Archiv für August 2012

Anti-Atomkraft-Landeskonferenz lehnt Atommülltransporte von NRW in die USA ab

Gemeinsame Pressemitteilung der =>

Landeskonferenz (LaKo) der nordrhein-westfälischen Anti-Atomkraft-Initiativen

c/o Kölner Anti-Atom-Plenum
Graswurzelwerkstatt im Gesundheitsladen
Venloer Str.46, 50672 Köln
www.antiatomplenum.blogsport.de/, Tel.: 0177/5137560

c/o AntiAtom-Euskirchen
Nideggener Str. 5, 53881 Euskirchen, www. antiatomeuskirchen.blogsport.de

c/o Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Siedlerweg 7, 48599 Gronau, www.aku-gronau.de, 02562-23125

c/o Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V.
Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn, www.bbu-online.de, Tel.: 0228-214032

Anti-Atomkraft-Landeskonferenz lehnt Atommülltransporte von NRW in die USA ab – Aktionsfahrplan 2012 / 2013

(Köln, Bonn, Düsseldorf, 31.08.2012)
Die Landeskonferenz (LaKo) der nordrhein-westfälischen Anti-Atomkraft-Initiativen hat bei ihrem ersten Treffen nach den Sommerferien in Köln mögliche Atommülltransporte mit 152 Castorbehältern vom Jülicher Atomforschungszentrum in die USA abgelehnt.
Bei der Landeskonferenz kamen zahlreiche Anti-Atom Initiativen aus ganz NRW zusammen, um sich auszutauschen und neue Aktionen zu planen. Ein wichtiges Konferenzthema war das Atom-Forschungszentrum Jülich, in dem der Atomare Versuchsreaktor (AVR) im Jahre 1978 einen schweren Unfall hatte und nur um Haaresbreite am „Super-Gau“ vorbei schlitterte. Der besagte AVR soll nun gekippt und 200 Meter weiter in ein Zwischenlager verbracht werden. Dieses Vorgehen wurde bei der Konferenz kritisiert und die Erstellung eines autonomen Sicherheitsgutachtens wurde gefordert.

Landeskonferenz lehnt Atommülltransporte generell ab

Vor den Sommerferien war der Castor-Atommüllexport von Jülich in die USA als fragwürdige Alternative zur Atommüllverbringung in das Atommüll-Lager in Ahaus seitens des Forschungszentrums und der NRW-Landesregierung ins Gespräch gebracht worden. Die Landeskonferenz lehnt als Zusammenschluss zahlreicher Anti-Atomkraftinitiativen und Umweltverbände in NRW Atommülltransporte generell ab und spricht sich gegen eine Atommüllverschiebung von Jülich nach Ahaus und auch gegen Atommülltransporte von Jülich in die USA aus.
Die Transporte sind nach Angaben der LaKo hochgefährlich. Zudem ist völlig unklar, was mit dem Jülicher Atommüll in Ahaus bzw. in den USA passieren soll. Der ehemalige Mitarbeiter des Jülicher Forschungszentrums, Herr Dr. Rainer Moormann, führte bei der Konferenz aus, dass die Brennelemente nicht unter das „Proliferationsabkommen“ fallen, da der Abbrandzustand zu weit fortgeschritten sei.

Scharfe Kritik an der NRW-Landesregierung

Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf wird von der Anti-Atomkraft-Bewegung zwischen Rhein und Weser scharf kritisiert.
Mit der Urananreicherungsanlage in Gronau wird in NRW eine Atomfabrik betrieben, mit deren angereichertem Uran Atomkraftwerke in aller Welt betrieben werden.
Die Landesregierung sieht tatenlos zu und unternimmt auch nichts gegen die zahlreichen Urantransporte, die auf ihrem Weg von und nach Gronau quer durch ganz NRW rollen – mit Sonderzügen oder LKW-Konvois. Regelmäßige Atommülltransporte mit dem abgereicherten Uranhexafluorid (UF6) von Gronau nach Pierrelatte in Südfrankreich fahren durch dicht besiedelte Gebiete wie Münster und Hamm, durch das Ruhrgebiet, sowie durch Städte wie Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Solche Transporte, die zudem in der Regel ohne jegliche Sicherheitsmassnahmen und Begleitung erfolgen, sind sofort einzustellen!
Uranhexafluorid reagiert mit Luft, z. B. bei einem Unfall mit Brand, zu Flusssäure, die bei Austritt in einem Radius von 5 km zum Tode führt. Ebenfalls scharf kritisiert wurde die Landesregierung für die neue Genehmigung der GNS-Atommüllfabrik in Duisburg, die nach Abschluss der Koaltionsverhandlungen noch eine neue Genehmigung erhalten hat.

Atomkraftwerke und Atomanlagen in der Nachbarschaft von NRW und anderswo stoppen!

Die Atomanlage im belgischen Tihange, wo seit Jahren 2 Liter radioaktives Wasser täglich austreten, ohne dass die Behörden das Leck lokalisieren können, war ein weiterer Tagesordnungspunkt der Konferenz.
Ein neues Problem dieses AKWs sind eventuelle Risse im Reaktorbehälter (Block2), die am 10. September 2012 untersucht werden sollen.
Die NRW-Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen fordert von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des AKW Tihange!
Grundsätzlich wird die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen gefordert.

Eine Zusammenarbeit mit belgischen und niederländischen Gruppen und Verbänden soll für den internationalen Widerstand angestrebt bzw. intensiviert werden. Hier sind v .a. die UnterzeichnerInnen des offenen Briefs der Euregio-Anti-Atom-Initiativen von Mitte Juli gefordert. (http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/2012/07/20/laufzeitverlaengerung-fuer-lecken-atomreaktor-tihange-1-ein-offener-brief/ )

In der Nachbarschaft von NRW liegen derzeit neue Katastrophenschutzpläne für die niedersächsischen Atomkraftwerke Lingen II und Grohnde aus. Zu diesen Plänen können noch etwa eine Woche Stellungnahmen bei den zuständigen Behörden in Niedersachsen eingereicht werden. (http://www.grohnde-abschalten.de).

Schulterschluß in der Umweltbewegung

Die Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW werden sich weiterhin an bundesweiten und grenzüberschreitenden Anti-Atomkraft-Demonstrationen beteiligen und sie werden auch in NRW konsequent ihre Aktionen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen fortsetzen.
Dabei wird ein enger Schulterschluß mit anderen Strömungen der Umweltbewegung begrüßt: Mit Initiativen gegen Kohlekraftwerke, mit Initiativen gegen die unkonventionelle Erdgasförderung (Fracking) und mit Initiativen aus der Friedensbewegung.
Gebündelt wird auch der Widerstand gegen den Braunkohleabbau im Hambacher Forst.
Die KonferenzteilnehmerInnen vernetzten sich mit den Anti-Kohle-AktivistInnen und planen eine gemeinsame Konferenz vom 9.11. – 11.11.12 ebenfalls in Köln. Der Zusammenschluss soll die Energiewende in eine umweltfreundliche Richtung vorantreiben (www.ausgeco2hlt.de).

Aktionsfahrplan 2012 / 2013

Die Landeskonferenz (LaKo) der nordrhein-westfälischen Anti-Atomkraft-Initiativen ruft gemeinsam mit dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und weiteren Umweltverbänden sowie den regionalen Anti-Atomkraft-Zusammenschlüssen wie etwa dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen oder dem „Aktionsbündnis Stop Westcastor“ u. a. zur Teilnahme an den folgenden Veranstaltungen auf:

29.09., internationaler Uran-Aktions-Tag, u. a. mit Aktionen in Gronau, Duisburg und Essen (http://www.bbu-online.de/Aktionen%20vor%20Ort/Uranaktionstag.pdf?v=dKaFtABHS8c)

29.09., Anti-Fracking-Konferenz in Dortmund
(http://www.kircheundgesellschaft.de/nachhaltige-entwicklung/energie-und-klima/fracking)

03.10., Friedensdemonstration in Kalkar (http://ostermarsch-ruhr.de)

13.10., Aktionstag gegen Atomanlagen in Frankreich
(http://bewegung.taz.de/termine/frankreich-anti-atom-gross-demos-ueberall-in-frankreich)

2013 wird es im März in NRW eine große Demonstration zum 2. Jahrestag der Fukushima-Atomkatastrophe geben.
Außerdem soll 2013 der Bundestagswahlkampf für Aktionen gegen Atomanlagen und Atomtransporte genutzt werden.

Das nächste Treffen der nordrhein-westfälischen Anti-Atomkraft-Initiativen findet am 10. November in Köln statt.
Kontakt und weitere Informationen: www.antiatomplenum.blogsport.de/, www.bbu-online.de, www.aku-gronau.de, www.antiatomeuskirchen.blogsport.de.

(PM ; => hier als pdf)

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Zum Boykott der Energiewende – Basteln am Revival der Atomkraft

Beratungsgipfel in Berlin – Energiewende in Gefahr

In Japan wächst der Widerstand gegen das Wiederhochfahren der Atommeiler wöchentlich.
In Deutschland ist die Mehrheit der Bevölkerung für einen wesentlich schnelleren, konsequenteren Ausstieg aus der Atomenergie.
Dieser wäre auch machbar.

Jedoch, diese Schwarz-Gelbe Bundesregierung aus alten Atom-Politrics tut fast alles dafür, die Energiewende – auch einen (außer von den Großkonzernen und ihren Lobbyisten) wünschenswerten und nötigen Umbau hin zu einer dezentralen, damit demokratischeren, Energieversorgung – zu torpedieren.

Nun zweifelt sie die Erreichbarkeit der Ziele, die Energiewende, an.
Ganz im Sinne der Atom- und Kohle- Großkonzerne.

Auch der Euskirchener MdB Detlef Seif (CDU) zweifelte in – von AntiAtom-Euskirchen (unterstützt von BUND-Euskirchen) organisierten – zwei Podiumsdiskussionen in Euskirchen, auch noch kurz nach Fukushima, den Atomausstieg und die Energiewende, die Machbarkeit, an.
Ebenso die auch unseren Wahlkreis vertrendende MdB Gabriele Molitor (FDP). Sie nahm, trotz frühzeitiger Einladung und Abstimmung, gar nicht erst an der zweiten Podiumdiskussion teil. Sie hätte nichts neues zu sagen, ihre Standpunkte (geäußert in der ersten Podiumsdiskussion, vor Fukushima) seien bekannt.
[ Siehe dazu: => 1.11.10: AtomPolitrics gehen baden (2. 11. 2010), sowie
=> Röttgen in Euskirchen, Molitor sprachlos (19. 5. 2011) und
=> Bürgerlobby: Kritik am Ausstiegsszenario (7. 6. 2011) ]

Das folgende politische Handeln der CDU/CSU/FDP-Regierung entsprach und entspricht denn auch völlig dieser Haltung, sorgt fast zwangsläufig zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung:

So wird z.B. weiterhin auf Zentralisierung zugunsten der Großkonzerne gesetzt und gefördert (Off-Shore-Windparks), ebenso wie auf ein (unnötiges) Revival des Klimakillers Kohlekraft. Profiteure sind die alten Atom- und Kohle-Konzerne.

Dezentrale Energien, allen voran der Photovoltaik, werden Förderungen brutal gekürzt.
Folge: Ein aufstrebender, technologisch führender Wirtschaftszweig mit hohen und wachsenden Beschäftigtenzahlen in Deutschland wird zerstört.
Weitere Folge: Alle Macht und „Machbarkeits“-Macht und -Definition liegt wieder bei den alten Konzernen, deren Interesse es ist, ihr altes Kerngeschäft – Atomkraft und Kohlekraft – nicht zu verlieren, weiterhin aus diesen Investitionen unendlich Geld zu schöpfen.

Auf Kosten von Mensch, Natur, Umwelt, Sicherheit.
Der Profit der Konzerne zählt.

Dafür werden auch die Kosten der Energiewende völlig ungerecht verteilt, das Schreckensszenario der Strompreiserhöhungen kreiert. Eine Steilvorlage, um diese unpopulär zu machen, als nächsten Schritt zu behaupten, ohne Atom und Ausbau des Klimakillers Kohlekraft ginge es nicht.
Denn, die Hauplast tragen kleine und mittelständische Unternehmen und die Privahaushalte, damit trifft es die Ärmsten natürlich im Verhältnis völlig überproportional.
Besonders Energieintensive Industrie, die Konzerne, bleiben z.B. von Steuern auf Strom und der EEG-Umlage weitestgehend verschont, sie werden befreit. Mal ganz davon abgesehen, dass die letzten Strompreiserhöhungen mehr mit den Öl- und daran gekoppelten Gaspreisen zu tun hatten, als mit der EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien.

Realsatire?!

Und es wird noch toller: Wird der Anschluss der Off-Shore-Windparks nicht rechtzeitig geschafft (die dafür zuständige Firma Tennet wurde schon lange kritisiert), so dass sie nicht direkt ans Netz könnten, die Konzerne, die diese Parks bauen, nicht direkt davon profitieren könnten, sollen die VerbraucherInnen für deren Gewinnausfall haften: Über einen höheren Strompreis, bzw. eine höhere EEG-Umlage! (Wer ist davon natürlich nicht betroffen, weil befreit? s.o.!)
So wird eine Energiewende unpopulär gemacht!
Es erübrigt sich zu sagen, dass die VerbraucherInnen an den möglichen Gewinnen der Stromkonzerne und Netzbetreiber allerdings nicht beteiligt werden (nicht geplant).
Und zu sog. „einkommensschwachen Haushalten“ fällt dieser Regierung nur ein „Beratungsprogramm“ statt Erleichterung ein.
Sozialtarife lehnt Umweltminister Altmeier (CDU) ab, im Gegensatz zu Befreiungen und Steuererleichterungen für die Industrie.
Statt dessen sollen einkommensschwache Menschen in den „Genuss“ einer kostenlosen Energiespar-Beratung kommen!
Hier werden dann wohl professionelle (-> bezahlte; von wem?) „EnergiesparberaterInnen“ den Ärmsten erklären, wieviel Strom sie mit dem Kauf eines modernen Geräts (z.B. Kühlschrank) sparen können.
Woher diese das Geld für den Kauf nehmen sollen, wird ihnen wohl nicht erklärt.
Gerade für diese Menschen bedeutet es meist eine Katastrophe, wenn ein Gerät kaputt geht. Selbst die Anschaffung eines gebrauchten, alten Stromfressers bedeutet eine kaum zu stemmende finanzielle Belastung.

Eine Abwrackprämie für veraltete Heizungsanlagen wäre hingegen wirklich sinnvoll, dürfte bei einer Heizungsneuinstallation (genauso wie Dämmung = Modernisierung) jedoch keinen Einfluß auf die Miete (Erhöhung/Umlegung) haben.

„Vergessene“ Ansätze

Und: Ein weiterer, sinnvoller Schritt zu einer effektiven CO2-Ausstoß-Reduzierung wäre ein Verbot der Tierfabriken, der Massenställe!
Es käme der Umwelt und den Tieren (= Lebewesen! keine Ware!) zugute. Unendliches Tierleid würde verhindert.

Ein Tempolimit auf Autobahnen und mehr Güterverkehr auf die Schiene wären und waren auch mal gute Ansätze…
Ebenso wie ein besserer Ausbau der Bahnverbindungen z.B. für BerufspendlerInnen, insbesondere auf dem Land, statt immer weiter neuer Straßen(aus)bau . . .

Es gibt (außer noch 9 laufenden, hochgefährlichen AKWs und dauernden Atomtransporten, z.B. -> UAA Gronau) noch viel zu tun und es gilt wachsam zu sein!
Kampf für den Atomausstieg und für eine effektive, konsequente, soziale Energiewende gehören zusammen!

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Mehr zum Thema
=>
Analyse zu P. Altmeiers 10-Punkte-Plan zur Energiewende … von .ausgestrahlt , 20.8.12
und => Strom ohne Atom … bei AntiAtom-Euskirchen , 1.6.11

und Presse-Lesetips:
=> Rösler und Co. wollen die Energiewende entdemokratisieren – Feindliche Übernahme … taz.de , 14.8.12
=> Atom gewinnt, Solar schmiert ab … taz.de , 14.8.12
=> Netzbetreibern ist Bürgerprotest egal … taz.de , 16.8.12
=> Altmaier verspricht Gratis-Energieberatung für alle … Spiegel-online , 16.8.12
=> Jenseits des 10-Punkte-Plans … taz.de , 16.8.12
=> Murks auf Kosten der Verbraucher … Spiegel-online , 28.8.12
=> Atom-Saulus, Öko-Paulus … taz.de , 26.8.12

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AntiAtom-Landeskonferenz NRW in Köln

UAA Gronau, GNS Duisburg, Jülich (FZJ) und AKW Tihange (B) im Fokus

Am Sonntag, 26. August 2012 findet in Köln im Autonomen Zentrum (AZ) die Landeskonferenz NRW der AntiAtom-Bewegung statt.
Eingeladen sind alle Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich gegen Atomkraft im Lande bereits einsetzen oder zukünftig einsetzen wollen

Ein Ziel der etwa halbjährlich stattfindenden Treffen ist einerseits die Information und Austausch über aktuelle atompolitische Themen in NRW, darüber hinaus werden Aktionen geplant und abgestimmt.
Ideen werden entwickelt und vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht und ausgewertet.
Somit dienen diese Konferenzen auch der intensiveren Vernetzung der AntiAtom-Initiativen und -AktivistInnen.

In einer Zeit, in der ein gefeierter „Atomausstieg“ beschlossen ist, der keiner ist – über die Hälfte der deutschen AKWs läuft noch, die letzten noch über 10 Jahre lang, für einige bedeutet dieser „Ausstieg“ sogar eine Laufzeitverlängerung – und die Energiewende von PolitikerInnen und (Atom-) Industrie teils schamlos torpediert und boykottiert wird, an einem Atom-Revival gebastelt wird, sehr wichtig.

Denn es gilt, wachsam zu sein, nicht locker zu lassen, weiterhin für einen sofortigen, zumindest bedeutend schnelleren Atom-Ausstieg zu kämpfen.

Gleichzeitig, damit verbunden, für eine effektive, konsequente Energiewende einzutreten.
Denn diese ist in höchster Gefahr!

Die herrschende Politik vertraut auf die Großkonzerne, also jene, die eigentlich an alten, abgeschriebenen AKWs Mio. verdienen könnten, dazu weiterhin auf alte Kerngeschäfte wie CO2-Killer Braunkohle-Abbau und -Kraftwerke setzen und diese ausbauen wollen (z.B. RWE).
Die Energiewende soll zentralisiert werden, diese Konzerne sollen die Fäden in der Hand behalten.

Dezentrale, demokratische Stromerzeugung wird be- und verhindert, die einst boomende und immer effektiver werdende Solarbranche, die so viele zukunftsweisende Arbeitsplätze geschaffen hatte, zerstört.

Die Mär der übermäßigen Subventionen wurde in die Welt gesetzt, der Strompreis würde dadurch unverantwortlich steigen.
Unter den Teppich gekehrt wird jedoch, wie viel, teils versteckte, Subventionen die Atom- und Kohle-Konzerne bekommen und bekamen, dass diese Energieformen ohne diese Subventionen zu diesem Preis gar nicht möglich wären (v.a. mit der Entwicklung angefangen).
Von den „Kosten“ eines möglichen Atom-Unfalls, der noch immer ungeklärten „Endlagerung“ des Atommülls und der Folgen für Klima und Umwelt durch CO2-Dreckschleudern wie im „Rheinischen Braunkohlerevier“ von RWE für uns und unzählige Generationen nach uns, wird nicht gesprochen.

Ebenso wenig über die Tatsache, dass notwendige Investitionen überwiegend auf PrivatverbraucherInnen abgewälzt werden. Die Industrie, v.a. die besonders Energiefressende, wird weitestgehend und immer weiter ausdehnend von Abgaben und Steuern auf Energie befreit.

Auch die Kosten für den Netzausbau, hier: vier gigantische Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland, um dort die Stromversorgung durch zentralisierte Großkonzernprojekte (Off-Shore-Windparks in Nord- und Ostsee) zu sichern, sollen auf die PrivatverbraucherInnen abgewälzt werden. D.h.: Die Netzbetreiber streichen zwar später den Gewinn ein, läuft jedoch etwas schief, oder werden die Trassen zu spät fertig, der Anschluss wird nicht rechtzeig fertig und die Windparks im Norden könnten nicht direkt ans Netz, haften die privaten VerbraucherInnen für den Gewinnausfall der Konzerne!
Unverfrorener geht’s nicht!
So wird Stimmung gegen die Energiewende gemacht.

Zumal diese Trassen in diesem Ausmaß nicht nötig wären, würde mensch auf dezentrale Energieversorgung und intelligente Stromnetze (in kommunaler/Bürger- Hand) setzen.
Aber daran würden ja viele Einzelne (BürgerInnen) verdienen, nicht die Großkonzerne, die um ihre Pfründe fürchten . . .

NRW: Atomausstieg – Lüge!
Kein AKW, aber:
NRW = Drehscheibe für die nationale und internationale Atomwirtschaft

Drei Brennpunkte in NRW, eine akute Bedrohung aus Belgien. Das ist die konkrete Situation in NRW die im Vordergrund der AntiAtom-Landeskonferenz stehen wird.

Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

Die UAA Gronau (ebenso wie die UAA Almelo in direkter NL-Nachbarschaft, auch im Besitz von Urenco, ein Konsortorium, an dem auch RWE und Eon beteiligt sind) bedient nicht nur AKWs bundes- und weltweit, es fällt auch waffenfähiges Material (z.B. für panzerbrechende Uranmunition) an.
Zudem kann auch direktes Material für Atomwaffen produziert werden.

Die Kapazitäten der Anlage reichen zurzeit für bis zu 35 AKWs von der Größe des Atommeilers Brokdorf.
Mittlerweile kann jedes 10. AKW weltweit mit angereichertem Uran aus Gronau betrieben werden – und das unbefristet, weil die Bundesregierung die Urananreicherung in Gronau nicht stilllegen will. Wenige Kilometer nördlich läuft zudem die Brennelementefabrik Lingen unbegrenzt weiter.

Der Fukushima-Betreiber Tepco betrieb seine AKW mit deutscher Hilfe: Der Urananreicherer Urenco, RWE und EON sind zu jeweils einem Drittel beteiligt, lieferte jahrelang angereichertes Uran für die Brennelementefertigung auch für Fukushima.

Zudem bedingt diese Anlage viele höchstgefährliche Urantransporte. Die Züge fahren trotz aller Gefahren unter anderem am helllichten Tage durch belebte Hauptbahnhöfe, darunter z.B. den Münsteraner Hauptbahnhof.
Das transportierte Uranhexafluorid (UF6) ist radioaktiv und hochgiftig, schon bei Berührung mit Luftfeuchtigkeit bildet sich tödliche Flusssäure.
Uranhexafluorid wird in großen Mengen von und nach Gronau transportiert, in der Urananreicherungsanlage verarbeitet und neben der Anlage unter freiem Himmel in großen Mengen gelagert

Zudem erfordert diese Anlage den tödlichen Uranabbau, der ganze Landstriche verwüstet und vergiftet und Menschen tötet.

Die Bürgerinitiativen kritisieren massiv die NRW-Landesregierung, da diese die Urantransporte nach wie vor unbehelligt fahren lässt. Ursprünglich hatte die Landesregierung angekündigt, weitere Atomtransporte durch NRW zu verhindern.
Die AntiAtom-Bewegung fordert das Verbot aller Atomtransporte und die sofortige Stilllegung der UAA Gronau und aller Atomanlagen.

Mehr Infos => http://www.urantransport.de/uran.html

Atommüll-Konditionierungsanlage der GNS in Duisburg

Diese steht in einem Duisburger Wohngebiet, 200m vom nächsten Mehrfamilienhaus und
400m vom nächsten Kindergarten entfernt.
Sie hat zurzeit eine Kapazität von 3.300 Tonnen Atommüll, der hier konditioniert, also für eine „Endlagerung verarbeitet wird.
Sie erhielt im September 2011 von der Duisburger Bezirksvertretung eine Erweiterungsgenehmigung. Diese ist im Juni 2012 von der Düsseldorfer Bezirksregierung noch einmal ergänzt worden.

Die AntiAtom-Bewegung fordert mit den örtlichen Initiativen auch hier den Stop der Atommülltransporte, fordert, dass der Müll nicht mehr in dicht besiedelten Gebieten, sondern am „Entstehungsort“ verarbeitet werden soll.

Mehr Infos => http://www.duisburg-atomfrei.de/

Forschungszentrum Jülich (FZJ)

Hier lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Müll.
Hinterlassenschaft des dortigen Forschungsreaktors, ein Beispiel für den Irr- und Wahnsinn der Atomindustrie.
1978 wäre es nach einem unkontrollierten Wassereinbruch fast zum GAU gekommen.
Dadurch kam es zu einer umfangreichen radioaktiven Verseuchung des Erdreichs und des Grundwassers.
Das ganze Ausmaß wurde erst Jahre später bekannt. Denn der sog. => „Kugelhaufenreaktor“ sollte zerlegt, „entsorgt“ werden.

Der stillgelegte Reaktor kann noch immer nicht rückgebaut werden.
Jahrelang waren die Kerntemperaturen viel zu hoch, dadurch kam es zum Versagen von Brennelementen.
Der Jülicher Reaktor ist dadurch die am stärksten mit Strontium und Cäsium verseuchte Nuklearanlage weltweit. Bei einem Wassereinbruchstörfall 1978 gelangten Strontium und Tritium auch in Boden und Grundwasser. Jülich schrammte knapp an einer Katastrophe vorbei. Das Gelände unter dem Reaktor ist heute noch verseucht.

Der Rückbau der Anlage kostete bis jetzt schon über 700 Mio. Euro.
Diese „Entsorgung“ wird jedoch auf Jahrzehnte hin nicht möglich sein.

Die 152 Castoren jedoch würde das Forschungszentrum gerne los. Diese sollten zuerst nach Ahaus, da für das „Zwischenlager“ in Jülich die Betriebsgenehmigung ausläuft. Jedoch ist das Ahauser „Lager“ älter und nicht „sicherer“ als Jülich.
Z.Zt. steht ein Transport in die USA im Raum.
Generell wirft ein Transport massive Sicherheitsprobleme auf:
Zum Teil wurde hochangereichertes Uran verwendet, die Graphit-Ummantelung ist brennbar, die Brennelement-Kugeln sind nicht endlagerfähig verpackt.

Zu diesem Themen-Komplex forderte schon die Frühjahrskonferenz der Anti-AKW-Bewegung am 15. April 2012 in Ahaus:

Schluss mit jeglicher Reaktorentwicklung und Transmutationsforschung in Jülich. Statt dessen Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit dem Ziel der Schadensbegrenzung, wo dies noch möglich ist.
Sofortiger Stopp des Exportes der HTR-Technik ins Ausland.
Einrichtung eines Untersuchungsausschusses des Landtages NRW zur Klärung der Vorgänge bei Betrieb und Abwicklung der Reaktoren in Jülich (HTR) und Hamm (THTR).
Betreiberfinanzierte Kinderkrebsstudien an allen Standorten, in denen diese bisher nicht erstellt wurden.

Nun wird sich die LaKo NRW auch mit Fragen beschäftigen wie:
Jülich-U.S.A. Transporte der Westcastoren
Umkippen des AVR und Transport in eine Zwischenlagerhalle im Jahr 2013 (Proteste,Perspektiven, Diskussionen)
Abbau des Reaktors DIDO (wohin gehen die Reste, wie wird abgebaut?); wie verlief der Abbau von Reaktor Merlin?

Mehr Infos => http://www.westcastor.de/
und => http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/juelich/

AKW Tihange – Akute Bedrohung aus Belgien

Am Standort Tihange befinden sich drei Atomkraftwerke. Sie gingen in den Jahren 1975, 1982 und 1985 ans Netz. Tihange liegt nur 30 km von der niederländischen und 60 km von der deutschen Grenze entfernt in Hauptwindrichtung.
Der Atomkomplex liegt in der immer noch aktiven Erdbebenzone „Faille du midi“. Die letzten starken Erdbeben gab es hier in der geologischen Gegenwart 1692 und 1992.
Ein Unfall in den über 30 Jahre alten, maroden Reaktoren würde die Nordeifel mit als erstes treffen und unbewohnbar machen.
2002 kam es hier beinahe zur Katastrophe, 2010 gelangten 600 Liter säurehaltiges Wasser in die Maas.

Kurz nach der beschlossenen Laufzeitenverlängerung für das belgische AKW Tihange (Block 1) bis 2025 wurde am 12.7.12 bekannt, dass seit mind. 10 Jahren aus einem Kühlbecken für verbrauchte Brennelemente radioaktiv verseuchtes Wasser austritt.
Laut Presseberichten täglich etwa 2 Liter.
Der Betreiber Electrabel versucht wohl seit 2006 das Leck zu orten und evtl. zu schließen, sieht sich und ist jedoch nicht in der Lage dazu.
Die Reflexe der Atomwirtschaft sind die bekannten: Selbstverständlich bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, das Wasser sei leicht radioaktiv und werde aufgefangen und behandelt.

Am 16.8.12 nun wurde von der belgischen Atomaufsichtsbehörde AFCN angeordnet, den 2. Block in Tihange abzuschalten.
Grund: Im AKW Doel (Belgien/Nord) wurden bei einer Ultraschallprüfung rund 8000 Risse im unteren Teil des dritten Reaktorblocks entdeckt.
In Tihange 2 ist derselbe Reaktorbehälter wie in Doel 3 montiert, in den 70er Jahren von der niederländischen Gesellschaft Rotterdamsche Droogdok Maatschappij, die nicht mehr existiert, hergestellt.
Diese lieferte Reaktordruckbehälter (RDB) weltweit aus.
In Deutschland sind Brunsbüttel und Philippsburg-1 mit diesem RDB-Typ bestückt.

Eine Ultraschallprüfung in Tihange 2 wird am 10. September durchgeführt.

AntiAtom-Initiativen aus der Regio B/NL/D veröffentlichten Mitte Juli einen => offenen Brief, der auch in der Presse ein breites Echo fand

Hier besteht Handlungs- und Aktionsbedarf! Denn:

Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!

Mehr Infos => Laufzeitverlängerung für lecken Atomreaktor Tihange 1 – Ein offener Brief
=> http://antiatomeuskirchen.blogsport.de/category/tihange/
sowie bei => http://www.stop-tihange.org/index.html

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Vor Beginn der Landeskonferenz um 13 Uhr gibt es
ab 12 Uhr eine Pressekonferenz.
Für das leibliche Wohl sorgt bekannt gut die Volxküche Nordeifel.

VA-Ort => Autonomes Zentrum Köln (AZ), Wiersberstr.44, 51103 Köln Kalk
siehe auch => AntiAtomPlenum Köln
sowie => Zur Atomausstiegs-Lüge . . . Neue Rheinische Zeitung NRhZ.online, 24.8.12
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Klimacamp Rheinland 2012 erfolgreich und „feierlich“ beendet

(Artikel orig. bei => Eifel-Raben)

Am 12. August ging das Klimacamp Rheinland in Manheim bei Kerpen-Buir, in unmittelbarer Nähe zum von RWE betriebenen Tagebau Hambach, zu Ende.
Hinter den mehreren hundert TeilnehmerInnen lag eine intensive, informative und aktionsreiche Woche, die mit einem zweitägigen Soli-Festival einen feierlichen Ausklang fand.

In über 50 Vorträgen und Workshops wurden (internationale) Klimaproblematik, Umweltschutz, Herrschaftsstrukturen und Alternativen zur herrschenden Umwelt- und Sozial(strukturen)- zerstörenden Politik thematisiert und diskutiert.
Aufgrund der Internationalität meist mehrsprachig mit DolmetscherInnen.

Auch die Vernetzung und der Ausstausch mit anderen Sozial- und Umweltbewegungen, wie z.B. mit AktivistInnen der AntiAtom-Bewegung, standen ganz oben auf der Agenda.

AnwohnerInnen, die von RWE zur Räumung ganzer Dörfer gedrängt und gezwungen werden soll(t)en, berichteten und informierten über die Praxis von RWE und die sozialen wie umweltmäßigen Folgen und Auswirkungen.
Viele von ihnen unterstützten z.B. mit Lebensmittelspenden das Camp.
Ebenso wie einige es schon länger für die => BaumbesetzerInnen im Hambacher Forst - ebenfalls in der Nähe der wunderschönen Streuobstwiese, auf der das Klimacamp stattfand – tun und so täglich ihre Solidarität zeigen.

Unabhängig vom Camp kam es zu zwei friedlichen, entschlossenen Blockadeakionen:
So besetzten am 7.8. rund 100 AktivistInnen für mehrere Stunden die sog. Hambachbahn. Hier pendeln die Kohlezüge zwischen Tagebau und den RWE-Braunkohlekraftwerken im „Rheinischen Braunkohlerevier“. Mit einer effektiven Ankettaktion legten drei Aktivisten am 8.8. den Kohlenachschub für => Europas größte CO₂-Schleuder stundenlang lahm. Das => Klimacamp solidarisierte sich mit den AktivistInnen.

Im ganzen Camp wurde auf Umweltverträglichkeit geachtet.
Die meisten TeilnehmerInnen reisten mit der Bahn, in Fahrgemeinschaften oder direkt mit Fahrrad an, Sonnenkollektoren sorgten überwiegend für den Strom, das sehr leckere Essen der Volxküche Rampenplan war wie immer bio-vegan. (Zum Auf- und Abbau kochte die Volxküche Nordeifel, ebenfalls nach diesen Grundsätzen)

Einen feierlichen Ausklang gab´s dann am Freitag und Samstag mit dem Klimacamp-Soli-Festival. Bestens mit Bands und DJs besetzt konnte mensch nach Herzenslust abtanzen, JongleurInnen fasziniert zuschauen und/oder am Lagerfeuer sitzen und klönen.
Das Fazit und die weitere Ansage war klar:

ausgeCO₂hlt: We won´t stop until you do!

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=> Hier anklicken zur => kommentierten „Fotoreportage“:
Impressionen vom Klimacamp Rheinland 2012 bei Kerpen-Manheim

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Ankettaktion stoppt Braunkohle

Aktualisiert: Die drei angeketteten AktivistInnen wurden gegen 16 Uhr aus den Schienen geholt und in Gewahrsam nach Köln gebracht. Ebenso die zwei Menschen, die als BetreuerInnen vor Ort waren.
Die erfolgreiche Aktion ist beendet, aber RWE ist ganz schön nervös. Gerade fahren die Züge im 5 Minuten Takt.

Anti-Kohle-AktivistInnen ketten sich an Gleisen fest

3 AktivistInnen haben sich soeben (ca. 11:30 Uhr; Anm. Red.) an der Hambach-Kohlebahn mit Lock-ons festgekettet.
Dies ist eine unabhängige Aktion, die aber im Kontext mit der gestrigen Sitzblockade einige hundert Meter entfernt stattfindet.
Die AktivistInnen wollen sich mit dieser direkten Aktion dem Weiterbetrieb des Rheinischen Braunkohlereviers möglichst effektiv in den Weg stellen, bzw. legen, und treten für eine globale Überwindung fossiler Energieträger ein.
Sie können sich nicht selber aus den Stahlrohren befreien, sondern können nur durch eine technische Einheit der Polizei von den Schienen entfernt werden. Bei vergleichbaren Aktionen dauerten die Räumungen mehrere Stunden.

Clumsy, einer der Festgeketteten begründet seine Teilnahme an dieser Aktion so: „Unserem Planeten und den darauf lebenden Spezies läuft die Zeit davon. Doch obwohl die Anzeichen des Kollaps unserer Ökosysteme unübersehbar sind, werden nicht die nötigen Konsequenzen daraus gezogen. Anstatt sofort aufzuhören fossile Energieträger zu verbrennen werden mit immer extremeren Methoden die letzten Reste aus der Erde gepresst. Das wird sich auch nicht ändern, solange Gesellschaften existieren, die auf Herrschaft und Ausbeutung basieren.“

Marc X, der ebenfalls festgekettet ist ergänzt: „Das Bergrecht, das die rechtliche Grundlage ist für die Zerstörung der Dörfer, der Umwelt und der Natur – hier und anderswo in Deutschland – ist ein Gesetz, das aus dem Mittelalter stammt, und die letzte relevante Überarbeitung (eine Verschärfung) in der Nazi-Zeit erfuhr. Ich frage mich wieso dieses Gesetz noch existiert? Warum wurde es nicht abgeschafft?“(PM)
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Siehe auch: => Klimacamp/ausgeco2hlt
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Klimacamp Rheinland 2012 mit erfolgreichem Auftakt

Grafik: Klimacamp 2012„Raus aus Kohle und Atom“
„Klimacamps in Rheinland und Lausitz stellen sich quer“
„We won´t stop until you do!“
„Braunkohleausstieg JETZT!“

Einige der Slogans, unter denen das am 3.8.12 mit einem Auftaktplenum eröffnete => Klimacamp Rheinland 2012 in Manheim bei Kerpen-Buir zwischen Köln und Aachen, in direkter Nähe zum Braunkohleabbaugebiet Hambach und zum bedrohten Hambacher Forst, erfolgreich gestartet ist.
Am Samstag, 4.8.12, gab es am Morgen dann gleich als Einstieg eine Fahrrad-Demo und -Infofahrt durch die umliegenden Orte zum Tagebau Hambach.
Mit etwa 100 TeilnehmerInnen ein informativer und gelungener Auftakt, bei dem die riesige, unvorstellbare, örtliche Dimension des Raubbaus an der Natur anschaulich wurde.
Die Tagebaue Hambach, Inden und Garzweiler bilden mit den dazugehörigen 5 Braunkohle-Großkraftwerken das von RWE betriebene „Rheinische Braunkohlerevier“, mit 100 Mio. Tonnen CO2 jährlich die
=> größte CO2- Quelle Europas.
„Neben den direkten gesundheitlichen Folgen für die lokale Bevölkerung, tragen insbesondere Menschen im globalen Süden jetzt schon die Folgen des Klimawandels durch Dürren, Ernteausfälle und Hunger, wobei sich die Lage bei dem unkontrolliert beschleunigten Klimawandel weiter dramatisch zuspitzen kann“, heißt es in dem => Aufruf. Hier wird die „Ausbeutung von Menschen, Umwelt, des Klimas und Generationsungerechtigkeit gebündelt sichtbar.“

Die Sensibilisierung für diese Thematik ist ebenso Ziel der InitiatorInnen des Klimacamps, wie die notwendige Zusammenführung z.B. verschiedener Umwelt- und Sozialbewegungen und ein Hinterfragen und Beleuchten herrschender (Macht-) Strukturen.
Denn auch diese Bewegungen kritisieren die Fixierung auf (undemokratische) Großkonzernstrukturen, fordern z.B. eine Dezentralisierung und damit Demokratisierung der Energiegewinnung und -Versorgung.

Dies spiegelt sich auch sehr gut im umfang- und facettenreichen
=> Programm des Klimacamps Rheinland wieder.

Am Freitag, 10.8., gibt es z.B. eine Info-Veranstaltung mit Sven Brieger von AntiAtomBonn zum Thema „Gorleben und der Hambacher Forst: AntiAtom und AntiKohle – zwei Seiten einer Medaille?“

Soli-Besuch beim Sonntags-Spaziergang an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

So fuhr auch eine kleine Gruppe aus dem Klimacamp bei Manheim am 5.8. nach Gronau zum dortigen Sonntagsspaziergang und Mahnwache an der UAA Gronau. Sie übermittelte solidarische Grüße und herzliche Glückwünsche zu den gelungenen, erfolgreichen Aktionen vom vergangenen „verlängertem“ Wochenende
(siehe => Return to sender: Erstmals tritt ein Uranmülltransport den Rückweg an …
und => UAA Gronau wieder blockiert) und erfuhr Aktuelles über den Widerstand und die Entwicklungen an der UAA.
Zudem luden sie auch alle AntiAtom-AktivistInnen und Atomkraft-Gegnerinnen zum Klimacamp ein, wiesen dabei auch noch einmal ausdrücklich hin auf das

Grafik: Klimacamp 2012=> Klimacamp Solifestival

am 10./11. August auf dem
=> Klimacamp-Gelände.
Freitag mit: Nic Knatterton (HipHop / Aachen), Tequila & the Sunrise Gang (Reagge Ska-Punk / Kiel), BlibBlob (Chip Tunes / Osnabrück), Lucha Amada (Mestizo Soundsystem / BN/B), Sound Nomaden (Elektro Swing & Global Beats / Münster)
Samstag mit: Buxbäume & Strauchdiebe (Straßen-Akustik-Folklore-Punk / Köln), The Coconut Butts (Skapunk / Simmerath/Eifel), Guts Pie Earshot (Breakbeat Techno Drum ‘n’ Bass Punk), Dj Vaga (AllerweltsRebelfolk / South Italy/Berlin), Farbie Froh (Drum ‘n’ Bass / Heidelberg), neoBeo (Ambient Chillout / Synergy Tribe)
Die gesamten Kosten für Menschen, die nur zum Festival kommen belaufen sich auf Fr. 10 € inkl. Abendessen und Campen und Sa 15 € inkl. Tagesverpflegung & Campen.
hier => alle Infos und Bandbeschreibungen

Kohlezug-Blockade im Rheinland

Und heute, am 7.8.12, besetzten rund 90 AktivistInnen über 10 Std. lang die Gleise der Hambach-Bahn. (zeitweise waren rund 140 dort)
Auf der Bahn fahren normalerweise Züge, die die Kohle vom Tagebau Hambach zu den Kraftwerken transportiert. Der Zugverkehr war in beide
Richtungen eingestellt.
Die AktivistInnen hatten Transparente dabei, u.a. mit dem Slogan „System change not climate change“.
Mit der Aktion wollten sie ihren Protest gegen Abbau und Verstromung von Braunkohle zum Ausdruck bringen.
Die Kraftwerke im „Rheinischen Braunkohlerevier“ (RWE) sind die => größte CO2 Quelle Europas und tragen darum massiv zur globalen Erwärmung bei.
„Aufgrund des Klimawandels sterben schon heute jährlich ca. 350.000 Menschen an Hunger, Wasserknappheit oder bei Extremwetterereignissen – 99 Prozent davon in den ärmsten Ländern der Welt, die selbst kaum zur globalen Erwärmung beitragen“, sagte die Klimaaktivistin Claudia Heinrich. „Darum halten wir unseren Widerstand nicht nur für legitim sondern für unverzichtbar.“

Solidarische Grüße von AntiAtom-Euskirchen !!!

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Mehr Impressionen/Fotos vom Klimacamp hier => in der Fotogalerie

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