Archiv für Februar 2012

Erfolgreicher Autobahn – Aktionstag gegen Castor-Atommülltourismus

„Atomtransporte verbieten – Atomanlagen stilllegen“

Rund 800 AtomkraftgegnerInnen aus ganz NRW sowie dem angrenzenden Weserbergland haben am Samstag, 25.2. mit einem landesweiten Autobahn-Aktionstag für einen Stopp aller Atomtransporte und die sofortige Stilllegung sämtlicher Atomanlagen in der Region demonstriert.

Mit drei Autokorsos, mehreren Kundgebungen sowie Mahnwachen an Autobahnbrücken und Autobahnraststätten verstärkten die Anti-Atomkraft-Initiativen ihren politischen Druck auf die Bundes- und Landesregierung und zeigten Aktionsbereitschaft.

Spektakulär war ein „Castor“-Konvoi mit vier LKW aus Bonn.
Der „Bonner-Castor-Transport“ mitsamt Begleitfahrzeugen kam gut mit Polizeibegleitung zur Mittagskundgebung in Duisburg an.
Hier fand mit 450 AtomkraftgegnerInnen an der Atommüll-Konditionierungsanlage die größte Protestversammlung statt.
Danach ging es gemeinsam auf der wahrscheinlichen Transportstrecke über die Autobahn weiter zur Abschlusskundgebung.

Etwa 300 AtomkraftgegnerInnen demonstrierten auf dem Marktplatz in Jülich.
Mit bunter Unterstützung von insgesamt 70 Begleitfahrzeugen aus Ahaus, Münster, Düsseldorf, Köln, Bonn und vielen anderen Städten wurde der ungefährliche rheinische „Atommülltransport“ sicher nach Jülich zur Abschlusskundgebung gebracht.
Auch die Polizei nahm die Sache wohl Ernst und war mit mindestens einer kompletten Hundertschaft rund um die Konvois verteilt, dazu sehr viel Lokalpolizei, Autobahnpolizei und ab Duisburg auch ein Hubschrauber. Es wirkte fast, als übe auch sie bereits für den realen Castor-Einsatz.

Zum Einstieg in die Abschlusskundgebung machte Selassikai mit teils lauthalser Unterstützung der DemonstranntInnen musikalisch klar, was angesagt ist. So hieß es u.a. „Wehrt Euch, leistet Widerstand, gegen die Atomkraft hier im Land . . .“

Am Info-Stand von AntiAtom-Euskirchen gemeinsam mit der Volxküche Nordeifel konnte mensch sich bewährt lecker mit Getränken und heissem, veganem Essen und Snacks stärken, was auch sehr gut angenommen wurde.

Viele RednerInnen machten klar, dass es im Fall realistischer Castor-Transporte nicht bei Symbolik bleiben würde. Der Widerstand gegen den unsinnigen Transport von 300.000 hoch radioaktiven Brennelementekugeln in 152 Castoren werde dann gewaltfrei, aber bewährt entschlossen sein. So hieß es z.B.: „Sollten die Transporte rollen, dann werden die Behörden die gesamte Bandbreite eines Protestes erleben. Auch auf den Autobahnen.“
Für große Empörung sorgte die Ankündigung der Ahauser Zwischenlager-Betreiber Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) vor dem Ahauser Stadtrat, dass das Forschungszentrum Jülich sie schriftlich aufgefordert habe, die Vorbereitungen für die geplanten Transporte von 300 000 hochradioaktiven Brennelementkugeln in 152 Castoren von Jülich nach Ahaus mit „Hochdruck“ voranzutreiben.
„Bundesforschungsministerin Schavan gibt sich öffentlich kompromissbereit, doch in Wirklichkeit setzt sie weiter auf die hochgefährlichen Castor-Transporte. Aber Atommülltransporte zur Leichtbauhalle in Ahaus zu bringen, ist keine Lösung für die extrem problematische radioaktive Hinterlassenschaft des Forschungszentrums Jülich. Die Transporte müssen abgesagt werden“ erklärten Heiner Möllers von der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ und Siegfried Faust vom Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ gemeinsam.

Mittlerweile wurde bekannt, dass die Transporte ab Oktober 2012 rollen sollen.
Der Wahnsinn nimmt immer größere Ausmaße an: Denn diese Pläne würden bedeuten, dass fast jede Woche bis zum Auslaufen der Betriebsgenehmigung in Jülich 2013 ein Konvoi mit 6 LKW teilweise durch dicht besiedeltes Gebiet nach Ahaus unterwegs sein müsste. IRRE!
Zumal diese Castoren wieder aus Ahaus weg müssen und dort nicht repariert werden könnten. In Jülich wäre das möglich (heute schon).

Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim stilllegen !
Die AtomkraftgegnerInnen forderten zudem von der Landesregierung in NRW die sofortige Stilllegung der GNS-Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim. „Die Atomanlage steht nur 200 Meter von einem Wohnviertel entfernt und ist der Grund für zahlreiche Atommülltransporte mitten durch Duisburg. Eine solche Atomanlage hat in einem dichtbesiedelten Stadtgebiet nichts zu suchen“, forderte Kerstin Ciesla vom BUND Duisburg.

Keine Plutonium-Brennelement-Transporte durch NRW zum AKW Grohnde !
Auf allen Kundgebungen wurde auch eine Absage der bereits für März geplanten Autobahn-Atomtransporte mit plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen vom britischen Sellafield via Belgien und NRW zum AKW Grohnde an der Weser gefordert. „400 kg Plutonium für den Weiterbetrieb des AKW Grohnde über die Straßen zu fahren ist unverantwortlich. Plutonium ist absolut tödlich und der Transport ist auch unter militärischen Aspekten ein großes Risiko. Bundes- und Landesregierung dürfen diese Plutoniumtransporte unter keinen Umständen genehmigen und durchführen“, so Angelika Claußen von der Regionalkonferenz „Grohnde Abschalten“.

Daneben fanden Kundgebungen in Oberhausen und am AKW Grohnde statt sowie mehrere Mahnwachen entlang der Autobahn Transportstrecken, u. a. auf der Autobahn-Raststätte Herford.

11. März: Fukushima-Großdemo in Gronau

Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen für den 11. März bereits zur nächsten Großaktion auf: In Gronau wird an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage eine von bundesweit sechs Großdemonstrationen zum 1. Fukushima-Jahrestag stattfinden. Schon jetzt gibt es Sonderbusse aus NRW, Hessen und Niedersachsen. Auch Landwirte wollen mit Traktoren an der Demo teilnehmen (www.fukushima-jahrestag.de).
- – – – – – – -
=> Mehr Bilder => hier anklicken
- – – – – – –

Presse:
WDR Lokalzeit Aachen (TV) => Autobahn-Aktionstag gegen Castortransporte
Aachener Nachrichten-online-Jülich => Atommüll-Transport: Demonstration ohne Konfrontation
Aachener Nachrichten-online => Demos gegen Jülicher Castor-Transport

- – – – – – –
Kein Castor nach Ahaus
- – – – – – -

- – – – – – – – – – – – – – – – – –
und für den eigenen Haushalt:

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
(mehr…)

25.Febr.: „Dem Castor entgegen“

(aktualisiert am 24.2.12)

Auch wenn Bundeswissenschaftsministerin Schavan angekündigt hat, zu Gesprächen über die Jülich-Ahaus-Castoren bereit zu sein, so haben die Verhandlungen noch nicht begonnen und können durchaus an der Frage, wer die Kosten für eine Modernisierung des Zwischenlagers in Jülich trägt, scheitern. Die Westcastoren sind noch nicht abgesagt.
Deshalb gilt weiterhin:
„Dem Castor entgegen“.

„Autobahnaktionstag“ deshalb, weil dort täglich radioaktives Material für die Atomindustrie transportiert wird (z.B. geplante Mischoxid-Brennstäbe-Transporte von Sellafield über Belgien und NRW nach Grohnde) und auch die Castoren dort rollen sollen.

Von der Nord-/Vor- Eifel aus rufen wir auf, nach Bonn zu kommen und sich dem
„Bonner Castortransport“ anzuschließen, mitzufahren.
Die Aktion startet am Samstag um 8:30 Uhr in Bonn :
Grafik: AntiAtomBonn
Zum Aktionsablauf ab Bonn:
Wir sammeln uns am 25.02. pünktlich um 8:30 an der Bonner Fernbushaltestelle (Am alten Friedhof/Thomastraße), wo es neben den letzten Aktionsinfos auch AntiAtom-Material zur Verschönerung der mitfahrenden Autos gibt. Genau um 9:00 startet unser Castortransport. Während der Fahrt wird unser Konvoi durch AktivistInnen aus anderen Städten und Initiativen verstärkt – oder aber z.B. von Brücken mit Transparenten begrüßt.
Der Bonner Castortransport fährt von Bonn über Köln, Leverkusen und Düsseldorf nach Duisburg, wo um 12:00 an der Atommüllkonditionierungsanlage eine Zwischenkundgebung stattfindet.
In Jülich werden wir pünktlich um 15 Uhr an der großen Abschlusskundgebung teilnehmen und die Aktion erfolgreich beenden.
Informiere Dich bitte kurz vor Beginn der Aktion nochmals auf www.AntiAtomBonn.de über die finale Abfahrtszeit, den genauen Strecken- und Transportverlauf, da wir zur aktuellen Zeit Änderungen noch nicht ausschließen können.
(AAB)

Auch späteres Dazukommen ist möglich:
Abschlusskundgebung in Jülich um 15 Uhr auf dem Jülicher Markt.
Hier werden auch wir mit einem Infostand präsent sein und Euch mit der Volxküche Nordeifel bestens und lecker mit Getränken, heissem, veganem Bio-Essen und Snacks versorgen.

Natürlich sind auch Zwischen-Aktionen an Autobahnbrücken, Raststätten u.ä. erwünscht. Bei allen Aktionen gilt: Achtet dabei darauf, euch und andere nicht zu gefährden!

Der geplante Ablauf ab Ahaus:

(Bonn s.o.! 8:30 Uhr Bonner Fernbushaltestelle [Am alten Friedhof/Thomastraße]
Köln: Treff um 8:45 Chlodwigplatz)

10:00 Uhr – Treffen am Ahauser Bahnhof
10:30 Uhr – Abfahrt Heek (A31) bis Autobahnkreuz Bottrop – A2 bis Oberhausen West, dann A42 bis Duisburg Nord A59 – Ausfahrt Wahnheimerort in Duisburg und Konvoi bis Wanheim
12:00 Uhr – Kundgebung an der alten Zufahrt zur GNS in Duisburg-Wanheim
13:30 Uhr – Abfahrt Richtung Jülich B 288 – A57 -Richtung Köln, Kreuz Neuss West A 61, Mönchengladbach Wanlo A 61, Dreieck Jackerath A 44 bis Abfahrt Jülich Ost B55 – L 241 bis Jülich
15:00 Uhr – Abschlußkundgebung Jülicher Marktplatz

Aus dem Aufruf:

Autobahnaktionstag gegen Atomtransporte am 25.2.2012
Dem Castor entgegen – Atomanlagen trocken legen

Es gibt schon genug Atomtransporte auf deutschen Autobahnen – und nun sollen 152 Castorbehälter aus dem Pannenversuchsreaktor Jülich per LKW nach Ahaus gebracht werden. Auch wenn Bundesforschungsministerin Schavan der Landesregierung aktuell Gespräche anbietet – wir fordern eine glasklare Absage der Castor-Transporte!

Für den havarierten Reaktordruckbehälter muss in Jülich ohnehin ein neues Zwischenlager gebaut werden, der Boden ist massiv verseucht. Aber aus „Imagegründen“ will das Forschungszentrum Jülich jetzt 152 Castorbehälter mit 300.000 alten, gefährlichen Brennelementekugeln nach Ahaus abschieben. Einen Sicherheitsgewinn gibt es nicht, da die Castorhallen in Jülich und Ahaus die gleichen, veralteten Standards aufweisen. Ahaus hat lediglich eine längere Betriebsgenehmigung. Und kürzlich hat sogar Umweltminister Röttgen zugegeben, dass alle Zwischenlager in Deutschland aktuell nicht sicher sind und nachgerüstet werden müssen. Dennoch finden weiterhin Transporte mit schwach- und mittelradioaktivem Müll aus Jülich und Duisburg nach Ahaus statt.

Ein Endlager für Atommüll ist noch lange nicht in Sicht. Sollte es dies mal geben, müssten alle hochradiaktiven Brennelementekugeln nochmal umgepackt werden. Da das jedoch nicht in Ahaus geht, muss dann erneut transportiert werden. Auch sind in Jülich Castorreperaturen möglich – in Ahaus nicht. Die anstehenden Transporte sind somit nutzlos und stellen ein Sicherheitsrisiko darstellt. Transportiert werden sollen die West-Castoren von Jülich über die Autobahn:
Jülich-Mönchengladbach-Neuss-Krefeld-Duisburg-Oberhausen-Bottrop-Gladbeck-Dorsten-Ahaus.
Auch Strecken über Köln und Düsseldorf sind möglich.

Dies sind nicht die einzigen Atomtransporte in der Region: Aus den Häfen Hamburg, Bremen und Rostock fahren Urantransporte kreuz und quer durch Deutschland nach Gronau, Lingen oder z. B. weiter in die Schweiz. Das atomare Risiko rollt quasi überall (www.urantransport.de).
Ab März sollen zudem Mischoxid-Brennstäbe mit 5% Plutonium-Anteil aus Sellafield in das AKW Grohnde transportiert werden – über Belgien quer durch NRW (www.grohnde-abschalten.de).

Wir wenden uns gegen den unbefristeten Weiterbetrieb der Atomanlagen in Duisburg, Lingen, Gronau und weltweit sowie gegen die gefährlichen Atom-Transporte, die deren Betrieb ermöglichen, ebenso gegen den sinnlosen Atommülltourismus.
Deswegen rufen wir zum Autobahnaktionstag am 25. Februar auf!
- – – – – – –
Kein Castor nach Ahaus
- – – – – – -

- – – – – – – – – – – – – – – – – –
und für den eigenen Haushalt:

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

„Fukushima ist überall – AKWs jetzt abschalten“

Mit einer Mahnwache und Kundgebung auf dem Alten Markt in Euskirchen haben AtomkraftgegnerInnen am Samstag trotz eisiger Kälte an die seit elf Monaten andauernde Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima erinnert und gleichzeitig gegen den Weiterbetrieb von neun Atomkraftwerken in Deutschland demonstriert. In bundesweit 151 Orten hat es ähnliche Aktionen unter dem Motto „Fukushima ist überall – AKWs jetzt abschalten“ gegeben.

Während die Kundgebung mit knapp 30 TeilnehmerInnen spontan in einer sonnigen Ecke des Alten Markts stattfand, wirkte der (leider schattige) Info-Stand während dieser Zeit in der ohnehin nicht sehr gut besuchten Innenstadt etwas verwaist.
Vorher hatten sich hier noch einige mit heißem Essen und Getränken von der Volxküche Nordeifel gestärkt.
Diese hatte auch einen Solarkocher aufgestellt, eine Spende von Windenergie Nordeifel e.V.. In der Sonne funktionierte er auch sehr gut: Das Wasser kochte in kürzester Zeit.
Auch nach der Kundgebung verweilten dann noch einige TeilnehmerInnen länger am Info-Stand, stärkten und wärmten sich, andere kamen jetzt erst noch neu dazu, auch sie unterschrieben auf der Liste den Einspruch gegen das polnische Atomprogramm und versorgten sich mit Info-Materialien.

„Wir haben diesen Termin gewählt, weil die japanische Anti-Atom-Bewegung für diesen 11. Februar eine Großdemonstration in Tokio und weitere Protesten an AKW-Standorten plant“, erklärte Chris Weise von AntiAtom-Euskirchen. „Ganz bewusst finden diese Proteste in Japan nicht am 11. März, sondern einen Monat früher statt, denn im März wird dort die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.“

Im März vergangenen Jahres havarierten drei Reaktorblöcke bei Fukushima.
Über 100.000 Menschen wurden evakuiert, verloren ihre Heimat, Schätzungen zufolge bleiben mindestens 132 Quadratkilometer Fläche unbewohnbar. Und dennoch werden auch über den 20 km Evakuierungsring hinaus heute noch viel zu hohe Strahlungsbelastungen gemessen.
In Folge der Katastrophe soll zweimal mehr des gefährlichen Cäsium 137 in die Atmosphäre entwichen sein, als von den japanischen Behörden bisher geschätzt. Das wären etwa 40 Prozent jener Menge Cäsium 137, die bei der Tschernobyl-Katastrophe freigesetzt worden war.
Cäsium 137 hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren und gilt als definitiv gesundheitsschädlich.
Und die Atomkatastrophe in Japan ist keineswegs unter Kontrolle.
So stieg dieTemperatur in Reaktor 2 Anfang Februar um mehr als 20 Grad auf 72 Grad Celsius, der Betreiber Tepco hat dafür keine Erklärung.
Die Kühlflüssigkeitszufuhr wurde erhöht, Borsäure wurde in den Reaktor eingeleitet um Neutronen abzubremsen und spontane Kettenreaktione zu verhindern.
Mitte Januar war die radioaktive Strahlung auf dem AKW-Gelände um den Faktor sechs in die Höhe gesprungen. Nach Tepco-Angaben wurden 70 Millionen Becquerel freigesetzt, als Arbeiter Trümmer entfernten und dabei große Mengen strahlenden Staub aufwirbelten.

Die Mahnwache sollte die Verbundenheit mit den Protesten in Japan zeigen und gleichzeitig die hiesige Bevölkerung daran erinnern, dass auch in Deutschland noch neun gefährliche Atomkraftwerke in Betrieb sind – die meisten davon noch für zehn Jahre. „Jeden Tag kann auch in einem deutschen AKW der Super-GAU eintreten“, so Weise. „Wir fordern, dass diese Reaktoren vor der Katastrophe abgeschaltet werden und nicht erst hinterher.“

Mit den Aktionen in ganz Deutschland wollte die Anti-Atom-Bewegung auch auf die nächsten großen Demonstrationen hinweisen: Umweltverbände und örtliche Bürgerinitiativen rufen dazu auf, am Sonntag, den 11. März an sechs Atom-Standorten bundesweit auf die Straße zu gehen: an den Atomkraftwerken in Brokdorf, Gundremmingen und Neckarwestheim, der Urananreicherungsanlage Gronau, in Hannover und mit einer 77 Kilometer langen Lichterkette von Braunschweig über das marode Atommüll-Lager Asse bis zum Schacht Konrad in Salzgitter.

„Die Anti-Atom-Bewegung hat im letzten Jahr mit dem Aus für acht Reaktoren viel erreicht. Jetzt streiten wir für die noch ausstehende zweite Hälfte des Atomausstiegs“, erläuterte Weise. Und weiter: „Angesichts der ungeheuren Gefahren, ist jeder weitere Tag, an dem die AKWs laufen, ein Tag zu viel. Deshalb fordern viele aus gutem Grund die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen.
Doch auch wer z.B. einen Ausstieg bis 2016 anstrebt, kann und sollte gegen das jetzige Atomgesetz und die herrschende Politik mitdemonstrieren.
Den Druck aufrecht zu erhalten, ist allein schon deshalb wichtig, weil von interessierten Kreisen immer heftiger darüber nachgedacht wird, wie die
nächste Abschaltung zu verhindern ist, wie der Ausstieg diskreditiert werden kann.
Und Fakt ist das Paradox: Obwohl sich im Sommer letzten Jahres in einer Umfrage 56% der Bevölkerung dafür ausgesprochen haben, das letzte AKW sofort oder bis spätestens 2016 vom Netz zu nehmen, schreiben die Mainstream-Medien dauernd, dass es einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Sachen Atomausstieg gäbe und die AntiAtom-Bewegung sich durchgesetzt hätte.
In Wirklichkeit gab es nur einen breiten parteipolitischen Konsens im Bundestag, weil dort alle Fraktionen mit Ausnahme der Linken dem Weiterbetrieb von neun Reaktoren zugestimmt haben. Die meisten sollen demnach noch bis 2021/22 laufen.
Natürlich war es ein Erfolg, dass 8 AKW auf einen Schlag abgeschaltet wurden, aber es ist eben nur der halbe Ausstieg.
Der Konflikt um die weiteren 9 AKWs geht weiter. Auch um die Urananreicherung und damit die UAA in Gronau. Diese wurde sogar ganz ausgeklammert.
Zudem sollen AKWs im Ausland mit Bürgschaften gefördert werden, so z.B. Angra3 in Brasilien, mitten in einem Erdbebengebiet und an der Küste
gelegen! Und weitere Anfragen gibt es bereits!
Hier meinen wir: Atomtod exportiert mensch nicht!

Gleichzeitig läuft eine Kampagne derjenigen Kräfte in der Energiewirtschaft, die an den alten Strukturen noch immer gutes Geld verdienen.
Sie lancieren Schauermärchen, um zu belegen, dass die Stilllegung der AKWs und der Ausbau erneuerbaren Energien mehr Nach- als Vorteile bringe und wollen so schon heute das Klima für die nächste Laufzeitverlängerungsdebatte anheizen.
Schon wird freudig erregt jeder einzelne Import von österreichischem Strom in Bayern registriert, der zwei mal gelaufen ist, um das Netz auf genügender Spannung zu halten. Was dabei jedoch beispielsweise unterschlagen wurde ist, dass es schon lange zur Stabilisierung einen Energieverbund über die nationalen Grenzen hinaus gab, solche Lieferungen schon immer Usus waren. Zudem exportierte Deutschland in der selben Zeit eine ungleich größere Menge an Windenergiestrom aus Norddeutschland nach Italien. Diesen hätte man im Netz ab Stuttgart umleiten können nach Bayern. Der Erlös dieser Lieferung nach Italien war jedoch ungleich höher als die Ausgaben für den Import eines österreichischen Kraftwerks.
Und wer dauernd auf Frankreich verweist, von diesem müsste Deutschland evtl. Atomstrom importieren, weil dieser zuverlässiger sei: Am 8.Februar meldete Spiegel-online, dass Frankreich mit seinen 59 Reaktoren Strom aus Deutschland importiere, weil sie die Spitzenzeiten nicht auffangen können.
Spiegel-online schreibt: Teilweise muss Frankreich den Angaben zufolge derzeit mehr als 7000 Megawattstunden (MW) Strom pro Stunde importieren, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. In Deutschland federe gerade am Mittag, wegen der starken Sonne, der häufig kritisierte Solarstrom die Verbrauchsspitzen ab. Zu manchen Zeiten exportiere Deutschland netto mehr als 3000 MW pro Stunde.
Bundesumweltminister Röttgen wird zitiert: Wir hatten in den letzten Tagen eine Kapazität von bis zu 10.000 Megawatt an Sonnenstrom, das entspricht der Leistung von rund zehn Kernkraftwerken, und bis zu 11.000 Megawatt Windstrom.
Und Hans-Josef Fell (Grüne) (ebd.): Frankreich gefährdet mit seiner atomlastigen Stromversorgung die europäische Energieversorgungssicherheit. . . .

Dann wurde auf weitere Aktionen und Demos hingewiesen:
„Wir laden alle Menschen ein, am 11. März mit nach Gronau zu fahren.
Der Auftakt dort wird um 13 Uhr am Bahnhof sein, von da geht’s dann zur UAA zur Abschlusskundgebung.
Für alle mit der Bahn anreisenden werden wohl Shuttle-Busse für die Fahrt zurück zum Bahnhof eingesetzt.
Es kann und darf nicht sein, dass von hier etwa 10% des Weltmarktes für Brennstäbe bedient werden, Atomkraftwerke weltweit am Laufen gehalten werden. Auch die havarierten Fukushima-Reaktoren standen auf der Lieferliste.
Zudem bedingt diese Anlage viele höchstgefährliche Urantransporte, erfordert den tödlichen Uranabbau, der ganze Landstriche verwüstet und vergiftet und Menschen tötet. Und diese Anlage wird sogar noch ausgebaut!

Bereits in 2 Wochen, am Samstag 25. Februar gibt’s (zur Warnung an die drohenden Transporte von 152 Castoren von Jülich nach Ahaus) den Autobahn-Aktionstag unter dem Motto: „Dem Castor entgegen“.
Auftakt ist morgens um 9 Uhr am Atom-Zwischenlager Ahaus, von dort wird sich ein Konvoi über die Transportstrecke aufmachen zur Zwischenkundgebung in Duisburg.
Hier wird auch ein „Castor-Konvoi“ aus Bonn dazustoßen. Wir laden herzlich zum mitmachen/mitfahren ein! Infos und Kontakt bei uns oder
direkt bei AntiAtom-Bonn.
Von Duisburg geht’s dann weiter zur Abschlusskundgebung in Jülich, um 15 Uhr auf dem Jülicher Markt.
Hintergrund sind die drohenden Autobahntransporte von 152 Castoren.
Quer durch NRW, vom Jülicher Forschungszentrum (früher Forschungsreaktor im Kernforschungszentrum, so der ursprüngliche
Name) nach Ahaus ins dortige Atommüll-Zwischenlager.
Für das jetzige Lager in Jülich läuft 2013 die Genehmigung aus, das Ahauser Zwischenlager hat eine länger anhaltende Betriebsgenehmigung.
Beide Lager sind etwa gleich alt, beide gleich unsicher.
In Jülich wird z.Zt. fieberhaft gebaut um endlich den Schrottreaktor zu bergen und das darunterliegende hochkontaminierte Erdreich „sichern“ zu
können (Jülich und das Rheinland entging damals nur äußerst knapp einer großen atomaren Katastrophe). Der Abbau dieses alten Kugelhaufenreaktors entpuppt(e) sich jedoch als Pionierarbeit mit entsprechenden Kosten.
Einen Neubau bzw. Modernisierung des Zwischenlagers für seinen Atommüll möchte sich das Forschungszentrum jedoch ersparen, zudem befürchtet es durch diese Altlasten wohl Image-Probleme und möchte diese deshalb schnellstmöglich los werden.
Die angekündigten (auch bundesweiten) Proteste scheinen aktuellst Wirkung zu zeigen. Eine evtl. Absage der Transporte scheint plötzlich wieder möglich.
Dafür muss der Druck der AntiAtom-Bewegung jedoch hoch bleiben, zudem glauben wir aus Erfahrung nur noch an feststehende Einigungen, Beschlüsse, Fakten. Zumal Bundes- und Landesregierung sich den Ball gegenseitig zu- und zurückspielen (Beschwichtigungspolitik?).

Und Ostern gibt´s dann wieder, wie seit über 50 Jahren, die bundesweiten Ostermärsche. Friedensbewegung und AntiAtom-Bewegung arbeiten eng zusammen, sind doch die militärische und die sogenannte „friedliche“ Nutzung der Atomenergie von Anfang an eng miteinander verflochten. Das eine gäbe es nicht ohne das andere.
So findet beispielsweise der AntiAtom-Ostermarsch NRW am Ostermontag in Jülich statt.

Und noch ein Hinweis: Im Rahmen der Aktion Gorleben 365 fährt AntiAtom-Bonn am 20. – 22. April nach Gorleben um ein wenig Sand im Getriebe des noch immer weiter laufenden Ausbaus des dortigen Salzstocks zu sein.
Auch dazu laden wir herzlich ein.
Wer nicht mitfahren kann oder möchte, kann sich dennoch an einem riesigen gestrickten X beteiligen. Einfach ein rechteckiges oder quadratische Stück für ein riesiges X stricken und uns mitgeben oder an AntiAtom-Bonn schicken. Gelb, Breite 30 cm.“

Kurz nach 14 Uhr hatte das „der Kälte trotzen“ ein Ende, der Infostand wurde abgebaut, alle freuten sich darauf, ins Warme zu kommen. . .

(Text u. Rede [-Auszüge] mit Material von .ausgestrahlt)
- – – – – – – -
Presse: => Mit Schweigeminute Opfern der Katastrophe gedacht . . . Kölnische Rundschau, 14.02.12 (Print)

- – – – – – -

- – – – – – –
Kein Castor nach Ahaus
- – – – – – – – – – – – – – – – – –
und für den eigenen Haushalt:

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

11. März: 1 Jahr Fukushima und kein Ende . . .

1 Jahr Fukushima und kein Ende . . . !

11. März 2012, 13 Uhr, Bahnhof Gronau: Großdemo zur Urananreicherungsanlage Gronau

Am 11. März 2011 begann die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Die schrecklichen Bilder vom Erdbeben, vom Tsunami und von den zerstörten Reaktoren gingen um die Welt. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden, weite Landstriche sind radioaktiv verseucht und langfristig unbewohnbar. Nach Tschernobyl wurde der Super-GAU erneut bittere Realität. Dennoch ist der Atomausstieg auch in Deutschland – trotz offizieller Beteuerungen – noch längst nicht besiegelt.

Der Fukushima-Betreiber Tepco betrieb seine AKW mit deutscher Hilfe: Der Urananreicherer Urenco, der zu einem Drittel RWE und EON gehört, lieferte jahrelang angereichertes Uran für die Brennelementefertigung. In Deutschland betreibt Urenco in Gronau die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage. Mittlerweile kann jedes 10. AKW weltweit mit angereichertem Uran aus Gronau betrieben werden – und das unbefristet, weil die Bundesregierung die Urananreicherung in Gronau nicht stilllegen will. Wenige Kilometer nördlich läuft zudem die Brennelementefabrik Lingen unbegrenzt weiter. Das ist heuchlerisch und unverantwortlich.
Wer ernsthaft aus der Atomenergie aussteigen will, darf den Uranbrennstoff für die AKW nicht in alle Welt liefern! Das ist kein Atomausstieg!

Die Urananreicherung ist zudem eine militärisch äußerst gefährliche Technologie, die zur Produk-tion von Atomwaffen unverzichtbar ist. Selbst abgereichertes Uran wird noch in panzerbrechender Munition verwandt und verursachte z. B. im Irak entsetzliche Missbildungen. Wer Uran anreichert, spielt mit dem Feuer.

Wir lehnen entschieden jede Art von Atomexport ab: Weder Exportbürgschaften für AKW-Neubauten noch der Bau von neuen AKW durch deutsche Energiekonzerne sind akzeptabel.

In Deutschland sind zur Zeit neun AKW am Netz – wie die AKW Lingen und Grohnde (beide in Niedersachsen) sollen sie größtenteils noch für mindestens zehn Jahre am Netz bleiben. Das ist kein Atomausstieg! Für die Lagerung des Atommülls gibt es weltweit keine Lösung. Atommülltransporte von A nach B zur „Zwischen“-Lagerung sind sinnlos und gefährlich. Wir lehnen den geplanten Transport der 152 West-Castoren vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus genauso entschieden ab wie die schwach- und mittelradioaktiven Atommülltransporte von den Atommüllkonditionierungsanlagen in Jülich und Duisburg nach Ahaus sowie die Urantransporte von und nach Gronau.

Fukushima hat erneut deutlich gemacht: Atomenergie ist gefährlich, unbeherrschbar und verantwortungslos!
Am 11. März 2012 wird deshalb bundesweit und international an vielen Atomstandorten protestiert.
Wir fordern:

Urananreicherung verbieten – Gronau stilllegen!

Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Keine Exportbürgschaften für neue AKW!

Atomkonzerne auflösen!

Dezentrale Energiewende jetzt!

(Aufruf => 1. Fukushima-Jahrestag 2012 in Gronau)
- – – – – – –
Kein Castor nach Ahaus
- – – – – – -

- – – – – – – – – – – – – – – – – –
und für den eigenen Haushalt:

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Abschlusserklärung der Internationalen Urankonferenz Münster

Bereits am Samstag, 4. Febr. fand in Münster die Internationale Unrankonferenz statt.
Wir dokumentieren die Abschlusserklärung:

„Uranindustrie stilllegen –
Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung stoppen“

Münster, 4. Februar 2012
200 AtomkraftgegnerInnen aus dem Niger, Russland, Frankreich, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland haben sich am 4. Februar 2012 in Münster zu einer Internationalen Urankonferenz getroffen. Im Mittelpunkt der Urankonferenz stand die Forderung, die internationale Uranindustrie stillzulegen und den weltweiten Uranabbau, die Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung zu stoppen. Die Urankonferenz wurde von einem internationalen Trägerkreis aus 35 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden getragen und ist eine der bundesweit größten Konferenzen dieser Art seit Jahren.

Auf der Urankonferenz berieten die TeilnehmerInnen intensiv über die Gefahren des weltweiten Uranabbaus – mit einem Fokus auf die Situation in Zentralafrika, wo im Niger und in Kamerun Uran unter menschenunwürdigen und umweltschädlichen Verhältnissen abgebaut wird. Das Märchen von der angeblich „sauberen“ Atomenergie wird schon beim Uranabbau deutlich widerlegt. Auch im Tschad wird intensiv nach Uran gesucht. Die KonferenzteilnehmerInnen rufen zur Solidarität mit den Menschen vor Ort auf. Auch in Europa wird derzeit in mehreren Ländern nach Uran gesucht. AtomkraftgegnerInnen aus Polen berichteten z. B. über Pläne, auch dort Uran abzubauen. Doch an vielen Orten regt sich Widerstand gegen den Uranabbau.

In Workshops wurde zudem über die Verarbeitung von Uran sowie über die Urananreicherung und Brennelementefertigung diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die gesundheitlichen Gefahren, sowie die zahlreichen internationalen Urantransporte und die militärische Dimension der Urananreicherung. Die KonferenzteilnehmerInnen fordern eine Ächtung von Uranmunition und sämtlicher Atomwaffen. Die Urankonferenz schließt sich der Anti-Atom-Konferenz im japanischen Yokohama an, auf der vor drei Wochen eine nuklearfreie Welt gefordert wurde.

Die KonferenzteilnehmerInnen verurteilen, dass es für den weltweit anfallenden Uranmüll – wie für jeden anderen Atommüll – keine sichere Endlagerung gibt und geben wird. Schon in den Uranabbauländern fällt massenhaft Uranmüll an für den Betrieb der Atomkraftwerke in Europa und anderswo. Allein aus Gronau wurden 27 000 Tonnen Uranmüll nach Russland exportiert. Dieser Uranmüllexport konnte 2009 durch internationalen Widerstand gestoppt werden.

Für Deutschland stand konkret die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Gronau sowie der Brennelementefabrik in Lingen im Vordergrund. Beide Atomanlagen dürfen nach derzeitigem Stand unbegrenzt weiter produzieren. Dies ist nicht akzeptabel. Wer in Deutschland aus der Atomenergie aussteigen will, darf den Uranbrennstoff nicht in alle Welt exportieren.

Die Urankonferenz geht am Sonntag, 5. Februar, um 13 Uhr mit einer Kundgebung vor der Urananreicherungsanlage in Gronau zu Ende.

Konkret wurden auf der Urankonferenz folgende Beschlüsse gefasst:

1. Die internationale Zusammenarbeit gegen die Uranindustrie wird ausgebaut. So soll unter anderem verhindert werden, dass in immer mehr Ländern mit dem Uranabbau begonnen wird. Auch die internationalen Urantransporte sollen verstärkt durch Proteste öffentlich gemacht und gestoppt werden.
2. Für AtomkraftgegnerInnen aus Zentralafrika wird eine Vortragsreise geplant, um auch in Deutschland die Bevölkerung über die skandalösen Zustände beim Uranabbau besser zu informieren.
3. Für den 29. September 2012 wird ein internationaler Aktionstag vorbereitet, auf dem gegen die federführenden Urankonzerne in Europa protestiert werden soll. Geplant sind unter anderem Aktionen bei Areva in Frankreich, Rosatom in Russland sowie Urenco, EON und RWE in Deutschland und den Niederlanden.
4. Die Internationale Urankonferenz ruft zur Teilnahme an der Fukushima-Großdemo am 11. März 2012 in Gronau auf. Die Großdemo findet im Rahmen eines bundesweiten und internationalen Protesttages statt. In Deutschland wird es sechs Großdemonstrationen geben. Die Urankonferenz unterstützt für den 11. März auch die 300 km lange Menschenkette im französischen Rhone-Tal.
5. Auf den Jahreshauptversammlungen von RWE und EON am 19. April bzw. 3. Mai in Essen werden AtomkraftgegnerInnen die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau auf Kosten der Betreiber fordern. RWE und EON sind Miteigentümer des Gronau-Betreibers Urenco.

Weitere Infos zur Internationalen Urankonferenz in Münster und zur Uranindustrie: www.urankonferenz2012.de, www.urantransport.de, www.contratom.de, www.sofa-ms.de, www.robinwood.de, www.fukushima-jahrestag.de

Diese Abschlusserklärung wird von folgenden Initiativen und Verbänden unterstützt:
Stichting Vedan (Enschede); Enschede voor Vrede; Réseau „Sortir du nucléaire“; Ecodefense (Moskau); Ecoperestroika (St. Petersburg); AG Schacht Konrad; Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen; Aktionsbündnis „Stop Westcastor“; AntiAtomBonn; Anti-Atom-Bündnis Lübeck; AntiAtomBündnis Nordost; Antiatom-Initiative Oberhausen; Anti Atom Gruppe Osnabrück; Anti-Atom-Netz Nördliches Rheinland-Pfalz; Anti-Atom-OWL; Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau; attac Bielefeld; .ausgestrahlt; Bielefeld steigt aus; BI „Kein Atommüll in Ahaus“; BI Kernenergie Lubmin; BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg; BUND NRW; BUND-Kreisgruppen Münster u. Borken; Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU); Bündnis für den Atomausstieg Siegerland; Bürger gegen Atomreaktor Garching; Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V./Regionalgruppe NRW; byebyebiblis.de Dreieich; contrAtom; Greenpeacegruppe Lübeck; Grün-Alternative Liste Gronau; Die Grünen Raesfeld; International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBNW) Deutschland; IPPNW / Ärzte in sozialer Verantwortung; Klimaforum Detmold; Libertäres Netzwerk Lippe; Die Linke Gronau + Münster; Montagskundgebung für den sofortigen Atomausstieg Münster; Montagsspaziergang Mainz; Natur- und Umweltschutzverein Gronau; Netzwerk Energiewende Lübeck; Occupy Münster; Ökologische Plattform NRW; Regionalkonferenz Grohnde; Robin Wood; SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster; urgewald

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -