Archiv für Oktober 2011

Castor-Auftakt-Proteste in Jülich, Köln und bundesweit

Warm-Up zum Castor-Alarm

Am Castor-Aktionstag demonstrierten bundesweit in 57 Orten Menschen gegen die kommenden Castor-Transporte Ende November nach Gorleben, machten klar: wir werden uns entschieden widersetzen und querstellen.
In NRW wurde zugleich entschiedener Widerstand gegen den Transport von 152 Castoren von Jülich nach Ahaus angekündigt, sowie gegen die gefährlichen Urantransporte von und nach Gronau demonstriert.

. In Jülich forderten rund 50 AtomgegnerInnen, auf die für nachstes Jahr geplanten Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus zu verzichten.

Diese seien unsinnig und gefährlich. Das sog. Zwischenlager in Ahaus ist nicht sicherer als das derzeitige in Jülich, diese Castoren müssen geöffnet und „konditioniert“, anschließend weiter zwischengelagert werden. Dies ist in Ahaus nicht möglich, wohl aber in Jülich. Ahaus hat lediglich eine längere Genehmigung zur Lagerung. Ein „sicheres Endlager“ existiert auch hier nicht.
Natürlich müsse der Atommüll aus Jülich sicher gelagert und entsorgt werden, jedoch nicht unnötig und unsinnig hin und her verschoben werden, betonten RednerInnen vom Bündnis Stop Westcastor. Die Transporte aus Jülich gehen quer durch NRW, durch Ballungsgebiete wie Köln und das Ruhrgebiet und quer durchs Münsterland.
Nach der Kundgebung vor dem FSJ ging es dann zum dortigen Gleisanschluss, der symbolisch blockiert wurde.
Denn klar ist: Die Menschen werden sich widersetzen und querstellen.
Auch am Bahnhof Köln-Ehrenfeld gab es eine Protestkundgebung, rollen die Transporte doch hier durch gen Ahaus im Münsterland.
.

Jedoch richteten sich die Proteste hier und bundesweit auch gegen weitere unnötige und verantwortungslose Atommüllproduktion und Castor-Transporte nach Gorleben, obwohl es keinerlei Entsorgungsmöglichkeit gibt.
Gefordert wurde, die Atommüllproduktion zu stoppen, d.h. die AKWs abzuschalten, was weitaus früher möglich wäre, als derzeit geplant.

Dann wirklich ergebnisoffen nach einem Endlagerort zu suchen, statt an dem ungeeigneten Salzstock in Gorleben weiter Fakten zu schaffen und an ihm alternativlos festzuhalten: Im Bundeshaushalt 2012 sind über 75 Millionen Euro für den weiteren Ausbau („Erkundung“) in Gorleben vorgesehen, nur drei Millionen für die Suche nach Alternativen. Und das sog. „Zwischenlager“ am Gorlebener Salzstock wird weiter zugemüllt. Nicht nur mit „Altlasten“, die es vertraglich gesehen gilt, zurückzunehmen, sondern auch mit noch jahrelang produziertem Atommüll durch diesen halben „Atomausstieg“.
Dabei ist schon der diesjährige Transport auf Ende November verschoben worden, weil die Strahlenbelastung, ausgehend von diesem „Zwischenlager“ unzulässig hoch ist.
Erst Berechnungstricks drückten die Werte knapp unter die zulässigen Grenzwerte. . .
(s.a.: „Gorleben: TÜV rechnet mit falschen Zahlen“ und „PTB betreibt Zahlenakrobatik“)

Und das geplante Endlager ist untauglich wie die Asse: So hat der Gorlebener Salzstock Kontakt zum Grundwasser und unter ihm liegt ein riesiges Gasvorkommen. Die Menschen im Wendland und bundesweit wurden jahrelang belogen, die Entscheidung für den Standort war politisch und nicht sachlich motiviert (s.a.: „Die Gorleben-Lügen“)

Daher werden Ende November erneut „zigtausende Menschen zur Kundgebung in Sichtweite der Castor-Verladestation in Dannenberg“ erwartet, so das Bündnis gegen den Castor 2011. „Tausende werden sich in den Tagen danach an den unterschiedlichsten Aktionen zum Stopp des Transports beteiligen. Erneut werden Kirchen und Gemeindehäuser, Camps und Privathaushalte Schutz und Wärme bieten und die auswärtigen Protestler willkommen heißen.“

Auch AntiAtomBonn organisiert wieder einen Bus zur Großdemo am Samstag, 26. November in Dannenberg im Wendland:
„Für den Samstag ist ein bunt gemischtes Demo-Programm geplant. Ein Sternmarsch, spannende Reden, kleine und große angemeldete, auch familientaugliche Aktionen, Musik, außerdem VolXküche mit warmer Verpflegung, Wendland-Waffeln, Kinderprogramm, letzte Aktionstrainings und noch viel mehr…“

Hier jetzt schon >>> Tickets für den Bonner Bus und weitere Informationen.

Auf nach Gorleben!

- – – – – – – – – – – – – – – – – -
Presse:
Demo vor dem Zwischenlager am FZJ . . . Aachener Nachrichten, 30.10.11
- – – – – – – – – – – – – – – – – -


- – – – – – – – – – – – – – – – – -
vorher Appell unterschreiben:

- – – – – – – – – – – – – – – – – –

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

!!! Castor-Alarm !!!

Los geht´s am 29.10.11 mit dem bundesweiten Castor-Aktionstag:

Um 12:00 Uhr in Jülich am Haupteingang zum FZJ
(Johnen Straße, 52428 Jülich/ ÖPNV: Rurtalbahn ab Düren oder Linnich bis Haltepunkt Forschungszentrum):
12:00 Auftaktkundgebung am FZJ
ca. 13:15 Marsch zum Gleisanschluss des FZJ
dort ca. 13:45 Abschlusskundgebung

In Köln Ehrenfeld anschließend von 16:00 bis 19:00 Uhr am Bhf. Ehrenfeld. (K-Ehrenfeld, Venloer Straße 354, gegenüber Heliosstraße > Nähe Bahnhof Ehrenfeld / U-Bahn-Haltestelle der Linien 3+4 Venloer Str.).

Die Atommüllentsorgung in Deutschland ist gescheitert, eine Endlagerung nirgendwo in Sicht und in Gorleben sind die Strahlen-Grenzwerte am Zwischenlager überschritten, werden frisiert, heruntergetrickst.
Trotzdem sollen im November wieder Castoren nach Gorleben rollen.
Und ab Anfang 2012 sollen 152 Castoren vom Forschungszentrum Jülich ins Atommülllager Ahaus transportiert werden, quer durch NRW.
Dabei handelt es sich um abgebrannte Kugelelemente aus dem Versuchs-THTR-Jülich.
Der Müll muss zu einem späteren Zeitpunkt für eine Endlagerung konditioniert werden, nachdem er ca. 50 Jahre weiter gelagert wird. Dies ist in Ahaus nicht möglich, wohl aber in Jülich.
Die Lagerhalle in Ahaus ist nicht sicherer als die in Jülich, hat nur eine längere Aufbewahrungsgenehmigung.

Unser erklärtes Ziel ist die Verhinderung dieser hochgefährlichen Transporte!

X Wir werden uns querstellen, uns widersetzen. X

Und natürlich ebenso Ende November in Gorleben (Einladung zum

Aktivurlaub im Wendland

>>> hier im Flyer).

- – – – – – – – – – – – – – – – – -


- – – – – – – – – – – – – – – – – -
vorher Appell unterschreiben:

- – – – – – – – – – – – – – – – – –

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

Atomtransport rast im irren Tempo durch NRW und Niedersachsen

Bürgerinitiativen kritisieren Untätigkeit der Landesregierung

17.10.11 Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) haben am heutigen Montag erneut in scharfer Form die ständigen Urantransporte von und nach Gronau zur Urananreicherungsanlage kritisiert.
Aktuell ist es den Bürgerinitiativen heute wieder gelungen, einen der zahlreichen und hochgefährlichen Atomtransporte zu beobachten und zu enttarnen.

In der Mittagszeit hat ein Sonderzug die Urananreicherungsanlage Richtung Münster verlassen. Er bestand aus einer Lokomotive der Bentheimer Eisenbahn und aus neun Güterwaggons, die alle mit Gefahrgutzeichen versehen waren. Der Deklaration zufolge war das Transportgut radioaktiv und ätzend.
Es ist davon auszugehen, dass Uranhexafluorid-Container transportiert wurden. Der Zug wurde auch in Steinfurt-Borghorst, Münster und in Emsdetten beobachtet. Somit durchquerte er weite Teile des Kreises Steinfurt und Münster. Im Münsteraner Hauptbahnhof befand sich der Zug inmitten anderer Reisezüge und inmiten zahlloser Reisender. Der Sonderzug mit der strahlenden Fracht fuhr ohne Polizeischutz und hatte zum Teil etwa 100 Stundenkilometer. Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen bezeichnete das Tempo des Zuges als „extrem überhöht“ und erinnerte an Schrankenpannen und weitere Unfälle an der Bahnstrecke. Vermutlich hatte der Transport als Zwischenziel den Hafen in Rotterdam.

Uranhexafluorid wird in großen Mengen von und nach Gronau transportiert, in der Urananreicherungsanlage verarbeitet und neben der Anlage unter freiem Himmel in großen Mengen gelagert. Uranhexafluorid ist radioaktiv und reagiert bei Freisetzungen mit Wasser zur extrem ätzenden Flusssäure. 2010 wurde ein Arbeiter in der UAA mit Uranhexafluorid verseucht und immer wieder kommt es in der Anlage zu Pannen.

Die Bürgerinitiativen kritisieren massiv die NRW-Landesregierung, da diese die Urantransporte nach wie vor unbehelligt fahren lässt. Ursprünglich hatte die Landesregierung angekündigt, weitere Atomtransporte durch NRW zu verhindern.
Die Anti-Atomkraft-Bewegung fordert das Verbot aller Atomtransporte und die sofortige Stilllegung der UAA Gronau und aller Atomanlagen. (PM: SOFA Münster)

Laut Ahlener Zeitung erklärte ein Sprecher von Urenco (Betreiber der UAA Gronau), es handele sich um Behälter mit abgereichertem Uran . . .

- – – – – – – – – – – – – – – – – -


- – – – – – – – – – – – – – – – – -

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -

15.10. Echte Demokratie jetzt! Erhebt Euch! Hier (Köln, Chlodwigplatz, 11:00 Uhr) und weltweit!

Weltweit und dezentral finden am 15.10.11 Demos unter dem Aufruf „Echte Demokratie jetzt!“, „Gemeinsam für globalen Wandel!“ statt.
Auch in Köln, 11:00 Uhr ab Chlodwigplatz.

In Deutschland rufen u.a. attac und campact auf, echte Demokratie zu fordern und zu realisieren, Finanzmärkte zu entwaffnen, sich für Solidarität und gegen Verachtung, Ausbeutung und Verknechtung von Mensch, Tier und Natur zu erheben.
- – – – – – – – – –
Mobi-Videos dazu >>> gibt´s hier

- – – – – – – – – – – – – – – – – -


- – – – – – – – – – – – – – – – – -

- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
…zurück zur Startseite…
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
- – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – -
(mehr…)