Archiv für April 2012

Wahlprüfsteine zur Atompolitik in NRW: „Atomausstieg jetzt – auch in NRW“

SpitzenkandidatInnen sollen atompolitische Wahlprüfsteine beantworten

Wie stehen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zum Weiterbetrieb der Atomanlagen im bevölkerungsreichsten Bundesland? Zur Klärung dieser Frage hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) in enger Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen stellvertretend für rund 30 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände Wahlprüfsteine an nordrhein-westfälische SpitzenkandidatInnen geschickt. Konkret wurden Dr. Norbert Röttgen (CDU), Hannelore Kraft (SPD), Sylvia Löhrmann (Grüne), Christian Lindner (FDP), Katharina Schwabedissen (Linke) und Dr. Joachim Paul (Piraten) bis Ende April um Stellungnahmen gebeten.

Schon vor der letzten Landtagswahl im Mai 2010 hatten Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände einen Ausstiegsfahrplan für die Atomanlagen in NRW veröffentlicht und die Parteien mit konkreten Forderungen konfrontiert. Jetzt, zwei Jahre später, sind die Forderungen weiterhin hochaktuell, hinzugekommen sind drohende Transporte von Plutonium-Mischoxid-Brennstäben quer durch NRW Richtung Atomkraftwerk Grohnde (Niedersachsen). „NRW ist in den letzten zwei Jahren unter rot-grün dem Atomausstieg nicht näher gekommen“, bilanziert daher das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Die Urananreicherungsanlage in Gronau wurde weiter ausgebaut, neben der Anlage wird eine Atommüllhalle gebaut und Urantransporte fahren nahezu wöchentlich durch ganz NRW“, kritisiert Udo Buchholz, Vorstandsmitglied des BBU und Anwohner der Gronauer Uranfabrik.

Unsere Wahlprüfsteine machen deutlich, dass von Atomausstieg in NRW keine Rede sein kann, weder an den Atomstandorten Gronau und Ahaus noch an den Atomstandorten Duisburg, Krefeld und Jülich. NRW ist ein Zentrum der Atomindustrie. Doch Atomenergie ist eine veraltete, höchst gefährliche und unverantwortliche Technologie, die zum GAU führen kann. Außerdem werden Unmengen an hochbrisantem Atommüll erzeugt, der für Zehntausende von Jahren sicher gelagert werden muss. Urananreicherung, Atommüllkonditionierung und Zwischenlagerung verschärfen und verschleiern die Atommüllproblematik nur.

Die Bürgerinitiativen erwarten von den SpitzenkandidatInnen der Parteien Antworten darauf, wie in NRW der Atomausstieg konkret und verbindlich umgesetzt werden soll – NRW braucht keine Atomanlagen!
In dem umfangreichen Fragenkatalog heißt es u. a.:
– Wie stehen Sie zu den geplanten und jetzt verschobenen Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus?
– Sind Sie für die Schließung der Urananreicherungsanlage und wenn ja, wann?
– Wie wollen Sie verhindern, dass am Standort Jülich weiterhin Forschung zur Atomtechnik (incl. Fusionsforschung, Zentrifugenproduktion etc.) stattfindet, obwohl Atomenergie keine Zukunft hat?
– Wo verblieb und verbleibt der Atommüll, der in Krefeld angefallen ist?

Erstunterzeichner der Wahlprüfsteine:
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie; Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen; Aktionsbündnis Stop Westcastor; AntiAtomBonn; Antiatom-Bündnis-Niederrhein; AntiAtom-Euskirchen; Anti Atomkraftbündnis Ruhr; Anti-Atom-OWL (Ostwestfalen Lippe); Anti-Atom-Plenum Bochum; Arbeitskreis Energie des BBU; Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau; Arbeitskreis Umweltschutz Bochum; Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU); Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Kreisgruppe Duisburg; Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“; Detmolder FORUM Energie-Klima-Zukunft; freischaffende atomkraftgegnerInnen moers/neukirchen-vluyn; Hamm gegen Atom; Klimabündnis Niederrhein; Menschen gegen Atomanlagen (MegA) Waltrop; Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) ; Netzwerk-Energiewende-Wesel; SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster; Strahlenzug Mönchengladbach; urgewald; Wegberger Montagsspaziergänger gegen Atomkraft

Hier findet Ihr => Den offenen Brief mit allen Wahlprüfsteinen und Fragen

Die Antworten der PolitikerInnen findet Ihr bei
=> www.kein-castor-nach-ahaus.de

Kein Castor nach Ahaus

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Sag „Nein“ zu Atom-Subventionen der EU – Entscheidung vertagt, Kampagne läuft weiter

Unfassbar - erst vor einem Jahr hat die Katastrophe von Fukushima bewiesen, wie gefährlich Atomkraftwerke sind.
Jetzt wollen vier EU-Länder erreichen, dass Subventionen für Atomstrom erlaubt werden, weil neue Atomkraftwerke anders gar nicht finanzierbar sind.
Am Freitag, 20. April 2012, haben die EU-Wirtschafts- und Energieminister erstmalig darüber beraten. Eine Entscheidung ist offenbar noch nicht gefallen – das nächste Treffen der Minister soll im Juni 2012 stattfinden. Laut Presse hat sich die Bundesregierung noch nicht entschieden, ob sie für diese Atomstrom-Förderung stimmt oder nicht.
.ausgestrahlt dazu: „Was die Bundesregierung sagen wird, hängt auch von der politischen Stimmung in Deutschland ab. Je mehr Menschen sich jetzt öffentlich äußern, um so größer ist die Chance auf ein deutsches „Nein“ in Brüssel.
Deshalb läuft die online-Eil-Aktion, die die Bundesregierung auffordert, Atom-Subventionen klipp und klar abzulehnen weiter. Rund 14.000 Menschen haben schon unterschrieben.

Mach mit! => Hier kannst Du unterschreiben! < =

=> Hier bei .ausgestrahlt gibt´s aktualisierte => Hintergrundinfos

(mit Material von .ausgestrahlt)
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Trauer um Heinrich Pachl

R.I.P. Heinrich Pachl

Trauer um einen sehr engagierten und warmherzigen Menschen.
Der Kabarettist, Schauspieler, Autor und Filmemacher starb am 21. April 2012 zu Hause in Köln im Alter von 69 Jahren.


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RWE-Jahreshauptversammlung: Atom-/Kohle- Aktionäre und massives Polizeiaufgebot

Nicht nur Spötter sagen:
„Das Klima, die Umwelt wird zerstört, RWE geht dabei voRWEg“.

RWE gilt als größter CO₂-Emittent Europas. Allein das Braunkohlekraftwerk Niederaußem bei Köln stößt jährlich 27 Millionen Tonnen CO₂ aus.
Die Investitionen von RWE in erneuerbare Energien sind im Verhältnis zum „alten Geschäft“ eher sehr klein. Dementsprechend ist der Anteil der sauberen Energiegewinnung bei RWE (2009: Fossile u.a. Energieträger 78%, Atomenergie 18%, Erneuerbare Energie 3%) gering.
Die Werbung von RWE suggeriert ein sauberes Image, das keinen Fakten standhält.

Folgerichtig hieß es in dem => Aufruf zur Demo:
„Knapp zusammengefasst:
RWE ist der dreckigste Energiekonzern Europas.
Dazu passt dann auch dass der RWE-Manager Dr. Fritz Vahrenholt mit seinem klimaskeptischen Buch „Die kalte Sonne“ den Klimawandel in dem Maße relativiert, dass wir uns noch ruhig Zeit lassen können und die Bild titelt „Die CO2-Lüge. Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft“. Das Ziel dieser ideologischen Mobilmachung im wissenschaftlichen Deckmäntelchen ist es den Prozess der „Energiewende“ deutlich abzubremsen, um so Marktanteile für den Monopolisten RWE zu erhalten. So wie auch die fortschreitende Aushöhlung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes (EEG) der Regierung einen Ausbau der Erneuerbaren massiv ausbremst.“

Auch in der Eifel war und ist RWE der „traditionelle“ Energieversorger. Die StromkundInnen, die diesen Konzern so noch immer unterstützen und finanzieren, tragen, bewußt oder unbewußt, Mitverantwortung für die Umweltzerstörung.
Am 19.4.2012 fand die Jahreshauptversammlung von RWE statt. Die AktionärInnen, die sich satten Gewinn auf Kosten der Umwelt und der Menscheit erhoffen, wurden durch ein massives Polizeiaufgebot geschützt. Der Widerstand und das Bewußtsein, dass es so nicht weitergehen kann, wächst. (s.a. bei Eifel-Raben => Hambacher Forst: Protest mit Musik & Phantasie gegen Rodung)
Und so demonstrierten etwa 150 AktivistInnen lautstark vor der RWE Jahreshauptversammlung in der Grugahalle, um ihrem Unmut gegen die Atom- und Kohlepolitik des Konzerns Ausdruck zu verleihen.
Dabei ging es seitens der Polizei nicht zimperlich zu, „Pfeffersäcke“ wollen/sollen geschützt sein . . .
Berichterstattung und Fotos dazu bei => RWE unplugged – Dem Energieriesen den Stecker ziehen

Bewußt handeln kann mensch jedoch auch bequem und schnell von zu Hause aus.
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Unabhängige Infos zu Öko-Strom-Anbietern gibt´s bei (bitte Logo anklicken!):

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Nein zu Atom-Subventionen der EU

Unfassbar - erst vor einem Jahr hat die Katastrophe von Fukushima bewiesen, wie gefährlich Atomkraftwerke sind.
Jetzt wollen vier EU-Länder erreichen, dass Subventionen für Atomstrom erlaubt werden, weil neue Atomkraftwerke anders gar nicht finanzierbar sind.
Schon am Freitag, 20. April, sollen die EU-Wirtschafts- und Energieminister dazu beraten.

.ausgestrahlt hat eine online-Eil-Aktion gestartet, die die Bundesregierung auffordert, Atom-Subventionen klipp und klar abzulehnen.
Mach mit! => Hier kannst Du unterschreiben! < =

=> Hier gibt´s => Hintergrundinfos

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Protest gegen RWE: „RWE unplugged . . .“

Dokumentation -> Auszüge aus dem Aufruf:

RWE unplugged –
dem Energieriesen den Stecker ziehen!

Der Widerstand gegen RWE nimmt weiter zu. Die Anti-Atom-Bewegung bleibt wachsam und wird den Widerstand u.a. gegen die Uranfabrik in Gronau verstärken. . . .
Die AKWs Emsland und Gundremmingen laufen noch und RWE plant unbeirrt weiter AKW-Neubauten im europäischen Ausland, u.a. im niederländischen Borssele, wo der Konzern auch schon zu 30 % an einem weiteren Meiler beteiligt ist.
Ebenso ist RWE immer noch Anteilseigner an der Urananreicherungsanlage in Gronau. Dort wird Uran für ca. 10 % aller weltweit eingesetzten Brennelemente hergestellt.
Gleichzeitig baut RWE neue Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Braunkohlerevier und plant noch weitere Kraftwerksneubauten wie das 1100MW BoAplus-Kraftwerk in Niederaussem, obwohl das Revier schon jetzt die größte CO2-Quelle Europas darstellt. Wegen des Braunkohleabbaus wird Stück für Stück des ehemals 4500 ha großen Hambacher Forsts weiter abgeholzt und ganze Dörfer werden umgesiedelt.
Zugleich ist RWE-Dea in Niedersachsen bei der unkonventionellen Erdgasförderung (Fracking) im Geschäft, wo es zu großflächigen Grundwasserverseuchungen mit krebserregendem Benzol gekommen ist.
Dem gegenüber stehen die geradezu jämmerlichen Investitionen in die erneuerbaren Energien des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns, mit welchen er lediglich ein grünes Image vortäuscht.
Knapp zusammengefasst: RWE ist der dreckigste Energiekonzern Europas.
Dazu passt dann auch dass der RWE-Manager Dr. Fritz Vahrenholt mit seinem klimaskeptischen Buch „Die kalte Sonne“ den Klimawandel in dem Maße relativiert, dass wir uns noch ruhig Zeit lassen können und die Bild titelt „Die CO2-Lüge. Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft“. Das Ziel dieser ideologischen Mobilmachung im wissenschaftlichen Deckmäntelchen ist es den Prozess der „Energiewende“ deutlich abzubremsen, um so Marktanteile für den Monopolisten RWE zu erhalten. So wie auch die fortschreitende Aushöhlung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes der Regierung einen Ausbau der Erneuerbaren massiv ausbremst. . . . .
Die Jahreshauptversammlung ist der Ort, um vielfältigen Widerstand zu leisten und die verschiedenen Energiekämpfe zusammenzuführen. Die AnteilseignerInnen von RWE, die auf eine hohe Dividende setzen, sind mitverantwortlich an der zerstörerischen Energieproduktion des Konzerns.

18.-19.04. 2012 Protestcamp vor der Grugahalle in Essen
19.04. ab 8:00 Uhr Wir stellen uns bunt und vielfältig gegen die Jahreshauptversammlung quer!

(Den kompletten Aufruf und weitere Infos findet Ihr bei => RWE unplugged – dem Energieriesen den Stecker ziehen!)

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Treppenwitz und Atommüll

Abschlusserklärung Frühjahrskonferenz der AntiAtom-Bewegung

(Ahaus, 15.4.2012)
Ein Treppenwitz der Geschichte ist nach Auffassung der Frühjahrskonferenz der Anti-AKW-Bewegung, die sich an diesem Wochenende in Ahaus getroffen hat, die jüngste Idee, die Atomenergie an den Tropf der EU-Subventionen zu hängen.
Nach Fukushima sind in Japan fast alle der 54 Atomreaktoren abgeschaltet worden, in Deutschland 8 von 17.
„Wenn wir keine weiteren Tschernobyls und Fukushimas wollen, dann müssen alle AKWs stillgelegt werden. In Deutschland und weltweit und am besten sofort. Und daran arbeiten wir weiter“, erklärt Felix Ruwe von der BI Ahaus.

Keine Chancen geben die AKW-GegnerInnen auch dem sog. Endlagersuchgesetz, das derzeit zwischen Bund und Ländern verhandelt wird.
„In Sachen Atommüll gibt es ja ein in vielen Jahrzehnten gewachsenes Misstrauen gegen Politik und Wissenschaft. Aber statt daraus Konsequenzen zu ziehen und sich einer offenen gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu stellen, führen die Parteien schon wieder Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Es kann doch jetzt nicht darum gehen, einen neuen Ort zu suchen, an dem man wieder alles falsch macht. Wenn die Bundesregierung in der öffentlichen Diskussion über Atommüll wieder ernst genommen werden will, muss sie erst mal einen seriösen Umgang mit ihren eigenen Fehlern der vergangenen Jahrzehnte an den Tag legen. Dazu gehört etwa die Räumung des Atommülls aus den desaströs gescheiterten Endlagerprojekten ASSE II und Morsleben und die Aufgabe der lediglich politisch motivierten Endlager-Standorte Gorleben und KONRAD. Und wenn man in Zukunft dann irgendwann mal ernsthaft darüber reden will, einen neuen Standort mit dem Atommüll zu belasten, dann wird man den Menschen die dort leben auch das Recht einräumen müssen, NEIN zu sagen oder Bedingungen an die Sicherheit zu stellen.“

Der Umgang mit dem Atommüll war ein Hauptthema der Konferenz. Diese Diskussion soll am 23. Juni auf einer Fachtagung in Kassel fortgesetzt werden. Dort wird es um eine Bestandsaufnahme gehen, welcher Atommüll in Deutschland produziert wird und wo er derzeit provisorisch gelagert wird.

Weiteres Thema der Konferenz war das Forschungszentrum Jülich, die Erfahrungen und das Entsorgungsfiasko des dort havarierten Kugelhaufenreaktors. Diese Technik darf nicht weiter entwickelt und exportiert werden.

Resolution zur Forschungsanlage Jülich und dem Hochtemperatur-Reaktor-Technik wurde beschlossen

Die Frühjahrskonferenz der Anti-AKW-Bewegung am 15. April 2012 in Ahaus fordert:

- Schluss mit jeglicher Reaktorentwicklung und Transmutationsforschung in Jülich. Statt dessen Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit dem Ziel der Schadensbegrenzung, wo dies noch möglich ist.
- Sofortiger Stopp des Exportes der HTR-Technik ins Ausland.
- Einrichtung eines Untersuchungsausschusses des Landtages NRW zur Klärung der Vorgänge bei Betrieb und Abwicklung der Reaktoren in Jülich (HTR) und Hamm (THTR).
- Betreiberfinanzierte Kinderkrebsstudien an allen Standorten, in denen diese bisher nicht erstellt wurden.

Weitere Themen und Aktionen waren

- Die Jahreshauptversammlung von RWE in Essen wird von einem Protestcamp am 18.-19. April begleitet (http://rweunplugged.blogsport.eu)
- Einige Gruppen wollen die atompolitische Auseinandersetzung rund um die nordrheinwestfälischen Wahl führen.
ROBIN WOOD lädt zu einer Aktionstour vom 8. -12. Mai nach Bonn, Köln, Bielefeld, Münster und Düsseldorf ein. Für den 2. Juni ist eine Demonstration in Düsseldorf in der Diskussion.
- Bundesweit Aktionen zum Tschernobyl-Jahrestag, z.B. 21.-25.4. „Karawane gegen Grohnde“ von Göttingen nach Hameln und Demonstration in Gorleben am Samstag, 28. April.
- Von Protesten und Aktionen wird auch die Jahrestagung Kerntechnik in Stuttgart am 22.-24. Mai begleitet.
- Gruppen der Anti-AKW-Bewegung beteiligen sich an den europäischen Aktionstagen in Frankfurt vom 16. – 19. Mai (www.blockupy-frankfurt.org)

(PM)

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Ostermarsch Jülich: ETC im Blickpunkt

Rund 200 Mitglieder verschiedener Umwelt- und Friedensgruppen nahmen am Ostermarsch 2012 in Jülich teil.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bezeichnete die Aktionen der Anti-Atomkraft-Initiativen in Nordrhein-Westfalen als wichtige inhaltliche Bereicherung der Ostermärsche in NRW.

Der Jülicher Ostermarsch führte zum Firmengelände der Enrichment Technology Company Limited (ETC).
ETC gehört jeweils zu 50% dem Urenco-Konzern und zu 50 % dem Areva-Konzern (Frankreich).
Das Unternehmen entwickelt und produziert Gaszentrifugen. Mit diesen kann in Urananreicherungsanlagen (UAA, z.B. Gronau) Uran so angereichert werden, dass es sich zur Energieerzeugung in Atomkraftwerken eignet. Grundsätzlich kann mit den Gaszentrifugen aber auch Uran für Uranbomben angereichert werden.
ETC ist an sieben Standorten in fünf Ländern vertreten. Deutsche Standorte sind Jülich und Gronau (Westfalen). In Gronau wird vom Urenco Konzern die einzige deutsche Urananreicherungsanlage betrieben, für die die ETC die Zentrifugen montiert. Mit dem Ostermarsch in Jülich wurde verdeutlicht, dass somit hier wichtige Komponenten für die internationale Atomindustrie erforscht und produziert werden.

Auf der Abschlusskundgebung wurde ebenfalls darauf aufmerksam gemacht, dass die Urananreicherung auch für militärische Zwecke Verwendung finden kann. Brisantestes Beispiel dafür ist derzeit der Iran, der auch über die Zentrifugentechnologie zur Urananreicherung verfügt und dem der Wunsch nach Atomwaffen nachgesagt wird.
(siehe auch Artikel => Ostern – Ostermarschzeit
Auch die noch immer drohenden Atommüll-Castortransporte von Jülich nach Ahaus („West-Castoren“) waren ein zentrales Thema. Die hochgefährlichen Transporte wurden bisher noch immer nicht endgültig abgesagt.
Die Anti-Atomkraft-Bewegung lehnt diese Transporte der Westcastoren von Jülich nach Ahaus grundsätzlich ab.

Verschiedene örtliche Anti-Atomkraft-Initiativen beteiligten sich auch in anderen Bundesländern im Rahmen der Osteraktionen der Friedensbewegung.

(mit Material PM von BBU)

Mehr Bilder vom OM Jülich 2012 => bitte hier anklicken

Eine sehr schöne Fotogalerie zum OM Jülich 2012 gibt´s auch bei => Anti-Atom-Aktuell (aaa-West)

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(mehr…)

Ostern – Ostermarschzeit

Erst mal: AntiAtom-Euskirchen wünscht schöne Feiertage, „frohe Ostern“!

Aufruf OMJ 2012Osterzeit ist auch Ostermarschzeit. Zeit, die Forderung nach Frieden, Abrüstung, Entmilitarisierung, Ausstieg aus dem Atomwahnsinn („zivil“ und militärisch) auf die Straße zu bringen.
1958 in Großbritannien aus dem Widerstand gegen atomare Bewaffnung entstanden, fanden die ersten Ostermärsche in Deutschland ab 1960 statt.
Aufruf OMJ 2012 S2Auch hier lag anfangs der Schwerpunkt stark auf dem Widerstand gegen Wiederbewaffnung und Atomwaffen.
Im Laufe der sechziger wuchs die Friedensbewegung fast zu einem „Sammelbecken“ außerparlamentarischer Bewegungen an, der Tenor und Schwerpunkt blieb.
Im Laufe der 70er Jahre verschwand die Bedeutung der Ostermärsche und der Friedensbewegung, um Anfang der 80er mit dem Widerstand gegen Neutronenbombe und NATO-Doppelbeschluss (Pershing-Raketen etc.) durch hunderttausende TeilnehmerInnen ein starkes Revival zu erfahren.
Ein herausragendes Datum ist dabei zweifellos die große Friedensdemo in Bonn am 10. Oktober 1981: 300.000 Menschen kamen zur inzwischen legendären Demonstration gegen die atomare „Nachrüstung“ auf die Bonner Hofgartenwiese.
Einen sehr gut zusammengestellten Überblick zur Geschichte der Friedensbewegung und auch dieser legendären Demo gibt es beim Netzwerk Friedenskooperative: Zu finden auf der Unterseite => Geschichte der Friedensbewegung. Auch gibt es hier eine sehr schöne => Diashow zur Demo im Bonner Hofgarten.
Einen sehr guten Überblick/Rückblick zu den Ostermärschen gibt´s unter => Geschichte der Ostermärsche

Auch dieses Jahr finden wieder bundesweit große und kleinere Ostermärsche statt. Die Orga läuft dezentral: Veranstalter, Aufrufer sind kleine regionale Gruppen und Bündnisse.
Dabei arbeiten Friedensbewegung und AntiAtom-Bewegung eng zusammen, denn: Energiepolitik ist auch Friedenspolitik!
Davon abgesehen, dass AKWs außer ihrer schon im normalen Betrieb abgegebenen Strahlung – von Störfällen ganz zu schweigen – eine penetrante Gefährdung und Belastung für Mensch und Natur darstellen, von dem ungelösten Problem der „Endlagerung“ des Atommülls noch einmal abgesehen, sind sie auch aufgrund der Gefahr terroristischer oder kriegerischer Angriffe eine schlummernde Waffe im Land.
Die Drohung iranischer Politiker beispielsweise, israelische AKWs lägen in Reichweite iranischer Mittelstreckenraketen, spricht Bände.
Ein Blick in Statistiken offenbart:
Die 6 Staaten mit den meisten AKWs besitzen 97% aller nuklearen Sprengköpfe auf der Erde.
Dies ist kein Zufall, denn grundsätzlich gilt:
Wenn es die Infrastruktur für die zivile Nutzung der Atomenergie nicht gäbe, dann würde die militärische Nutzung gleich viel mehr kosten.
Umgekehrt gilt auch: Ohne militärischen Nutzen wäre Atomenergie wesentlich teurer und undenkbar gewesen. Dies galt und gilt v.a. für die Entwicklung.
Die Reaktoren des Tschernobyl-Typs wurden eigens zur Plutonium-Erzeugung für den Bombenbau konstruiert – die Stromproduktion war von Beginn an lediglich ein Nebeneffekt.
Druckwasserreaktoren, die heute am häufigsten in AKWs im Einsatz sind, waren ursprünglich für den Antrieb von Atom-U-Booten konzipiert.
Die sogenannten Wiederaufbereitungsanlagen verfolgen immer auch einen militärischen Zweck: Abtrennung des Atombomben-Plutoniums aus abgebrannten Brennstäben.
Eine Anlage wie die UAA Gronau ist ebenfalls geeignet, atomwaffenfähiges Material herzustellen.
Die Firma ETC (Unterfirma von Urenco, dem Betreiber der UAA Gronau), Ziel des diesjährigen Ostermarsches in Jülich am Ostermontag, betreibt Zentrifugenforschung und fertigt Zentrifugenteile. Eine Technik, die auch für den Atombombenbau notwendig ist, deren Erlangung z.B. dem Iran extrem wichtig ist und eine Eskalation zwischen Israel bzw. dem Westen und dem Iran wie ein Damoklesschwert über der Welt hängen lässt.

Aufruf OMJ 2012Und so ruft das Aktionsbündnis Westcastor Stop zum Ostermarsch Jülich am Ostermontag, 9. April, auf.
Auftakt ist um 12 Uhr am Jülicher Bahnhof (P&R-Parkplatz), von dort geht´s dann zur Abschlusskundgebung vor dem Haupteingang der Firma ETC, die auf dem Gelände des Forschungszentrum Jülich (FZJ) angesiedelt ist, direkt neben dem Schrott-Reaktor (ehem. Aufruf OMJ 2012 S2Forschungsreaktor, Kugelhaufenreaktor).
Hier gibt es Reden, Musik und Infostände.
Am Info-Stand von AntiAtom-Euskirchen gibt es von der Volxküche Nordeifel Getränke und passende vegane kulinarische Köstlichkeiten.

Anreise:
Mit der DB ab Euskirchen:
EUSKIRCHEN, Bf – Bahnsteig 1 - 10:02 - RE12 -> KÖLN, Messe/Deutz Bf (DB)
=>[Haltestelle] KÖLN, Dom / Hbf -> 10:39

[Haltestelle] KÖLN, Dom / Hbf - 10:47 – RE9 -> AACHEN, Aachen Hbf
=> [Haltestelle] DÜREN, Düren Bf -> 11:13

[Haltestelle] DÜREN, Düren Bf – 11:21 – RB21 -> LINNICH, Linnich Bf/SIG Combibloc
=> [Haltestelle] JÜLICH, Jülich Bf / ZOB -> 11:41
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Karte zu => Jülich, Bahnhof bei Google-maps
Karte zu => ETC/URENCO bei Google-maps (Abschlusskundgebung)
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Hintergrundinfos zum Reaktor in Jülich:

=> Die Kugelhaufenreaktoren AVR-Jülich und THTR (Hamm) und ihre Hinterlassenschaften:
Hintergründe einer Problemtechnologie

(von => Dr. Rainer Moormann)
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Bereits am Samstag, 7. April ist der Auftakt des => Ostermarsch Rheinland in Düsseldorf.
FriedensfreundInnen aus Köln und Umgebung treffen sich um 13.15 Uhr im Kölner Hauptbahnhof, der Zug fährt um 13.31 Uhr.

Am Sonntag, 8. April starten MotorradfahrerInnen in Köln unter dem Motto „Give Peace a Chance!“ zur => 5. Friedensfahrt der Motorradfahrer/innen. Beginn: 11 Uhr, Südverteiler (Köln-Marienburg)
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Alle Ostermarsch – Termine
in NRW und bundesweit gibt´s bei
=> Netzwerk Friedenskooperative,
Network of the German Peace Movement
=> Ostermärsche und -aktionen 2012
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Kein Castor nach Ahaus
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und für den eigenen Haushalt:

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