Archiv für September 2012

Tihange: Skandalöses Verhalten der belgischen Atomaufsicht

Versuch der Verweigerung von Auskünften zu Störungen in belgischen Atomkraftwerken

Das störanfällige belgische Atomkraftwerk Tihange liegt nahe bei Aachen. Ein Aachener Anti-Atom-Bündnis beobachtet daher intensiv Probleme und Störungen an diesem AKW.

Im Sommer 2012 hatte es an einem ganz anderen AKW, nämlich im französischen Atomkraftwerk Tricastin Probleme gegeben. Deshalb wurde von der belgischen Atomaufsichtsbehörde sinnvollerweise beschlossen, alle belgischen Atomkraftwerke mit einem neuartigen Verfahren einer genaueren Untersuchung zu unterziehen, ob dort der gleiche Fehler vorliegen würde.

Dieser Fehler wurden nicht gefunden, dafür aber über 10.000 Fehlstellen in der Ummantlung des Atomkraftwerks Doel 3. Auch während der Untersuchung von Tihange 2 wurden dann ähnlich Fehlstellen gefunden. Aufgrund dieser Fehlstellen sind die beiden Anlagen zur Zeit stillgelegt, ein Weiterbetrieb ist zweifelhaft.

Auf Grund dieser Tatsachen sind Fragen beim ‚Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie‘ entstanden, die bislang weder von belgischer noch deutscher Presse untersucht, geschweige denn beantwortet wurden.
Deshalb hat die Gruppe direkten Kontakt zur belgischen Atomaufsicht (FANC) aufgenommen.

Geschichte einer Zu- und einer Absage
Am Montag, 24. September gab es ein Telefonat mit Manfred Schrauben, Director – Facilities & Waste der belgischen Atomaufsicht (FANC). Abgesprochen wurde ein Gesprächstermin für kommenden Freitag am Sitz der Organisation in Brüssel. Dort sollten dann die anstehenden Fragen mit ihm als dem verantwortlichen Abteilungsleiter besprochen werden.

Tags darauf kam ein Anruf von Herrn Schrauben bei dem der Termin wieder abgesagt wurde. Er begründete die Absage damit, dass die Abteilung „Kommunikation“ der FANC festgelegt habe, dass keine Gespräche mit nichtbelgischen Personen zu Fragen der belgischen Reaktorsicherheit geführt werden sollen. Solche Personen sollten sich doch an die Aufsichtsbehörden ihres eigenen Landes wenden.

Aus Sicht der AKW-Gegner wäre ein solches Verhalten natürlich dann verständlich, wenn es sich um Probleme eines nicht belgischen AKWs handeln würde. Da hier jedoch belgische AKWs betroffen sind, muss selbstverständlich auch eine belgische Behörde antworten.
Insofern wurde weiterhin das Gespräch mit der FANC eingefordert.
Herrn Schrauben beharrte jedoch immer wieder auf der Absage und benutzte dabei mehrfach das gleiche, oben beschriebene Argumentationsmuster.

Strahlung kennt keine Grenzen – und Kommunikation?
Nach Ansicht der deutschen AKW-Gegner versteckt sich die belgische Atomaufsicht hier hinter staatlichen Zuständigkeiten und ignoriert die länderübergreifende Gefahr der Technologie, für die sie verantwortlich zeichnet.

Verstoß gegen geltendes internationales und europäisches Recht
Diese Verweigerungshaltung wurde erst gelockert, nachdem die belgische Atomaufsicht FANC von den AKW-Gegnern darauf hingewiesen wurde, dass es ein formales Recht von Bürgern auf Zugang zu Umweltinformationen in Europa gibt.
Dieses Recht ist in der „Aarhus Konvention“ geregelt und ist geltendes internationales und europäisches Recht!
Die Aarhus Konvention garantiert unter anderem Personen ein diskriminierungsfreies Informationsrecht, ungeachtet von Staatsbürgerschaft, Nationalität und Wohnsitz.

Das „Zugeständnis“ der belgische Atomaufsicht FANC ist, dass sie die Beantwortung von Fragen per E-Mail zusagt.

Brigitte Artmann, Kreisrätin (B90/Grüne) und BI STOPPT TEMELIN aus dem fränkischen Wunsiedel, die auch Erfahrung mit einer solchen, gegen geltendes Recht verstoßende, (Informations-) Blockade-Politik hat kommentiert: „Während in Tschechien der Dialog mit den Nachbarn in Bayern durch meine Klagen wegen fehlender Bürgerbeteiligung in der UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) Temelin vor dem UN Aarhus Convention Compliance Committee ACCC und auch vor der EU Kommission gegen die Tschechische Regierung inzwischen beginnt, blockt die zuständig Behörde in Belgien. Bei einem ehemaligen Ostblock-Staat hätte man ein derartiges Verhalten noch verstanden. Aber in Belgien – das gibt schon zu denken!

Angesichts solch gravierender Vorfälle, Schäden in den maroden Reaktoren, und des skandalösen, vertrauensunwürdigen Verhaltens der „Atomaufsicht“, dürften wohl viele Menschen und Initiativen in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland, NRW, und hier in der Eifel die
Forderung bekräftigen und sich in der Dringlichkeit bestätigt sehen, (nicht nur) diese Reaktoren SOFORT stillzulegen!

Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!

(Text mit Material PM von => Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)

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hier ein => Info-Flyer zum AKW Tihange (pdf)

hier => eine Liste von Störfällen in Tihange

Mehr Artikel und Infos zu Tihange bei AAE:
hier => (Schwerpunkt-) Kategorie Tihange

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29. September: Internationaler Aktionstag gegen die Uranindustrie

(PM von BBU; Bonn, Berlin, 27.09.2012)
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft dazu auf, den Widerstand gegen Atomkraftwerke und Atomanlagen durch verstärkten Widerstand gegen den Uranabbau zu unterstützen und zu verstärken. Der BBU betont, dass seitens der Atomkonzerne verschwie­gen wird, dass der Uranabbau, der für die Atomstromproduktion und den Atomwaffenbau erforderlich ist, alles andere als sauber ist.
Und so beginnt z. B. der Betrieb der heftig umstrittenen Gronauer Urananreicherungsanlage eigent­lich mit dem dreckigen Uranabbau im Niger, in Kanada, in Australien und anderswo.

Anti-Atomkraft-Initiativen haben für den
29. September die Durchführung eines internationalen Uran-Aktionstages be­schlossen. In verschiedenen Ländern sollen dabei dezentrale Aktionen gegen die international verflochtene Atomindustrie stattfinden.
Der 29. September ist der 55. Jahrestag der Atomkatastrophe im russischen Atomkomplex Majak.

In dem Aufruf zur Durchführung von Aktionen heißt es u. a.: „Permanent wird nach weiteren Uranabbaugebieten gesucht. Doch an vielen Orten regt sich Wi­derstand gegen den Uranabbau.
Die Produktion in der atomaren Spirale geht nach dem Uranabbau weiter mit Urananreicherung und Brennelementeferti­gung.
In jedem der Schritte entsteht radioaktiver Müll, von dem niemand weiß, wo er gelagert werden soll – weltweit gibt es kein sicheres Endlager. Auch die zeitweise Abschaltung aller Atomkraftwerke in Japan hat gezeigt: Wir brauchen keinen Atomstrom!
Die Stromversorgung der Zukunft liegt bei Erneuerbaren Energien, gepaart mit einer effizienteren Nutzung und Einsparung von Energie.
Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!

Auch im Bundesgebiet wird am 29.9. gegen die Uranindustrie demonstriert, u. a. in Frankfurt, Essen, Duisburg und in Gronau. Dort sogar grenzüberschreitend mit Unterstützung einer Aktion gegen die nie­derländische Urananreicherungsanlage in Almelo.
Weitere Infos zum Aktionstag, Aktionsorte und den ganzen Aufruftext findet mensch unter www.uranium-action-day.info.

Den Urenco-Konzern stoppen!

In der Bundesrepublik Deutschland betreibt der international tätige Urenco-Konzern die einzige deutsche Urananreicherungsanlage in Gronau.
Diese Anlage ist bundesweit die erste bzw. grundlegende Anlage der nuklearen Brennstoffspirale. In Gronau wird Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken in aller Welt vorbereitet.
Und so ist auch Gronau ein Aktionsort am Samstag.

Die Aktion in Gronau, eine Menschenkette zwischen zwei Atombanken die an der Atomindustrie verdienen, beginnt um 11.30 Uhr mit Musik. Um 12.00 Uhr folgt eine Menschen- und Aktionskette mit Redebeiträgen.
Ort der Handlung ist die Schulstraße in Gronau (mitten in der Stadt, Nähe Marktplatz).
Parkmöglichkeiten bestehen am Rathaus und am Bahnhof.

Nach der Aktion in Gronau wird gemeinsam nach Almelo gefahren.
Dort steht die niederländische Uran­anreicherungsanlage.
Um 14.30 Uhr beginnt eine Kundgebung in der Innenstadt von Almelo (Hagenpark).
Informationen zum Uranaktionstag in Almelo (NL):
http://www.enschedevoorvrede.nl/actueel/47-vrede­week-2012
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Weitere Informationen zu den Gefahren des Uranabbaus und der Uranverarbeitung, sowie zum Widerstand gegen die Atomindustrie, gibt es u. a. unter www.bbu-online.de, www.aku-gronau.de, www.urantransport.de, www.uranium-network.org, www.wise-uranium.org, www.nirs.org, www.sofa-ms.de, www.ecodefense.com, www.sortirdunucleaire.org.

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Mit Informationen und Musik für eine echte Energiewende geworben

„Für eine echte, konsequente Energiewende – weg von Kohle und Atom“-

war das Motto von AntiAtom-Euskirchen für den am 22.9. begangenen Klima-Aktionstag in Euskirchen auf dem „Alten Markt“.
Dazu wurde auch für einen Stromanbieterwechsel geworben.
„Atomausstieg selber machen“ – Info-Material wie Faltblätter und Flyer klärten über wirkliche Ökostromversorger auf, auch wurde deutlich, dass diese oftmals günstiger sind als der Strom von konventionellen Stromanbietern, deren Kerngeschäft noch immer aus Atom- und Kohleverstromung besteht.
Viele Informationsgespräche mit InteressentInnen wurden geführt.
An einem zweiten Info-Stand warben auch Jo Scheffer aus Wesseling und der neue Bundestags-Direktkandidat für unseren Wahlkreis, Jörg Kutzer, beide von Bündnis 90/Die Grünen, für alternative Energien.

Die Volxküche Nordeifel sorgte für das leibliche Wohl, Klaus der Geiger mit viel Spielfreude für die Musik, virtuos, mit kritischen und humorvollen Texten.

In einer Rede kritisierte Chris Weise von AntiAtom-Euskirchen Teile der Politik und die großen Kohle- und Atom-Stromkonzerne. Diese machten die Energiewende z.B. durch ungleiche Kostenverteilung unpopulär. So sind über 700 Unternehmen von der Ökostrom-Umlage befreit, über 23.000 Firmen und Betriebe teils oder ganz von der Stromsteuer.
Die Lasten tragen kleinere und mittlere Betriebe und Unternehmen und die PrivatverbraucherInnen.
Und hier trifft es natürlich die Ärmsten bei Preiserhöhungen relativ am stärksten. Günstigere Sozialtarife werden von der CDU/FDP-Koalition abgelehnt.
Zudem sollen die VerbraucherInnen für evtl. Verluste, Risiken, der Konzerne bei Großprojekten wie z.B. für die Netzanbindung der Offshore-Windparks haften.
Ohnehin wurde die Zentralisierung zugunsten der Atom- und Kohle-Konzerne kritisiert, haben diese doch auch schließlich Interesse daran, ihre Gewinne, Renditen, aus dem alten Kerngeschäft möglichst lange zu erhalten.

Doch auch die NRW-Landesregierung wurde kritisiert.
Sei schon der bundesweite „Atom-Ausstieg“ eine „Atom-Ausstiegs-Lüge“, weil über die Hälfte der deutschen AKWs noch laufen, z.T. noch über 10 Jahre lang Mensch und Natur bedrohen und gefährden, so lasse diese u.a. weiterhin den Betrieb der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau zu und dulde weiterhin hochgefährliche Atommülltransporte durch ganz NRW und darüber hinaus.
So stehe in NRW zwar kein AKW, denoch sei es damit eine Drehscheibe für die nationale und internationale Atomwirtschaft.
Denn die UAA Gronau beliefere z.B. jedes 10. AKW weltweit mit dem nötigen Brennstoff und bedinge schon vorher den Menschen und Natur zerstörenden Uranabbau.
Er betonte, die AntiAtom-Bewegung stelle sich unter einem „Ausstieg“ und einer konsequenten Energiewende etwas anderes vor und werde in ihrem Widerstand nicht nachlassen.

Auch die neuesten Störfälle bzw. Schäden im die Nordeifel bedrohenden belgischen AKW Tihange (ca.60 km von der deutschen Grenze bei Lüttich) wurden thematisiert.
Schon im Juli kritisierten AntiAtom-Initiativen aus der EUREGIO (B, NL, D) mit einem offenen Brief die Laufzeitverlängerung für Tihange durch die belgische Regierung.
Obwohl z.B. aus einem Abklingbecken seit über 10 Jahren täglich etwa 2 Liter radioaktives Wasser entweichen.
Z.Zt. ist der 2. Reaktor in Tihange abgestellt, da im Reaktordruckbehälter „Läsionen“ (Risse, Blasen, Schäden -> „Verletzungen“ im Material) festgestellt wurden.
Viele Menschen, Umwelt- und AntiAtom-Initiativen fordern die sofortige Stilllegung und werden den internationalen Widerstand aufrecht erhalten und intensivieren.
(hier => die Rede [Manuskript] als pdf)

Im wärmendem Sonnenschein und wiederum mit Musik von und mit Klaus der Geiger ging der Aktionstag dann zu Ende.
AntiAtom-Euskirchen bedankt sich bei allen Mitwirkenden, TeilnehmerInnen und InteressentInnen.

hier => die Forderungen der Klimaallianz
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Pressespiegel:
Auch Klaus der Geiger kam zum Klima-Aktionstag . . . Kölner Stadt-Anzeiger (KStA), 24.9.12 (Print)

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siehe auch:
=> Zum Boykott der Energiewende – Basteln am Revival der Atomkraft . . . AAE, 28.8.12

=> Zur Atomausstiegs-Lüge . . . Neue Rheinische Zeitung NRhZ.online, 24.8.12
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=> Lüge auf der Stromrechnung
(Von wegen grüne Energie ist teuer. Die Politik ist schuld an hohen Preisen.)
. . . ZEIT-online

=> Staat verdient an Ökostrom Milliarden . . . Spiegel-online, 6.9.12
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Energie-Riesen-Lüge – Die Wahrheit, z.B. über RWE =>

. . . wir lassen uns nicht verarschen!!!

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Atommüll-Transport durch´s Rheinland unterwegs

Atommülltransport im Rheinland unterwegs!
=> www.urantransport.de

Protest in Gronau gegen Atommüllexport

MitgliederInnen verschiedener Anti-Atomkraft-Initiativen haben am heutigen Montag (24. September) in der Mittagszeit vor der Urananreicherungsanlage in Gronau gegen die Abfahrt eines Sonderzugs mit Uranmüll nach Frankreich demonstriert.

Wie alle 4 Wochen startete wieder kurz nach 12.00 Uhr ein Sonderzug mit 450 Tonnen Uranmüll in Form von abgereichertem Uranhexafluorid.
Der Atommüll-Sonderzug fuhr erwartungsgemäß zunächst in Richtung Münster und wird vermutlich über Hamm und durch das Rheinland nach Frankreich fahren.

Zugbeobachtungen an der Strecke mit Ortsangaben, Gleis und Durchfahrtszeiten sind wichtig um Licht ins Dunkel der gefährlichen Transporte zu bringen.

Hilfskräfte wie das THW oder örtliche Feuerwehren sind nicht über den gefährlichen Transport informiert.

Beobachtungen können dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) unter 0228-214032 oder allen örtlichen Anti-Atomkraft-Initiativen mitgeteilt werden.

Weitere Informationen unter www.urantransport.de und unter www.aku-gronau.de.

Der BBU und die örtlichen Anti-Atomkraft-Initiativen fordern das Verbot der Transporte und die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage.

(PM von Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau)

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22. 9.: Euskirchen, Klima-Aktionstag 2012 -> Für eine konsequente, wirkliche Energiewende -> weg von Kohle und Atom!

(aktualisiert am 20.9.12)

Samstag, 22. September 2012: (bundesweiter)
Klima-Aktionstag
(auch) => in Euskirchen
ab 10 Uhr, Alter Markt, Infostände
11.30 Uhr Kundgebung -> Infos und Reden
(u.a. – Chris Weise/AntiAtom-Euskirchen; – Oliver Krischer/MdB B90/Die Grünen; angefragt)
und -> Musik (live, virtuos und engagiert, ohne AtomStrom: Klaus der Geiger!!!) )

Für das leibliche Wohl sorgt bekannt leckerst die „VolXküche Nordeifel“!

Unter dem Motto

-> Für eine konsequente, echte Energiewende !
-> Weg von Kohle und Atom!

werden die Forderungen der Klima-Allianz ebenso thematisiert, wie die Probleme und Widerstände bei der Umsetzung einer echten und schnellen Energiewende und die wahren Hintergründe zu den Kosten der Energiewende und zu ihrer Verteilung.
Die ist und wäre auch effektiv, natur- und sozialverträglich machbar - wenn sie denn nicht von Teilen der Politik und den Atom- und Kohle-“Energieriesen“ boykottiert, torpediert und unpopulär gemacht würde.
Diese fürchten um alte Pfründe und Renditen und wollen diese möglichst lange erhalten – auf Kosten der Menschen, Umwelt, Natur.
Diese wollen Monopolstellungen bewahren, dezentrale und demokratische Strukturen sollen und werden verhindert oder künstlich unattraktiv gemacht werden.

Auch die neuen Entwicklungen im die Nordeifel bedrohenden Atomkomplex Tihange werden mündlich wie schriftlich (Info-Material) thematisiert.

Dazu gibt es Informationen zur Stromwechselkampagne
(-> Atomausstieg selber machen) und damit wirklichen (und meist günstigeren) Ökostromanbietern.

Deshalb: Auf zum Klima-Aktionstag 2012 !
in Euskirchen, Alter Markt.

(Veranstalter/Orga: AntiAtom-Euskirchen)
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siehe auch:
=> Zum Boykott der Energiewende – Basteln am Revival der Atomkraft . . . AAE, 28.8.12

=> Zur Atomausstiegs-Lüge . . . Neue Rheinische Zeitung NRhZ.online, 24.8.12
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=> Lüge auf der Stromrechnung
(Von wegen grüne Energie ist teuer. Die Politik ist schuld an hohen Preisen.)
. . . ZEIT-online

=> Staat verdient an Ökostrom Milliarden . . . Spiegel-online, 6.9.12
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Energie-Riesen-Lüge – Die Wahrheit, z.B. über RWE =>

. . . wir lassen uns nicht verarschen!!!

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22.09.12: Klima-Tag 2012 – auch in Euskirchen

Bitte beachte die Aktualisierung und siehe hier => 22. 9.: Euskirchen, Alter Markt -> Klima-Aktionstag 2012 -> Für eine konsequente, wirkliche Energiewende -> weg von Kohle und Atom!

Samstag, 22. September 2012: (bundesweiter)
Klima-Aktionstag
(auch) => in Euskirchen
ab 10 Uhr, Alter Markt

-> Für eine konsequente, echte Energiewende !

=> . . . (zurück) zur Startseite . . .
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Läsionen in belgischen Atomkraftwerken Doel 3 und Tihange 2

Nachdem im Juli mehr als 10.000 „Fehlstellen“ im Reaktordruckbehälter von Doel 3 gefunden wurden, bestätigte die belgische Atomaufsicht (FANC) am 13. September, dass der Reaktordruckbehälter von Tihange 2 die gleichen Probleme aufweist.
Beide Reaktoren sind zur Zeit abgeschaltet.

Der Anlass für die aktuellen Inspektionen

Aufgrund von Problemen im französischen Atomkraftwerk Tricastin wurde beschlossen, alle belgischen Atomkraftwerke einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Es bestand der Verdacht, dass zwischen der Plattierung und dem eigentlichen Material des Reaktordruckbehälters Risse entstanden sind.
Zur Klärung sollten die belgischen Reaktordruckbehälter mit einem Flyer: Anti-AKW-Aachen Ultraschallverfahren untersucht werden.

Die Untersuchungen

Erstmals fand diese Untersuchung am Atomkraftwerk Doel 3 statt.
Bei dieser Untersuchung fand man keine Bestätigung für die befürchteten Risse zwischen Plattierung und dem Untergrundmaterial, jedoch wurden andere Läsionen entdeckt, die nicht direkt an der Oberfläche sondern tiefer im Material liegen.
Das eingesetzte Ultraschallverfahren konnte den Behälter jedoch nur bis zu einer Wandstärke von 25 mm untersuchen. Da die Läsionen unter der ca. 8 mm dicken Plattierung vermutet wurden, sollte dieses Verfahren eigentlich ausreichen.
Weil jedoch auch Fehlstellen in größerer Tiefe gefunden wurden, entschloss man sich mit einem neuartigen Verfahren den Reaktordruckbehälter in seiner ganzen Wandstärke von bis zu 200 mm zu untersuchen.
Bei dieser Untersuchung wurden dann die über 10.000 Läsionen entdeckt.
Fast 8.000 dieser bis zu 40 mm langen „Fehlstellen“ befanden sich im unteren, ca. 1,5 m hohen Ring des Reaktordruckbehälters.
Da der Reaktordruckbehälter von Tihange 2 baugleich mit dem von Doel 3 ist, wurde die Untersuchung ebenfalls für diesen Reaktor eingeplant.
Am 16. August wurde Tihange 2 heruntergefahren und nach der Abkühlungsphase wurde der Reaktor am 10. September ebenfalls untersucht.
Am 13. September gaben nun der Betreiber Electrabel und die belgische Atomaufsicht (FANC) bekannt, dass Tihange 2 vergleichbare Probleme aufweist.

Was bedeutet Läsion in diesem Zusammenhang?

Die belgische Atomaufsicht spricht in ihren Meldungen immer nur sehr nebulös von „Fehlstellen im Reaktordruckbehälter“, ohne diese näher zu charakterisieren.
Ob es sich um Risse, Blasen oder Doppelungen handelt wurde nicht bekannt. Auch gibt es keine Informationen, ob das verwendete Untersuchungsverfahren überhaupt geeignet ist, zwischen den unterschiedlichen Formen von „Fehlstellen“ zu unterscheiden.
Möglicherweise haben sich an den bereits bei der Herstellung vorhandenen Fehlstellen durch mehr als 40 Jahre andauernden Neutronenbeschuss Materialermüdungen eingestellt.
Zu all diesen Details schweigt sich die belgische Atomaufsicht aus.
Entweder hat sie wirklich keinerlei Wissen darüber oder sie möchte der Öffentlichkeit diese Informationen verschweigen.

Sind die Fehler wirklich herstellungsbedingt?

Der Betreiber Electrabel zeigt sich überzeugt, dass diese Fehlstellen herstellungsbedingt sind. Er erklärt hierzu keine Beweise zu haben, tätigt diese
Aussage aber trotzdem, weil es aus seiner Sicht „keine andere Erklärung gibt“.
Am Herstellungsprozess des Reaktordruckbehälters waren mehrere Firmen beteiligt.
Das Ausgangsmaterial wurde von der Firma Krupp produziert und anschließend von der niederländischen Firma Rotterdamsche Droogdok Maatschappik (RDM) geschmiedet. Die geschmiedeten Teile wurden dann von den Firmen Framatome und Cockerill zusammengeschweisst. Bislang wurden 21 weitere Atomkraftwerke weltweit identifiziert, die ebenfalls von der Firma RDM beliefert wurden, und möglicherweise
auch diese Fehlstellen aufweisen.
Weshalb man davon ausgeht, dass die Fehler beim Schmieden entstanden sind, wird der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt. Wäre der
Fehler im Ausgangsmaterial der Firma Krupp zu finden, dann wären weltweit wesentlich mehr Atomkraftwerke betroffen. Aber auch hierzu liegen keine weiteren Informationen vor.

Wie geht es weiter?

Es wurde bekannt, dass die belgische Atomaufsicht (FANC) davon ausgeht, dass zumindest Doel 3 dauerhaft für die Stromversorgung verloren ist. Der Betreiber scheint jedoch schon fleißig damit beschäftigt, die Sicherheit des Reaktors nachzuweisen.
Es bleibt abzuwarten, ob die strukturelle Integrität des Reaktordruckbehälters neu berechnet wird oder ob eine „schnelle Lösung“ gesucht wird, indem einfach das Sicherheitsniveau herab gesetzt wird.
Sollte eine Neuberechnung stattfinden, wäre von Interesse, ob bei der Berechnung auch heutige Sicherheitsstandards zur Grundlage gemacht werden oder ob einfach die Sicherheitsstandards der 1970er Jahre angesetzt werden.
Die Berufung auf einen, wie auch immer gearteten, Bestandsschutz, um mit alten Sicherheitsstandards rechnen zu dürfen, wird der Öffentlichkeit kaum zu vermitteln sein.
Walter Schumacher vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie ist überzeugt: „Ein Weiterbetrieb der Anlagen wird nur möglich sein, wenn dabei bewusst ein herabgesenktes Sicherheitsniveau in Kauf genommen wird.
Eine solche Absenkung von Sicherheitsstandards wäre aber absolut verantwortungslos.“

(Text: PM von => Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie)

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hier ein => Info-Flyer zum AKW Tihange (pdf)

hier => eine Liste von Störfällen in Tihange

Mehr Tihange-Infos bei AAE:
=> Laufzeitverlängerung für lecken Atomreaktor Tihange 1 – Ein offener Brief
=> Leck im AKW Tihange
=> Bedrohung durch Tihange soll verlängert werden
=> 2000 x Stop Tihange! „Nucleaire ? Non Merci“ „Atoomenergie ? Nee Bedankt“ „Atomkraft ? Nein Danke“
=> 17.9.11: Stop Tihange! Internationaler Tag des Widerstands gegen Atomkraft
=> Jülich und Tihange (B) im Focus

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Soli-Konzert für eine Energiewende -> weg von Kohle und Atom

Grafik: http://rockamwindpark.blogsport.de/15.9.12: Rock am Windpark in Schleiden-Herhahn

Schwarz-Gelbe (Ex?- Atom-) Politrics und die großen (Atom- und Kohle-) Konzerne boykottieren und torpedieren die Energiewende.
Die Kosten werden ungleich (ja: asozial) zu Lasten der BürgerInnen verteilt und belasten die Ärmsten natürlich unverhältnismäßig hoch. (siehe auch => Zum Boykott der Energiewende – Basteln am Revival der Atomkraft).
Strom, bzw. die Energiewende, wird zum Luxusgut gemacht.

Dabei verdient der Staat an der EEG-Umlage, von der die energieintensive Industrie – im Gegensatz zu einkommensschwachen Haushalten – befreit ist, pro Jahr rund 1 Milliarde Euro an Umsatzsteuer.

Das Szenario der immer höheren Strompreise wegen der Erneuerbaren Energien, bzw. der Energiewende, wird kreiert, obwohl die letzten Erhöhungen dem steigenden Öl- und daran gekoppelten Gaspreis zu verdanken sind.

Jüngste Demaskierung (in vino veritas?): Rainer Brüderle (FDP) will die Windkraft- und Solaranlagen mit „Sonderabgaben“ bestrafen und einen weiteren Ausbau aussetzen, eine schnellere Energiewende also ausbremsen und verhindern.

Wichtig also, Initiativen und Menschen zu unterstützen, die wirklich an einer effektiven, dezentralen und damit demokratischen Energiewende arbeiten, sie vorantreiben.
Zum Wohl der Umwelt, zum Wohl der Menschen.

Dies möchte auch die „Grüne Jugend“, KV Euskirchen, und lädt am
Grafik: http://rockamwindpark.blogsport.de/Samstag, 15.9.12, zum
=> Rock am Windpark ein.
Ort: Sportheim des DJK Herhahn-Morsbach, Einruhrer Straße 300, Schleiden-Herhahn.

Das Sportheim befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem Windpark, der von Eifeler BürgerInnen, die sich im => Windenergie Nordeifel Verein (WNV) organisiert haben, betrieben wird.

Ab 18 Uhr gibt es Vorträge zum Thema erneuerbare Energien vom WNV und zum Widerstand gegen Braunkohle im Rheinland von AktivistInnen des => Hambacher Forstes, außerdem können sich Interessierte am Infotisch über Ökostromanbieter informieren.
Ab 20 Uhr steigt dann das Konzert! Mit dabei sind dieses Jahr u.a. die Punkrock-Band Freibad aus Aachen, die Elektro-Formation c/electric aus Mechernich-Kommern und der Liedermacher Florian aus Aremberg.
Gegen Hunger und Durst helfen günstige Getränke sowie ein Grillbuffet der Volxküche Nordeifel.
Der Erlös geht je zur Hälfte an die Anti-Braunkohle-Initiative => ausgeco2hlt und an die => Waldbesetzung zur Blockade des Hambacher Tagebaus.

Organisiert wird das Konzert von der => Grünen Jugend Kreis Euskirchen.
Eintritt gegen Spende
Mehr Infos unter => http://rockamwindpark.blogsport.de/

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siehe auch:
=> Zum Boykott der Energiewende – Basteln am Revival der Atomkraft . . . AAE, 28.8.12

=> Lüge auf der Stromrechnung
(Von wegen grüne Energie ist teuer. Die Politik ist schuld an hohen Preisen.)
. . . ZEIT-online

=> Staat verdient an Ökostrom Milliarden . . . Spiegel-online, 6.9.12

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Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
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