Archiv für Januar 2011

30.1.2011: Auf nach Jülich!

Am 15. Januar 2011 wurde in der Jülicher Stadthalle das Aktionsbündnis Westcastor gegründet.
Als Schwerpunkt und erste Herausforderung stellt sich für das Bündnis die Organisation und Durchführung der
Anti-Castor-Demo am 30.1. um 14:00 Uhr am Jülicher Forschungszentrum dar.

Vier- Punkte Programm von STOP Westcastor.de:

1. Keine neuen unsinnigen Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus oder sonst wohin!
2. vollständige Dekontaminierung des Reaktorgeländes in Jülich und um­fassende Aufklärung früherer Störfälle!
3. Verbindliche Durchführung einer langfristigen Kinderkrebsstudie für alle jetzigen und ehemaligen NRW-Atomstandorte!
4. Für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen und für eine demokratische, ökologische und soziale Energieversorgung

Aus dem Aufruf zur Demo 30. Januar 2010 :
Forschungszentrum Jülich
Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!

„Auf dem Gelände des Forschungszentrums lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor AVR.

Das Forschungszentrum möchte sich dieser Altlast entledigen und plant die Castoren mit einer ganzen Serie von gefährlichen und für die SteuerzahlerIn teuren Transporten ins Brennelementezwischenlager nach Ahaus zu bringen. Ein Antrag ist beim Bundesamt für Strahlenschutz gestellt. Die offizielle Begründung: Die Lagerung der AVR-Hinterlassenschaft in Ahaus ist für das Forschungszentrum angeblich billiger als der weitere Verbleib der Castoren in Jülich. Nachprüfbare Berechnungen für diese Behauptung gibt es nicht.
Wir lehnen die Verlagerung der Castoren von Jülich nach Ahaus ab. Die Transporte sind gefährlich. Das Risiko von Unfällen ist nicht verantwortbar. Die Kosten der Transporte tragen die SteuerzahlerInnen. Es nicht vertretbar, den Menschen im Münsterland den Jülicher Atommüll und die damit verbundenen Risiken vor die Füße zu schütten – zumal der hochverstrahlte Reaktorbehälter ohnehin noch für Jahrzehnte in Jülich bleiben soll.

Wir begrüßen, dass sich die NRW-Landesregierung gegen die Transporte ausgesprochen hat und sich für einen Verbleib der Castoren in Jülich einsetzt. Nun ist es an der Bundesregierung als Mehrheitsanteilseignerin des Forschungszentrums die Transporte nach Ahaus abzusagen und die weitere Lagerung in Jülich zu ermöglichen.

Das kläglich gescheiterte Kugelhaufenreaktor-Abenteuer AVR Jülich ist ein Beispiel für den Irrsinn der Atomkraft:

-Beinahe GAU 1978 nach unkontrolliertem Wassereintritt in den Reaktor
-Verstrahlung des Erdreichs unter dem Reaktor – Ausmaß bis heute unbekannt
-Zerlegung des 26 Meter hohen und 2.000 Tonnen schweren Reaktorbehälters wegen extremer Verstrahlung erst in Jahrzehnten möglich, -Verlagerung als Ganzes in eigens errichtete Zwischenlagerhalle
-Bisherige Kosten für den Rückbau der Anlage über 700 Mio. Euro,
- aber noch unsere Kinder und Enkel werden für das Atom-Abenteuer AVR Jülich zahlen müssen

Trotzdem arbeitet das Forschungszentrum Jülich weiterhin an der Weiterentwicklung des Kugelhaufenreaktors. Es wird Zeit, dass damit endlich Schluss ist und der Jülicher Atomsumpf ausgetrocknet wird.

Wir fordern die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen und lehnen die von der Regierung Merkel/Westerwelle durchgedrückten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke ab. Diese Laufzeitverlängerungen werden, neben den vielen anderen dagegen sprechenden Gründen, auch die Menge des Atommülls und die Zahl der damit erforderlichen Transporte vervielfachen, ohne dass es bis heute ein Endlager für diesen Müll gibt.
Mit der Demonstration am 30. Januar 2011 am Forschungszentrum Jülich bringen wir unseren Protest und Widerstand gegen die Atompolitik der Bundesregierung und die geplanten Castor-Transporte zum Ausdruck.“

Allein? Muss doch nicht sein!
Wir organisieren Mitfahrgelegenheiten, ggf. einen Bus (Infos folgen).
Bitte anschreiben:
antiatomeuskirchen[at]riseup[punkt]net

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Deine Spende für den gewaltfreien Widerstand, für den Atomausstieg!

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