Archiv für Juli 2012

UAA Gronau wieder blockiert

(Aktualisiert:
1.8.2012
14:00 Uhr
->Aktion
nach 24 h
friedlich und selbstbestimmt beendet!)

An der UAA Gronau,
vielen AtomkraftgegnerInnen
aus dem Kreis Euskirchen und der Eifel durch Engagement/ Teilnahme an Demos (aus Euskirchen fuhren gemeinsam mit AntiAtomBonn auch schon Busse dorthin) auch vor Ort bekannt, reißt der Protest nicht ab.

Nachdem gestern (-> 30.7.12) ein Sonderzug mit Uranmüll Richtung Frankreich seine Reise erst mal abbrechen musste (=> Return to Sender…), da sich zwei AktivistInnen an einem Bahnübergang durch ein Rohr festgekettet hatten, wenig später in einem Wald AktivistInnen in Bäume geklettert waren und eine Seilbrücke und Transparente über die Schienen gespannt hatten,
(“Wir werden nicht tolerieren, wie hier die Atomindustrie weiter macht wie bisher und Brennstoff in alle Welt liefert. Wir wehren uns!” sagte AntiAtom-Aktivistin Cecile Lecomte [=> Eichhörnchen] gegenüber ContrAtom)
erreichte uns heute (-> 31.7.12) Mittag folgende Eilmeldung von ROBIN WOOD, ContrAtom sowie von AntiAtom-Gruppen aus dem Münsterland :

AktivistInnen machen UAA dicht –
Proteste gehen auch am zweiten Tag weiter

Die Proteste gegen
die Urananreicherungsanlage
(UAA) im westfälischen
Gronau reißen nicht ab.
Nach der gestrigen Aktion
gegen den Export von
Atommüll nach Frankreich
demonstrieren AtomkraftgegnerInnen heute
auf den Zufahrtswegen der Anlage.

Sie haben vor dem Tor der Anlage zwei Dreibeine aus Holzstämmen aufstellen können.
Kletterer erklommen diese sog. Tripods und versuchen nun, so lange wie möglich auszuharren, um den Betrieb der Anlage zu stören.
Die ganze atomare Produktions- und Verwertungskette, die von Gronau aus bedient wird, birgt unverantwortliche Gefahren: vom Uranabbau, bei dem die Lebensgrundlagen der oftmals indigenen Bevölkerung ruiniert werden, bis hin zum radioaktiven Müll, für den es kein sicheres Endlager gibt.
Wer „ja“ sagt zur Urananreicherung, der riskiert Unfälle von gefährlichen Urantransporten in der ganzen Welt, exportiert Rohstoffe für atomare Massenvernichtungswaffen und geht das Risiko eines Super-GAUs ein.
„Die Gefahren der Atompolitik gehen uns alle an – ob am einen Ende von Deutschland oder am anderen Ende der Welt. Darum machen wir verstärkt Aktionen gegen die Uranfabrik in Gronau.“, begründet ein Aktivist das Vorgehen.
Die Protestaktion dauert an: „Wir sind gekommen um zu bleiben –
wir fordern die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit
wir fangen hier bei der UAA an“.
(PM)
(Fotos der Blockade: Pay Numrich, 31.7.12 , => Robin Wood)

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Return to sender: Erstmals tritt ein Uranmülltransport den Rückweg an ..

AtomkraftgegnerInnen fordern: Urananreicherungsanlage Gronau sofort stilllegen, Urantransporte verbieten!

Ein Sonderzug mit rund
500 Tonnen Uranmüll,

der heute (30.7.12) gegen
12.00 Uhr die
Urananreicherungsanlage (UAA)
in Gronau verlassen hat,
hat seine Reise (zunächst)
nicht angetreten:
Nachdem der Zug auf
dem Bahngleis zwischen Gronau und Münster stand, wurde er gegen 12.15 Uhr aus zunächst unerklärlichen Gründen wieder auf das Privatgleis der UAA und dann auf das Werksgelände hinter die Umzäunung gefahren.
Zu diesem Zeitpunkt demonstrierten auf einer Brücke vor dem Anlagengelände AtomkraftgegnerInnen. Dabei wurden sie von etwa mindestens 100 PolizistiInnen bewacht.

Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass an den Bahngleisen im Kreis Steinfurt eine Protestaktion mit Ankettung von zwei Personen durchgeführt wurde, so dass der Uranmülltransport seine Fahrt Richtung Münster nicht beginnen konnte. Um 14.20 Uhr wurde mit einer weiteren Protestaktion im Kreis Steinfurt begonnen.

Laut BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ) wurde zumindestens die erste Protestaktion mit erheblicher Polizeigewalt aufgelöst. Während eines Telefonats seitens des BBU mit Aktiven vor Ort wurde die Verbindung offenbar von der Polizei unterbrochen.
Der BBU erklärte, er protestiere gegen das Vorgehen der Polizei und fordere diese auf, endlich gegen die sinnlosen und gefährlichen Uranmülltransporte vorzugehen, und nicht gegen Personen, die sich um Gesundheit und Umwelt sorgen.

Beteiligte AktivistInnen von ROBIN WOOD, ContrAtom sowie von AntiAtom-Gruppen aus dem Münsterland erklärten dazu am frühen Nachmittag in einer Pressemitteilung (PM):
Am heutigen Montag wurde um 12:15 ein Zug mit abgereichertem Uranmüll aus der Urananreicherungsanlage Gronau gestoppt. Zwei Personen haben sich am Bahnübergang K65/Welbergener Damm mit einem Rohr an den Schienen angekettet.
Diese Transporte nach Frankreich finden derzeit alle vier Wochen statt. . . .
Mit ihrer Aktion wollen die AntiAtom-AktivistInnen die geheimen Transporte nach Pierrelatte in Frankreich öffentlich machen und den Export von Atommüll stoppen. . . .
Es wissen immer noch zu wenig Menschen, dass nach wie vor – trotz angeblichem Atomausstiegs – Atomtransporte auf Straßen, Wasser- und Schienenwegen unterwegs sind. Für den Katastrophenfall gibt es nicht einmal ausreichende Notfallpläne. Bei einem Unfall müssten die Menschen im Umkreis von etwa fünf Kilometern evakuiert werden. Zu befürchten wären zahlreiche Tote.

„Die Bevölkerung soll eingelullt werden mit dem Hinweis, der Atomausstieg sei beschlossene Sache. Doch die Urananreicherungsanlage Gronau ist über die Jahre weiter ausgebaut worden, darum hat sich die Anzahl der gefährlichen Atomtransporte erhöht“, erläutert die Aktivistin Hanna Poddig ihre Motivation.
In Gronau kann Uran für bis zu 35 Reaktoren in aller Welt angereichert werden – das ist kein Atomausstieg, konstatieren die AtomkraftgegnerInnen.

Weiterhin erklären sie zum Hintergrund:
Bis 2009 wurde der abgereicherte Uranmüll als Wertstoff deklariert nach Russland verschifft. Nach zahlreichen Blockaden, Mahnwachen und öffentlichen Protestaktionen in Deutschland und Russland wurden diese Transporte eingestellt.
Keiner weiß, wohin mit dem Müll.
Jetzt wird er nach Frankreich gebracht zur Dekonversionsanlage, dort soll das gefährliche Uranhexafluorid in das stabilere Uranoxid zum Zweck der Zwischenlagerung umgewandelt werden.
Atommülltourismus quer durch Europa löst jedoch nicht das Atommüllproblem.

Der Transport wird vermutlich in der Nacht Düsseldorf, Köln und Bonn passieren.

(Mit Material PM von: BBU , sowie von ROBIN WOOD, ContrAtom und AntiAtom-Gruppen aus dem Münsterland)

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Laufzeitverlängerung für lecken Atomreaktor Tihange 1 – Ein offener Brief

Bereits am 4. Juli hat die belgische Regierung entgegen ihrer eigenen Gesetzgebung die Laufzeit von Tihange 1 um 10 Jahre verlängert.
Der Reaktor wird nicht wie geplant 2015 sondern erst im Jahr 2025 vom Netz gehen.
Wenige Tage später wurde am 12. Juli bekannt, dass Tihange 1 ein Leck hat. Aus dem Reaktor treten täglich rund 2 Liter radioaktiv kontaminiertes Wasser aus.

Im Jahr 2003 hat die belgische Regierung ein Ausstiegsgesetz verabschiedet. Dieses Gesetz verbietet den Neubau von Atomkraftwerken. Die Laufzeit der bestehenden Reaktoren wird dort auf 40 Jahre beschränkt. Diesem Gesetz zu Folge hätten die
ältesten drei der sieben belgischen Reaktoren im Jahr 2015 vom Netz gehen müssen. Die belgische Regierung hat nun die Laufzeit von Tihange 1 um 10 Jahre verlängert.

Begründet wird dieser Schritt mit einer Versorgungslücke und möglichen Stromausfällen in den kalten Wintermonaten. Erstaunlich ist nur, dass Electrabel seit der ersten Jahreshälfte sukzessive konventionelle Kraftwerkkapazitäten stilllegt und so eine künstliche Stromverknappung provoziert. Der Verdacht liegt auf der Hand, dass Electrabel so ihre lukrativen Atommeiler retten will. Und offensichtlich ist dies mit Tihange 1 auch gelungen.

Bei Kenntnis dieser Vorgeschichte erscheint die jüngste Aussage von Electrabel, den Reaktor trotzdem im Jahr 2015 zu schließen, leider als reine Taktiererei.
Offensichtlich torpediert der Konzern die verschärften Bedingungen zum Weiterbetrieb von Tihange 1. Neben den notwendigen Investitionen in Sicherheit stößt dem Konzern vermutlich vor allem die neue Regelung auf, 20% des Stroms von Tihange 1 zum Erzeugungspreis an Wettbewerber abgeben zu müssen.

Kurz nach dem Beschluss, die Laufzeit von Tihange 1 bis 2025 zu verlängern, wurde nun der nächste Skandal bekannt: Aus einem Leck im Abklingbecken tritt täglich radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Das Problem ist dem Betreiber Electrabel seit 2006 bekannt, doch konnte das Leck weder geortet noch geschlossen werden.
Die belgischen Grünen verlangen derzeit eine stichhaltige Begründung dafür, weshalb dieses Leck bei den nach Fukushima auch in Belgien erfolgten Stresstests nicht thematisiert wurde.
(Dieses Foto: Michielverbeek für Wikipedia)
Am Standort Tihange befinden sich drei Atomkraftwerke. Sie gingen in den Jahren 1975, 1982 und 1985 ans Netz. Tihange liegt nur 30 km von der niederländischen und 60 km von der deutschen Grenze entfernt in Hauptwindrichtung.

Der Atomkomplex liegt in der immer noch aktiven Erdbebenzone „Faille du midi“. Die letzten starken Erdbeben gab es hier in der geologischen Gegenwart 1692 und 1992.

2000 Menschen aller drei Länder unserer Euregio haben am 17. September 2011 in Tihange für die Stilllegung – nicht nur – dieser AKWs demonstriert. Außerdem wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien in ALLEN unseren Ländern gefordert.
Über 3000 Unterschriften aus dem Grenzraum wurden im „Eifeler Appell“ binnen weniger Monate dafür gesammelt.

Eine neue Studie des Max-Planck Institutes beweist, dass Süd- und Westdeutschland, Ostfrankreich und die Beneluxländer durch die große Reaktordichte in extrem großer Gefahr einer unbeherrschbaren Kernschmelze mit anschließender Unbewohnbarkeit riesiger Gebiete schweben!

Wir, Gruppen gegen Atomkraft, Umweltgruppen, -verbände und andere besorgte Bürger/innen aus der Euregio D/B/NL und der weiteren Umgebung sind empört, dass die belgische Regierung, entgegen ihrer Verpflichtung aus dem Ausstiegsgesetz von 2003, die Laufzeit ihres ältesten Reaktors Tihange 1, bis 2025 verlängert hat.
Die Unfähigkeit, das Auslaufen von täglich etwa 2 Liter radioaktiven Wassers zu stoppen, bestätigt unsere Forderung, diesen Reaktor SOFORT stillzulegen. Mindestens aber fordern wir die belgische Regierung auf, sich an Ihr 2003 verabschiedetes Ausstiegsgesetz zu halten und Tihange 1 fristgerecht am 1. Oktober 2015 abzuschalten.

Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!

UnterzeichnerInnen:
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie – http://www.anti-akw-ac.de
AKW-Nee-Gruppe Aachen
AntiAtom-Euskirchen – http://antiatomeuskirchen.blogsport.de
BürgerAktion gegen Atomkraft in der DG (B)
Bürgerinitiative Cattenom Non Merci – http://www.cattenom-non-merci.de
Düssel-Solar e.V. – http://www.buefem.de/duessel-solar
Laka Foundation (NL) – http://www.laka.org
Nucléaire, STOP ! (B) – http://nucleaire-stop.blogspot.de
Stop Tihange (B) – http://www.stop-tihange.org
Stop-Westcastor – http://www.westcastor.de
Strahlenzug Mönchengladbach - http://www.strahlenzug.de
Wegberger Montagsspaziergänger gegen Atomkraft

(Text: PM)

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hier => eine Liste von Störfällen in Tihange

Tihange bei AAE: => Leck im AKW Tihange
=> Bedrohung durch Tihange soll verlängert werden
=> 2000 x Stop Tihange! „Nucleaire ? Non Merci“ „Atoomenergie ? Nee Bedankt“ „Atomkraft ? Nein Danke“
=> 17.9.11: Stop Tihange! Internationaler Tag des Widerstands gegen Atomkraft
=> Jülich und Tihange (B) im Focus

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Scharfe Kritik an grüner Atommüll-Politik

Offener Brief an den grünen Bundesvorstand zählt zahlreiche Streitpunkte auf

Mit Unverständnis haben Atomkraftgegner aus der Region Gorleben auf den => Beschluss des Bundesvorstands der Grünen reagiert, die Verhandlungen zum Endlagersuchgesetz zügig abschließen zu wollen und darauf zu drängen, das Gesetz bereits im September in den Bundestag einzubringen.

Besonders empört ist man im Wendland darüber, dass die Grünen-Spitze diese Eile damit begründet, dass eine Verzögerung der Entscheidung zu Lasten von Gorleben und den dort betroffenen Menschen gehen würde. „Leider hat der Bundesvorstand der Grünen nicht einmal gefragt, ob die Menschen vor Ort das eigentlich auch so sehen“ heißt es in einem heute (16.7.12; Anm. d. Red. AAE) veröffentlichten Brief, den Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, der Bäuerlichen Notgemeinschaft, der Rechtshilfe Gorleben und der Organisationen ContrAtom und .ausgestrahlt an den grünen Bundesvorstand richten. Und weiter: „Wir wollen nicht als Begründung für eine Politik missbraucht werden, die genau das Gegenteil dessen bewirkt, was sie zu leisten vorgibt!“

In dem Brief aus dem Wendland, der von weiteren Organisationen aus der Umweltbewegung (BUND, Campact, Naturfreunde, Robin Wood) unterstützt wird, fordern die Unterzeichnenden eine über einen Parteienkonsens hinausgehende gesellschaftliche Atommüll-Debatte, um einen wirklichen gesellschaftlichen Konsens über das Suchverfahren zu finden: „Wer es besser machen will als in den vergangenen 35 Jahren, wer es mit dem immer wieder postulierten Neustart wirklich ernst meint, der muss sich die Zeit nehmen, zu einem echten gesellschaftlichen Konsens in der Atommüll-Frage zu kommen. Entscheidend ist dabei, dass die Bevölkerung Vertrauen in das Verfahren und die Akteure gewinnt. Nur dann wird das Verfahren zum Erfolg führen.“ Und weiter: „Von Trittin bis Altmaier gehen alle Beteiligten offenbar davon aus, dass eine Einigung der Parteien für ausreichende Legitimität sorgt, um den Konflikt um die strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters befrieden zu können. Dabei haben sie die Bevölkerung, die Betroffenen ihrer Politik, vollkommen aus den Augen verloren und ignorieren wesentliche Forderungen aus der Zivilgesellschaft.“

Selbst der Bundesumweltminister wird zitiert, um die Forderung nach mehr Zeit für die Beteiligung der Zivilgesellschaft zu untermauern: „Peter Altmaier sagte zur Bürgerbeteiligung beim Netzausbau: ‚Wenn es besonders schnell gehen soll, muss man sich besonders viel Zeit nehmen und man muss auf die Menschen zugehen, muss mit ihnen diskutieren.‘ Um wie viel mehr muss dies bei der Atommüll-Frage gelten!“

Die Briefschreiber sehen die Atommüll-Politik am Scheideweg: „Es liegt in den Händen derer, die derzeit in den Bund-Länder-Gesprächen über die Atommüll-Frage verhandeln, ob die Suche nach einem Lagerplatz in Zukunft mit oder gegen die Anti-Atom-Bewegung, mit oder gegen die betroffene Bevölkerung organisiert wird. Und wir sagen es ganz deutlich: Wie es bisher läuft, führt es zu einem klaren Gegeneinander.“

Völliges Unverständnis zeigen die Autorinnen und Autoren über das Argument aus den Parteien, eine Einigung müsse noch schnell vor den aufziehenden Wahlkämpfen durchgezogen werden: „Die Behauptung, das Zeitfenster für die Arbeit am Endlagersuchgesetz würde demnächst geschlossen, ist eigentlich eine Bankrotterklärung der Politik. Denn sie bedeutet nichts anderes, als dass sich die Parteien selbst in der Atommüllfrage die Fähigkeit absprechen, auf parteistrategische Machtspiele zu verzichten und auch in Wahlkampfzeiten gute und verantwortungsvolle Politik zu machen.“

Der Brief endet mit einem Zitat aus dem Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen im November 2011 zum Thema Bürgerbeteiligung:

„Erst die breite Beteiligung aller, die an Entscheidungen teilhaben wollen, bringt die Vielfalt an Ideen, Perspektiven und Möglichkeiten auf den Tisch, die für die besten Lösungen nötig ist.
Ein Auskungeln hinter verschlossenen Türen hingegen begünstigt die Vorteilnahme Einzelner und führt zur Frustration der Vielen.“

(Text: PM)
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Leck im AKW Tihange

Radioaktives Wasser tritt schon seit Jahren aus.
AtomkraftgegnerInnen und Greenpeace Belgien fordern Stilllegung.

(Dieses Foto 1: Michielverbeek für Wikipedia)
Kurz nach der beschlossenen Laufzeitenverlängerung für das belgische AKW Tihange (Block 1) bis 2025 wird (erst jetzt) der nächste Skandal bekannt:
Seit Jahren tritt aus einem Kühlbecken für verbrauchte Brennelemente radioaktiv verseuchtes Wasser aus.
Laut Presseberichten täglich etwa 2 Liter. Seit wohl schon 10 Jahren.
Der Betreiber Electrabel versucht wohl seit 2006 das Leck zu orten und evtl. zu schließen, sieht sich und ist jedoch nicht in der Lage dazu.
Die Reflexe der Atomwirtschaft sind die bekannten: Selbstverständlich bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, das Wasser sei leicht radioaktiv und werde aufgefangen und behandelt.
Das skandalträchtige und störanfällige AKW Tihange mit drei Blöcken steht schon lange in auch internationaler Kritik. Denn: Eigentlich ist es eben nicht nur ein nationales belgisches Problem, eine Gefahr.

Strahlung kennt keine Grenzen!
Etwa 30 km von der niederländischen und 60 km von der deutschen Grenze entfernt gelegen, bedroht das AKW Tihange ganz akut weite Teile auch der Nord- und Vor-Eifel.
Bei der in unserer Region herrschenden Hauptwindrichtung aus West bis Südwest würden weite Teile der Region bei einem Unfall unbewohnbar.
Bei dem ohnehin recht laschem, nach Fukushima angeordnetem, europäischen Stresstest wurde in Tihange u.a. mangelnder Hochwasserschutz moniert. Das AKW liegt 25 km südwestlich von Lüttich direkt an der Maas.
Zudem liegt es in der, noch in der geologischen Gegenwart ( 1692, 1992) aktiven, Erdbebenzone „Faille du midi“.
Wasserverlust durch nicht zu ortenden Riss im Kühlbecken? Erdbebengebiet? Längstens hier sollten nach Fukushima die Alarmglocken läuten!
Zumal grade Block 1 wegen seines Alters und Störanfälligkeit (hier => Störfallliste) als Schrottreaktor gilt.

Bereits im September letzten Jahres demonstrierten über 2000 Menschen in Tihange gegen die Atomkraft, forderten die Stilllegung, den Ausstieg. Auch aus Euskirchen fuhr in Koop mit AntiAtomBonn ein Bus zur Demo.
In der Eifel sammelte eine Initiative über 3000 Unterschriften gegen Tihange.
Scheinbar muss der Druck (wieder) erhöht werden.
Hier ist auch die Politik, auch die Bundes- und NRW-Landes-Regierung, gefordert.

Denn viele Menschen und Initiativen sind empört und besorgt, fordern und sagen:
„Wir wollen nicht, dass unsere Regionen unbewohnbar werden, wir wollen hier leben!
Strahlung kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht!“

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hier => eine Liste von Störfällen in Tihange

Tihange bei AAE: => Bedrohung durch Tihange soll verlängert werden
=> 2000 x Stop Tihange! „Nucleaire ? Non Merci“ „Atoomenergie ? Nee Bedankt“ „Atomkraft ? Nein Danke“
=> 17.9.11: Stop Tihange! Internationaler Tag des Widerstands gegen Atomkraft
=> Jülich und Tihange (B) im Focus

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Bedrohung durch Tihange soll verlängert werden

Das Atomkraftwerk Tihange (B), ca 80 km von der deutschen Grenze bei Aachen entfernt, bedroht akut den Aachener Raum und die Nordeifel.
Nun soll die Laufzeit um 10 Jahre bis 2025 verlängert werden!

Im September letzten Jahres demonstrierten noch über 2000 Menschen gegen die Gefahr, die von Tihange ausgeht und eine Politik, die dies zulässt. Aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Denn Strahlung kennt keine Grenzen, bei einem Unfall wären auch weite Teile der Nord- und Voreifel akut betroffen. (Siehe hier => mehr Infos zu Tihange)
Nun hat das Kabinett der belgischen Regierung wohl beschlossen, dass die Laufzeit des Reaktors Tihange 1 von 2015 auf 2025 verlängert werden soll. Unglaublich und unverantwortlich!
Oliver Krischer, MdB und Energieexperte von B90/Grüne dazu: „Die Entscheidung der belgischen Regierung, den Reaktorblock Tihange 1 statt bis 2015 nun bis 2025 weiterbetreiben zu wollen ist unverantwortlich.
Tihange 1, 1975 in Betrieb genommen, stellt heute schon ein Sicherheitsrisiko dar, nicht nur für die Menschen in Belgien sondern auch für die Aachener Region und darüber hinaus für ganz Deutschland.
Der Betreiber Electrabel selbst will den Uraltblock 2015 stilllegen. Das zeigt, der Konzern geht selbst nicht mehr von einem sicheren Weiterbetrieb aus. Wenn die Regierung den Konzern nun sogar zwingen will, das Atomkraftwerk 10 Jahre länger – und damit insgesamt 50 Jahre – zu betreiben, ist das die mutwillige Inkaufnahme eines schweren Unfalls mit unabsehbaren Folgen.
Statt sich an die Atomkraft zu klammern sollte die belgische Regierung endlich mehr tun für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Nur so kann Belgien seine Stromversorgung dauerhaft und nachhaltig sicherstellen.“

Dieser Auffassung kann mensch sich wohl nur anschließen!

hier => eine Liste von Störfällen in Tihange

Tihange bei AAE: => 2000 x Stop Tihange! „Nucleaire ? Non Merci“ „Atoomenergie ? Nee Bedankt“ „Atomkraft ? Nein Danke“
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AntiAtom-Proteste in Japan nehmen zu

Japan, Tokio: 200.000 Menschen demonstrierten gegen das Wiederanfahren der AKWs. Die Proteste nehmen zu.

Seit Mitte Juni demonstrieren Tausende vor dem Haus des Ministerpräsidenten gegen das Wiederanfahren der Atomkraftwerke. (siehe auch: „Saikado Hantai!“ – Starke Proteste in Japan gegen Wiederanfahren der AKWs )
Mittlerweile wird das erste wieder hochgefahrene AKW blockiert, in Tokio kam es vor dem Parlamentsgebäude zu einer Großdemo mit 200.000 TeilnehmerInnen.
Schwiegen Japans öffentliche Medien diese Proteste anfangs noch tot, so kommen sie jetzt nicht mehr um eine Berichterstattung herum. Sogar das japanische Fernsehen berichtete erstmals, das gigantische Ausmaß dieser Demo ist sehr gut zu erkennen.
Hier der Beitrag von TV Asahi, von einem Japaner mit deutschen Untertiteln versehen:

Hochgefahren wurde der Reaktor 3 des AKW Ohi, als erstes AKW seit Mai. Seitdem waren in Japan alle AKWs abgeschaltet.
In Fukushima fiel kürzlich wieder das Kühlsystem für die verbrauchten Brennstäbe des Reaktors 4 aus . . .

(siehe dazu auch . . . taz.de 1.7.12: Anti-AKW-Proteste in Japan – Zustände wie in Gorleben )

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