisationen wie der Ökologischen Baikalwelle in Irkutsk sowie Bellona in St. Petersburg staatliche Durchsuchungen statt. Weitere Durchsuchungen sind zu befürchten.
Zugleich fordern die deutschen Organisationen die Bundesregierung auf, sich bei der russischen Regierung energisch für die Wahrung der demokratischen Grundrechte einzusetzen.

Anti-Atomkraft-Initiativen in Deutschland arbeiten schon seit Jahren sehr eng und vertrauensvoll mit russischen Partnerorganisationen wie Ecodefense in Moskau, Ecoperestroika und Bellona in St. Petersburg, der Ökologischen Baikalwelle in Irkutsk sowie UmweltschützerInnen in Angarsk zusammen. Gemeinsam konnten wir z. B. 2009 den Export von Uranmüll aus der Urananreicherung in Gronau stoppen sowie 2010 den geplanten Export von hochradioaktivem Atommüll aus Ahaus ins russische Majak verhindern.
Aktuell geht es u. a. um die Verhinderung von zwei AKW-Blöcken in Kaliningrad sowie den Umgang mit den 27 000 Tonnen Uranmüll aus Gronau, die am Ural und in Sibirien lagern.
Die russischen Umweltorganisationen leisten dabei durch ihre sachlich fundierte und sehr couragierte Arbeit unter schwierigen Bedingungen einen wertvollen Beitrag zum Aufbau einer funktionierenden Zivilgesellschaft und zum Aufbau einer internationalen Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung. Ohne diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit von NGOs ist eine wirkungsvolle Umweltschutzarbeit heute nicht mehr zu leisten.

Die jetzigen staatlichen Repressionsmaßnahmen und Gesetzesverschärfungen gefährden diese demokratische Arbeit und bedrohen die russischen Umwelt- und Menschenrechtsinitiativen in ihrer Existenz. Die Maßnahmen sind in keiner Weise mit demokratischen Grundrechtsprinzipien in Einklang zu bringen. Mehrere russische zivilgesellschaftliche Organisationen haben deshalb gegen die neue Registrierungspflicht als „Agenten“ Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht.

Wir unterstützen die Arbeit unserer russischen Partnerorganisationen in vollem Umfang und erklären uns solidarisch. Wir werden die weitere Entwicklung in Russland sehr genau verfolgen und weiterhin vertrauensvoll mit unseren Partnerorganisationen zusammenarbeiten.

Diese Erklärung wird unterstützt von:
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU),
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen,
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau,
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster,
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich,
Initiative „Kein Castor nach Ahaus“,
Urgewald,
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg,
Contratom,
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad

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