Leck im AKW Tihange

Radioaktives Wasser tritt schon seit Jahren aus.
AtomkraftgegnerInnen und Greenpeace Belgien fordern Stilllegung.

(Dieses Foto 1: Michielverbeek für Wikipedia)
Kurz nach der beschlossenen Laufzeitenverlängerung für das belgische AKW Tihange (Block 1) bis 2025 wird (erst jetzt) der nächste Skandal bekannt:
Seit Jahren tritt aus einem Kühlbecken für verbrauchte Brennelemente radioaktiv verseuchtes Wasser aus.
Laut Presseberichten täglich etwa 2 Liter. Seit wohl schon 10 Jahren.
Der Betreiber Electrabel versucht wohl seit 2006 das Leck zu orten und evtl. zu schließen, sieht sich und ist jedoch nicht in der Lage dazu.
Die Reflexe der Atomwirtschaft sind die bekannten: Selbstverständlich bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, das Wasser sei leicht radioaktiv und werde aufgefangen und behandelt.
Das skandalträchtige und störanfällige AKW Tihange mit drei Blöcken steht schon lange in auch internationaler Kritik. Denn: Eigentlich ist es eben nicht nur ein nationales belgisches Problem, eine Gefahr.

Strahlung kennt keine Grenzen!
Etwa 30 km von der niederländischen und 60 km von der deutschen Grenze entfernt gelegen, bedroht das AKW Tihange ganz akut weite Teile auch der Nord- und Vor-Eifel.
Bei der in unserer Region herrschenden Hauptwindrichtung aus West bis Südwest würden weite Teile der Region bei einem Unfall unbewohnbar.
Bei dem ohnehin recht laschem, nach Fukushima angeordnetem, europäischen Stresstest wurde in Tihange u.a. mangelnder Hochwasserschutz moniert. Das AKW liegt 25 km südwestlich von Lüttich direkt an der Maas.
Zudem liegt es in der, noch in der geologischen Gegenwart ( 1692, 1992) aktiven, Erdbebenzone „Faille du midi“.
Wasserverlust durch nicht zu ortenden Riss im Kühlbecken? Erdbebengebiet? Längstens hier sollten nach Fukushima die Alarmglocken läuten!
Zumal grade Block 1 wegen seines Alters und Störanfälligkeit (hier => Störfallliste) als Schrottreaktor gilt.

Bereits im September letzten Jahres demonstrierten über 2000 Menschen in Tihange gegen die Atomkraft, forderten die Stilllegung, den Ausstieg. Auch aus Euskirchen fuhr in Koop mit AntiAtomBonn ein Bus zur Demo.
In der Eifel sammelte eine Initiative über 3000 Unterschriften gegen Tihange.
Scheinbar muss der Druck (wieder) erhöht werden.
Hier ist auch die Politik, auch die Bundes- und NRW-Landes-Regierung, gefordert.

Denn viele Menschen und Initiativen sind empört und besorgt, fordern und sagen:
„Wir wollen nicht, dass unsere Regionen unbewohnbar werden, wir wollen hier leben!
Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!“

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hier => eine Liste von Störfällen in Tihange

Tihange bei AAE: => Bedrohung durch Tihange soll verlängert werden
=> 2000 x Stop Tihange! „Nucleaire ? Non Merci“ „Atoomenergie ? Nee Bedankt“ „Atomkraft ? Nein Danke“
=> 17.9.11: Stop Tihange! Internationaler Tag des Widerstands gegen Atomkraft
=> Jülich und Tihange (B) im Focus

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Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
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