Archiv für Juni 2011

Atomausstieg: Der Kampf geht weiter!

Atomausstieg? Ja!
Schwarz-gelbes Schneckentempo?
Nein Danke!

Jeder Tag mit Atomkraft birgt ein tödliches Risiko!
Ein Hinauszögern eines Ausstiegs ist unverantwortlich, nicht hinnehmbar.
Experten und Gutachten bestätigen: Der Ausstieg ist viel schneller machbar (siehe auch: „Strom ohne Atom“).

Sicher ist der Beschluss, die ersten Schrottreaktoren dauerhaft still zu legen, ein Erfolg für die AntiAtom-Bewegung.
Aber: Bei dem Vorgehen der schwarz-gelben Regierung z.B. beim EEG, bei dem wieder nur die großen Konzerne gefördert werden, die sogar völlig unnötig wieder den Klimakiller Kohlekraft verstärkt ins Spiel bringen und dann wenigstens daran noch garantierten Verdienst zugesichert bekommen, ist zu befürchten: So werden sie „beweisen“ wollen, dass der Ausstieg (klimaschonend und kostengünstig) nicht möglich sei, die Debatte um Atomkraft wird wieder aufbrechen.

Auch die Grünen werden dem Ausstieg zustimmen. Sie haben offen und kontrovers auf ihrem Sonderparteitag diskutiert.
Die Bewertungen, Kommentare, zu ihrem Beschluss sind kontrovers.
Natürlich muss mensch für einen Ausstieg sein. Aber doch bitte schnellstmöglich machbar! Nicht erst 2022!

Immerhin kamen noch einige Änderungsanträge durch.
So heißt es jetzt in dem Beschluss der grünen Bundesdelegiertenkonferenz (BDK):
“Wir wissen: Der Atomausstieg ist bis 2017 seriös umsetzbar. Wir werden daher die Bundestagswahl 2013 zu einer Abstimmung über eine beschleunigte Energiewende machen. Im Falle einer GRÜNEN Regierungsbeteiligung werden wir die Rahmenbedingungen so ändern, dass das letzte AKW noch deutlich vor 2022 abgeschaltet wird.”
Und weiter heißt es in dem Parteitagsbeschluss:
„Wir werden auch weiterhin mit aller Kraft dafür arbeiten, dass das letzte Atomkraftwerk so bald wie möglich endgültig vom Netz geht, und zwar deutlich vor dem von der Bundesregierung geplanten Jahr 2022. Insofern ist unsere Zustimmung zur Änderung des Atomgesetzes als Zustimmung zum Ausstieg zu verstehen, nicht aber zu seinem Zeitplan. Wir werden die allgemeine Akzeptanz für einen früheren Ausstieg erhöhen durch eine Beschleunigung der Energiewende; und wir werden veränderte politische Mehrheiten im Bundestag dafür nutzen, alle dafür notwendigen politischen Prozesse und Gesetzesänderungen anzustoßen und durchzusetzen.”

Sicher muss mensch einem Atomausstieg im Prinzip zustimmen.
Aber die Befürchtung ist: Erst Zustimmung zum schwarz-gelben Szenario, wenn auch mit „aber . . .“, dann Eintreten und Werben für Verschärfung, Beschleunigung des Ausstiegs, wird problematisch. (Kommentar auch hier bei Campact)

Warten wir´s ab und machen wir als AntiAtom-Bewegung weiter deutlich:
Auch wenn jetzt acht AKWs abgeschaltet sind, es bleiben noch neun tickende Zeitbomben.
Die Verzögerung des Atomausstiegs ins nächste Jahrzehnt hinein werden wir nicht akzeptieren, wir werden weiter protestieren und uns widersetzen.
Nicht nur an den verbleibenden Atomkraftwerken, sondern auch in Gorleben oder, wie auch am Sonntag, 3. Juli 2011 an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau.
Denn in Gorleben werden bisher unter dem Tarnbegriff „Erkundung“ teure Fakten geschaffen, zudem wird unnötig weiter Atommüll produziert, der dann dort hin transportiert wird; in Gronau wird der Betrieb sogar ausgebaut, werden Grundlagen für den Betrieb von AKWs (auch weltweit) geschaffen.
Gleichzeitig sollen Atom-Projekte wie Angra 3 in Brasilien (in einem Erdbebengebiet!!!) gefördert werden.

(Atom-) Marionetten werden halt niemals unabhängig!

In diesem Sinne: Der Kampf geht weiter!
Atomkraft? Nein Danke! Schluss jetzt!

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Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz von B90/Grüne im Wortlaut
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Zusätzlicher Beschluss: „Sicherheit ist nicht verhandelbar“
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Studie Umweltbundesamt
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Studie Greenpeace
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BUND – Katalog zum Ausstieg
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Gutachten ZENTRUM FÜR NACHHALTIGE ENERGIESYSTEME (ZNES), Uni Flensburg
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Unternehmer zur Energiewende:
„Kohle und Gas sind die Gewinner“
. . . taz, 28.06.11
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Fraunhofer-Chef über Atomausstieg:
„Die Union will wieder Großtechnik“
. . . taz, 29.06.11
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3.7.11: Straßenfest an der UAA Gronau

Kundgebung am 3. Juli um 13:00 Uhr
mit Straßenfest an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau
,
Röntgenstraße 4, (Stadtosten).

Mit Lebensfreude gegen die lebens­feindliche Atomkraft:
Redebeiträge – VolXküche – Musik – Infostände – Tombola

Jetzt am Ball bleiben!
Sofortiger und endgültiger Atomausstieg – auch in Gronau!

Infos zur UAA bei AKU Gronau

(Mitfahren/zusammenfahren?: antiatomeuskirchen(at)riseup.net)


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Sonderparteitag der GRÜNEN

Live-Kommentare
und Bewertungen
vom Sonderparteitag
hier bei .ausgestrahlt !
(selbstaktualisierender Live-Ticker)

(Grafiken/Aufkleber: .ausgestrahlt)

Interview mit Jürgen Trittin zum Atomausstieg . . . RP-online, 31.5.11 (hört! hört!)
Ströbele: „Jeder Tag ohne Meiler ist ein guter“ . . . Spiegel-online, 25.6.11
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Offener Brief an die Delegierten von B90/Grüne

(3.7.11 Gronau: Aufruf: Für die sofortige Stilllegung der UAA!
Demo und Straßenfest vor der Urananreicherungsanlage (UAA)
Auch dazu ein offener Brief hier als pdf!)
.

Offener Brief an die Delegierten der außerordentlichen Bundesdelegierten-
versammlung von
Bündnis 90/Die Grünen am 25. Juni 2011 in Berlin

.

21. Juni 2011

Kein grüner Segen für diese Atompolitik!

Liebe Delegierte,

die weiter andauernde Katastrophe von Fukushima hat in Deutschland und weit darüber hinaus zu einer starken Anti-Atom-Bewegung geführt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung wurde dadurch gezwungen, die im letzten Herbst beschlossene Laufzeitverlängerung zurückzunehmen und acht Reaktoren endgültig abzuschalten. Ein großer Erfolg, der ohne den unermüdlichen und breit getragenen Protest nicht möglich geworden wäre.

Doch die zweite Hälfte des „Ausstiegs“ wird im Wesentlichen auf die Jahre 2021/2022 vertagt. Wie schon nach dem rot-grünen Ausstiegsbeschluss sollen erneut zehn Jahre vergehen, die vor allem den Weiterbetrieb der Atomreaktoren sichern. So würde selbst das AKW Gundremmingen C, das fast baugleich mit Fukushima ist, bis 2021 weiterlaufen.
Wieder ist der „Ausstieg“ nicht unumkehrbar. Die Sicherheitsauflagen für die Betreiber sind sogar noch schwächer als zu Zeiten des rot-grünen „Atomkonsenses“.
Zudem ist die angekündigte, bundesweite Endlagersuche völlig unverbindlich. Fakten werden weiterhin lediglich in Gorleben geschaffen, indem der Ausbau des Salzstocks zum Endlager fortgesetzt wird.

Wir sind enttäuscht, dass der Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen dieser schwarz-gelben Mogelpackung im Bundestag und Bundesrat zustimmen und ihr damit einen grünen Segen verleihen will.
Im März diesen Jahres, wenige Tage nach Fukushima, beschloss der Kleine Parteitag der Grünen mit breiter Mehrheit die Forderung, den Atomausstieg massiv gegenüber dem rot-grünen „Atomkonsens“ zu beschleunigen und alle Reaktoren stufenweise bis 2017 abzuschalten. Jetzt droht dieser Beschluss bereits wieder Makulatur zu werden.
So entsteht nicht Glaubwürdigkeit bei Wählerinnen und Wählern – sondern der Eindruck, aus Angst vor Kampagnen der politischen Konkurrenz grüne Kernpositionen zu räumen.

Mit einer Zustimmung zum vorliegenden Atombeschluss der Regierung würden Bündnis 90/Die Grünen sich an einen Ausstiegsplan fesseln, der ihnen jeden relevanten atompolitischen Gestaltungsspielraum im Falle einer Regierungsbeteiligung 2013 raubt.
Damit wären sie gezwungen eine Politik zu verteidigen, die in der nächsten Legislaturperiode lediglich die Abschaltung eines Reaktors, des Kraftwerks Grafenrheinfeld, vorsieht.
Konsequentes Handeln gegenüber den Atomkonzernen – etwa durch höhere Sicherheitsauflagen und Haftungsansprüche – verlöre nach vorheriger Zustimmung zu einem Ausstieg im Schneckentempo die Plausibilität.
Wenn die Grünen dem schwarz-gelben Beschluss zustimmen, dann ist atompolitisch die Kiste zu.

Die Grünen müssen in der Offensive bleiben und dürfen das Heft des Handelns nicht aus der Hand geben!
Sie müssen mit der klaren Forderung nach einem Ausstieg innerhalb einer Legislaturperiode in den Bundestagswahlkampf 2013 ziehen – und gegebenenfalls mit dieser Bedingung in Koalitionsverhandlungen über eine grüne Regierungsbeteiligung treten!
Dazu gehört auch ein klares Nein zu einem Endlager in Gorleben. Es braucht ein Endlagersuchgesetz das endlich ein vergleichendes Verfahren mit Bürgerbeteiligung und -rechten ermöglicht.

Die Grünen müssen nicht über das Stöckchen springen, das die Regierung hinhält!
Sie müssen nicht einen Konsens mit der Regierung eingehen, nur weil diese damit das Thema Atomkraft von der politischen Tagesordnung abräumen will.
Sie müssen nicht ihren politischen Spielraum einengen, nur weil die SPD dem Regierungsbeschluss vielleicht zustimmt.
Sie müssen nicht einem Gesetz zustimmen, nur weil es auch begrüßenswerte Elemente wie die Abschaltung von acht Reaktoren enthält.
Diese werden auch stillgelegt, wenn sie aus den genannten Gründen mit „Nein“ stimmen.

Im Jahr 2000 haben Bündnis 90/Die Grünen mit einem völlig unzureichenden Ausstiegsbeschluss einen tiefen Graben zu den Umweltverbänden und der Anti-Atom-Bewegung aufgerissen.
In den letzten Jahren haben wir diesen an vielen Stellen überbrückt, sind gemeinsam für das Ende der Risikotechnologie Atomkraft auf die Straße gegangen.
Beginnen Sie jetzt nicht, diese Brücken wieder einzureißen!
Streiten Sie mit uns
für einen Ausstieg, der diesen Namen auch verdient!

Mit besten Grüßen

Peter Dickel, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad
Ingo Hoppe, AK.W.ENDE (AKW Biblis)
Jochen Stay, .ausgestrahlt
Wolfram Scheffbuch, Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar (AKW
Neckarwestheim)
Hubert Weiger, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Bündnis Anti-Atom-Ostwestfalen-Lippe (AKW Grohnde)
Karsten Hinrichsen, Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe (AKW Brokdorf)
Wolfgang Ehmke, Kerstin Rudek, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Christoph Bautz, Campact
Raimund Kamm, FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik (AKW
Gundremmingen)
Ewald Feige, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands
Dirk Seifert, Robin Wood
Widerwelle (AKW Philippsburg)

Unterstützt von:
Chris Weise, AntiAtom-Euskirchen
Jonathan Klick

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Klaus der Geiger & Salossi und Selassikai zum Abschied vom Centro

(Fotos: chw; zum vergrößern bitte anklicken!)

Es war ein würdiger Abschied von diesem Ort.
Das Centro muss umziehen, es geht an einem neuen Ort weiter.
AntiAtom-Euskirchen und ART-Eifel sagten Danke für die Möglichkeit, dass wir hier viele Konzerte, Lesungen, Filmabende, Theaterabende durchführen konnten.
Auch viele Plena haben hier stattgefunden.
Und dazu gab es ein sehr gut besetztes Konzert:
Selassikai eröffnete den Abend, als Übergang spielten alle drei zusammen,
bevor Klaus der Geiger & Salossi als Duo den Hauptpart bestritten.
Und da alle glänzend aufgelegt waren und sehr viel Spielfreude zeigten, wurde es ein eindrucksvolles und stimmungsvolles Konzert, musikalisch und textlich erste Sahne.
Das Publikum honorierte es begeistert, alle hatten einen wunderschönen Abend.

(Alle Fotos: chw, hier in der Galerie; Videos: Selassikai)


Presse: Den Mächtigen die Meinung „gegeigt“ . . . Kölnische Rundschau, 20.06.11

Mehr Bilder (chw/AAE; zum Vergrößern bitte anklicken) gibt´s hier in der Galerie.
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Fotogalerie 17.6.11 von AAE: (mehr…)

17.6.: Klaus der Geiger & Freunde in Euskirchen

Am Freitag, 17.6. gastieren
Klaus der Geiger & Salossi im Centro Portugues in Euskirchen, Bendengasse 3.
Ab 19:00 Uhr ist Einlass.
Den Abend eröffnen wird Selassikai, vielen von Euch wohl auch von verschiedenen AntiAtom-Demos bekannt.

Spontane, gemeinsame Acts sind nicht ausgeschlossen!

Zu Klaus & Salossi brauchen wir ja wohl nix mehr zu sagen. Viele kennen sie von div. Demos wie z.B. der „Probe-Menschenkette“ in Euskirchen. Für alle: Hier im Video eine kleine Kostprobe. (Klaus & Salossi live, Kelsterbach)
Auch Selassikai kann mensch „vorhören“: Hier auf seiner „My Space“-Site.

Wir freuen uns auf eine tollen, spannenden Konzertabend! Eine tolle Feier!

Hintergrund: Ende des Monats schließt das „Centro“ an diesem Ort seine Pforten. Das Haus wird im Zuge der Viertels-Sanierung abgerissen.
Das Centro war für ART-Eifel und AntiAtom-Euskirchen lange ein sehr gastfreundlicher Veranstaltungsort und Treffpunkt. Dafür herzlichen Dank, 1000 x thanx !!!
Ab Juli geht´s an neuem Ort weiter, auch dort sind wir herzlich willkommen, nehmen die Einladung gerne an und möchten die gute Zusammenarbeit dann dort fortsetzen.
Aber erst einmal möchten wir uns von diesem Ort würdig verabschieden. Daher dieses Konzert, veranstaltet von ART-Eifel und „Centro Portugues de Cultura e Desporto“, unterstützt, empfohlen von AntiAtom-Euskirchen.
Wir würden uns sehr freuen, auch im Namen der Musiker und Veranstalter, Euch zahlreich begrüßen zu können!

Für ein weiteres Highlight sorgt das Centro dann mit einem Abschlusskonzert am
Freitag, 24. Juni 2011: „Cup of Coffee“ und das „EU-Semble“ treten noch einmal auf!
Bestens bekannt noch u.a. vom Soli-Konzert für AntiAtom-Euskirchen .

Wir hoffen sehr, wir sehen uns bei den Konzerten und bei weiteren Aktionen!
Gemeinsam feiern, Kultur genießen und für eine Menschen- und Umwelt-freundliche Politik und Zukunft kämpfen!

So auch am 3. Juli in Gronau an der UAA:
Es gibt eine Kundgebung mit Strassenfest, Musik etc. anlässlich des 300. Sonntagsspaziergangs. (Aufruf hier als pdf)
Die UAA taucht skandalöserweise nicht in den Planungen zum (ohnehin skandalös halbherzigen) „Atomausstieg“ auf. Dabei liefert sie die Grundlage für den Betrieb von AKWs weltweit und soll gar noch erweitert werden! Dazu gibt es auch einen offenen Brief von mehreren AntiAtom- und Bürger-Initiativen (hier als pdf).

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Strom ohne Atom


Infos auch im Flyer und der „Blockadefiebel“

Und Konzert-Tip:

Diese 45 min. -Doku (ARD, hier in 3 Teilen) zeigt eindrucksvoll und überzeugend, dass und wie ein wesentlich schnellerer Ausstieg aus der Atomenergie und eine wirklich schnelle, konsequente Energiewende laufen könnte und sollte, wie halbherzig und verlogen die „Revolution“ von Merkel & Konsorten ist:




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!!! Blockade verschoben !!!

!!! X-tausendmal quer verschiebt Blockade auf 18. Juni !!!

Der Atomkonzern Eon hat bekannt gegeben, dass die Revision des AKW Brokdorf verschoben wird und erst am Mittwoch, 15. Juni, beginnen soll. Offenbar wirkt schon die Ankündigung einer Blockade. X-tausendmal quer verschiebt deshalb auch: Das Aktionscamp startet erst nach Pfingsten, am Donnerstag, 16. Juni. Die Blockade soll am Samstag, 18. Juni, beginnen.

Block Brokdorf wird sein Camp zu Pfingsten weiterhin durchführen, aber nicht mehr zu Blockaden mobilisieren.

AKW Brokdorf blockieren! Schluss endlich!

Ab Pfingsten :

Infos auch im Flyer und der „Blockadefiebel“

Offener Brief an B90/Grüne :

Denn dieses Ausstiegsszenario dient nur einer erhofften Beruhigung der Bevölkerung, gewünschten „Stilllegung“ der AntiAtom-Bewegung!
Umweltverbände wie BUND halten einen Ausstieg schon 2012 oder, wie Greenpeace, 2015 für möglich, das Umweltbundesamt 2017.
Sogar die von der Bundesregierung einberufene Ethikkommission hält einen wesentlich früheren Ausstieg für empfehlenswert und machbar.
Dazu kommen die von CDU/FDP geplanten unsäglichen Kürzungen bei der Förderung der erneuerbaren Energien.
Zudem wird hierbei eine Umverteilung von unten nach oben vorgenommen: Kleineren Projekten droht das Aus, gefördert werden Großprojekte von Großkonzernen. Auf dass sich deren Monopol erhalte und der Strommarkt nicht wesentlich dezentralisiert und damit demokratisiert werde.
Wie bei solchem Handeln die Energiewende bewerkstelligt werden soll, ist wohl ein Rätsel. Und in einigen Jahren bricht die Atomdebatte wieder auf. Gewollt?!
Warum sollte die atomare Gefahr (Brokdorf z.B. noch über 10 Jahre) länger bestehen als nötig? Warum sollte noch über 10 Jahre lang Unmengen an Atommüll produziert werden, wenn´s nicht nötig ist? Wo noch keine Lösung zur „Endlagerung“ existiert!
Steht der Gewinn der Atomkonzerne über der Gesundheit und Sicherheit der Menschen und der Umwelt?!

Darum wird ab Pfingsten das AKW Brokdorf blockiert.
Es gibt zwei Camps und zwei Blockaden, solidarisch im Ziel, etwas unterschiedliche Konzepte.
Infos über die Blockade und die Unterschiede in den Konzepten hier bei .ausgestrahlt.

Mitfahrangebote und -nachfragen aus Euskirchen und Eifel gerne an antiatomeuskirchen(at)riseup.net ,
Mitfahrbörsen auch bei AntiAtom-Bonn und bei AntiAtomPlenum-Köln .

Alle Infos zu den jeweiligen Camps, Aktionen, Aktionskonsens und Anreise beim Anklicken der jeweiligen Banner:

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Bürgerlobby: Kritik am Ausstiegsszenario

Ab Pfingsten :

Infos auch im Flyer und der „Blockadefiebel“
(Fotos: chw; zum vergrößern bitte anklicken!)

Infostände, Reden und Musik auf dem alten Markt,
eine kleine, bunte aber laute Demo zum City-Forum,
hier dann Diskussion: Bürgerlobby, Kernfrage: Atomausstieg.

Es war eine bunte Ecke auf dem alten Markt in Euskirchen.
Am 4.6. hatten AntiAtom-Euskirchen (AAE), BUND-Euskirchen, ATTAC-Brühl und B90/Die Grünen Stände mit reichhaltigem Info- und AntiAtom-Materialien und netten Kleinigkeiten wie essbare AKWs aufgestellt.
Dazu gab es Musik, die Volxküche Nordeifel (von ART-Eifel) sorgte für Verpflegung.

In Reden wurde auf die neuesten politischen Entwicklungen in Sachen Atomausstieg eingegangen.
Kritisiert wurde die Länge der verbleibenden Laufzeiten. So hält die AntiAtom-Bewegung einen bedeutend schnelleren Ausstieg für möglich und fordert dies und einen Stop der Atommüllproduktion ein.
In die selbe Richtung argumentiert beispielsweise BUND – Vositzender H. Eiger im Tagesspiegel: Er hält einen Ausstieg bis 2012, mindestens aber noch in dieser Legislaturperiode für möglich.
Greenpeace kommt auf einen Ausstieg bis 2015, das Umweltbundesamt berechnet in der Studie „Umstrukturierung der Stromversorgung in Deutschland“ 2017 für problemlos machbar. Bundesumweltminister Röttgen wollte diese Studie in der Schublade behalten.
Alleine schon die geplanten Kürzungen für erneuerbare Energien mache die Haltung der derzeitigen Bundesregierung zum Atomausstieg und zum Einstieg in die Energiewende unglaubwürdig, zumal besonders bei dezentralen, kleinen Projekten gekürzt wird, so Chr. Weise von AAE.
Und das Verhalten der großen Atom-Strom-Konzerne wie EON und RWE lassen nur eine Forderung zu: „Atomausstieg selber machen; Stromanbieter wechseln“!

Auch der 17-jährige J. Klick appellierte an die Politik, seine Generation nicht mit noch mehr Atommüll, dessen Lagerung noch immer völlig unklar ist, zu belasten. Auch er forderte eine konsequente Förderung für erneuerbare Energien, auch für kleinere Projekte.

Später zog dann ein Demozug mit der lauten Forderung „Abschalten!“ und „Stromanbieter wechseln“ zum City-Forum.

Hier fand die Diskussion „Bürgerloby – Kernfrage: Atomausstieg“ statt.
Zur Rede hatten sich die MdBs Oliver Krischer (B90/Grüne) und Detlef Seif (CDU) gestellt. Gabriele Molitor (FDP) war auch angefragt, hatte jedoch schon lange zuvor mehrfach angekündigt und betont, nicht teilnehmen zu wollen.

Auch hier wurden die Abgeordneten mit Kritik über die noch zu langen Laufzeiten und die Kürzungen in der Förderung für erneuerbare Energien konfrontiert. Besonders die Kürzungen für kleinere, auch mittelständische Energieprojekte und die stärkere Förderung für Großprojekte, die wieder nur den Großkonzernen zugute kommen und diese fördern, wurden kritisiert. Hier werde die Chance auf eine Dezentralisierung und Demokratisierung des Strommarktes bewusst verspielt.

D. Seif „glänzte“ mit alten Positionen und gab zu, dass er selber ein Gelingen der Energiewende sehr kritisch sehe. Seine Einwände lassen aufhorchen: Wie kann diese und der tatsächliche Atomausstieg, der jetzt schon halbherzig ist und Menschheit und Umwelt völlig unnötig noch 10 Jahre lang gefährdet, bei solch agierenden Atom-Politrics gelingen?
Immerhin versprach er, sich für eine Erweiterung des KraftNAV (Kraftwerks-Netzanschlussverordnung) um das Wort“Seekabel“ einzusetzen und uns über seine Bemühungen schriftlich zu informieren. (Mit dieser simplen Erweiterung ist es dann möglich ein von Norwegern finanziertes Seekabel an das deutsche Stromnetz anzuschließen. Kostengünstiger und sauberer Strom aus Wasserkraftwerken wäre dann in ausreichenden Mengen verfügbar! Umgekehrt könnte überschüssige Windenergie in norwegischen Pumpwasserkraftwerken gespeichert werden und bei Flaute abgerufen werden… / offener Brief mit Infos hier!)

O. Krischer bemängelte die geplante Neufassung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), sah darin keine klare, ja eher kontraproduktive Linie der CDU/FDP-Regierung.
Dieser kam auch nach der Diskussions-Veranstaltung noch einmal zu Gesprächen zum Infostand von AAE auf den alten Markt.
Hier wurde von uns noch einmal appelliert, die Fehler von Rot-Grün (deren Ausstiegsszenario aber immerhin konsequenter war als die jetzigen Pläne) nicht zu wiederholen und die AntiAtom-Bewegung, die hunderttausenden Menschen, die in den letzten Wochen und Monaten für einen Sofort-Ausstieg auf die Straße gegangen sind, nicht mit einer voreiligen und bedingungslosen Zustimmung zum „Konsens“ vor den Kopf zu stoßen.
Denn nach wie vor fordern über 50% der BürgerInnen einen schnelleren Ausstieg.

Mit einigen interessanten Gesprächen klang dann die Veranstaltung auch langsam aus.
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Presse: Wer aussteigt, muss auch einsteigen . . . Kölnische Rundschau, 7.6.11
Mehr Bilder (chw/AAE; zum Vergrößern bitte anklicken) gibt´s hier in der Galerie.

Nachtrag: Es gibt seit Sonntag einen offenen Brief an die Grünen (hier komplett als pdf).
In dem Brief heißt es unter anderem:

„Nach der neuesten Forsa-Umfrage wollen 56 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Atomausstieg bis 2016 oder früher. Die Mehrheit will also einen schnelleren Ausstieg, als ihn selbst die Grünen fordern (2017) – aber in keinem Fall den Weiterbetrieb der letzten AKW bis 2022. (…)
Sechs AKW sollen also noch mehr als zehn Jahre – über drei Bundestagswahlen hinweg – am Netz bleiben. Damit ist der Ausstieg nicht unumkehrbar, sondern das öffnet Tür und Tor für eine spätere Revision der jetzigen Beschlüsse. (…)
Die Bundesregierung hat beschlossen, den Bau des Atommüll-Endlagers im dafür völlig ungeeigneten Salzstock Gorleben weiter voranzutreiben. Damit werden Tatsachen geschaffen, die es in Zukunft immer schwerer machen werden, Gorleben zu verhindern. (…)
Es würde die Glaubwürdigkeit der Grünen extrem beschädigen, wenn sie all dies mittragen. Ihr sagt von Euch, Ihr seid die Anti-Atom-Partei. Doch bei einer Zustimmung droht den Grünen das Schicksal einer bekannten Steuersenkungspartei, die die Erwartungen ihrer WählerInnen nicht erfüllen konnte.
Die Grünen müssen nicht springen, nur weil Rainer Brüderle ein Stöckchen hinhält. (…)
Mit dem rot-grünen Atomkonsens gab es ein tiefes Zerwürfnis zwischen Grünen auf der einen und Bürgerinitiativen und Umweltverbänden auf der anderen Seite. In den letzten Jahren habt Ihr Euch als Oppositionspartei wieder als Teil der Anti-AKW-Bewegung verstanden, habt mit uns gemeinsam demonstriert und unsere Forderungen geteilt. Die Spaltung konnte weitgehend überwunden werden. Wir fordern Euch auf: Setzt diese Gemeinsamkeit nicht erneut aufs Spiel!“

(Den kompletten Brief hier.)

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Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!
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Fotogalerie 4.6.11 von AAE: (mehr…)